Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Trude » Fr 6. Dez 2019, 21:45

Hallo,
wie ich in meiner Vorstellung schon beschrieben hatte, hab ich weniger Probleme damit, so "anders " zu sein, vielmehr beschäftigt mich das Verhalten anderer Menschen und schränkt mich somit ein. Es ist umständlich zu beschreiben, aber da Ihr ja selbst so
"tickt" wie ich, könnt Ihr es vielleicht nachvollziehen, was ich meine. Es macht mich total verrückt, wenn ich bemerke, dass jmd. etwas Schlechtes über mich denkt, weil er/ sie schon neg. Erfahrungen gemacht hat, die gar nix mit mir zu tun hatten. Ich kenne das von meiner Mutter, die ja fast immer nur schlecht denkt und das "Lebenserfahrung" nennt.Ihr ggü weiß und wusste ich immer, was sie denkt( nicht den genauen Wortlaut, aber das Thema) . Ich befand mich immer in einer Rechenschaftshaltung, obwohl ich gar nichts Schlimmes gemacht habe. Aber da sie ja Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht hat, bezieht sie das auf mich und ich habe ein schlechtes Gewissen, für eine Sache, für die ich nichts kann. Unmöglich, ich ärgere mich über mich selbst.
Das geht mir ganz oft so, auch bei anderen Menschen.
In diesem Moment finde ich HS als nicht so angenehm- das Verhalten und die Gedanken anderer überträgt sich auf mich und nimmt Einfluss auf mein Denken. Ich fühle mich nicht gut, weil andere schlecht denken.
Vielleicht kennt Ihr das ja auch?
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon DesdiNova87 » Sa 7. Dez 2019, 00:38

Hi Trude,

ich finde du beantwortest zum großen Teil deine Frage schon selbst. Dein Grübeln über die Gedanken anderer macht dich verrückt; du ärgerst dich selbst.

Es liegt also bei niemandem anderen als dir selbst, deine Einstellung in Bezug darauf zu ändern. Die Gedanken anderer Menschen wirst du nicht ändern können. Du musst also bei deinen eigenen Reaktionen darauf ansetzen.


Trude hat geschrieben:Ich befand mich immer in einer Rechenschaftshaltung, obwohl ich gar nichts Schlimmes gemacht habe. Aber da sie ja Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht hat, bezieht sie das auf mich und ich habe ein schlechtes Gewissen, für eine Sache, für die ich nichts kann. Unmöglich, ich ärgere mich über mich selbst.


Bei deinem Beispiel gut zu sehen, du begibst dich von alleine in die Position der Rechtfertigung, nimmst diese Rolle bereitwillig ein.
Lösung könnte hier sein, sich klar und deutlich abzugrenzen, indem du deiner Mutter deutlich zu verstehen gibst, dass du keiner von diesen "anderen Menschen" bist, sondern ein Individuum.
Auf diese Weise stehst du für dich ein und hast auch keinen Grund dich später (selbst) zu ärgern.

LG DesdiNova87
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Jamania » Sa 7. Dez 2019, 08:47

Hallo Trude,

ich finde, du gibst deiner Geschichte gerade einen Drall, der zwar sehr verständlich, weil erleichternd ist, aber irgendwie schiebst du die Verantwortung damit auch ab: es geht ja gar nicht anders, du bist ja eine HSP, jetzt wird dir alles klar!

Überleg mal, wenn jemand anders dir das erzählen würde, was du da gerade erzählt hast: eine Mutter, die total unsicher, angstbehaftet und alles von Außen abwehrend ist.
Die ihrem Kind durch ihr So-sein und die darauf abgestimmte Erziehung das als normal vorlebt.
Eine Normalität, in der Unsicherheit und dauernde Kontrollsucht als Regulation gar nicht als das wahrgenommen werden, weil man anderes ja nicht kennt?
Würdest du über diese Person nicht sagen, dass es kein Wunder ist, dass sie unsicher ist, auf alles von außen fixiert, um möglichst jede Gefahr sofort zu erkennen und ihr ausweichen zu können?
Und dass das eine Verformung ist, die man versuchen sollte, auf eigene Faust (die Eltern kann man ab einem bestimmten Alter nicht mehr dazu ziehen) zu beheben?
Um der eigenen Lebensqualität willen!
Denn das hört sich nach einer Fehlhaltung an, die sich so normalisiert hat, dass sie als solche schon gar nicht mehr wahrgenommen wird.

