Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumfeld

Hier möchten wir in Diskussionen und Erfahrungsberichten zusammenfassen, wie bereichernd oder erschwerend HS im Alltag von Schule, Studium und Beruf ist.

Moderatoren: Hortensie, Eule

Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumfeld

Beitragvon July » Fr 25. Jul 2014, 19:30

hallo und guten abend,

ich denke, es ist kein neues thema hier und würde vielleicht auch zu ein paar anderen passen, dachte aber, um nicht andere themen zu vermischen, mache ich mal ein eigenes auf ;-)

meine frage/mein problem ist: kennt ihr auch solche situationen (glaube die frage ist eher rhetorisch ;-)), in denen ihr euch im job soooo fremd und anders fühlt und nie wirklich ankommt - und wenn ja, wie geht ihr damit um?

bei mir sind es im wesentlichen zwei dinge. zum einen, dass ich einen job habe, der mich nicht wirklich erfüllt (inhaltlich). ich bin im laufe der zeit in diesem bereich gelandet (ein bißchen was habe ich auch im thread "berufe für hsp") dazu geschrieben.. das positive ist: es ist ein sicherer job, kein wirklich "unaushaltbarer" druck, rahmenbedingungen soweit ok, kollegen/vorgesetzte im großen und ganzen nett, es ist auch nicht gerade anspruchslos, aber eben nicht wirklich mein ding.

ok, wenn es einfach wäre, ich genau wüsste, was denn mein ding ist, würde ich natürlich direkt was neues suchen, aber das ist alles nicht gerade einfach und ich bin schon mehrere jahre an diesem thema dran. könnte dazu auch noch mehr schreiben, aber denke, der post wird auch so schon lang und das wäre vielleicht noch das geringere problem..

der 2. punkt ist, ich fühle mich eben im zwischenmenschlichen bereich anders/fremd.. teilweise führt das dazu, dass ich an manchen tagen am liebsten alles hinwerfen würde. ich fühle mich durch vermeintliche kleinigkeiten total fertig, denke, ich werde mich nie irgendwo wirklich richtig integriert fühlen und in manchen situationen wird mir das so richtig deutlich.

besonders in situationen, wo ich in größeren gruppen bin und es um so dinge wie small talk geht. ich hab das gefühl, dass ich in vielen gesprächssituationen nicht mitreden kann (zb kinder, familie, fernreisen, partner.. - fühle mich da grad wie ein alien) und gerade, wenn da "fremde" menschen dabei sind oder leute, mit denen ich mich nicht wohl fühle oder die ich nicht so mag oder die mich irgendwie einschüchtern, werde ich schnell relativ still.. fühle mich dann aber auch wieder unwohl und nicht sozial. in kleinen gruppen, so mit 3-4 leuten, geht es viel besser und ich würde mich auch generell nicht als sozialphobisch oder so bezeichnen, nur sehe ich denn sinn in so gesprächen oft auch nicht und mich interessiert nicht, wo kind x von kollege y im urlaub war oder was der freund von kollegin y gesagt hat etc.. mir reichen im job ein paar sachthemen, aber mag nicht mein privatleben dort kundtun. auch kann ich das nicht so locker in großer runde erzählen, habe darin auch keine übung und wenn ich was sage, denke ich immer, es klingt so ernst und kein bißchen amüsant..

