Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Jamania » Do 17. Nov 2011, 11:19

Hallo Kopfkino,

ich wollte noch auf deine erste Frage antworten, bin aber leider in eine anderen Antwort so derart festgehakt, dass ich mich jetzt beeilen muss, um noch etwas anderes getan zu bekommen.

Gerne antworte ich heute abend, wenn wieder mehr Zeit ist auf deine Beiträge, die mich zum Nachdenken bringen.
Ich hoffe, das ist ok für dich.
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Kopfkino » Do 17. Nov 2011, 11:38

Das ist absolut okay. Alles zu seiner Zeit!

Lieben Gruß,

Kopfkino
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon tootsie » Do 17. Nov 2011, 16:40

Hallo Jamania,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Habe da jetzt viel Stoff zum Nachdenken von Dir bekommen. Grübel, grübel. Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm big_smoke

Finde ich alles hochspannend, wie Du diese Thematik beleuchtest. Und Deine Erfahrungen ebenfalls. Wie gut tut es, die Welt durch verschiedene Brillen zu betrachten.

Inhaltlich hab ich jetzt nix zu sagen. Wollte Dir aber auf jeden Fall kurz ein danke2 schicken.
Ich mag dieses Forum _10_
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Jamania » Do 17. Nov 2011, 19:01

Kopfkino hat geschrieben:
Jamania schrieb: Er hat für mich gut demonstriert, was HS im momentanen Bild nicht sein darf, nämlich mal nach oben über die Stränge schlagen, auf bestimmtes nicht gefühlvoll und schon gar nicht vorsichtig zu reagieren.


Mit dieser Aussage tue ich mich etwas schwer. Wodurch begründet sich diese Meinung?
[/color]


Ich denke, dass es zwei Dinge sind, zum einen die eigene Beobachtung, die sich sehr mit den von Max gemachten Aussagen deckt...

Max hat geschrieben:Denn ein HS muss nicht zwangsläufig zartbesaitet sein...
...
Ein hochsensibler - nach meinem Verständnis - kann aber auch verletzend, unempathisch oder geradezu egoistisch sein. Kann (!) wohlgemeint.

...und dazu wahrscheinlich noch die Interpretation, dass er, der in meinen Augen nachher sehr grob/verletzend wurde gegenüber denjenigen, die eine sehr gefühlvolle Ebene hier favorisieren, sich hier in seiner Art, in der er ja demonstrierte, worum es ihm ging, doch so fehl am Platze fühlte, dass er verschwand und keinen Sinn/keine Lust mehr an weiterer Klärung oder Aufbrechen der Fronten hatte.

Kopfkino hat geschrieben:Viele Menschen die hier ankommen, haben erst vor kurzem von dem Begriff gehört und irgendwie scheint es bei einem Großteil erstmal zu einer absoluten Seins- Bestätigung zu kommen, doch nicht krank, unzureichend etc. zu sein. Oft hat lange Zeit eine Unterdrückung gewisser Aspekte der Persönlichkeit stattgefunden, die eben mit der HS in Verbindung stehen, daher emfinde ich viele Statements hier als einen ersten Befreiungsakt, es hinaus "schreien" zu wollen, Verständnis und Anerkennung von anderen (HS) Menschen zu bekommen. Was auch immer. In meinem Fall habe ich es eben auch so erlebt und mit der Zeit setzte sich vieles wieder, nachdem es erstmal durchgeschüttelt und entstaubt wurde und gut sichtbar bei den anderen Aspekten die meine Persönlichkeit ausmachen ihren Platz fanden und sich dort mit den kompatiblen Facetten verknüpften. Dadurch gerät die HS schon wieder etwas in den Hintergrund, da man nicht mehr alles damit in Verbindung bringt um Sicherheit zu erlangen, sich zu bestätigen, da man für sich Klarheit erlangt hat. Eigentlich ist HS recht einfach abzugrenzen (wenn wir es auf die Sinneswahrnehmung der vordergründigen 5 Sinne beschränken, auch wenn sich dies bei jedem anders darstellt), schwierig wird es jedoch mit dem 6. Sinn der eben auch mit der HS in vielen Schriften auf unterschiedliche Weise behandelt wird. Empathie, Spiegelneuronen- Aktivität, übersinnliche Fähigkeiten etc, da dort die größten Reibungen stattfinden. An dieser Stelle stelle ich persönlich auch so einiges in Frage. Die verschwommenen "Grenzen" zeigen nur sehr deutlich, wie unerforscht dieses Phänomen dann doch noch ist. Wenn ich mir heute diese Tests zum Thema ansehe, kann ich nur schmunzeln, da meine Sicht an Weite gewonnen hat und ich ganz klar sehe dass das im Grunde wirklich noch gar nichts sagt. Die Überschrift von diesen Tests ist doch sehr austauschbar. Ich finde jedoch einen Satz der mir dort begegnete oder in Gesprächen darüber sehr gut.


