Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » So 11. Dez 2016, 10:54

Hallo Miss Marple,

dann bist du jetzt seit über 3 Monaten auf der neuen Arbeitsstelle. Ich finde ja, das ist eine Zeitspanne, wo sich die ersten Tendenzen schon recht deutlich zeigen, wo man sich im Prinzip kennen gelernt hat. Im Idealfall hat man die ersten Missverständnisse schon klären können und einen Weg gefunden, zusammen zu arbeiten. Oder eben nicht ...

Ich finde das Thema "Bedrohung" hochinteressant. Vielleicht bin ich da zu naiv, aber ich hatte noch nie das Gefühl, dass eine neue Kollegin eingestellt wurde mit dem Hintergrund, mich zu ersetzen. In der Regel werden neue Leute eingestellt, weil Bedarf besteht, weil zu viel Arbeit für zu wenig Mitarbeiter vorhanden ist. Aber ich habe das auch schon oft erlebt, dass manche Menschen ihr Wissen wie einen Schatz hüten und lieber einen Burnout riskieren, als Arbeit abzugeben, oder zu teilen, beispielsweise. Und so einfach kündigt man langjährige Mitarbeiter ja auch nicht, das sollte doch auch jedem klar sein, oder?

Sind HSPler Teamplayer? Ich meine die Frage ganz ernst, weil es für mich eine Entlastung darstellt, zu wissen, ich teile Aufgaben mit anderen. Ich könnte nicht den ganzen Tag Däumchen drehen, während sich beim Kollegen die Arbeit stapelt und der viereckig guckt. Oder ungerührt alles auf seinen Schreibtisch legen, während dieser krank oder im Urlaub ist. Das hat vor einigen Jahren mal ein Kollege gemacht. Ich kam aus dem Urlaub, guckte in mein Fach: leer. Er strahlte mich an und meinte: Alles abgearbeitet, damit du auch die nächsten Tage noch etwas von deiner Urlaubserholung hast! So haben wir das dann immer gemacht. So liebe ich Teamwork! *+*

Wie ist denn das Klima grundsätzlich in deinem neuen Job? Ich bin ja auch seit September in meinem Job, und ich kann klar sagen: Ich bin kein Teil des Teams geworden, was aktiv durch meine beiden Kolleginnen forciert wurde. Zu Anfang war ich schockiert und verwirrt, viele Gesprächsversuche später bin ich nicht wirklich schlauer, was die Hintergründe angeht, aber zumindest weiß ich inzwischen, dass ich gute Arbeit mache und die beiden ständig nur nach etwas suchen, was sie mir um die Ohren hauen können. Und hier kommen wir wieder zurück zum Thema Bedrohung: Es könnte sein, dass die beiden große Angst haben, dass wir nach dem Weihnachtsgeschäft nicht mehr genug Arbeit für 3 Personen haben. Leider haben die beiden keine Erfahrung in dem Gebiet, in dem sie arbeiten. Ich sehe da jede Menge Arbeit für uns 3. Aber ich habe da auch jahrzehntelange Erfahrung. Tja, und vielleicht ist genau das ihre Angst, dass SIE dann "nicht genügen". Also, zusammenhalten, und gemeinsam gegen "die Alte". Manchmal hat man keine Chance, und es muss nicht mit einem als Person zu tun haben. Trotzdem geht es dann natürlich um unsere Existenz. Schwierige Sache. Ich finde es wichtig, die "Sache" von allen Seiten zu beleuchten.

Liebe Grüße
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon rene261 » So 25. Dez 2016, 23:33

Hallo Braunbär,

Du hast gefragt:
Braunbär hat geschrieben:Sind HSPler Teamplayer? Ich meine die Frage ganz ernst, weil es für mich eine Entlastung darstellt, zu wissen, ich teile Aufgaben mit anderen.


Ich würde sagen: Prinzipiell ja. Denn es ist ja grade die Stärke von HSPlern, zu erkennen, wo der andere grade ein Problem hat und Hilfe braucht. Und da die meisten HSPler eher altruistische veranlagt sind und zudem selbst darunter leiden, wenn ein Kollege an einer Aufgabe überfordert ist (vgl. Stimmungen/Empfindungen aufnehmen und auf sich selbst übertragen) werden sie wohl tendenziell dazu neigen, anderen im Job zu helfen - bzw. diese Hilfe prophylaktisch durch Anwendung von Teamarbeit erst gar nicht nötig werden zu lassen.