ich bin irgendwie anders, nicht nur innerlich, sondern auch vom lebensstil her.. zb bin ich sehr tierlieb, lebe beinahe vegan, brauche keine ständig neuen schicken klamotten, bin eher ein bißchen öko und mag ganz andere musik als die anderen (rock/metal etc).. meine kollegen sind so typische "normalos" mit urlaub auf malle, reihenhäuschen, tupperparties und grillabenden mit fussball, aber wenig interessen an meinen "themen".. (dabei ist es schon eine branche relativ hohem bildungsstand, damit hat es auch nicht wirklich was zu tun).. ich kann mit alldem nix anfangen. heute hatte ich ein gespräch mit einer kollegin, in dem sie mir weißmachen wollte, dass man fleisch essen muss, um gesund zu bleiben und dass die natur es so will, dass wir tiere töten. ich fragte sie, ob ihr die tiere nicht leid täten.. ich spürte so viel mitgefühl für die tiere in dem moment und war zugleich so wütend, da sie nicht nur nicht meine gefühle nachvollzog, sondern das auch nicht ernst nahm.
dann hatten wir ein meeting, in dem auch selbstgebrachtes essen von kollegen verzehrt wurde.. alles dinge, die ich eigentlich nicht esse.. könnte aber mit niemandem darüber reden, da die meisten einen dann für einen totalen spinner halten würden.. (hat auch mit dem thema vegetarisch/vegan zu tun)..
ich weiß, das ist alles "pillepalle" für manche.. merke aber, dass ich in jedem job damit probleme habe und darunter leide.
weiß auch nicht, ob es branchen/berufe gibt, wo man mehr so leute wie mich antrifft?.. natürlich muss man sich auch irgendwie arrangieren und das versuche ich auch schon. es ist auch nicht so, dass ich ein außenseiter bin, im gegenteil, komme mit allen auch ganz gut klar, so lange es nicht zuuu eng wird... vieles fresse ich ja in mich rein, was ich wirklich denke, lasse ich mir oft nicht anmerken.. dennoch denke ich so oft, dass ich im falschen leben stecke.. was mich da hält, ist wohl leider etwas phlegmatismus/bequemlichkeit und ein gewisses sicherheitsbedürfnis.. :-/
dazu kommt: in anderen unternehmen ist es ja auch nicht unbedingt besser..

schon mal danke fürs lesen bis hierher.. vielleicht geht es ja wem ähnlich und man kann sich wenigstens etwas frust von der seele schreiben oder austauschen?
July
 

Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon halcyon » Fr 25. Jul 2014, 20:30

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ach july... das habe ich auch jahrelang, jahrzehntelang erlebt.
derzeit habe ich das riesengroße glück, tolle kollegen und kolleginnen zu haben. aber mir kommt das, was du da erzählst, sooo bekannt vor...!

es hängt wirklich von den leuten ab. der durchschnittliche normalo kommt mit uns hochsensiblen irgendwie nicht klar, ergo ist man/frau außen vor. ich habe auch sehr unter diesem zustand gelitten (lange jahre) und war ende letzten jahres so sehr fix und fertig mit dieser welt, dass ich am liebsten die brocken (insgesamt) geschmissen hätte.
zu entdecken und schließlich zu wissen, dass man als hochsensibler solche gefühle und empfindungen hat, war für mich schon ein großer fortschritt. es hilft, die dinge besser einzuordnen. aber noch besser sind nette, aufgeschlossene, halbwegs brauchbare und nicht so tumbe dickfellige und unsensible kollegen. also leute, die in der lage sind, auch zwischen den zeilen zu lesen. die die eher leiseren töne bevorzugen. die nicht nur laut und arrogant sind oder sich mangels ego-stärke stets werbewirksam in den vordergrund drängeln müssen. und das hat nichts mit dem bildungsgrad zu tun, die (in unseren augen) posternden elefanten und nilpferde gibt es leider in jeder (bildungs-)schicht zur genüge.
aber auch jenseits dieser genossen ist es nicht einfach, wenn man dem "standard" nicht entspricht. eben nicht die menge an urlaubsbildern (malle), fußballfreunden oder grillfeten vorweisen kann, die nötig ist, um als "normalo" durch's leben zu gehen. oder nicht die typischen hobbies aufweist. smalltalk ist... heftig (weil so belanglos, in meinen augen überflüssig und obendrein hirnrissig). ich kann es auch nicht besonders gut. allerdings - ich versuche, zu üben... denn die anderen stehen darauf. und die anderen sind in meinem falle (gottseidank) nett...

es gehört eine ordentliche portion glück dazu, gescheite kollegen zu finden.

