Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

Moderatoren: Hortensie, Eule

Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

unverändert
5
3%
verunsichert
19
11%
stolz
13
7%
lebe bewusster /passe besser auf mich auf
57
33%
sehe HS als absolute Bereicherung
13
7%
komme damit überhaupt nicht klar
8
5%
fühle mich abgestempelt "anders"
6
3%
habe an mir gearbeitet, evtl. Therapie, Veränderungen
28
16%
HS wird immer unwichtiger
7
4%
habe meinen Seelenfrieden gefunden
15
9%
werde gemobbt
3
2%
nichts davon
1
1%
 
Abstimmungen insgesamt : 175

Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon herzblut » Fr 22. Aug 2014, 15:18

Hallo Ihr Lieben,

mit diesem Thema möchte ich mich vor allem an diejenigen wenden, die schon 1 Jahr und länger mit der Erkenntnis leben, dass sie hochsensibel sind.

Gleichzeitig würde mich interessieren, wie sie ihre HS im Alltag leben, wer davon weiß und wie sie dazu stehen, so geartet zu sein.

Ich freue mich auf einen Austausch und hoffe, die "alten" erlauben den Neuen hier ein kleinen Einblick in das Leben mit dem Wissen HS !?

Liebe Grüße, herzblut
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Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon Verity » Fr 22. Aug 2014, 17:27

Hallo Herzblut,

hier bin ich zwar noch ziemlich neu, aber einen Online-Test zum Thema HS habe ich schon vor ca. 5 Jahren gemacht. Welcher das war, kann ich nicht mehr sagen, das Ergebnis war jedenfalls eindeutig HS.
Allerdings war das für mich nicht wirklich eine Überraschung, die Erkenntnis kam mir schon länger und auch nicht von heute auf morgen.
Was allerdings neu für mich war, daß man mehr und mehr darüber lesen konnte. Es gibt doch einige sehr gute Bücher zum Thema, die für mich sehr inspirierend waren. Auswirkungen auf meinen Alltag hatten aber eher meine gesundheitlichen Probleme aufgrund der HS die mich gezwungen haben, gewisse Dinge zu ändern. Das Wissen zum Thema HS hat mir eher gezeigt, welche Fehler bei meiner Erziehung gemacht wurden, bzw. welche ich selbst gemacht habe, weil ich um im Alltag zu funktioneren, meine HS mehr oder weniger ignoriert habe.
Von meiner HS wissen nur mein Freund und der ältere seiner Söhne (13), der hochbegabt ist und vermutlich auch HS. Für meinen Freund ist meine HS kein Problem, er selbst ist psychisch krank und froh, so akzeptiert zu werden wir er ist.
Ich selbst stehe positiv zur HS, habe zwar mit den negativen Auswirkungen zu kämpfen, bin aber dankbar für die positiven Seiten. Bei den "Normalos" sehe ich eher Defizite und kann immer weniger mit denen anfangen.

Liebe Grüße
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Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon atemlos » Fr 22. Aug 2014, 18:39

Hallo
1) Interessante Umfrage! _yessa_
2) Technische Frage bevor ich abstimme: "bis zu 2 Optionen auswählen": Ich kann beliebig viele Checkboxen aktivieren; werden dann nur max. 2 nach dem Absenden des Requests ausgewertet (welche?) oder sollten hier interaktiv (JS) nur 2 auswählbar sein (was nicht der Fall ist)? Macht ja für das Ergebnis einen Unterschied oder denke ich hier zu kompliziert?

LG _cre_
atemlos
 

Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon herzblut » Fr 22. Aug 2014, 20:05

da bin ich überfragt - vielleicht bleibst Du einfach bei 2 Antworten? smasz _cre_
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Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon Drahtseilkünstlerin » Sa 23. Aug 2014, 09:30

Ha! Spannend. Habe es vor sieben von einem ebenfalls Hochsensiblen Therapeuten erfahren und fand das gar nicht so toll. Es war schon immer so, dass wenn ich krank war die Ärzte mich heimgeschickt haben mit den Worten sie sind halt sensibel, ruhen sie sich aus! Aber ich war immer ne ganz harte. Haha. Das passte mir gar nicht. Dementsprechend hast mir ein paar mal den Boden unter den Füßen weggerissen. Wobei mein Freundeskreis und meine Partner immer Hochsensibel waren. Nur beruflich wollte ich das nich wahrhaben. In den letzten sieben Jahren konnte ich mich damit dann ein bisschen anfreunden. Und lustigerweise bin ich jetzt auch seit fünf Jahren mit einem normal sensiblen zusammen, was es mir leichter macht mein Leben als sensible zu Leben. Also mittlerweile genieße ich mein! Leben.
Drahtseilkünstlerin
 

Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon atemlos » Sa 23. Aug 2014, 11:49

herzblut hat geschrieben:da bin ich überfragt - vielleicht bleibst Du einfach bei 2 Antworten? smasz _cre_

Man(n) bekommt dann den Hinweis "Du hast versucht, für zu viele Optionen zu stimmen." und darf nochmal, sorry ich konnte nicht anders...
Außerdem, bei multipler Antwortauswahl "nichts davon" zu verwenden, hm _gruebel_ Sorry nochmal, jetzt hör ich wirklich auf. (Berufskrankheit U72( )

Interessante Umfrage _thum_ LG _cre_

PS.: Was für ein mit Emotiocons gespickter und am eigentlichen Thema vorbeigehender Beitrag )/898u
atemlos
 

Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon atemlos » Sa 23. Aug 2014, 12:26

