Umgang mit HS - WIE?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon originalC » Do 11. Jul 2013, 08:25

Ich hoffe dieses Thema gibt es noch nicht, falls doch bitte ich um Verzeihung, ich habe es nicht gefunden!

Wie ich ja schon beim Vorstellen beschrieben habe, bin ich vor ca. einer Woche auf HS aufmerksam geworden. Ich zähle mich dazu und bin einerseits erleichtert. Allerdings bin ich total überfordert damit, wie ich damit jetzt umgehe. Früher hab ich immer gesagt: "Hey ich bin eben bekloppt... " und der gleichen. Das hat zwar nichts besser gemacht, aber immerhin können sich viele "normale" damit abfinden.

Jetzt wo ich weiß, woran all meine "Beklopptheiten" (nicht böse gemeint) liegen, möchte ich es auch erklären. Allerding wird das niemand verstehen. Ich sitze da und forsche in mir, was nu zu machen ist. Aber ich finde keine Antwort. Ich möchte mit jemandem reden und diese Gedanken und all das los werden was mich beschäftigt, weiß aber, dass es keiner versteht, den ich kenne. Kein Gleichgesinnter. Wie geht man damit um?

Ich habe einen Arbeitskollegen, mit dem ich immer mal einen Plausch halte. Da wird es schon sehr Privat. Er ist sehr verständnisvoll seinen Töchtern gegenüber, und zeigt das auch bei mir. Leider habe ich ihm angedeutet, dass ich HS bin und ich habe bemerkt dass er damit nichts anfangen kann. Das find ich nicht gut, will aber nicht wirken wie eine Mimose, wenn ich ins Detail gehe. Ich glaube auch nicht, dass er den Horizont hat, das dann auch aufzunehmen. Klar quatschen wir noch, aber ich öffne mich jetzt mehr. Geht nicht mehr.

Auch sonst habe ich mich, seit dem bewusstwerden von HS, sehr zurück gezogen. Ich lese sehr viel darüber, vor allem hier im Forum. Nur leider beantwortet das nicht meine Fragen. Ich ziehe mich auf Arbeit zurück, rede in den Pausen nicht, sondern verkrieche mich lieber in ein Buch. Ich kanns nicht ertragen grad. Abends komm ich dann nach Hause und bin total fertig und weiß nicht wovon. Hundekaputt! Das macht mich fertig. Abends gehe ich dann immer noch zu meiner Mom, der ich dann alles erzähle was mich bewegt. Sie hört zu, versteht mich besser als jeder Mensch sonst auf der Welt, aber eben nur in ihrem Maßstab. Gestern hab ich mich gefragt ob es vllt besser gewesen wäre, nicht zu erfahren das ich eine HSP bin. Hm... _nüxweiss_

Keine Ahnung ob ihr versteht, was ich versuche hier auszudrücken. Was habt ihr gemacht, als ihr es entdeckt habt? Wer/ was hilft euch? Ich für meinen Teil möchte immer Stark sein. Ich habe in der neuen Firma angefangen, die Mitarbeiter an denen ich vorbei gehe anzulächeln, weil es uns allen ein positiveres Gefühl gibt. Aber ich kanns nicht mehr! Keine Kraft! Kein Leuchten!

_gruebel_

LG OC
Manchmal muss man sich seine Gedanken einfach aus dem Kopf schütteln!!! _headbang_
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon Naturverbunden1978 » Do 11. Jul 2013, 15:03