Ob jemand angeboren viele Reize wahrnimmt oder nicht, sensibler als andere reagiert oder nicht, käme für mich vielleicht höchstens noch verstärkend dazu, aber im Umkehrschluss würde ich sagen, dass ein solches Kind auf jeden Fall (über)empfindlich wird und vieles wahrnimmt, weil das zu seiner Strategie gehörte, einigermaßen unbeschadet durch die Situationen im Leben zu kommen.
Es waren ja nicht viele alternative Lösungsmöglichkeiten und Handlungsvariationen da, die vorgelebt oder angeboten wurden.
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Trude » Sa 7. Dez 2019, 10:02

Guten Morgen Ihr Lieben,
ich danke Euch für Eure Antworten.
Ich weiß das ja, dass ich das selbst bin, die sich sinnloserweise ärgert. Meine Mutter ist da ja auch bloß ein Bsp., gestern hab ich das mit jmd.anderem erlebt. Das passiert mir sehr oft. Ich ärgere mich so darüber, weil es nicht bei schlechten Gedanken bleibt, sondern an andere Leute weitergetratscht wird. Bin schon manchmal in Situationen geraten, dass Leute mich ignoriert haben, ohne dass etwas vorgefallen war. Später kam dann raus, dass es nur durch solche gemeinen Gedanken entstanden ist, die weitergegeben wurden und ich tatsächlich nix verbrochen hatte. Schön doof, das sehe ich als Nachteil von HS.
Einen schönen Tag wünscht Trude.
Trude
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Hortensie » Sa 7. Dez 2019, 10:45

Hallo Trude,

Trude hat geschrieben:Ich ärgere mich so darüber, weil es nicht bei schlechten Gedanken bleibt, sondern an andere Leute weitergetratscht wird. Bin schon manchmal in Situationen geraten, dass Leute mich ignoriert haben, ohne dass etwas vorgefallen war. Später kam dann raus, dass es nur durch solche gemeinen Gedanken entstanden ist, die weitergegeben wurden und ich tatsächlich nix verbrochen hatte.


Das kenne ich aus eigener Erfahrung - ich könnte mich totärgern! Hier sind es unsere Nachbarn, die genau das machen. Und was kann ich machen: nix! Mittlerweile bleibe ich bei mir (und meiner Einstellung), denn ich kann nichts ändern (an den anderen). Ich trete ihnen aber mittlerweile souverän gegenüber, weil ich weiß, "wie sie ticken". Und manchmal gibt es auch die Möglichkeit, eine "Gegendarstellung" zu äußern.

Ich habe jetzt von mir geschrieben, aber das lässt sich gerne übertragen:
Man selber hält sich an Etikette und Grenzen, andere tun das nicht und sind dabei hemmungslos. Dabei prallen zwei Meinungen aufeinander, die sich noch nicht einmal klären lassen. Und manches Mal muss man einfach den Gedanken aushalten, was andere über einen denken (könnten)!

LG, Hortensie
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Iwie » Sa 7. Dez 2019, 15:30

Hallo Trude,

auch mir kommt das bekannt vor.
Bei mir ist es oft erst so ein mulmiges Gefühl, dass da "was läuft". Also dass jemand schlecht über mich denkt. Je nachdem dann auch, dass da getuschelt wird. Bislang hat sich das immer in sofern bestätigt, dass ich irgenwann über jemand ganz anderen Dinge von mir gehört habe, der ursprünglich mit der Sache nichts zu tun gehabt hat und das eigentlich nicht "vorne rum" erfahren haben konnte. Oftmals eben negativ eingefärbt. Das ist mir schon in vielen Kontexten untergekommen.
Ich fühle mich bei sowas ausgeliefert und ich finde meist keinen Einstieg, die Kette zu unterbrechen und rechtzeitig zu intervenieren.

Ich versuche mittlerweile, mich von solchen Personen fernzuhalten. Leider geht das nicht immer.

Seltsamer Weise bekomme ich immer wieder rückgemeldet, dass es Jemanden beeindruckt, wie wenig mir die Meinung anderer Leute egal wäre und wie souverän ich mit sowas umgehen würde.
Ich frage mich dann immer, von wem die sprechen. Weil mich sowas extrem belastet.