Auf meiner Arbeit gibt es eine Reihe solcher Beispiele. Wir sind insgesamt ein sehr gutes Team, und es dürften wohl (auch wenn ich sie nicht danach gefragt habe) mehrere HSPler darunter sein. Und die sind es, die das Team besonders intensiv zusammenhalten). Auch ich arbeite viel lieber mit anderen Zusammen und helfe,wenn Hilfe nötig ist, als einen auf Einzelkämpfer zu machen. Ob diese Erfahrungen aus einer Schule (Lehrerkollegium) auf "normale" Jobs übertragbar sind kann ich nicht sagen, aber es spricht eigentlich nichts dagegen, das meine Argumente in jeder beliebigen anderen Tätigkeit nicht mehr passen.

Nur ein kleines Hindernis gibt's bei der Sache: Die meisten HSPler sind ja eher zurückhaltende Menschen, deren Stärke der Aufbau sozialer Kontakte nicht grade ist. Wird ein HSPler also auf ein Team von Mitarbeitern stoßen, zu denen er keinen Draht aufbauen kann, wird er sich wohl mit Teamarbeit zurückhalten.

Also in Kurzfassung: Wenn ein Vertrauensverhältnis zu den Kollegen besteht, werden HSPler wahrscheinlich die besseren Teamplayer sein als nicht HSPler, ist das Vertrauen gering, wird die Zurückhaltung das Teamwork behindern.

Ich kenne aus meinem Leben beide Aspekte, früher habe ich kaum jemanden an mich ran gelassen und war ein absoluter Einzelkämpfer, heute bin ich eher Teamplayer.

Soweit meine Theorie... 647&/

LG René
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » Mo 26. Dez 2016, 10:37

rene261 hat geschrieben:Nur ein kleines Hindernis gibt's bei der Sache: Die meisten HSPler sind ja eher zurückhaltende Menschen, deren Stärke der Aufbau sozialer Kontakte nicht grade ist. Wird ein HSPler also auf ein Team von Mitarbeitern stoßen, zu denen er keinen Draht aufbauen kann, wird er sich wohl mit Teamarbeit zurückhalten.

Also in Kurzfassung: Wenn ein Vertrauensverhältnis zu den Kollegen besteht, werden HSPler wahrscheinlich die besseren Teamplayer sein als nicht HSPler, ist das Vertrauen gering, wird die Zurückhaltung das Teamwork behindern.

Ich kenne aus meinem Leben beide Aspekte, früher habe ich kaum jemanden an mich ran gelassen und war ein absoluter Einzelkämpfer, heute bin ich eher Teamplayer.

Soweit meine Theorie... 647&/

LG René


Hallo René,

darin erkenne ich mich auch sehr gut wieder. Ja, soziale Kontakte aufbauen braucht bei mir absolut Zeit, da will ich nicht gedrängelt werden, kennst du das auch? Aber wenn es langsam wachsen darf, dann funktioniert das auch richtig gut. Ja, stimmt die Chemie nicht, oder der Ton, werde ich recht reserviert ...

Ich wechsle auch heute noch gern zwischen Einzelkämpfer und Teamplayer - das kann anderen schon mal suspekt sein, denk ich mir gerade so (bzw. geht mir da gerade so ein kleines Lichtlein auf) ...? 647&/

Liebe Grüße
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Miss Marple » Mo 26. Dez 2016, 10:55

Hallo Braunbär..
Das is eine gute Aussage..
Unser verhalten ist sicherlich nicht für jeden nachvollziehbar.. Auf einmal Rückzug.... Keiner weis warum....
Glaube nicht, dass so etwas thematisiert werden kann..wer versteht schon, dass die Zwischentöne soooo laut sind..

Dann wieder aktiv, professionell und Macher...wenn alles stimmig ist..und ein Team mit reißen...

Ohwei..... 1alie ganz schön spooky...
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » Mo 26. Dez 2016, 11:22

Miss Marple hat geschrieben:Unser verhalten ist sicherlich nicht für jeden nachvollziehbar.. Auf einmal Rückzug.... Keiner weis warum....
Glaube nicht, dass so etwas thematisiert werden kann..wer versteht schon, dass die Zwischentöne soooo laut sind..
..

