Arbeitsleben eine Qual

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

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Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon zartbesaitete » Fr 21. Sep 2018, 12:08

Das ist mein erster Beitrag und ich versuche für mich herauszufinden was los mit mir ist...
Ja, also die Arbeit...Eigentlich ist es nicht die Arbeit selbst, sondern das Umfeld.
Die Kollegen sind soweit alles Nett und lustig drauf. Ausser ich! Ich weiss nicht wie es euch geht, aber bei mir geht es täglich rauf und runter mit meiner Stimmungslage. Wenn andere Spass untereinander machen kann ich kaum bis gar nicht mitmachen. Es ist für mich mega anstrengend und schwierig die Worte zu finden. Teilweise werde ich wohl als Spassbremse beäugt und das, kann ich sagen, tut weh.
Geht es jemandem ähnlich?
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon wind-und-wellen » Fr 21. Sep 2018, 17:29

Bist Du deswegen schon mal angesprochen worden, dass Du eine "Spaßbremse" bist?
Oder ist das eine Vermutung Deinerseits? Kopfkino?

Was machen die Stimmungsschwankungen mit Dir?

Es ist, ehrlich gesagt, ein kleines bisschen schwierig, herauszulesen, was genau das Problem ist... U72(
Beschreib das doch noch ein wenig, wenns für Dich ok ist U72(
Liebe Grüße von wind-und-wellen

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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon silverlady » Mo 1. Okt 2018, 08:43

Das, was Du beschreibst, das kenne ich.

Bei mir gibt es verschiedene Auslöser, Ursachen und Formen.

Das beäugt werden des Umfeldes, empfinde ich als belastend.
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon zartbesaitete » Di 26. Mär 2019, 08:55

Meine Stimmungsschwankungen machen mir zu schaffen. Ständiges Hoch und Tief.
In den letzten Monaten sind meine Gefühle ein einziges Chaos. So fühlt es sich jedenfalls an. Kann auch gut sein das ich meine Gefühle nicht richtig ausdrücken kann oder schlecht verarbeite.
Diese ständige Reizüberflutung macht mir einfach zu schaffen. Nur was soll ich machen? Ich bin schon sehr introvertiert und lebe zurück gezogen, bis auf die Zeit inder ich am arbeiten bin.
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon songbird86 » Di 26. Mär 2019, 10:38

Hey,

mir geht es fast genau so wie dir (schau dir mal meinen Thread "Meine Arbeit macht mich krank" an).

Genau so wie ich scheint es dir schon Monate so zu gehen, ohne dass du eine Lösung hast...

Ich habe mich jetzt dazu entschieden, einen Therapeuten aufzusuchen. Nicht weil ich geheilt werden will (im Sinne von, dass ich unbedingt eine extrovertierte Rampensau werden will :D) sondern um Lösungen für mich und meinen Alltag zu finden. Ich weiss sonst echt nicht mehr weiter. :/
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon wassertropfen » Do 28. Mär 2019, 00:00

Hallo,
ein Stück weit geht es mir ähnlich.
Meiner Erfahrung nach hängt es jedoch auch von der Tagesverfassung ab, zumindest bei mir.
Manchmal merke ich, "nicht aufzufallen". An anderen Tagen habe ich auch das Gefühl, nicht "andocken" zu können.
Was ich gut finde ist, dass es dir beim Arbeiten an sich gut geht. Im Grunde geht es ja auch um die Arbeit. Vielleicht hilft es dir, dich darauf zu konzentrieren?
Aber ich weiß, dass das soziale Rundherum sehr viel ausmacht und es auch belastet, wenn hier etwas nicht klappt.
Ich muss mich manchmal dazu zwingen, dem nicht übermäßige Bedeutung zu geben.
Sich therapeutische Unterstützung diesbezüglich zu holen ist sicher eine gute Idee. Super!
Alles Gute!
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon zartbesaitete » Fr 29. Mär 2019, 15:49

Das rufe ich mir auch oft ab, das die Arbeit trotzdem gut ist.
versuche auch oft weg zu hören, damit ich diese seitenhiebe ausblenden., wenn mal jemand sagt schau nicht so traurig oder lach doch mal usw....
Naja. Für mich fühlt es sich meistens wie ein Angriff an, obwohl es vielleicht das Gegenteil ist.
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon zartbesaitete » Fr 29. Mär 2019, 15:56

