Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon hmmm » Mi 7. Dez 2016, 22:59

Hallo Braunbär :)

Hab eine Ausbildung und war eigentlich immer freiberuflich tätig in diesem Beruf, da war nicht wirklich eine Geschäftsidee. Hab meine Arbeit von zu Hause aus gemacht, manchmal auch im Büro für kurze Zeit und eben ständig für verschiedene. Mit manchen Berufen mag das nicht gehen, Bäcker oder so, aber vielleicht ja mit deinem?

Wenn nicht, mach doch eine Agentur zur Vermittlung von HSP auf, denke Menschen die über so eine Agentur Mitstreiter oder Mitarbeiter suchen sind offen für das Wesen von HSP, bekommst bestimmt auch Fördergelder und so, wer weiß, vielleicht macht ja noch wer mit von hier :)


LG!
hmmm
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Coloury » Mi 7. Dez 2016, 23:19

hmmm hat geschrieben:Wenn nicht, mach doch eine Agentur zur Vermittlung von HSP auf, denke Menschen die über so eine Agentur Mitstreiter oder Mitarbeiter suchen sind offen für das Wesen von HSP, bekommst bestimmt auch Fördergelder und so, wer weiß, vielleicht macht ja noch wer mit von hier :)

LG!


Vortreffliche Idee, hmmm! Das könnte ich mir glatt vorstellen, zumal ich mit meinem aktuellen Job - Alltagsbegleiterin und Betreuerin für seelisch, ferner körperlich und geistig Behinderte mit zumeist Suchtvergangenheit und inklusive Demenz - gerade auch schon wieder hadere. Allerdings hadere ich weniger mit meinen zu Betreuenden, als vielmehr mit der Geschäftsleitung. Aber dazu ein anderes Mal mehr.
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » Do 8. Dez 2016, 21:42

Hallo hmmm,

klingt verlockend, auch wenn ich da den geldwerten Vorteil für mich noch nicht ganz erkenne! Tja, da spricht die Betriebswirtin aus mir (die Miete, die muss bezahlt werden, und die Brötchen). U72(

Ich bin heute in heller Aufregung, ich könnte vielleicht einen alten Job wieder haben (den ich leichtsinnigerweise im jungendlichen Übermut vor einiger Zeit aufgegeben hatte).

Liebe Grüße
Ich bevorzuge freundliche Menschen. _Mij_
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon the_pilgrim » Do 8. Dez 2016, 21:44

Na, dann drücke ich ganz fest die Daumen, Braunbär _rosegirl_
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Miss Marple » Fr 9. Dez 2016, 11:44

Hallo...
Ich suche momentan nach den Ursachen...und komme nicht weiter.. _lüpe_
Mein job macht mir Spaß, ich bekomme viele positive Rückmeldungen...kann mich einbringen..

Unterschwellige Probleme "nur" mit einer Kollegin..

Arbeite drei Tage voll..ein Tag halb..drei Tage frei...
Lange Wegstrecke...Sitze viel im auto...

Bin abends total platt wenn ich zu Hause bin..ca. Neun Uhr..
Vor eins komm ich nicht in den schlaf..der schlecht ist...

Kann nicht zwischen frei und Arbeit switchen???

Will nicht ohne Arbeit... Nur frei kann ich gar nicht..
Nur Arbeit geht auch nicht...

Bin ratlos!!!! _%_
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Coloury » Fr 9. Dez 2016, 17:02

Miss Marple hat geschrieben:Kann nicht zwischen frei und Arbeit switchen???


@ Miss Marple: falls es Dich "tröstet": ich kanns auch nicht sonderlich gut, das mit dem switchen ist so eine Sache ... Ich versuche zu akzeptieren, dass ich da meine Probleme mit habe, und gleichzeitig versuche ich, weiterhin an meiner "switch-Technik" zu arbeiten, das ist ein Prozess. Meine Arbeitsumstände sind den Deinen übrigens recht ähnlich, also kann ich das recht gut nachfühlen ... bei mir sinds aber zum Glück nicht die unmittelbaren Kollegen, die Probleme bereiten, doch ich gehe mit der Geschäftsleitung und deren Umgang mit den Mitarbeitern nicht konform. Da sind in letzter Zeit einige Dinge passiert, die sich sehr negativ auf unser aller Arbeit auswirken, und das hat mich derart aufgeregt und mitgenommen, dass ich mich ein paar Tage krankschreiben lassen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte.

