HS und körperlich krank, null Unterstützung

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

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HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Senjin » Di 24. Mär 2015, 09:03

Hallo,

Letzes Jahr bekam ich vom Psychiater bescheinigt, dass ich nur max. 5h am Tag arbeiten kann, wegen der psychischen Stressbelastung. Da in der Zwischenzeit noch weitere Dinge vorgefallen waren die mir wieder geschadet hatten, kann ich aktuell nur max. 3h arbeiten. Aber das habe ich noch nicht bescheinigt, warte noch auf einen freien Termin.

Dazu kommt, dass ich verletzungsbedingt seit letzen Oktober nicht mehr in meinem gelernten Beruf im Einzelhandel arbeiten kann. Das hat sogar der Gutachter vom Arbeitsamt bescheinigt.

Aber anstatt mir eine Umschulung oder ähnliches zu ermöglichen, dass ich dann in einem anderen Beruf meine 3-5h arbeiten kann, meint das Amt ich soll einfach eine neue Vollzeit Ausbildung in einem anderen Beruf machen. Was ja aber wegen der Belastung im Alltag durch meine HS momentan nicht funktioniert Vollzeit zu arbeiten.

Jetzt hocke ich seit nach der OP im Oktober arbeitslos zu Hause. Zusagen für Jobs habe ich nur im Einzelhandel bekommen. Es auch versucht, aber es ging nicht.

Eine Teilzeitausbildung hat mir die IHK damals schon trotz der 5h Bescheinigung vom Psychiater pauschal verwehrt. Die Bescheinigung galt aber auch nur speziell für den Einzelhandel. Für einen anderen Beruf bräuchte ich jetzt erst ein neues Attest aber da warte ich ja aktuell noch auf einen freien Termin.

Die HS und meine Belastung kann ich deswegen nicht einfach ausknipsen. Was würdet ihr mir raten zu tun?

Lieben Gruß, Senjin.
Senjin
 

Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Equilibrium » Di 24. Mär 2015, 17:18

Hallo Senjin,
ich kenne die Lage ein wenig. Das Job-Center hat das Interesse, das du aus der Statistik draußen bist, sei es durch Umschulung oder irgendeine Arbeit und bekannterweise machen sie viel Druck. Ich habe dort jedoch immer Unterstützung erfahren, wenn ich dort war und der Betreuer spüren konnte, dass ich etwas will, dass ich Pläne habe. Auch anderen ging es so.
Ansonsten lass dir das unbedingt vom Arzt bescheinigen und das darf nicht in Frage gestellt werden. Wenn es in der Arge jemand ignoriert, kannst du im schlimmsten Fall fragen ob der Bearbeiter denn Arzt sei und das beurteilen könne (jedoch würde ich möglichst den Konsens suchen). Wenn der Termin noch eine Weile dauert, dann lass dich bis dort von einem anderen Arzt krank schreiben oder such dir generell einen anderen. Auch ein normaler Arzt kann dir sowas schreiben, ich hatte sowas mal von meinem früheren Hausarzt und später von einem Schmerztherapeuten. Jedoch darf da natürlich nicht HS drin stehen sondern die Konsequenzen die sich für dich daraus ergeben oder eben einfach das du nur so und so lange Arbeiten darfst.

Nur zuhause rumzuhocken ist nicht gut. Meiner Erfahrung nach ist es wichtig etwas zu tun. Such dir etwas was dir Spaß macht, lese vllt über verschiedene Berufe um neue Perspektiven zu bekommen, such dir eigenständig etwas das für dich passt, bevor dir von außen jemand etwas überstülpen will, dass dir nicht liegt. Vllt findest du ein Hobby das du zum Beruf werden lassen könntest? Jeder Mensch hat Begabungen und etwas das er anderen Menschen und der Welt zu geben hat. Es gilt nur sie zu finden und zwischen all dem äußeren gequatsche was gut für einen sei, dass eigene zu finden. Wofür brennst du? Was macht dir Freude? Was kannst du gut? Was wolltest du als Kind werden? Was würdest du tun, wenn du ganz frei von deiner Belastung wärst?
Wenn du was gefunden hast, dann geh Schritt für Schritt weiter und am Ende steht womöglich ein toller Beruf, von dem du jetzt noch gar nichts gehört hast.