Huhu Miss Marple,

ich finde, ich sage schon immer laut und deutlich, wenn mir etwas nicht passt, bevor ich mich zurückziehe. Ich bekomme aber leider oft die Rückmeldung, dass mein "Protest-Getöse" auf andere sehr leise und sachlich wirkt. Und somit eher untergeht (aber mal im Ernst, oftmals stellen sich die Leute auch mit Absicht blöd, ist doch so).

Dann hab ich auch meinen Stolz. Teamgeist hört für mich da auf, wo Lügen und Intrigen herrschen.

Weißte, was ich denke: Für viele Menschen ist Anpassung ja ein hohes Gut. Die werfen eher die eigenen Ansprüche über Bord, hauptsache dazu gehören, hauptsache alle mögen einen. Da wird dann schon mal der eine oder das andere für geopfert. Ich glaube, die können gar nicht nachvollziehen, wenn dann jemand wie ich plötzlich Partie für den Dienstleister ergreift, wo es doch so schön einfach ist, dem die eigenen Fehler in die Schuhe zu schieben um so gut dazustehen. Hallo, da arbeiten auch Menschen??? Ach so, die sind viel weniger wert, weil die nicht zum Team gehören. Die gehören für mich aber auch zum Team. Da werde ich wütend wie Rumpelstilzchen.

Ich bin so ein "zwischen den Stühlen-Typ". Toll, wa? _%_ Wenn es nicht so läuft wie ich mir das vorstelle, dann werde ich zum Einzelgänger. Blöd nur, dass mir die sozialen Kontakte trotzdem wichtig sind. Ganz blöd, wenn sich die Anzahl der Mitarbeiter insgesamt im gerade mal nicht mehr einstelligen Bereich bewegt und die Anzahl der netten Kontakte im unteren einstelligen Bereich bewegt. Aber das ändert sich ja in Kürze wieder bei mir (ich habe meinen alten Job wieder, nur noch wenige Wochen! *+*

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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Braunbär » Mo 26. Dez 2016, 11:31

"Zwischen den Stühlen" bedeutet aber auch, ich bin der Vernetzungstyp!

Meine Verantwortung hört nicht an der eigenen Bürotür auf! Da ist sie wieder, die Komplexität, auf die so viele Menschen keinen Bock haben. Wenn ich dem Dienstleister nicht genau erkläre, was er machen soll, wessen Schuld ist dann die mangelhafte Umsetzung? Genau, die des anderen. smitanc

Ja, für viele ist dieses Verhalten spooky. Anstrengend, kompliziert. Und ein gemeinsamer Feind verbindet/verbündet doch so schön.

Das ist nicht meine Welt. Ich liebe nichts mehr, als in konstruktiven Zusammenhängen zu agieren. Aber bevor ich in destruktiven vor mich hin vegetiere, bin ich lieber Einzelgänger. Damit geht es mir besser. Das verstehen wohl nur Menschen, die genau so denken???
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Sunine » So 5. Feb 2017, 18:08

Hallo ihr Lieben!

Ich bin auch momentan unzufrieden mit meiner Arbeitssituation. Habe nach meinem Anerkennungsjahr zur Erzieherin im September letzten Jahres die Kita gewechselt zu meiner "Wunschkita" ( die ich in einem Praktikum sehr gut fand) die sich so langsam als Alptraum entpuppt.
Gerade in meiner ersten Woche wurde ich Nachmittags in meiner Gruppe mit den Kindern allein gelassen. Darunter war ein Kind zu dem es auf jedenfall 2 Erzieherinnen benötigt da es sehr starke Wutausbrüche bekommt und den anderen Kindern gefährlich werden kann. Die Kolleginnen habe alle Schwierigkeiten mit dem Kind.
Der Nachmittag war auch chaotisch. Das Kind verletzte ein anderes und ich konnte ihm aus der Küche kein Kühlpack holen da ich sonst meine Aufsichtspflicht verletzt hätte genauso mit Toilettengang meinerseits, war auch schwer machbar. Ein Glück wurden jetzt Nachmittags beide Kitagruppen zusammengelegt.
Nur da ist ein Kollege sehr eigen. "Seine Kinder" sind alle sehr lieb und brav und dürfen auch mal in den Schulkindbereich zum Kinderkino, die Kinder aus meiner Gruppe sind in seinen Auge alle frech und werden von ihm fürs Kinderkino ausgeschlossen. Sehr unfair. Er meint auch unsere Kinder würden nachmittags in "seiner Gruppe" alles durcheinander machen und nicht aufräumen und "seine Kinder"sind immer brav und kennen die Regeln. Das klingt von ihm so trennend statt nach Gemeinschaft.
Eine Kollegin die ich aus dem Praktikum in guter Erinnerung hatte da sie meine Anleiterin war, wurde auch immer komischer. Angeblich hatte sie auch zank mit der Kollegin die bevor ich dort anfing in Rente ging und die ich auch kannte.