ich weiß, ich habe gut reden... (na ja, nicht wirklich: der glückszustand währt nur 1 jahr, die stelle ist befristet)
man kann nur suchen und hoffen. und fällt - meistens - immer wieder 'rein. trial and error.
.
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Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon July » Fr 25. Jul 2014, 21:09

hey halcyon,

vielen dank.. das bestätigt ja auch das, was ich denke.. und wow, das ist echt toll für dich!
(und vielleicht geht es ja doch weiter nach dem einen jahr?)
aber bist du denn mehr oder weniger zufällig dort gelandet und hast du somit "einfach" glück gehabt oder war das ein bewusstes suchen nach diesem job?
(stell mir das in dem fall nicht so einfach vor, da man die kollegen ja meist erst kennenlernt, wenn man den vertrag in der tasche hat..)

ach maaaann.. mir geht es auch schon so lange so.. wobei ich fairerweise sagen muss, ich habe auch schon echt ein paar liebe, tolle und interessante kollegen gehabt (wenn auch im vergleich zu den "normalos" nur wenige). und gleichzeitig muss ich ja auch gestehen, dass ich auch vielleicht etwas anspruchsvoll bin.. ich meine, ich muss ja keinen von denen heiraten..
mir fehlt auch der inhaltliche austausch.. hatte mal vor kurzem übergangsweise eine super kollegin, die vor neuen ideen sprühte, sehr offen, aber auch sehr sensibel/empathisch und authentisch war und war von ihr richtig begeistert.. sie hatte auch privat viele interessante dinge zu berichten und es war eine schöne zusammenarbeit..leider ist sie mittlerweile weg.naja. schade.

und was das small talken angeht.. ich versuch ja immerhin, dann zuzuhören, zu lächeln, was zu fragen.. aber das geht nur halbwegs gut, wenn ich mein gegenüber irgendwie mag.. wenn da aber leute bei sind, die ich in nem anderen kontext schon als z.B. überheblich/arrogant oder so wahrgenommen hab, kann ich nicht auf knopfdruck mit denen lachen oder plaudern.. meine kollegen können das viel besser. mir fällt das "verstellen" sehr schwer. ich weiß auch, es gehört eben teilweise dazu und es wäre auch unprofessionell, sich anders zu verhalten. aber es verbraucht ne menge energie.. :-(
July
 

Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon halcyon » Fr 25. Jul 2014, 21:58

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...das war wirklich blanker zufall.

allerdings mache ich inzwischen in vorstellungsgesprächen deutlich, dass ich wert auf eine angenehme atmosphäre lege, weil ich 8 stunden vor ort mit den kollegen verbringe und mir wichtig ist, dass in dieser zeit "gutes klima" herrscht, wenn man so viel zeit miteinander verbringt.
tja, da hast du recht - man lernt die kollegen leider erst kennen, wenn man unterschrieben hat.
aber auch bei den chefs, mit denen man spricht, kann man oft ein wenig erahnen, wie denn ihre untergebenen sind... nur letztlich hilft das einem nicht. wer kann es sich schon leisten, eine lukrative festanstellung auszuschlagen, nur weil man nach dem gespräch, grob und klischeehaft gesprochen, mit der ahnung (oder schon befürchtung) nach hause geht, dass der neue chef eher doch die sorte "*****loch" und das neue team / die gruppe / das büro unter umständen das äquivalent eines miesen rattenlochs sein könnte? in diesem falle redet man sich das ganze schön.
die hoffnung stirbt meist zuletzt. nur - bis dahin hat man schon etliches durchlitten. es heißt zwar, dass das, was einen nicht gleich umbringt, einen härter macht, meine erfahrungen sind da aber eher, dass steter mist einen irgendwie zermürbt. und das fell nur dünner wird.

jobs - ein ganz schwieriges thema. weil es heutzutage so schwer ist, welche zu bekommen - und wenn man einen ergattert hat, ihn auch zu behalten.