Ja, ich stimme dir absolut zu: Verständnis und Anerkennung können sehr wichtige Faktoren sein, um erst einmal eine gewisse Stabilität zu erreichen, aus der heraus sich vieles ändern kann oder gar nicht mehr muss.
Ich glaube (ich hoffe) da bin ich auch nicht zu weit weg, um das noch so zu sehen, allerdings gibt es für mich diese 2 Ebenen, die es schwer machen, da immer zu trennen.

Was individuelle Entwicklung angeht, wieviel Zeit jemand braucht, ob er sich einen Schutzraum sucht oder an sich arbeitet, das geht mich alles gar nichts an.
Das ist HS auf der persönlichen Ebene, und da würde ich auch keinem erlauben, Einfluss auf das nehmen zu wollen, wie ich selber das handhabe.

Wenn ich es auf eine Bewegung der HSP, ein "wissenschaftliches" Konzept HS anwende, stören mich nicht so sehr bestimmte Strömungen, sondern deren starke Dominanz, die für mich das große Feld, das HS ausmachen könnte, verzerren und einseitig darstellen.
Aus einem sehr egoistischen Grund: ich habe mich eingeordnet und sehe mich jetzt falsch gedeutet und analysiert, durch meine eigene Zugehörigkeit.
Das passiert z.B. da, wo das Konzept eben nicht mehr offen in meine Richtung ist, sondern eine Strömung der lebensuntüchtigen Zartbesaiteten einen so gehörigen Schwerpunkt setzt, das alles andere da überhaupt kein Gewicht mehr hat.
Konkret habe ich dieses Gefühl u.a. bei den letzten Publikationen, die genau das bei mir auslösten.

Kopfkino" hat geschrieben:Wenn es Dich anspricht, hat es was mit Dir zu tun."


Hmmh, ja schon.
Aber irgendwie muss ich dabei auch daran denken, wie sehr das Gehirn Strukturen bildet und aus Vorgaben Dinge erkennt und diese übernimmt.
Ich weiß leider nicht wie das heißt, aber bei extensiver Beschäftigung mit psychologischen Hintergründen können auch viele Vorgaben auf die eigene Person bezogen und weiter gedeutet werden - und nicht immer realistisch.
Das findet m.M. bei dem HS-Test und der bewussten offenen Ausrichtung, was Versagensproblematiken aller Art angeht, schon statt.
Es ist eine relativ simple und überzeugende Deutungsvariante für ganz viele Dinge, die schief gelaufen sein können.

Dabei sollte der Einzelne da durchaus selber entscheiden und seinen Weg gehen.
Nichtsdestotrotz finde ich das zugrunde liegende Konzept da eher unseriös und auf große Masse ausgerichtet mit den 20% die sich zugehörig fühlen sollen
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon dala » Fr 18. Nov 2011, 00:52

Superinteressante Diskussion!

Da muss ich doch sagen, dass ich eigentlich ganz zufrieden damit bin, wie ich mich mit der eventuellen *Erkenntnis* über mein *eventuelles* Hochsensibel-Sein eingerichtet habe. Ich habe in erster Linie viele mögliche Strukturen gefunden, die es mir ermöglichen könnten meine (unter welchem Namen auch immer auftretende) ständige Detailverliebtheit und bisweilen reizende Überforderung in ressourcenschonende Bahnen zu lenken. Fühle mich also nicht so sehr als Opfer oder Held, sondern habe eine Facette an mir eventuell etwas besser verstanden.
Ein ähnlicher Prozess passiert vermutlich bei einere therapeutischen Behandlung -> man schaut, bis man etwas findet, was irgendwie den Alltag erleichtert.