Sie wurde so komisch, weil sie sich morgens ( sie ist teilzeitkraft) aus der Gruppe ständig davonstehlte und ich oft alleine im Raum saß.
Als sie ihre Mütze nicht fand half ich ihr beim suchen. Als ich im Außengelände meine Mütze trug machte sie mir ein Kompliment und wollte die Mütze mal anfassen und das innere sehen. Erst als sie sagte, das ihre verlorene Mütze so ähnlich aussieht kapierte ich wo sie hinaus wollte. Sie dachte ich hätte ihre Mütze geklaut!
Sie kam am nächsten Tag zu mir und entschuldigte sich. Sie hat ihre Mütze zuhause gefunden.

Aber auch nach dem Mittagessen wenn sie den Essenswagen wegbrachte verschwand sie, um eine Raucherpause kurz vor ihrem Dienstschluss zu machen. Gerade dann hätte ich aber Pause machen müssen um rechtzeitig zurück zu sein wenn sie nachhause geht, damit einer bei den Kindern ist. Einmal verschob sich meine Pause nach hinten, weil sie so lange weg war nach dem Essen, sodass ich es nicht schaffte rechtzeitig zu ihrem Feierabend aus der Pause zu kommen. Ich sehe es nicht ein meine Pause wegen ihr zu verkürzen. Als ich zurückkam schnauzte sie mich an.

Mit den anderen Kolleginnen in meinem Bereich kommt sie auch nicht gut klar. Schon am Anfang vermisste ich ein Gemeinschaftsgefühl und spürte unterschwellig das irgendwas komisch ist.

Eine Kollegin ist jedoch sehr nett. Wir beide sind die einzigen Vollzeitkräfte der Gruppe und sie ist Bereichskoordinatorin. Eines Tages vertraute sie mir an dass die Leitung mal über mich gelästert hätte ich sei noch so unsicher. Mir sagte die Leitung dass nie direkt. Es bezieht sich auf eine Situation ganz zu beginn meines Dienstsntritts. Wir haben einen kleinen Ausflug gemacht und draußen im Straßenverkehr musste ich ganz vorne alleine laufen mit der Kleinsten an der Hand während Leitung und Kollege ganz hinten mit den älteren liefen. Ich bin noch nie vorne gelaufen und hab die Gruppe geführt und das sagte ich der Leitung auch. Ich wsr halt übervorsichtig damit nichts passiert. Und das tat sie wohl als Unsicherheit ab.

Zudem hat man mich gleich mit zig Aufgaben betraut. Dabei bin ich noch nichtmal ein halbes Jahr da. Ich sollte das Atelier ausmisten und mit der Leitung neu einrichten, das Vorleseprojekt leiten und demnächst Bereichskoordinatorin sein ( weil eine Kollegin die diesen Posten hat bald in Mutterschutz geht).

Das Vorleseprojekt findet alle zwei Wochen an zwei Tagen statt. Die Kinder gehen ungern hin da die Vorleseoma zu alt und ungeduldig ist und auch nicht mehr die Nerven dafür hat. Aber das wissen meine Kolleginnen und die pädagogische Leitung auch. Die Gesamtleitung jedoch geht darauf nicht ein.

Letztens gab es auch Probleme mit dem neuen Dienstplan. Alle waren zufrieden bis auf die Teilzeitkollegin die sich immer davonstielt. Sie fand einige Zeiten doof und ging statt mit uns zu sprechen direkt zur Leitung und änderte es mit der Leitung um, es änderte sich dann auch dadurch etwas in meinem Dienstplan. Die Kollegin richtete mir diese Änderung einfach aus aber ich musste sie hinnehmen weil an dem Tag auch das Vorleseprojekt stattfinden wird.

