Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

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Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Baumi » Do 2. Aug 2018, 16:02

Hallo, Ich bin brandneu hier...
Habe demnächst n Termin bei der Arge, zwecks Psycho Test/Gespräch .
Hab ein Jobangebot ausgeschlagen, mit der Begründung, dass ich hypersensibel bin...
Hat da jemand von Euch Erfahrungen mit, bzw. nimmt das Amt dann Rücksicht?
Ich weiß überhaupt nicht, wiès beruflich weitergeht und mein Arbeitslosengeld läuft bald aus...
Bin dankbar für jeden Tipp.
Vielen Dank
Gruß
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon sourcream » Fr 3. Aug 2018, 18:44

also wenn du angibst hypersensibel zu sein, glaub ich kaum, das die vom Amt Rücksicht nehmen. Weil du hast ja keine Diagnose. Jemand der sowas nicht kennt kann es sich nicht vorstellen das man dann so Probleme hat, und deswegen wird es sicher auch als Übertreibung dargestellt. Man wird eher als Mimose bezeichnet, weil man sehr sensibel ist und wird aber trotzdem über all eingesetzt ob du das willst oder nicht. Als was hast du dich denn beworben?

Die wollen sicher überprüfen wie es bei dir psychisch aussieht, wenn du sowas angibst. Wenn du dich zb im Großraumbüro bewerben sollst, oder im Kühlhaus und gibst an hypersensibel zu sein, das du es deswegen nicht kannst, da glaub ich schon das die stutzig geworden sind. Für mich wäre sowas auch reiner Horror in sowas zu arbeiten, aber als HSP hat man es nicht leicht weil man deswegen meist belächelt wird . Ich wurde auch schon Mimose genannt, oder "stell dich nicht so an" oder "sei nicht so sensibel".
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Baumi » Fr 3. Aug 2018, 22:03

Hi sourcream,
Danke für deine Antwort...
So was ähnliches habe ich mir schon gedacht...
Musste mich in ner Bäckerei bewerben als Verkäuferin,
War 3 Tage Probearbeiten und 3 Tage Kopfschmerzen...
Die suchen da wohl auch schon n knappes Jahr..
Bin seit letztem Jahr Buchhändlerin, war aber auch sehr schwierig...
Wie ist das bei dir, wenn ich fragen darf, was machst du?
Schönes Wochenende schon mal :-)
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon fee » Sa 4. Aug 2018, 11:47

Hallo Baumi,

ich denke , es kommt darauf an, wie die Gesprächsatmosphäre ist. Das fühlst du als HSP ja in der Regel. Schwierig find eich die Hrangehensweise
sourcream hat geschrieben:glaub ich kaum, das die vom Amt Rücksicht nehmen".

, denn auch bei „Denen vom Amt“ besteht die Option, dass dort HSP arbeiten. Schließlich heißt es ja, dass HSP 20—25% der Allgemeinheit ausmachen icon_winkle

Wenn du magst, kannst du ja mal ein bisschen mehr über dich hier schreiben, dann lernen wir dich bissl kennen.

Viele Grüße von der fee :)
und mein Leben ist sehrwohl ein Ponyhof...
... kann ich ja nix dafür, wenn das da draußen nicht wahrgenommen wird.
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Baumi » Sa 4. Aug 2018, 15:40

Danke liebe Fee für deine Antwort,
Ja, ich denke auch, dass es auf die Situation ankommt....
Aber mit Psychologen hab ich keine so prickelnden Erfahrungen nach immerhin 11 Jahren fast ununterbrochener Therapie...
Wahrscheinlich is es auch so, dass die ja eher die Interessen vom Amt vertreten: sparen, abwimmeln...was auch immer
Hast du denn da Erfahrungen sammeln müssen?
Hab halt auch keine Kraft mehr immer wieder in den gleichen Sumpf zu kommen: ne Zeitlang irgen n Mist zu machen, um Kohle ranzukriegen, dann wieder zusammenzubrechen, und wieder von vorne...
Es muss doch auch noch was anderes im Leben geben?..?
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon fee » Sa 4. Aug 2018, 17:48

Weißt du denn für dich, was das andere im Leben sein kann? Denn dann könntest du das vielleicht in deinem Gespräch formulieren. Würde dadurch ja eine veränderte Situation mit vielleicht sogar Lösungsansätzen ergeben :)
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Baumi » Sa 4. Aug 2018, 23:36

Nee, nich wirklich...
Hab halt auch schon viel durch beruflich:
Technische Ausbildung abgeschlossen
Heilberufliche Ausbildung abgebrochen
Gejobbt als Verkäuferin, Telefonistin, beim Roten Kreuz
Zuletzt Buchhändler Ausbildung abgeschlossen
Dachte halt immer, komme klar, hab mich durchgebissen und bin an meine Grenzen gekommen...
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Zirkuskind » So 5. Aug 2018, 07:14

Hallo Baumi, du hast ja schon viel ausprobiert. Mein Lebenslauf sieht ähnlich aus. Warum hattest du den letzten Job verloren? Ich würde auch versuchen in die Offensive zu gehen und mir genau überlegen wo deine Nische sein könnte. Das Gespräch also gut vorbereiten. Und ich würde mir eine Liste machen welche Reize für dich am schlimmsten sind und die immer wieder vortragen. Die sind darauf geschult dich zu blocken und die Worte um zu interpretieren. Das kannst du mit deiner Liste ebenso machen.

Grüße
Zirkuskind
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Baumi » So 5. Aug 2018, 11:43

Hi Zirkuskind,
Danke für die Tipps, wie’s scheint müsstest du auch schon die Erfahrung machen.
Bin halt nach der Ausbildung nich übernommenen worden...
Is vielleicht auch gut so, war eh auf „Montage“
Hast du denn deine Nische für dich gefunden?
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Re: Gespräch mit Psychologen beim Arbeitsamt

Beitragvon Zirkuskind » So 5. Aug 2018, 13:22

Den Ausdruck kenne ich nicht. Was bedeutet auf Montage?

Ich habe meine Nische gefunden. Aber mir ist klar, dass es ganz und gar nicht leicht wäre einen neuen Platz für mich zu finden, sollte ich meinen derzeitigen Job irgendwann verlieren.

Ich habe beruflich oft mit Menschen zu tun, die Beratung oder Hilfe mit dem Job Center benötigen. Das Arbeitsamt ist dagegen eher harmlos. Ich würde wirklich jedem raten 3 Sätze vorzubereiten, die man die ganze Zeit wiederholt, wie eine kaputte Schallplatte auch wenn es vom Zusammenhang nicht passt. Immer wieder, ich bin sehr lärmempfindlich, ich brauche geregelte Arbeitszeiten und ich kann nicht nachts arbeiten zum Beispiel.

Allerdings wird die Technik auch manchmal bei mir angewand :-) Dafür braucht man dann auch eine Technik. Ich weiß nicht, ob das Arbeitsamt so weit denkt. Ich vertage das Gespräch, wenn das jemand mit mir macht, weil man da schwer wieder rauskommt und eben keine Entscheidung treffen kann. Dann muss man sich wiederum auf das Gespräch vorbereiten und beim nächsten Mal konfrontiere ich nur noch und sage ich habe zur Kenntnis genommen, dass du das gesagt hast, muss dir aber leider sagen meine Entscheidung ist gefallen. Und das wieder in Dauerschleife.

Wäre Buchhandel für dich nicht schön? Das klingt nach einem schönen Beruf. Du liest bestimmt gern?
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