Hallo originalC,
ich bin eben erst hierher gekommen und hab Deinen Beitrag gelesen und möchte Dir schreiben, dass es mir genauso geht. Ich merke auch, dass ich es den meisten Anderen gegenüber verheimliche bzw. einfach nicht anspreche, dass ich HS bin. Ich merke, dass die meisten Leute damit nichts anfangen können. Dass ich sensibler bin als Andere, ist das eine, das merken die Leute auch, die mich kennen. Aber die sehen das halt so, dass ich empfindlich bin und mich halt einfach mal zusamenreißen muss. Dass "Hochsensibel" an sich mehr ist als nur empfindlicher als der Durchschnitt, ist für die Leute nicht nachvollziehbar. Und ich habe eben auch schon festgestellt, dass ich es nicht schaffe, anderen gegenüber offen zu sagen, "ich bin hochsensibel", oder auch damit zu erklären, warum ich in manchen Situationen so und so reagiere. Zum Biespiel, warum ich es nicht haben kann, zu lange mit zu vielen Menschen zusammen zu sein, und mich nach einiger Zeit zurückziehen muss. Da wird man schnell mal als Sonderling abgestempelt oder als Spaßbremse. Dabei macht mich das schlicht und einfach krank, wenn es auf längere Zeit hin so ist. Aber ich merke, dass es mir ein STück weit auch peinlich wäre, in einer größeren Gruppe offen zu sagen: "ich gehe jetzt hoch und leg mich hin, weil ich hochsensibel bin und mich das Zusammensein mit so vielen Menschen belastet". Wer macht das schon? Bekannte und Freunde, die von meiner HS wissen, nehmen es nicht ernst und schweigen es tot. Es ist schwierig, wenn man einerseits selbst genug daran zu knabbern hat, dass man nicht so ist wie die Anderen, und andererseits dann auch noch Rechtfertigungen dafür aussprechen muss oder es totschweigen muss.
Ich muss ehrlich sagen, die Patentlösung, wie ich mit meiner HS umgehe, hab ich auch noch nicht gefunden. Aber mir ist zumindest klar geworden, dass ich mehr auf mich selber achten muss, weniger an die Konventionen oder das, was "Man" macht oder nicht macht, zu denken und mehr an mich. Auch im Beruflichen. Denn da bin ich schon lange nicht mehr glücklich und mein oberstes Ziel momentan ist, dass sich das ändert.
Ich kann Dir nur raten, dass Du auch so gut wie es geht auf Dich achtest und, wenn es nötig ist, den Rückzug wählst, auch wenn das von Anderen vielleicht nicht immer verstanden wird. Aber auf Dauer wird kein HSP glücklich werden, wenn er / sie sich für die Anderen verbiegt.
Alles Gute!
Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten.
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon DeLeila » Do 11. Jul 2013, 18:13

Liebe originalC,
du bist mit den Gedanken und Zweifeln nicht allein.
Ich habe auch erst vor ein paar Tagen von HS erfahren und trotz aller Erleichterung, endlich Bescheid zu wissen, gibt es zu viele Fragen. Ich habe grundsätzlich bei Neuigkeiten, vor allem bei positiven, den Drang es hinauszuschreien und allen zu erzählen. So auch momentan, aber ich hab keine Ahnung, wie ich es ansprechen soll und erklären - bzw ob. Ich habe auch das Gefühl, dass ich jetzt viele Situationen extremer wahrnehme als vorher, nach dem Motto "Ich bin ja HSP, ich MUSS mehr wahrnehmen". Was natürlich Quark ist.
Meine beste Freundin ist auch die Person, die mich am meisten gedrängt hat, mich zu ändern - hat mich auf Parties geschleppt und gemeint ich soll doch einfach mal das Leben genießen usw. Ihr würde ich jetzt zu gern erklären, dass es nichts mit gewöhnen und genießen zu tun hat, aber ich weiß, dass sie mich nicht verstehen würde. Das macht mich traurig und hilflos.

Vermutlich müssen wir ein bisschen warten, uns an den Gedanken gewöhnen und lernen, mit dem neuen Wissen umzugehen. Dieses Forum ist ja schon eine große Hilfe, aber es ersetzt nicht eine Person, mit der man einfach mal bei einer Tasse Tee darüber reden kann, insofern kann ich sehr gut verstehen, was du gerade durchmachst.
Ich wünsche dir trotz allem Kraft und Optimismus. :)
DeLeila
 

Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon Nordlicht100 » Do 11. Jul 2013, 19:36

Hallo zusammen,

da ich bereits im letzten Jahr festgestellt habe, dass ich als HSP gelte und mich seit dieser Zeit auch sehr intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt habe möchte ich Euch folgende Tips aus meiner Sicht geben:

- Die Fragen, die Euch beschäftigen sind wahrscheinlich normal wenn das Thema "Hochsensibilität" das erste Mal auftaucht. Auf der einen Seite ist es sehr tröstlich, dass man weder psychisch krank noch sonstwie grundsätzlich therapiebedürftig ist - aber was diese Erkenntnis für das eigene Leben heißt bleibt erstmal unklar.
- Die wichtigste Aufgabe ist meiner Ansicht nach, dass man sich dazu "bekennen" muss hochsensibel zu sein.
- Es ist wichtig, dass wir HSP uns auf unsere Stärken besinnen und erkennen, wo jeweils unsere besonderen Fähigkeiten liegen z.B. gut zuhören können, kreativ sein, einen guten Draht zu Mitmenschen haben etc..
- Ich habe das Thema bisher in meiner Familie und bei guten Freunden recht offen angesprochen und auch wenn einige meine Gedanken und Gefühle nur bedingt nachvollziehen können, so können Sie doch besser verstehen warum ich ab und zu einfach mal meine Ruhe haben und allein sein möchte.
- und am Wichtigsten ist: Ihr seid nicht alleine!!

Ich hoffe, mein Beitrag hilft Euch etwas weiter U72( .

Viele Grüße
Nordlicht 100
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon Anke » Fr 12. Jul 2013, 06:10

Hallo originalC,

zunächst einmal smwk hier bei uns!

Also, so eine Phase hatten hier wohl einige, nachdem Sie von der HS erfahren haben....

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit der Verbreitung meiner Erkenntnis HS zu sein sehr vorsichtig sein muss. Es gibt sehr viele Menschen, die damit nichts anfangen können, es belächeln, oder sich darüber lustig machen.... Ich habe das direkt mit meiner Mutter so erlebt, von der ich eigentlich Verständnis erwartet hatte. Daraufhin waren es für sehr lange Zeit nur mein Mann und dieses Forum hier, wo ich offen über die HS und was mir diesbezüglich durch den Kopf geht reden konnte...
Am Anfang hat es mich zwar sehr verletzt und geärgert, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es viel wichtiger ist, mich selbst mit der HS auseinanderzusetzen und nicht die Idee mich anderen erklären zu wollen. Ich musste einen Weg finden, wie ich meinen Alltag, mein Leben organisiere um gut mit der HS leben zu können. Ich musste lernen meine Befindlichkeiten und Probleme zu akzeptieren und als Teil von mir anzunehmen. Umso mehr ich angefangen habe mich selbst zu schätzen, auf mich zu achten, meine "Einschränkungen" zu akzeptieren, klarer meine Bedürfnisse zu formulieren und vor allem mich endlich innerlich vor den Erwartungen und Ansprüchen meiner Mitmenschen abzugrenzen, umso besser kam ich klar....

Ich finde Deine bisherige flapsige Erklärung
"Hey ich bin eben bekloppt... "
solltest Du nicht ablegen. Du musst Dich nicht erklären mit Deiner HS. Das ist Dein Ding. Vor allem ist es aber auch nicht Deine komplette Persönlichkeit! Es ist ein einziges kleines Teil von Dir. Eine von vielen Charaktereigenschaften.

Ich finde die HS ist sowohl Fluch, als auch Segen. Nur muss man die Fluch-Seite akzeptieren, um die Segen-Seite richtig erleben zu können... Vor allem aber sind HSler keine Opfer der "Normalen". Eine friedliche Koexistenz ist möglich icon_winkle Wie immer im Leben ist gegenseitige Rücksichtnahme nötig... Ich als HSP muss halt auch zurückstecken können. Meine Bedürfnisse sind ja nicht mehr wert nur weil ich HS bin

Ich schweife ab... Du hattest nach dem Umgang mit HS gefragt. Also mir hat es sehr geholfen hier im Forum zu lesen. Zu erkennen, dass ich mit meinen Eigenarten und Problemen nicht alleine bin. Ich habe hier gelernt, auf mich zu achten, mich aber auch selbst nicht zu wichtig zu nehmen....

All das ist ein Prozess...