Letztens meinte sie auch dass ich mit einer Kolegin über sie gelästert hätte was jedoch nicht stimmt. Die Kollegin wollte über die Nachmittagsdienste reden und ich hab von meiner Dienstzeit wegen dem Vorleseprojekt ganz kurz erzählt. Außerdem frage ich mich wie sie uns gehört haben soll wenn sie aus dem Raum gegangen ist...hat sie uns belauscht?

Momentan nervt mich das Klima auf der Arbeit. Hinzu kommt Personalmangel und zwei Integrationskinder für die wir keine Integrationshelfer haben.

Ein Feuer im Eisen habe ich noch. Im Dezember traf ich meine ehemalige Leitung aus der alten Kita auf dem Weihnachtsmarkt. Sie fragte mich ob ich nicht wieder zurückkommen will, sie brauchen Personal. Das klingt sehr verlockend für mich da ich mich dort mit den Kollegen gut verstand und mit niemandem ein Problem hatte.

Jeden Morgen wenn ich aufstehe vermisse ich die alte Kita und auch die Kollegen und Kinder und muss weinen. Würde schon gerne zurückgehen aber ich weiß nicht ob das so einfach geht wenn in meiner jetzigen Kita schon extremer Mangel an Personal herrscht. Ich bin eine der seltenen Vollzeitkräfte dort und im unseren Bereich fehlen fasst 2 Vollzeitkräfte. Das kam jetzt durch Rechnungen heraus. Nur die Stadt glaubt uns nicht.

Was würdet ihr tun?
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Mein neuer Blog http://www.funtasieanddreams.blogspot.de/
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon schwarz » So 5. Feb 2017, 18:27

Hey Sunine,

hört sich so an als würde Dein Herz die Antwort bereits kennen. icon_winkle

Bis dahin haste ja dann auch noch ein wenig Zeit Deinen Frieden mit der jetzigen Einrichtung zu machen
und Abschied zu nehmen.

Viel Kraft und beste Grüße
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Morgentau2 » Di 9. Mai 2017, 12:24

"Unglücklich" - das Wort trifft es zu einhundert Prozent. Wenn ich an meine Arbeit denke reagiert mein Körper sofort mit Anspannung und Angst. Im Büro ist gerade die Hölle los die Atmosphäre ist zum zerreißen angespannt. Es geht darum das es zu wenig Arbeitsplätze gibt und zu viele Mitarbeiter, viele Kollegen haben sich schon beschwert. Ich bin gerade Praktikantin für mich gibt es weder Platz noch Arbeit - danke! Jetzt wurde die Sitzplatzordnung neu geregelt für ab August wenn die neue Auszubildende kommt. Ich soll da eigentlich auch die Ausbildung anfangen aber das irre ist ich bin in der Sitzplatzordnung gar nicht bedacht. Was denk ich da? Das ich rausgeschmissen werde natürlich. Bis jetzt habe ich noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben habe nur die mündliche Zusicherung der Chefin. Ich denke eigentlich nicht das dies passieren wird, mein Vater ist mit allen Chefs per du und da würde einiges auf sie zu kommen. Das Wort "Eigentlich" ist bekannter Maßen ein Wort des Zweifels, denn komplett ohne Zweifel kann ich das alles trotzdem nicht sehen. Ich habe noch nicht einmal gerade einen Vertrag, ich arbeite 37 Stunden die Woche und bekomm Ausbildungsgehalt von 600 Euro brutto. Das Chaos in meinem Kopf wird immer mehr. Was soll ich tun?

Die ängstliche Morgentau2
Gott gebe mir Gelassenheit,
hinzunehmen, was nicht zu ändern ist.
Mut, zu ändern, was ich ändern kann.
Und Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.

_angel_
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Re: Beruflich? Unglücklich und überfordert? HSP typisch?

Beitragvon Natty » Di 9. Mai 2017, 20:32

Hallo Morgentau2,

nix wie weg dort, denke ich mir. Wenn es jetzt schon so grausig für Dich ist, dann kannst Du ja wo anders nur gewinnen. Auszubildende sind doch heutzutage in vielen Bereichen händeringend gesucht.

Ich wünsche Dir Glück für Deinen weiteren Berufsweg! Für welchen Weg auch immer Du Dich entscheidest.

Liebe Grüße
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