Um noch mal auf das Thema Moral zurückzukommen. Das habe ich bisher eher auf das Biologische runtergebrochen.
Ich kann mir einfach vorstellen, dass durch ein stärkeres Verarbeiten und Reflektieren von Reizen, Eindrücken, Emotionen etc. ganz automatisch ein stärkeres Einfühlungsvermögen und Empathie stattfindet.
Was man mit dieser *Fähigkeit* dann anstellt, ist aber dem (sicher durch Prägung beeinflusste) Entscheidung des Menschen selbst überlassen.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch stark intrigante, ideologisch bedingte oder sonstwie fanatische Handlungen aus Hochsensiblen entstehen können (Erpresser, Agenten, Manipulatoren, Kriegsführer).

Bei mir selbst bemerke ich dahingehend auch ein Paradoxon: Obwohl ich mich verletzlicher fühle gegen Kritik, jeden Satz den ich höre zwanzig mal umdrehe und zu durchleuchten versuche und oft sehr verunsichert bin, werde ich nicht unbedingt klein und leise, sondern lege mir einen ordentlichen Schutzpanzer an, wenn ich in manchen Gesellschaften unterwegs bin, deren Meinungen ich nicht teile. Dort möchte ich bisweilen einfach keine Meinungen gutheißen. Oft habe ich dann viel krassere Meinungen und kann eisig werden, um mich abzuschirmen, böse Rachefeldzüge schmieden, und böse austeilen wenn ich jemanden nicht mag (oder gar leidenschaftlich hasse). In einer ähnlichen Situation sah ich auch Max. Er hat sich vll missverstanden gefühlt, und eben den Rückzug angetreten, weil er aus einer leeren Diskussion nichts für sich herausziehen kann. Also nix da mit immer lieb und höflich. Wenn man nun bedenkt, dass andere Leute genau nach diesem Schema handeln - wo machen wir dann die Grenze zwischen Guten und Bösen. Wie gut kennen wir das Gegenüber wirklich und was sind wirklich seine *inneren Werte*. Der Gesellschaftliche Druck tut sein übliches, die Handlungen in die eine oder andere Richtung zu lenken und zu verschärfen, zu überspitzen.. Das scherte jetzt noch mal ein wenig zu weit aus, aber ich hoffe, das ist okay.
dala
 

Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon oase » Fr 18. Nov 2011, 02:25

Die Diskussion geht in eine interessante Richtung _yessa_ , ich hoffe ich zerschneide sie jetzt nicht mit meinen Gedanken, will diese aber doch los werden:

Ich denke eine Begriffsabgrenzung ist gleichzeitig eine Ausgrenzung (=Schubladenbildung), bspw. bin ich sehr feinhörig, geruchsempfindlich, usw. und habe eine extrem dünne Haut (auf die ich aber seit ich hier mitlese noch besser eingehen kann), ich denke diese Parameter bilden eine Einheit (nicht nur bei mir), man muss sie nur wahrnehmen und nicht ignorieren (wobei natürlich das ignorieren den Vorteil hat, das man sich dann damit nicht beschäftigen muss und somit sich mit für einen wichtigeren Dingen beschäftigen kann, z.B. dafür sorgen das Brot auf dem Tisch steht [trivial ausgedrückt]).
Ach und ja ich bin auch der Auffassung das ich nicht unbedingt hochsensibel bin (hsp test 319 Punkte...), aber ich denke das hängt damit zusammen das ich mich nicht festlegen will bevor nicht alle meine Fragen geklärt sind.
(das Wort "ignorieren" könnte dem ein oder anderen vielleicht "sauer aufstoßen", zumindest ist es bei mir so, wenn ich meinen Absatz lese, es drückt aber genau das aus was ich meine)

Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, das jeder Mensch auf seine Art hochsensibel ist (war?) (was so dann etwa 100% wären, was ist an diesen Zahlen immer blos so toll...):
Immer wenn ich in Babyaugen schaue habe ich das Gefühl es blickt mir bis in mein "Innerstes" (so tief kann ich gar nicht "schauen"... so viel sieht es), hierzu muss es doch aber in dem Bereich sensibel sein... .

Alle die hier im Forum ankommen haben Probleme, ansonsten würden sie nicht suchen. (Schon mal nach einem Forum fürs laufen gesucht?) Ich denke, nicht alle HS neigen zum Rückzug, vielleicht ist es eine größere Gruppe die sich (ver-)sammelt an Punkten der Hilfesuche (z.B. Foren), einfach gerade weil sie Hilfe suchen?