Schöne Grüße

Anke
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon kikilino » Fr 12. Jul 2013, 07:05

Hallo OrginalC,

ich habe auch erst letztes Jahr meine 'Eigenarten' mit diesem Begriff zusammen bringen können und bemerkt, dass es ja doch einige Menschen gibt die ähnliches erleben oder fühlen usw. Mir ging es auch so...Gedanken darüber wie und ob es erzählen, schlechte Erfahrungen damit gemacht, überlegt wie Verständnis wecken ohne anzuecken usw.

Momentan bin ich in einer Phase, die vielleicht der Abschluß dieser Frage sein könnte. 647&/ Ich habe mir überlegt, dass es doch eigentlich irrelevant ist warum ich so bin wie ich bin (für die anderen icon_winkle )...entweder man nimmt mich so an wie ich bin oder aber man tut es nicht (aus welchen Gründen auch immer). Es reicht völlig aus, einem anderen einfach nur an passender Stelle aktuell zu sagen: das ist nicht so meins/ ich mag keine Menschenmassen/ich genieße besonders stark xxx/ usw. Da die meisten Menschen ein 'leichtes' Leben bevorzugen ist eine Erklärung des Warums ihnen oft schon viel zu viel Input. Wer meine Stärken sieht wird die 'Merkwürdigkeiten' als liebenswerte Marotte von mir auch akzeptieren. Ja, es kann sein dass dies eher eine kleinere Teilmenge der Weltbevölkerung ist, aber damit muss man bei eigenen hohen Idealen und dem Wunsch nach Tiefgründigkeit eh leben. _grinsevil_

Wenn man erklärt warum man so ist wie man ist wirkt es zudem oftmals wie eine Entschuldigung...und das muss ich mich nicht, denn ich finde mich toll so wie ich bin, mit allen Eigenarten die ich habe. _yessa_
kikilino
 

Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon Puck » Fr 12. Jul 2013, 07:47

kikilino hat geschrieben:...überlegt, dass es doch eigentlich irrelevant ist warum ich so bin wie ich bin (für die anderen icon_winkle )...entweder man nimmt mich so an wie ich bin oder aber man tut es nicht (aus welchen Gründen auch immer). Es reicht völlig aus, einem anderen einfach nur an passender Stelle aktuell zu sagen: das ist nicht so meins/ ich mag keine Menschenmassen/ich genieße besonders stark xxx/ usw. Da die meisten Menschen ein 'leichtes' Leben bevorzugen ist eine Erklärung des Warums ihnen oft schon viel zu viel Input. Wer meine Stärken sieht wird die 'Merkwürdigkeiten' als liebenswerte Marotte von mir auch akzeptieren. Ja, es kann sein dass dies eher eine kleinere Teilmenge der Weltbevölkerung ist, aber damit muss man bei eigenen hohen Idealen und dem Wunsch nach Tiefgründigkeit eh leben. _grinsevil_


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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon originalC » Sa 13. Jul 2013, 22:09

Hallo ihr lieben!

Danke erstmal für eure netten Antworten! In vielen davon kann ich mich wiederfinden und ich freue mich, dass ich auch in dieser Frage nicht allein bin. Danke, an jeden einzelnen von euch, dass ihr trotz eures eigenen Schmerzes immer bereit seit zu helfen! Das ist etwas sehr besonderes!

_floating_heart

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich in meiner Ausprägung der HS nicht viel vorteilhaftes entdecken kann, weil eben alles auf Unverständnis stößt oder mich "fertig macht". Am meisten eben das ewige Grübeln und in Frage stellen. Klar findet man sich damit ab, dass es so ist, aber wenn man doch weiß was es ist, dann muss man doch auch Wege finden es, zumindest kurzzeitig, zu beherrschen? Hm... Keine Ahnung. Das ich nicht besonders "gesellig" bin ist vielen schon klar, deshalb werde ich auch kaum mehr gefragt ob ich mitkommen will. Aber eigentlich lächze ich nach Gesellschaft. Aber nach meinen Bedingungen! Ich weiß, dass es mir egal sein sollte, was die anderen denken, aber das ist es nicht. Wollen wir nicht alle gemocht, akzeptiert und respektiert werden, für das wer und was wir sind?