Ich kann nicht im klassischen Sinne arbeiten, schon eine Weile nicht, aber bei jeder Gelegenheit mache ich irgendwas. Für mich ist es eine Frage der Perspektive. Ich bin nicht Arbeitslos sondern ich tue Dinge für die mich grade niemand bezahlt. Manches davon wird vllt mal Geld abwerfen oder tut es schon ein wenig. Ich tue einfach was mir Freude macht, denn das gibt Kraft. Als es mir etwas besser ging habe ich eine Ausbildung gemacht, dann ging es mir wieder schlechter aber es war gut und wenn es mir wieder besser geht werde ich das wieder aufnehmen, bis dahin mache ich was anderes das mir Spaß macht. Durch dieses Tun werden mir manchmal von außen sogar Jobs angeboten, die ich aber nicht annehmen kann, weil ich dazu noch nicht in der Lage bin. Es ist ein Weg und den musst du gehen, stehenbleiben bringt dich auf dem Weg nicht weiter, dann siehst du ja immer nur das selbe Stück des Weges. Sobald du aber irgendetwas tust, lernst du über dich dazu und findest heraus was für dich passt _yessa_

In also nicht ganz unähnlicher Situation zu deiner, handle ich genau auf diese Weise und es bringt mich in Bewegung und bereichert mein Leben.

Gruß
Equilibrium
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Safi Nidiaye


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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon InnerLight-HH » Di 24. Mär 2015, 20:58

Hállo Senjin,

auch ich kenne diese Situation. Überlastungsbedingt purzelte ich immer wieder in Burnouts, dazu kommen noch depressive Verstimmungen durch eine äußerst belastende Kindheit mit vielen traumatischen Erlebnissen. Von meiner HSP weiß ich erst seit Oktober '14, während eines Tagesklinikaufenthaltes.
Um den Druck ein bisschen zu mindern (insbesondere beim Jobcenter), rate ich dir, beim Versorgungsamt eine Schwerbehinderung zu beantragen. Die wird dir - wenn nach der Aktenlage deiner Ärzte geprüft wird - schonmal zu mindestens 30% bewilligt. Bei mir ging das ganz schnell, 6 Wochen nach Antrag war die Bescheinigung schon da.
Allerdings hat die Rentenversicherung die Erwerbsminderungsrente erstmal abgelehnt (war ja auch noch nicht mit allen Maßnahmen durch). Jetzt "muss" ich ab Ende April eine berufliche Wiedereingliederungsmaßnahme absolvieren (auch Druck durchs Jobcenter), die dauert ca. 1 ganzes Jahr. Da ich aber schon jetzt absehen kann, dass ich die berufliche Belastung wg. meiner HS nicht durchstehe, hoffe ich, dass nach Beginn und dann - mit ärztlichem Attest - die Maßnahme abgebrochen werden kann und ich dann meine Erwerbsminderungsrente erhalte. Bis jetzt habe ich keine Bescheinigung von welch auch immer Ärzten, dass ich nur 3 oder 5 Stunden am Tag arbeiten kann/darf.

Ansonsten mache ich es genauso wie Equilibrum - die Dinge die mir Spaß und Freude bereiten, Handarbeiten, Tanzen, viel im Wald und am Meer spazieren gehen, Malen...... es gib soooo viele kreative Möglichkeiten, sich selbst zu finden und auszudrücken.

Viel Kraft!
=^..^=

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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Senjin » Mi 25. Mär 2015, 09:13

Equilibrium hat geschrieben:Ich habe dort jedoch immer Unterstützung erfahren, wenn ich dort war und der Betreuer spüren konnte, dass ich etwas will, dass ich Pläne habe. Auch anderen ging es so.

Hallo Equilibrium,

ja solche Betreuuer kenne ich auch. Seit ich 16 bin, bin ich nur bei ein und demselben Betreuuer der schon seit damals irgendwie eine Antipathie gegen mich hat. Das können auch andere bezeugen, die schon bei Gesprächen dabei waren, weil ich mittlerweile alleine nicht mehr zu Terminen bei ihm gehen kann.