"Gegränkte, Angeschossene, Traumatiesierte", m.M.n. ist dieser Gedankenansatz falsch. Wie kann man etwas davon sein, wenn man in dem Bereich eine "taube Nuss" ist (ob nun erlernt oder nicht). Klar wenn HS zu einer Modeerscheinung werden würde, und dann haufenweise "Modebewusste" auftauchen würden... aber so. Es ist natürlich möglich das ein "normalsensibler" soweit gekränkt wird, das er Hilfe sucht, und findet und dadurch sensibilisiert wird? Zumindest habe ich Ansätze die diese These stützen würden hier im Forum gefunden. (Sensible die noch sensibler wurden...)

Es scheint ein Merkmal von HS zu sein (wie das auch immer zusammenhängt _nüxweiss_ ) vom Thema abzukommen (zumindest von den Forumianern und mir, was ich so gelesen habe), ich selbst z.B. hab zu mehreren angesprochenen Dingen hier gerade geantwortet, diese Beantwortung hat aber nichts mit diesem Thema zu tun (und jetzt auch eigentlich nichts mit der gerade besprochenen Thematik). Ich hab einfach soviel zu sagen... (da KÖNNTE der Zusammenhang sein: HS nehmen mehr auf/wahr und wollen das dann auch mitteilen...) Dir max (auch wenn du nicht mehr da bist) und eines aufgeräumten Forums zu liebe mache ich dafür aber vermutlich einen neuen Thread auf und lass sie hier weg. _knüddel_



Ich mag eher nicht ein Konzept in dem nur gestreichelt und bestätigt wird, damit man sich vor den eigenen Lernaufgaben dauerhaft drücken kann.
So kommt mir HS oft vor, was der einzelne dann mit Eigeninitiative daraus macht, ist eine sehr individuelle Sache, scheint mir aber mehrheitlich nicht über ein Aufatmen und in Zukunft entspannt dazu stehen können, hinauszugehen.
Was ja auch nicht verkehrt ist. _nüxweiss_

Dieses "auf nebensächliche Schauplätze ausweichen/ nicht zum Kern der Sache kommen, (warum auch immer)" (dieses 'die Reize überfluten mich, deshalb ... ') ist mir aus einer anderen Thematik bekannt, es werden dort jetzt seit über hundert Jahren Publikationen, Doktorarbeiten etc. über Sinnlosigkeiten verfasst. Bei genauer Betrachtung sind das alles nicht relevante Themen, als wenn man bei einer Anleitung zum Schuhe zubinden den Sonnenstand irgendwie mit reinbringt und dann hundert Jahre über den Sonnenstand palavert und sich wundert, das die Schuhe immer noch nicht besser zugehen...
Was prinzipiell ja auch nicht problematisch ist, man überlässt dann halt nur der nächsten Generation (seinen Kindern) diese Fragestellung...


Aber irgendwie würde ich mir von einem Konzept, das von Experten erstellt wurde, mehr wünschen.
Mehr Integration in das was da ist, nicht nur ein Ablehnen und darauf warten, dass es einmal besser wird.

Die Experten sind auch nur Menschen, ihr hier sagt mehr aus als jedes Buch (egal wie dünn) aussagen könnte. Dazu folgender Gedanke: Ein Buch stellt immer nur ein (relativ komplettes) Bild was der/die Autoren von der Welt haben dar. In einem Forum hingegen bildet sich dieses Bild auf Grund der Vielzahl der unterschiedlichen Gespräche und daran beteiligten Menschen. Ein Buch muss nicht schlecht sein (eine Meinung eines einzelnen), genausowenig wie eine Diktatur (Formung der Gesellschaft nach der Meinung eines einzelnen) schlecht sein muss, die zu grunde liegende Problematik ist in beiden Fällen identisch.

Ist jetzt eine etwas komplizierte Aussage geworden, beschäftige mich einfach erst seit zu kurzer Zeit damit, hoffe ihr könnt es trotzdem einigermaßen verstehen und in der Hoffnung den Thread nicht zu "erschlagen" oder etwas falsch verstanden zu haben ein *dickes knüddeliges* danke2 .
Es ist ein verdammt spannender Thread und ich hoffe auf noch viele weitere 'Ausscherungen'.