Meine Mutter steht ja voll hinter mir, aber sie ist der Meinung ich solle aufhören darüber nach zu denken und zu forschen. Aber das ist mein naturell! Wie unterdrücken? Ich hab versucht es ihr zu erklären, aber so einfach zu verstehen ist es wohl nicht. Sie hat auch vorher (vor HS) verstanden und akzeptiert, wie ich bin. Das ich anders Denke und Handle und so weiter. Tja, meine Mom ist wohl auch anders?! Einfühlsam und bemüht zu verstehen! Dafür liebe ich sie!

Es ist ein guter Rat sich selbst zu mögen, auf sich acht zu geben und so weiter. Aber ich denke das es bis dahin noch ein weiter Weg ist. Zuerst muss man ja wissen wie man tickt und wieso dass alles mit einem passiert. Natürlich lese ich hier weiter und schreibe meine Gedanken dazu, wenn ich helfen kann. Aber ob es mir hilft wird sich dann eben rausstellen.

danke2

Ich kann erst heute antworten, weil ich am Donnerstag meine erste heftige Migräneattacke seit 14 Jahren hatte. Ich habe mich selbst so unter Druck gesetzt, alles mögliche schnellst möglich in mich über HS auf zu nehmen, dass es mich "umwarf". Sonst reagiere ich auf so was nur mit heftigem Kopfschmerz, doch jetzt war wohl alles zu viel und meine Sicherungen sind durch gebrannt. Ich habe noch nie so lange gebraucht um mich davon zu erholen(bin jetzt noch recht matschig) .

Danke iwikx
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon Nordlicht100 » So 14. Jul 2013, 17:49

Hallo OC,

wenn Du in Deiner Mutter jemanden hast der Dich so nimmt wie Du bist ist das doch schonmal sehr schön. Wenn Du aktuell von Deinen Gefühlen und Gedanken überfordert bist kann ich das gut nachvollziehen. Je mehr ich bisher gelesen habe und bei jeder "Therapeutensitzung" wird im Kopf irgendwas in Gang gesetzt, was man nicht beeinflussen kann, was verarbeitet werden muss und wo ich bislang recht häufig einfach fertig war und abends sehr früh eingeschlafen bin...aber mit jedem Schritt kommt man weiter!
Wenn es geht würde ich Dir raten, rede z.B. mit Deiner Mutter über die Dinge die Dir im Kopf rumgeistern. Mir hilft es sehr, wenn ich ein paar Dinge auch mal los werden kann die mich beschäftigten.

Also, lass´Dich nicht entmutigen, setze Dich selbst nicht zu sehr unter Druck und lerne Dich so zu akzeptieren wie Du bist (und das zu lernen ist am aller schwersten...)

_reib_

Liebe Grüße
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Re: Umgang mit HS - WIE?

Beitragvon originalC » Mo 22. Jul 2013, 06:28

Hallo ihr Lieben!

Allmählich finde ich zu mir selbst zurück. _thum_
Ich habe versucht das Thema HS beiseite zu schieben. Aber immer wieder lese ich hier Dinge, die mich dann wieder zum Grübeln bringen. Nicht dass mich das stört, im Gegenteil. So sehe ich, dass doch wesentlich mehr meiner Eigenschaften aus der HS hervorgehen, als ich dachte. Eine leichte Akzeptanz stellt sich ein und es geht aufwärts!!!

@Nordlicht: Klar ist meine Mom erster Anlaufpunkt, aber sie ist besorgt um mich. Seit ich weiß das ich eine HSP bin, ging es mir schlecht und sie sagte mir ich solle aufhören weiter darüber zu lesen und zu forschen. Erst gestern, als ich ihr meine Gedanken mitgeteilt habe, sagte sie ich solle doch endlich damit aufhören, sie hätte angst das es mir noooch schlechter geht, wenn ich nicht aufhöre. Ich hab ihr gesagt, sie darf mir sowas nicht sagen, sonst traue ich mich nicht mehr ihr davon zu erzählen, und dann ginge es mir tatsächlich schlechter. Weil ja nur das darüber reden irgendwie Platz im Kopf macht... Hm mal sehen...

LG originalC iwikx
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