Ein Fernziel ist für mich durchaus, dass es mir egal wird. Aber da bin ich noch weit entfernt von.

Ich weiß allerdings nicht, ob das mit HSP zu tun hat oder ob manche auf Grund bestimmter Erfahrungen auf diesem Ohr einfach generell hellhöriger sind als andere.
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 7. Dez 2019, 19:33

Hallo Trude,
und noch willkommen im Forum! :-)

Trude hat geschrieben:Ich ärgere mich so darüber, weil es nicht bei schlechten Gedanken bleibt, sondern an andere Leute weitergetratscht wird. Bin schon manchmal in Situationen geraten, dass Leute mich ignoriert haben, ohne dass etwas vorgefallen war. Später kam dann raus, dass es nur durch solche gemeinen Gedanken entstanden ist, die weitergegeben wurden und ich tatsächlich nix verbrochen hatte.

Ja, so was kenne ich auch, seeehr unangenehme Erfahrung!

Da beschreibst du ja tatsächlich auch nicht nur die „schlechten Gedanken von anderen“, sondern handfeste Auswirkungen dieser Gedanken durch Stänkereien im Umfeld.
Bei komischen, für mich unverständlichen Verhaltensweisen von jemandem ist für mich das Nachfragen, was los ist, meistens meine erste Option.
Aber ja, was tun, wenn man seine „Gegendarstellung“, wie Hortensie geschrieben hat, nicht abgeben kann, weil der andere einem nicht zuhören will oder der die Ansichten vom anderen schon so verinnerlicht hat, dass er von diesen Annahmen nicht mehr abrücken will? Das ist schon ganz schön fies und man fühlt sich erst mal reichlich hilflos damit.

Wie ich damit umgehe?
1. Ich frage mich erst mal, ob ich selbst was falsch gemacht habe; ich bin ja schließlich nicht unfehlbar und kann ja aufgrund von einem (hoffentlich vernünftigen) Feedback auch was ändern.
2. Aber wenn ich zum Ergebnis komme, dass das Problem sicher nicht bei mir liegt, dann mache ich mir klar, dass es so wie mir den meisten Menschen (nicht nur HSPs) irgendwann mal geht, weil man einfach nicht mit allen Menschen gut auskommen kann. Man ist mit so was also ganz und gar nicht allein. (Sieht man ja auch hier in deinem Strang. icon_winkle )
Und ich denke außerdem, dass es von Natur aus auch einfach zu uns Menschen gehört, dass uns solche Ablehnungserfahrungen eben auch mal Schmerzen bereiten können. Ich finde das für normal-fühlende Menschen eben auch eine normale Reaktion und sehe nichts Bescheuertes oder Defizitäres daran, was man bekämpfen oder weghaben sollte.
3. Wenn dann aber trotz mehrerer Anläufe und Nachfragen nichts Gescheites bei einem Kontakt rauskommt, hat sich für mich derjenige dann doch mit seinen „schlechten Gedanken und Handlungen“ irgendwann als ernst zu nehmender Gesprächspartner disqualifiziert. Da lasse ich ihn halt und kann dann meine Zeit doch lieber mit interessanteren und weniger engstirnigen Leuten verbringen. :-)

LG
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Trude » Sa 7. Dez 2019, 19:59