Ich werde gucken dass ich irgendwie zu einem neuen Betreuuer komme der nicht von vorne herein so voreingenommen ist wenn es um mich geht. Zwei Mal war ich vertretungsbedingt bei je einem anderen Betreuuer und war sehr positiv überrascht, wie gut so ein Arbeitsamt Termin tatsächlich auch verlaufen kann!
Wenn der Termin noch eine Weile dauert, dann lass dich bis dort von einem anderen Arzt krank schreiben oder such dir generell einen anderen. Auch ein normaler Arzt kann dir sowas schreiben, ich hatte sowas mal von meinem früheren Hausarzt und später von einem Schmerztherapeuten. Jedoch darf da natürlich nicht HS drin stehen sondern die Konsequenzen die sich für dich daraus ergeben oder eben einfach das du nur so und so lange Arbeiten darfst.

Damals hatte ich das auch erst von meiner Hausärztin bescheinigt bekommen. Sie kennt mich und meine verschiedenen Beschwerden schließlich schon über Jahre lang.

Aber aus meiner Sicht aus Absicht wurde das dann nicht anerkannt und ich musste das selbe Schreiben erst von einem Psychiater vorlegen. Bis ich das hatte, wurde ich selbstverständlich weiter so eingestuft als ob nichts wäre.

Es war zwar kein Problem für mich und ich bekam das vom Psychiater auch zweifelsfrei genauso bescheinigt. Aber die Zeit die es dauerte, bis ich einen Psychiater Termin hatte, ich das Schreiben dann abgegeben hatte und es dann irgendwann zähneknirschend doch anerkannt wurde, war ätzend.

Ja das mit dem krank schreiben lassen ist schon eine gute Idee. Dann kann mir insgesamt auch niemand anderes blöd kommen, von wegen ich würde ja nur faul zu Hause herum sitzen.
Nur zuhause rumzuhocken ist nicht gut. Meiner Erfahrung nach ist es wichtig etwas zu tun. Such dir etwas was dir Spaß macht, lese vllt über verschiedene Berufe um neue Perspektiven zu bekommen, such dir eigenständig etwas das für dich passt, bevor dir von außen jemand etwas überstülpen will, dass dir nicht liegt.

Es ist nicht so, dass ich nichts zu tun hätte und mir die Decke auf den Kopf fallen würde. Ich kümmere mich um den kompletten Haushalt, Geschirr, Essen, Waschen, Bügeln, Putzen, Staubsaugen, Aufräumen usw. Einen Hund haben wir auch noch, der mir sehr gut tut auch für meine Psyche. Und mit dem bin ich auch noch 2-3 Stunden am Tag draußen.

Das Problem ist eher das blöde Geschwätz von meinen Eltern, und meinen Schwiegereltern. Die sind der Ansicht, ich hätte keine Probleme, sondern wollte mir nur ein schönes Leben auf Kosten meines Mannes machen. In dem er arbeiten geht und ich nur faul zu Hause sitze.

Aber auch da wäre dann die von dir vorgeschlagene Krankschreibung sicher hilfreich!
Für mich ist es eine Frage der Perspektive. Ich bin nicht Arbeitslos sondern ich tue Dinge für die mich grade niemand bezahlt.

So habe ich das ja noch gar nicht betrachtet. Dieses Wort arbeitslos finde ich, macht auch in der Gesellschaft von vorne herein pauschal ein negatives Bild. Wahrscheinlich hat mich die Definition dass ich arbeitslos bin, auch selbst runter gezogen.

Ich danke dir für die Ratschläge und die veränderte Sichtweise.
Lieben Gruß, Senjin.
Senjin
 

Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Senjin » Mi 25. Mär 2015, 09:24

InnerLight-HH hat geschrieben:Um den Druck ein bisschen zu mindern (insbesondere beim Jobcenter), rate ich dir, beim Versorgungsamt eine Schwerbehinderung zu beantragen. Die wird dir - wenn nach der Aktenlage deiner Ärzte geprüft wird - schonmal zu mindestens 30% bewilligt. Bei mir ging das ganz schnell, 6 Wochen nach Antrag war die Bescheinigung schon da.