Liebe Grüße
oase

PS:geht mir gerade so durch den Kopf, wegen der angesprochenen "Übersinnlichkeit": ich kann Gedanken lesen ;), nein wirklich, hab mich damals richtig groß gefühlt (war glaub ich um die 14 bis 17), bis ich es dann irgendwann mal geschafft habe es mit dem "Rest" an Wissen auf einen Nenner zu bringen. Es ist so in etwa das, was ihr als "man sieht wie sich das Liebespärchen gegenseitig zuliebt, aber doch in Wirklichkeit der eine den anderen gar nicht mag" bezeichnen würdet.
oase
 

Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Zero-11 » Fr 18. Nov 2011, 06:20

Toll alles in Grund und Boden geredet das zeigt das einige gar keinen richtigen Plan haben was HS überhaupt ist _flöp_ es ging um eine Abgrenzung und nicht darum das Thema unendlich zu vertiefen und durchzudiskutieren bis der Knochen abgenagt ist.
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon ja » Fr 18. Nov 2011, 08:28

hallo zero-11!


es ist möglich alle dinge in höflich zu sagen!

wenn mensch angepampt wird schaltet man auf durchzug und geht in verteidigung,
dabei gehen die ursprünglichen inhalte verloren.

man könnte dich ernster nehmen!


viele grüsse,
ja.
weniger ist mehr

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+ ja ist im März 2017 nach langer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen +
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Jamania » Fr 18. Nov 2011, 08:29

Zero-11 hat geschrieben:Toll alles in Grund und Boden geredet das zeigt das einige gar keinen richtigen Plan haben was HS überhaupt ist _flöp_ es ging um eine Abgrenzung und nicht darum das Thema unendlich zu vertiefen und durchzudiskutieren bis der Knochen abgenagt ist.


Zero, ich bin es, ehrlich gesagt leid, dass du Pauschalaussagen triffst und diese als Tatsachen darstellst.
Sie haben für mich sehr wenig Substanz.
Als Authorität für HS kann ich dich leider nicht sehr ernstnehmen, da sind mir alle Suchenden und zugebenden Unsicheren lieber.

dala und oase

Leider habe ich jetzt erst einmal keine Zeit, um auf eure postings einzugehen, aber DANKE!
Da ist ganz viel drin, was mir das Gefühl gibt, nicht auf dem völlig falschen Dampfer zu sein.

Wenn ich HS auf den Prüfstand stelle und in so vielen Fällen das Gegengewicht der bis jetzt eher angenommenen Attribute und Auswirkungen betone, dann frage ich mich manchmal "warum".
Kann ich mit dem ganzen nichts anfangen, dann könnte ich doch einfach gehen und sagen: ist nichts für mich .
Also ist etwas dabei, was mich doch sehr erreicht, aber auch etwas das mich extrem stört: die kollektive Interpretation, die - ich wiederhole mich jetzt - mir generell zu Leiden-lastig ist.

Ob mein Blickwinkel da scharf ist oder ich schon zu sehr darauf fokussiert bin, kann ich sachlich kaum noch beurteilen, allerdings bleibt gefühlte Wahrnehmung sehr stark.
Deshalb ist es schön, da ernst genommen zu werden.
Das rechne ich diesem Forum und den Usern, die sich darauf einlassen hoch an!
Ich glaube, das ist nicht so selbstverständlich.
Jamania
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Re: Verwechslung? Was heisst hier hochsensibel?

Beitragvon Kopfkino » Fr 18. Nov 2011, 12:11

Moin!

Erstmal möchte ich erwähnen dass ich jetzt solch unproduktive Beiträge, die immer wieder Schlagworte aufgreifen ohne verständlich zu erklären, worum es ihnen eigentlich wirklich geht, ignorieren werde. Das empfinde ich einfach nur als Hetze und lästig. Ich lese hier mal wieder das Wort Abgrenzung, lese abwertende Worte von einem Menschen der scheinbar sehr in Schubladen denken muß und viel mehr kommt leider nicht. Wenn Du so genau weißt was HS ausmacht Zero-11, dann lass uns doch teilhaben an diesem großen Wissen, welches Du immer wieder betonst und halt es nicht hinter´m Berg. Bisher habe ich nämlich noch nichts von Dir gelesen, was auch nur im Ansatz als eigenst reflektierte Aussage zu werten wäre, viel mehr habe ich das Gefühl dass Du sehr viel Fremdwissen als Dein Wissen verkaufst. Somit machst Du unter´m Strich nichts anderes als andere hier, die jedoch offen ihre Unsicherheiten reflektieren, was ich persönlich authentischer erlebe. Ich kann es nicht leiden wenn Menschen anderen Menschen ihre Vorstellungen als das Maß aller Dinge aufdrücken wollen.