Hallo Hortensie, Iwie und Anima,
es ist immer beruhigend, zu lesen, dass es anderen auch so geht, obwohl Ihr sicher auf solche Erfahrungen gern verzichten würdet.
Sicher macht mich nicht nur diese Sache nicht zur HSP,
da gibt es noch reichlich andere Dinge, mit denen ich umgehen muss (z.B. ausgeprägte Lärmempfindlichkeit, Schmerzempfinde uvm.- alle Tests waren eindeutig), aber mit dieser besagten Sache kann ich am Wenigsten umgehen. Mit den anderen "Macken" komme ich ganz gut klar oder arbeite gerade daran. Dabei hilft mir dieses Forum sehr gut, manchmal allein durch's Lesen, was andere so bedrückt und man sich nicht allein fühlt.
Dass ich das so mitbekomme, liegt wahrscheinlich daran, dass ich immer auf die Blicke meiner Mutter angewiesen war, dass ich schon vorher wusste, jetzt redet sie bestimmt wieder ein paar Tage nicht mehr mit mir( Ich habe nie etwas wirklich Schlimmes verbrochen, nicht mal das Rauchen versucht). Beim kleinsten "Fehler" ignorierte sie mich über längere Zeit und erzählte alles ihren Freundinnen. Deshalb achte ich heute sicher so darauf, wie jmd in welcher Gelegenheit schaut und liege damit auch immer richtig. Wenn ich mir mein Umfeld so ansehe, gelingt das niemandem so. Meist behalte ich es auch für mich, wenn ich so etwas bemerke, weil es keiner glaubt. Das Dumme ist ja dieses Weitergetratsche, ohne dass man sich wehren kann( so ein Quatsch, sich gg.etwas wehren, was man nicht gemacht hat). Schön blöd, mir fällt da auch nichts anderes als Flucht ein.Ich bau dann immer eine Mauer um mich, weil ich so schlecht damit klarkomme, aber da wird gedacht, ich bin stark oder auch arrogant. Manche können einfach auch keine glücklichen Menschen um sich sehen. Noch unlogischer ist , dass es Leute gibt, die das sofort alles glauben, ohne mich gefragt zu haben. Das haut mich einfach immer um.
Ich hatte mal eine Kollegin, die konnte damit nicht umgehen, dass ich beruflich anders dachte als sie.Um gg.mich anzukämpfen, verbreitete sie Lügen über mich und zog alle Kollegen mit rein ( Sie haben sich reinziehen lassen.). Das zog sie 2 Jahre durch, meine Hoffnung war ihre baldige Rente. Ein Kollege hat die 2 Jahre kräftig mitgespielt, mich beschimpft und dumme Geschichten erzählt. Nach den 2 Jahren kam er dann auf mich zu und fragte, was denn eigentlich vorgefallen ist. Das macht diesen Wahnsinn so deutlich. Er machte kräftig mit, ohne dass er überhaupt einen Grund wusste?! Wieso benimmt man sich so seltsam?
Wenn das jetzt so klingt, als würde ich mich nur auf so etwas konzentrieren, so ist es nicht. Ganz im Gegenteil, ich erlebe beruflich und privat viele positive Ereignisse, die ich auch als positiv wahrnehme und genießen kann. Zu meiner Tochter habe ich so eine intensive, warmherzige Bindung und gerade auch als Erzieherin finde ich es super, HS zu sein, man nimmt ja jede Veränderung und jeden Entwicklungsschritt intensiv wahr.
gutenacht sagt Trude
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon Iwie » Sa 7. Dez 2019, 23:03

Trude hat geschrieben:Dass ich das so mitbekomme, liegt wahrscheinlich daran, dass ich immer auf die Blicke meiner Mutter angewiesen war, dass ich schon vorher wusste, jetzt redet sie bestimmt wieder ein paar Tage nicht mehr mit mir( Ich habe nie etwas wirklich Schlimmes verbrochen, nicht mal das Rauchen versucht). Beim kleinsten "Fehler" ignorierte sie mich über längere Zeit und erzählte alles ihren Freundinnen. Deshalb achte ich heute sicher so darauf, wie jmd in welcher Gelegenheit schaut und liege damit auch immer richtig.


Das meinte ich mit früher Prägung. Dein "Überleben" (als Kind ja auch ganz real) hing von dieser Beziehung ab. Also hast du gelernt, da ganz besonders drauf zu achten.
Ist bei mir ähnlich, weshalb ich in diese Richtung einfach immer einen Fühler ausgestreckt halte.

Trude hat geschrieben:Wenn ich mir mein Umfeld so ansehe, gelingt das niemandem so. Meist behalte ich es auch für mich, wenn ich so etwas bemerke, weil es keiner glaubt.


Same here icon_winkle

Trude hat geschrieben:Ich bau dann immer eine Mauer um mich, weil ich so schlecht damit klarkomme, aber da wird gedacht, ich bin stark oder auch arrogant.


Japp - gefühlskalt wurde ich auch schon genannt.

Spannend, wie oft es wohl so jemanden im Kollegium gibt...
Ich habe vor Kurzem eine Erklärung gehört, warum andere Kollegen und auch Chefs sich solchen Intriganten "unterwerfen", die mir einleuchtet: man kriegt Mitarbeiter ja nicht einfach los, wenn nichts konkret nachweisbar ist. Also macht man sich lieber Liebkind mit diesen Personen, dann bekommt man es selber nicht ab _nüxweiss_

Trude hat geschrieben:Wenn das jetzt so klingt, als würde ich mich nur auf so etwas konzentrieren, so ist es nicht. Ganz im Gegenteil, ich erlebe beruflich und privat viele positive Ereignisse, die ich auch als positiv wahrnehme und genießen kann.