Du hast wohl recht wenn du sagst ich könne mir therapeutische Unterstützung holen.
ja, das sollte ich wirklich. Ich denke mir eben oft das es noch geht. Aber anscheinend geht es nicht! Sonst würde ich mich besser fühlen.
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon Anatomica » Fr 29. Mär 2019, 17:06

Hey, ich habe das gleich Problem wie du. Ich habe das Gefühl nie wirklich dazu zu passen.
Ich weiß es ist subjektiv, aber manchmal hab ich das Gefühl die Leute warten bis ich weg bin. Dass sie froh sind wenn ich der Unterhaltung nicht mehr beiwohne.
Ich kann mich schon einfügen, ich weiß ich bin schon länger da und es gibt auch durchaus Kollegen mit denen der Umgang leichter ist. Aber manchmal sitze ich in der Gruppe und alle lachen, schärzen und ich fühle mich fehl am Platz. Manchmal fange ich an etwas zu erzählen und während dessen, wenn alle zuhören denke ich, dass es sie vielleicht doch nicht interessiert dann komme ich ins stottern und es entstehen komische Situationen....

Ich habe jetzt allerdings beschlossen mir Hilfe zu suchen. Ich war auch zu stolz aber ich brauche etwa Hilfe meine negativen Seiten anzunehmen und die positiven zu sehen.

Das (eigentlich ist es ja nicht so schlimm), stimmt zwar bestimmt. Bei mir auch, aber es muss ja nicht sein. Wir müssen uns nicht zum Limit pushen, nach Hilfe fragen ist nicht schwach.
Es bedeutet Selbstreflektion und gut zu seinem Körper zu sein.

Elain Aron hat geschrieben man soll seinen Körper betrachten wie man ein Kind betrachtet. Er kann genauso nicht sprechen und kann nur mit Extremen in die eine oder andere Richtung reagieren.
Wenn es einem nicht gut geht und man nicht weiß wieso, muss man auf seinen Körper hören und ihm Hilfe geben die man alleine vielleicht nicht hat weil man zu nah dran ist.
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Re: Arbeitsleben eine Qual

Beitragvon AnnLuana » So 31. Mär 2019, 10:56

zartbesaitete hat geschrieben:Meine Stimmungsschwankungen machen mir zu schaffen. Ständiges Hoch und Tief.
In den letzten Monaten sind meine Gefühle ein einziges Chaos. So fühlt es sich jedenfalls an. Kann auch gut sein das ich meine Gefühle nicht richtig ausdrücken kann oder schlecht verarbeite.
Diese ständige Reizüberflutung macht mir einfach zu schaffen. Nur was soll ich machen?


Hallo zartbesaitete,

nimmst du denn auf Arbeit konkrete Situationen wahr, die deine Stimmung beeinflussen?
Wann und wo machen die Kollegen Späße miteinander? Im Büro direkt in deiner Nähe? In der Pause?

Mir sitzt das Gefühl nie dazuzugehören selbst noch in den Knochen. Hat meine halbe Jugend und den Start in meiner Wahlheimat begleitet. Gerade in meinem Nebenjob hatte ich das Gefühl, ich bin nur Luft für die Kollegen. Bis ich begonnen habe, zu hinterfragen, was ich eventuell zu dieser Situation beigetrage.
Ich war z.B. nie anwesend bei Betriebsfeiern, war in meiner Pause immer allein draußen unterwegs... Ich für meinen Teil hatte auch immer große Probleme mit dem "Übertragen" meiner Gefühle und Gedanken auf andere. Dinge, die mich an anderen störten, fanden sie, laut meiner Auffassung auch an mir scheiße. Andersherum war es mit der Wertschätzung das Gleiche.
Und genau diesen Konflikt spüren andere Menschen... Die eigenen Aussagen sind nicht mehr konkruent und man ist für andere schwer zu durchschauen.

Was mich wieder zu dir bringt. Versuch dich mal von außen zu sehen. Wenn die Kollegen wieder mal Spaß haben und du dazugehören möchtest, löst das in dir erstmal Druck aus. Du spannst dich an, eventuell brauen sich die ersten negativen Gefühle zusammen und du versteckst sie alle, arbeitest vielleicht einfach weiter. Aber sind deine Gefühle, deine Anspannung wirklich so versteckt?
Ich kann dir sagen. Wenn ich Dinge ausblenden muss, sehe ich aus wie die Eiskönigin.
Deine Kollegen nehmen deine negative Stimmung eventuell also wahr, können sie aber nicht einordnen.
Aber jetzt würde ich dich gerne erstmal zu Wort kommen lassen, bevor ich hier weiter sinniere.

Liebe Grüße
Ann
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