Tja, die Ursachen liegen wohl in der Natur der Dinge in diesem Fall. Wie Du schreibst, ohne Arbeit geht nicht, nur Arbeit und nur frei geht ebenfalls nicht. Daran ist dann nichts zu ändern - aber man kann am Umgang damit arbeiten. Ich habe beispielsweise mit mir selbst einen deal geschlossen: bis soundsoviel Uhr erlaube ich es mir, den Arbeitstag gedanklich und gefühlsmässig noch festzuhalten, da eben oft Dinge vorfallen, die "nachwirken" und mich beschäftigen - aber ab dem von mir festgelegten Zeitpunkt ist dann Schluss damit. Ich sage mir, dass es meine Arbeit nicht wert ist, dass ich ihr NACH der Arbeit auch noch Zeit opfere - auch wenn ich meinen Job an sich als wertvoll und erfüllend betrachte. Ich sage mir auch, dass ich mir meine Kräfte einteilen muss und es für mich selbst und mein Privatleben nicht gut ist, zuviel power für die gedankliche Nachbereitung meines Arbeitsalltages herzugeben. Das klappt meistens ganz gut mittlerweile - allerdings nur, wenn ich dann auch wirklich örtlich meinen "Grübelplatz" verlasse und mich ganz bewusst etwas anderem widme. Oft hilft mir, mich in Musik zu versenken, oder auch ein schönes, wohlriechendes Bad, welches mich meistens auch gut ins Bett bringt.

Vielleicht probierst Du mal, Dir ein paar neue Denkansätze zum Wechsel zwischen Deiner Arbeit und Deinem Privatleben zuzulegen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man - jedenfalls bis zu einem gewissen Grad - durchaus selbst beeinflussen kann, WIE man über etwas nachdenkt ... wenn man da mal ein bischen an der eigenen Gedankenschraube dreht, kann die Welt auf einmal anders aussehen. Man kann beispielsweise denken: "Mist, ich kann einfach nicht umschalten, woran liegt das bloss" - oder man kann zum gleichen Thema denken: "Ok, ich hab da ein Problem mit dem Umschalten, da muss ich mir mal was ausdenken, damit ich das ein wenig besser hinkriege". Ein wenig Gelassenheit ist da recht hilfreich. - Verstehst Du, was ich meine? Ich wünsche Dir jedenfalls von Herzen, dass Du da einen Weg für Dich findest!
Coloury
 

Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Miss Marple » Fr 9. Dez 2016, 18:39

@coloury..
Ja, ist ein gedankliches Problem..
Momentan besonders schlimm, da mir diese unterschwelligen Themen nicht aus dem Kopf gehen.. Ist nur mit einer Kollegin..
Die ist noch nicht mal unfreundlich..aber es sind die Zwischentöne... Ihr wisst was ich meine..
Mit jedem anderen ist ein Austausch da..fachlich und menschlich..

Mit ihr nicht..

Boahhh...wie hyper hyper sensibel ist das denn..?? Was für Ansprüche und Erwartungen... Finde mich grad total blöd..

Dann denke ich wieder: such dir was anderes...am besten alleine arbeiten.. Schmeiß es hin... Geh gar nicht mehr arbeiten... Mach was ganz anderes...

Kreisel...Kreisel...

OIO
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Coloury » Fr 9. Dez 2016, 23:45

freüde @ Miss Marple: ach ja, der gute, alte Gedankenkreisel ...

Aber um jetzt nochmal sicherzugehen: es ist "nur" diese eine Kollegin, die Dir Kummer macht? Dann sind Deine Ansprüche und Erwartungen wahrscheinlich wirklich zu hoch. Es wird IMMER, auf jedem Job, IRGENDWAS sein, womit man nicht klarkommt (vor allem als HSP) ... Ich hab mal nachgerechnet, ich war die letzten 30 Jahre in 15 verschiedenen Jobs, länger als 3 Jahre war ich bislang nirgends, das kürzeste waren 2 Wochen. Oftmals bin ich gegangen, mitunter wurde mir auch gekündigt, meistens aus "betriebswirtschaftlichen Gründen". - Das hört sich jetzt vielleicht nach extremer Sprunghaftigkeit an, doch so empfinde ich mich nicht - aber ich bin in den gleichen 30 Jahren auch in 13 verschiedenen Orten in- und außerhalb Deutschlands gewesen. Das lag auch an meinem bzw. unserem nomadenhaften Lebenswandel ...
Umgesattelt habe ich vor 4 Jahren auch, bin nach langer Zeit in diversen Druckereien und Werbeagenturen in den sozialen Bereich gegangen, weil ich mal zur Abwechslung statt mit Maschinen mit Menschen zu tun haben wollte. Das habe ich auch nicht bereut.