Ich finde die Entwicklung dieses Threads sehr aussagestark und inspirierend. Es regt nun wahrlich dazu an, sich über die Grundidee dieses Themas Gedanken machen zu wollen.

Kopfkino" hat geschrieben:" Wenn es Dich anspricht, hat es was mit Dir zu tun."



Jamanie schrieb: Hmmh, ja schon.
Aber irgendwie muss ich dabei auch daran denken, wie sehr das Gehirn Strukturen bildet und aus Vorgaben Dinge erkennt und diese übernimmt.
Ich weiß leider nicht wie das heißt, aber bei extensiver Beschäftigung mit psychologischen Hintergründen können auch viele Vorgaben auf die eigene Person bezogen und weiter gedeutet werden - und nicht immer realistisch.
Das findet m.M. bei dem HS-Test und der bewussten offenen Ausrichtung, was Versagensproblematiken aller Art angeht, schon statt.
Es ist eine relativ simple und überzeugende Deutungsvariante für ganz viele Dinge, die schief gelaufen sein können.


Da stimme ich Dir absolut zu. Vom Inhalt sollte genau das in meinem vorletzten Beitrag gesagt sein. Was jemand aus diversen Erkenntnissen macht, das liegt eben bei jedem selbst. Der eine ruht sich erstmal auf der neuerworbenen Definition seines neuen Wesensaspekt aus, vielleicht lenkt es den Anderen von tiefverwuzelten Problematiken ab oder aber es führt ihn überhaupt erstmal dort hin etc. Wir schaffen uns unsere Realtität selbst. Unser Selbst- bewußtsein und die Wahrnehmung unserer Unwelt ist oft sehr getrübt und von vielen Vorgaben geprägt. Es ist unwahrscheinlich schwer sich von diesen frei zu machen und den Dingen einen neuen Namen zu geben. Der Mensch neigt eben sehr dazu Vorgaben zu übernehmen, da unsere frühe Entwicklung sehr davon geprägt ist. In dieser Hinsicht finde ich diesen Thread sehr hilfreich um das Phänomen HS eben gemeinsam (gerne mit unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen, sonst macht es ja kein Sinn!) zu ergründen.

Jamania schrieb: Wenn ich HS auf den Prüfstand stelle und in so vielen Fällen das Gegengewicht der bis jetzt eher angenommenen Attribute und Auswirkungen betone, dann frage ich mich manchmal "warum".
Kann ich mit dem ganzen nichts anfangen, dann könnte ich doch einfach gehen und sagen: ist nichts für mich .
Also ist etwas dabei, was mich doch sehr erreicht, aber auch etwas das mich extrem stört: die kollektive Interpretation, die - ich wiederhole mich jetzt - mir generell zu Leiden-lastig ist.


Auch hier gebe ich Dir recht. So wie es Dir damit geht, so werden es sicherlich viele andere auch für sich erleben. Es ist in meinem Fall nicht so, dass ich die momentane Darstellung der Thematik HS bzw. Teile davon als störend empfinde, aber ich kann nachvollziehen was Du meinst. Es befindet sich eben noch sehr in der Entwicklung, wissenschaftlich wie persönlich.

Jamania schrieb: Wenn ich es auf eine Bewegung der HSP, ein "wissenschaftliches" Konzept HS anwende, stören mich nicht so sehr bestimmte Strömungen, sondern deren starke Dominanz, die für mich das große Feld, das HS ausmachen könnte, verzerren und einseitig darstellen.
Aus einem sehr egoistischen Grund: ich habe mich eingeordnet und sehe mich jetzt falsch gedeutet und analysiert, durch meine eigene Zugehörigkeit.


Das sehe ich etwas "weitsichtiger"/ entspannter, da ich vieles was mir zum Thema HS vermittelt wurde lediglich als Anregung ansehe. Natürlich identifiziere ich mich auch damit, sonst wäre ich nicht in diesem Forum.

Ich denke dass die treibende Kraft, der Aspekt der uns zu unserem Wesenskern treibt, uns da sehr leitet. Sorry aber das Eso- Gequatsche, wie es der ein oder andere nennt, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. icon_winkle Trotzdem wünsche auch ich mir mehr fundiertes Wissen über die Thematik die uns so sehr anspricht.

In diesem Sinne...


Lieben Gruß,

Kopfkino
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