Um doch noch was beizutragen.. Threadtitel lautet: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Wie gewiss seid ihr denn? Auf was stützt ihr das?
Wie wahrscheinlich viele von euch hab ich Literatur zum Thema gelesen, Test(s) gemacht etc. Aber angenommen ich wäre NICHT auf das Phänomen HS gestoßen, was im Prinzip reiner Zufall war. Für mich als Laie, könnte ich mir meine Eigen-, Anders-, Schrägheiten und Problem(chen) im Zwischenmenschlichen und im Alltag auch mit anderen psychologischen Kategorien (Intro-/Extraversion, depressive, schizoide, zwanghafte, manische Persönlichkeitstypen und Merkmale, Borderline, das ganze Autismusspektrum, individuelle Begabung und was es sonst noch so alles gibt oder geben soll..) erklären, um nicht zu sagen zusammenreimen. Versteht ihr was ich meine?

'Mehr Gewissheit' hab ich eher durch Kontakt zu den wenigen ähnlichen Menschen (kann ich wahrscheinlich mit zwei Händen abzählen) bekommen, oder auch durch was und wie die Leute hier im Forum schreiben. Gewissheit hab ich trotzdem nicht (wenn es sowas überhaupt gibt)! Als wissenschafts-affiner Mensch würd ich diese eher in % angeben. Wer weis vielleicht bekomme ja irgendwann eine Geisteskrankheit di­a­g­nos­ti­zie­rt, die mich / mein Leben "besser" erklärt? Who knows? MfG

Ad Mods: Sollte das besser wo anders hin, oder in nen eigenen Fred, nur zu...
atemlos
 

Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon jules1976 » Sa 23. Aug 2014, 13:52

Hallo Atemlos!

Nun ja- ganz einfach: Man könnte diese Umfrage so interpretieren, dass sie sich nur an diejenigen wendet, die sich eben 100% gewiss sind, Hochsensibel zu sein....

Und somit voll und ganz an das Hochsensiblen Konstrukt ,von Elaine Aron vorangetrieben ,glauben.

Solltest Du da selbst noch zweifeln( obwohl ja kritisches Hinterfragen wohl so eine "Hochsensible" Eigenschaft ist)- wäre das hier vielleicht nicht die richtige Umfrage für Dich, sondern lieber eine zum Thema - Was hat sich bei mir entwickelt, seit ich mich mit Hochsensibilität beschäftige? ... oder so.

Liebe Grüße Jules1976
Respekt elefant2
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Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon Anke » Sa 23. Aug 2014, 15:31

Tolle Umfrage! Ich hoffe ich komme morgen dazu in Ruhe zu antworten....
Anke
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Re: Umfrage: Persönliche Entwicklung nach der Gewissheit HS

Beitragvon Buntkatz » Mi 27. Aug 2014, 15:55

@ atemlos

Ich glaube ich weiß was Du meinst. Ich denke bei vielen wurde eine vielleicht "Geisteskrankheit" diagnostiziert.
Die Diagnose (ein zusammentreffen von vorgegeben Symptomen) würde bei einem HSP anteilweise in schizoid vorkommen und vorallem bei schizoaffektiv. Aber eben nicht umfassend. Ich halte es durchaus für möglich das man einiges, weil unbekannt, unter den Tisch hat fallen lassen oder sagt schizoid ohne Denkstörungen oder Depressionen aber nicht nur, also kam irgendwann schizoaffektiv - ein bißchen Depression(Melancholie) aber nicht ganz, auch mal richtig gut drauf aber nicht so ganz manisch, kreisende Gedanken, Reizüberflutung, ruhebedürfnis, ein bißchen authistisch, übersteigerte Wahrnehmung usw. Aber wenn man dem Kind jetzt den Namen HSP gibt und anerkennt ist die Liste der Krankheiten um eine ärmer. Und man stelle sich vor, das alle die einstmals schizoaffektiv gestempelt wurden und vielleicht noch % der Behinderung bekommen haben aufeinmal anerkannte HSP sind. Und nicht mehr "krank". Außerdem sind wir dann wieder bei dem Thema; was von der Norm abweicht oder anders ist, ist krank. Wer bestimmt was krank ist? Usw. gab schon einen Thread dazu. Zumindestens hat uns die Literatur über HSP gezeigt, auch wenn wir eine sogenannte Diagnose aufgedrückt bekommen haben das wir schon als Kind "wußten" das wir anders waren. Und mitunter hat vielleicht sich jeder von uns verbogen um nicht als Geisteskrank zu gelten. Mit dem aufkommen von HSP und das wissenschaftlich, war es glaube für viele eine immense Erleichterung zu erfahren, das es nur eine "Spielart" der Natur ist das Menschen hs-geboren werden und es einige mehr gibt als man selbst. So läßt sich vielleicht auch der Stempel "Geisteskrank" mit einem lächeln tragen. Weil : Die Wissenschaft von heute, sind die Irrtümer von Gestern, und die Wissenschaft von Morgen sind die Irrtümer von Heute.
Für mich persönlich war es eine Offenbarung - HSP. Mein Leben ist heute "anders" weil ich anders mit mir umgehe, weil ich mich besser spüren kann. Ich lebe schon lange ein Leben was andere nicht verstehen und nicht akzeptieren. Aber eine Wunde blieb immer offen und an diesem Punkt habe ich immer mit meinem "Anderssein" gekämpft. Das hat so gut wie komplett aufgehört mit den 3 Buchstaben HSP.

Liebe Grüße
Buntkatz _zwr_
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