Hallo InnerLight-HH,

danke für den Tipp ich wusste gar nicht, dass ich diese Möglichkeit habe. Und das reicht dann, wenn psychische Probleme, div. traumatische Erlebnisse, Psychotherapie wegen belastender Kindheit und solche Dinge nachweislich in der Akte stehen?

Ja das würde mir dann wahrscheinlich einiges erleichtern. Zumindest würde man nicht davon ausgehen, dass ich ganz normal in Vollzeit und in fast jedem Beruf wie ein normaler Mensch belastbar wäre. Und mir das dann wahrscheinlich auch nicht mehr aufzwingen.
Allerdings hat die Rentenversicherung die Erwerbsminderungsrente erstmal abgelehnt (war ja auch noch nicht mit allen Maßnahmen durch).

Das ist bei mir momentan auch ein Problem. Dadurch, dass ich unter normalen Gegebenheiten nicht arbeiten kann, zahle ich auch nichts in die Rentenkasse ein. Auch das ist ein Punkt, der mir wieder Druck macht, ich müsste doch irgendwo irgendwas arbeiten, sonst bekomme ich später nicht genug Rente zum leben.

Gut, dann weiß ich ja jetzt schon mal was ich alles zu tun habe. Erst mal krank schreiben lassen, dann eine Schwerbehinderung beantragen und dann noch gucken, dass ich zu einem anderen Betreuuer beim Arbeitsamt komme. Und hoffen, dass das auch alles klappt!

InnerLight-HH, bräuchtest du denn trotz bescheinigter Schwerbehinderung noch eine Bescheinigung, dass du z.B. nur 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist?
Lieben Gruß, Senjin.
Senjin
 

Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Histamina » Mi 25. Mär 2015, 18:44

Hallo Senjin

ich wusste schon mit 15 daß ich echte Rente wohl eher nicht bekommen werde. Das war weniger eine "selbst erfüllte Prophezeihung", als ganz klar zu wissen, daß ich nicht in der Lage sein werde so viel zu arbeiten wie es üblich ist.
Damals glaubte ein Teil in mir aber auch noch, daß ich "faul" bin , denn daß wurde mir von außen immer angedichtet. Ich knabbere an dieser Unterstellung bis heute. Doch glücklicherweise weiß der größere Part in mir heute, daß ich mit der Arbeitssituation wie sie üblich ist, nicht zurecht komme. "Mein System passt nicht ins System"
Doch erst heute werde ich auch darauf bestehen, daß das von Amtswegen auch so anerkannt wird.
Bisher hatte ich immer Angst, eine solches Attest könnte sich irgendwie oder wo auf mein Kind auswirken. Und ich wollte auch nicht "schwach" sein in den Augen meines Kindes.
Mittlerweile weiß er, daß ich anders "ticke", aber daß ich im Grunde Arbeitsunfähig bin, das will er nicht sehen - und ich verstehe das auch.

Mach dir keine Gedanken um die Rente. Wenn du nur 15h/Woche arbeiten kannst, wirst du am Ende sowieso einen Zuschuß bekommen müssen.

Liebe Grüße und gutes Gelingen dir auf deinem Weg
Histamina
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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon InnerLight-HH » Mi 25. Mär 2015, 20:32

Senjin hat geschrieben:InnerLight-HH, bräuchtest du denn trotz bescheinigter Schwerbehinderung noch eine Bescheinigung, dass du z.B. nur 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist?
Lieben Gruß, Senjin.


Da habe ich bis jetzt noch nirgendwo nachgefragt, wobei meine Psychaterin mir JEDE Bescheinigung geben würde, die ich bräuchte. Z. Z. bin ich als Schöffin beim Landgericht eingesetzt und sie meinte, sie könne mir eine Bescheinigung fürs Gericht geben, dass die berufliche Wiedereingliederung wichtiger wäre als meine Schöffentätigkeit.
Das will ich aber nicht, da mir die Schöffentätigkeit viel Spaß macht und sehr interessant ist, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist. Zum Richter habe ich einen guten Draht (der ist echt toll, so cool wie er wäre ich gerne) und ich darf mittlerweile in den Gerichtssaal Müsligiegel mitnehmen, wenn mein Zuckerspiegel (und damit meine Konzentrationsfähigkeit und Geduld) absinkt. Vor ein paar Wochen wäre ich beinahe im Saal umgekippt und mein HS bringt es mit sich, dass wenn ich Hunger bekomme und über einen gewissen Punkt komme, mich mit meinen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle habe und dann ganz schnell ausraste und aggressiv werde (was in einem Gerichtssaal nicht wirklich prickelnd ist...).
Sowohl vom Träger als auch von der RV gibt es keine Bedenken, parallel zur Wiedereingliederung Schöffin zu sein. Ist ja auch eine Pflicht, die jeder Bürger wahrnehmen muss. Und soooooo krank bin ich nicht, dass mein Urteilsvermögen eingeschränkt ist *+*