Momentan hadere ich auch, ob ich meine Arbeitsstelle nicht nochmal wechseln soll, frage mich aber auch, ob es das wohl besser macht - eben weil mir klar ist, es wird immer irgendwas nicht ok sein. In den heutigen Zeiten schon gar nicht. Wer weiss, was mich als nächstes erwartet? Vom Regen in die Traufe möchte ich mir gerne sparen ... Ich hätte nichts dagegen, endlich mal etwas länger als nur drei Jahre wo zu bleiben - andererseits, wenn mir was derart gegen den Strich geht, dass ich mich auf der Arbeit dauerhaft nicht wohlfühle, dann wechsele ich eben nochmal, auch wenn mir das mit zunehmendem Alter immer schwerer fällt. Also werde ich nun erstmal abwarten, wie die Situation aussieht, wenn ich aus dem Urlaub zurückbin. Nebenbei checke ich die Jobbörse der Agentur für Arbeit ab und schaue mir an, was gerade so angeboten wird. Manchmal ist es ganz gut, zweigleisig zu laufen.
Coloury
 

Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » Sa 10. Dez 2016, 11:05

Hallo Colory,
ich komme auf 13 Jobs in 29 Jahren. )/898u
Wobei mein längster Job stolze 8 Jahre andauerte. Der Kürzeste dauerte eine Woche, da sollte ich eine Maschine bedienen, die einem die Finger abhackt, wenn man "nicht aufpasst". Dazu Kollegen, die ganz und gar nicht meine Wellenlänge waren.
Gerade hab ich eine Serie von Jobs, die alle irgendwie ein Jahr andauern ...
Wobei der aktuelle es wohl nicht auf eine Jahr schaffen wird, hier möchte ich so schnell es geht wieder weg. Gestern Abend war Weihnachtsfeier und ich fühlte mich wie ein Hering im Haifischbecken. Kennt ihr das, wenn sich die Menschen gegenseitig mit blöden Witzen und Sprüchen überbieten, wenn so eine komische Nervosität in der Luft liegt? So ein, hauptsache sich irgendwie gut präsentieren?
Der große Spaß des Abends war es, dass alle sich über die Art, wie meine hochaggressive junge Kollegin redet, lustig gemacht haben. Kennt ihr das, wenn Comedians Ghetto-Rapper nachmachen? So redet die ganz im Ernst. Dass ist das, was ich 8h am Tag ertragen muss, und das ist absolut nicht lustig. Das ist schwerst diskriminierend, abwertend, und eigentlich immer negativ. Wenn ich sie darauf anspreche, darf ich mir anhören, dass mich ihre Laune ja wohl mal nichts angehe. Das wäre sehr schön, wenn die mich nicht angehen würde. Wenn ich nicht daneben sitzen müsste.

Liebe Miss Marple,

womit macht dir deine Kollegin das Leben schwer? Kannst du ihr/dem Problem aus dem Weg gehen?

Ich erfahre nächste Woche mehr, ob das mit meinem Wechsel in einen alten Job klappt. Drückt mir die Daumen, das wäre großartig.

Liebe Grüße
Ich bevorzuge freundliche Menschen. _Mij_
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Miss Marple » Sa 10. Dez 2016, 11:34

Danke für eure antworten..
Ich hatte 10 Jobs in 20 Jahren...diverse Ortswechsel..und immer wieder Neuanfang..
Dieser job ist der zweite in diesem Jahr...dort bin ich seit September..

Ich weiß nicht, ob es nur an dieser Kollegin liegt..wie gesagt...ich suche den Grund..
Sie fühlt sich von mir bedroht..dass ich ihr etwas wegnehmen..
Mit dem Klientel klappt es prima..da kommt man als HSP weiter als die anderen..
Was vielleicht auch arrogant über kommt..könnte ich mir vorstellen.

Die Entfernung nervt mich..fühlt sich nicht stimmig an.. So als komme ich nirgends an..hier zu Hause nicht...und dort an der Arbeit nicht..

Ein Neuanfang ist toll..spannend..aber stressig.. Und Belastbarkeit wird ja nicht mehr..

Es gibt überall was ..ich weiß.. Das macht Entscheidungen nicht leichter..

Ich habe zusätzlich eine Honorar stelle.. Das finde ich gut..
Hab da freie Hand, ist nur einmal die Woche und hängt mir gedanklich nicht nach..
Puhhh.. _%_
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