Das ist immer die Gefahr in einem Forum - man bekommt nur das Geschriebene mit.
Aber man sucht sich ja auch ein bestimmtes Forum aus, um eben genau diese Themen zu besprechen und zu bearbeiten. Also schreibt man ja auch nur das.
Mir geht es ebenso, dass ich ganz tolle zwischenmenschliche Beziehungen pflege, die mir sehr gut tun und die ich nienimmernicht missen wöllte. Aber diese Beziehungen muss ich nicht besprechen, weil sie ja laufen. Also wird es hier nicht so viel darüber zu lesen geben icon_winkle
Obwohl es explizit vielleicht mal gut täte, seine zwischenmenschlichen Kraftquellen aufzuschreiben, um sich derer bewusst zu werden 647&/
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Re: Wie kommt man gg. schlechte Gedanken anderer an?

Beitragvon uwe » So 8. Dez 2019, 07:50

Hej

kenne ich - hab ich aber gelernt damit umzugehen.

Grundlegend muss man sich mal selbst lieben. Selbstwertgefühl! Was hat man den so schlechtes gemacht oder was hat man falsch gemacht? NICHTS.
Daher ist jegliche Kritik schon mal komplett deplatziert.

Man muss akzeptieren das jeder Mensch anders ist. Die die Kritik äußern verstehen das nicht. Sei froh darüber das DU anders bist und das du dein Ding machst
und dein Leben lebst wie du es lebst - schlussendlich musst DU glücklich sein und lebst nicht für jemanden anders.
Solche Situationen wird es im Leben IMMER geben. Es wird immer jemand in Frage stellen, warum fährst du so ein Auto? Wie doof kann man sein das man
sein Holz selbst schlägt? Warum isst du so viel Fisch? Warum hast du so eine Frisur, eine Andere würde dir ja viel besser stehen. Was auch immer, es wird
immer Kritiker geben.
Ich meine das genau diese Menschen selbst nicht glücklich sind und mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Wer nämlich mit seinem Leben im reinen ist hat
gar nicht die Intention jemanden anderen seine Meinung aufbrummen zu müssen oder gar versuchen jemanden zu verändern.

Man kann echt lernen damit umzugehen - ich selbst erinnere mich an eine Situation, da war ich Anfang 20 - da ging ich in die Firma und es sind mir paar
pubertierende Jungs entgegengekommen und hatten ihren Spaß. Einer meinte dann in meine Richtung "schau mal was der für eine Frisur hat".
Ich bin natürlich sofort auf die Toilette und mal nachgesehen - alles wie immer. Hab mich trotzdem den ganzen Tag irgendwie komisch gefühlt.
Und warum? Der Kleine hatte seinen Spaß, es war nur Spaß. Und selbst wenn ich ihm zu lange, kurze, blonde, schiefe.....? Haare hatte - es ist OK.

Wie wäre es wenn wir alle gleich wären? Wenn jeder Andere 100% alles gleich macht? Es gäbe keine Evolution - schlussendlich ist Kritik ein wesentlicher
Bestandteil unserer Entwicklung. Nur so kommen wir weiter. Nur so lernen wir. Die Frage ist halt immer wer und wie man Kritik äußert - und da gibt
es in meiner Welt nur einige die mich mit ihrer Kritik berühren oder mitreißen. Das sind dann auch Vorbilder - von denen man wirklich etwas lernen kann.
Vor allem aber Leute von denen man weiß - die haben es geschafft. Die leben ein glückliches Leben.

Alle Anderen - diese normale Gesellschaft die nur so um Aufmerksamkeit ringt und rundum nur kritisiert - das sind dann meist auch die die händeringend
um Aufmerksamkeit betteln - via Facebook oder Instagram zB. - arme Leute. Die sind in meinen Vorstellungen ganz unten. Die tun mir leid.
DU bist der der DU bist, lebe dein Leben - sei glücklich - und dann kommt keiner an dich ran. Weiß du weißt, dass du um einiges besser bist als diese
Leute. Auch ohne teure Uhr oder Trendfrisur oder Markenkleidung oder...


Gruß
uwe
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