Ich weiß, dass ich mehr als 3 oder 5 Stunden am Tag arbeiten kann, bloß wie lange am Stück ist dann eben die Frage.....
=^..^=

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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Stimmungsaufhellerin » Mo 30. Mär 2015, 16:30

Hallo InnerLight!

_Mij_ _Mij_ _Mij_

Du erinnerst mich daran, Bananen zu kaufen! Danke!

Denn auch ich reagiere sehr extrem, wenn ich unterzuckert bin, werde wütend oder tieftraurig, manchmal fühle ich mich sogar orientierungslos.
Bananen sind dann meine Retter.
Anderen Forumsmitgliedern geht es ähnlich mit der Unterzuckerung, siehe Thread: Blutzuckerspiegel

Herzliche Grüße,

Stine
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was doch nicht zu ändern ist.
aus: Die Fledermaus, Johann Strauß
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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon InnerLight-HH » Mo 30. Mär 2015, 20:28

@ Stine:

Gern geschehen _Mij_
=^..^=

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Re: HS und körperlich krank, null Unterstützung

Beitragvon Senjin » Mi 8. Apr 2015, 07:36

Guten Morgen,

es hat sich leider weiterhin nichts ergeben.

Vom Arbeitsamt habe ich weiterhin einfach nichts mehr gehört, auch trotz meiner Nachfrage vor 1,5 Wochen was denn nun mit meinem beantragten Termin sei, kam bisher noch nichts. Natürlich stinkt das leider nach Absicht, aber ich wüsste nicht was ich dagegen machen kann. Dann sagt der zuständige Berater einfach, er wüsste nichts von einem Termin, oder man hätte ihm nichts diesbezüglich gesagt, oder was auch immer.

Auch die Beantragung einer Schwerbehinderung kam ins Stocken.
Ich hatte noch am selben Tag alles gemacht, was ich machen konnte. Den Antrag herausgesucht, ausgedruckt und angefangen alles auszufüllen. Dann die Therapeuten, Psychologen etc. durchtelefoniert, dass sie mir doch bitte die Unterlagen von damals zukommen lassen sollen, dass ich die in dem Antrag mit beilegen kann. Oder eben etwas, aus dem hervor geht, weshalb ich damals dort in Behandlung war.

Die eine Psychologin bis heute nicht erreicht, die andere brauchte 2 Wochen um die Unterlagen rauszusuchen...und sagt dann noch zu mir "es kann sein, dass die auf meinem Tablet sind. Es gab damals Probleme mit der Datensicherung und da sind auch ein paar Daten verloren gegangen" Ähm...verloren gegangen? Ich hoffe für sie nicht, dass da auch meine Daten mit dabei sind!
Bei der Klinik wo ich damals war, habe ich auch keinen erreicht. Ständig der Anrufbeantworter, man könnte gerade nicht ans Telefon gehen. Aber ich habe auch nicht ständig Tag Zeit es dort zu versuchen.

Bei einer Psychologin von der Krankenkasse war ich auch, das ist eine Beratung wenn man psychische Probleme im Job hat. Was sie damals über mich notierte lehnte man ab mir das zu geben. Man bot mir eine Bestätigung, dass ich dort mehrfach zwecks Beratung war. Aber das lehnte die Krankenkasse dann ab, mit der Begründung, diese Bestätigung würde mir bei meinem Antrag sowieso nichts bringen.

Erreicht habe ich bisher also leider noch gar nichts. Und das mit dem Antrag auf Schwerbehinderung wird, wenn das so schön weiter geht, wohl auch noch etwas dauern.

Gruß Senjin.
Senjin
 

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