was den "energieverbrauch" durch smalltalk betrifft: irgendwie meine ich, dass durch "loslassen" (die sache nicht so wichtig nehmen, versuchen, locker zu sein und einfach zwang- und ziellos erzählen oder einfach nur reagieren - meist hören sich die anderen ja selbst gerne reden) der energieverbrauch sinkt. zumindest stelle ich das bei mir fest, dass durch stetes üben sich aufregung (ohgottogott - jetzt will der/die wieder mit mir plaudern!) sowie energieeinsatz verringert haben und ich weniger aufwand betreiben muss, um bei smalltalk und büro-plauderattacken mitzuhalten... icon_winkle
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Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon July » Sa 26. Jul 2014, 08:32

die sache ist auch die bei mir: an und für sich ist das arbeitsklima ja okay, also es gibt weder mobbing noch irgendwelche extrem unsympathische charaktäre, die vorgesetzten geben auch meist positives feedback, es gibt auch keinen wettbewerb untereinander bzw. andere irgendwie "ausstechen" wollen oder sowas (aber ist halt auch der ÖD und unsere jobs sind relativ sicher- eben der einzige herausragende vorteil)..

hm, was die gespräche im vorfeld angeht - zum einen wird ja eh meist gesagt, dass das arbeitsklima gut ist, schließlich machen die ja in vg auch etwas marketing in eigener sache.. und in meiner abteilung wäre es ja auch keine lüge gewesen - es ist einfach so, ich nehme einen größeren teil der kollegen als homogene gruppe wahr mit einem relativ ähnlichen leben.. eben typus (junge) familie mit kindern, einfamilienhaus, den entsprechenden freizeitbeschäftigungen - oder eben schon ein paar jahre weiter, kinder in der schule, aber ansonsten relativ ähnlich. um sowas kreisen die themen. die wenigen ohne kinder sind aber alle in langjährigen partnerschaften, dann kreisen die themen um urlaube und familienbesuche etc. (mir ist das aber alles schon zu viel privatkram). dazu kommt, ich merke einfach total oft, dass ich eine ganz andere herkunftsfamilie habe - meine kollegen kommen fast alle aus familien, wo die eltern akademiker, beamte usw. waren, mit skiurlauben und reisen und reitunttericht, unterstützenden eltern, relativ sorgenfreier jugend etc - das alles hatte ich nicht.

im prinzip ja auch alles total ok.. aber bekomme eben auch mit, wie über leute geredet wird, die das nicht haben (eine frühere kollegin zb).. dann frage ich mich, was sie über mich reden. solche dinge zum beispiel..

das ist für mich schon im vorfeld ein tierischer energiefresser.. weil ich mir tausende gedanken mache, wenn mich jemand zu meiner familie, beziehungsstatus, freizeit etc fragt - ich weiß, es spielt sich eben vieles in meinem kopf ab, aber ich komme mir dann oft so unzulänglich vor. dabei ist es so, ich habe im vergleich zu anderen, die viel mehr unterstützung hatten, sehr viel zeit und geld in meine ausbildung investiert. leider hab ich das gefühl, dass mein studium total für die katz war, ich an routineaufgaben ersticke und immer mehr ermüde und "verdumme".. irgendwie würde ich so gern was ganz anderes machen, aber bin einfach unsicher, was das richtige wäre.. und bin leider nicht der typ, der sich stets sicher ist und einfach mal was neues ausprobiert (eben dieses dumme sicherheitsgefühl) oder sich mit einer idee selbständig macht.. oft denke ich nämlich, ich bin einfach nicht geschaffen für einen bürojob :-(

naja, ich glaub, es sind eben mehrere dinge,die da zusammenkommen und es ist gar nicht so einfach, sich beim schreiben nicht zu verzetteln..
July
 

Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon halcyon » Sa 26. Jul 2014, 09:30

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nicht wirklich zu wissen, was man eigentlich machen soll, ist, glaube ich, für hochsensible normal. das (arbeits-)leben ist verdammt lang und es gibt so viele verschiedene möglichkeiten... wie soll man da, vor allem am anfang des berufslebens, herausfinden, welche die richtige für einen selbst ist? und wenn man eine entscheidung getroffen hat, heisst das lange noch nicht, dass sie auch die wirklich passende ist und man bis zum ende seines lebens genau DAS machen möchte...

tja, ÖD... da täte ich auch nicht wechseln oder wegwollen. aber gibt es innerhalb der firma nicht möglichkeiten, mal auf einen anderen posten zu wechseln? oder so etwas wie hosting-programme, wo man mal wenige tage lang in eine andere abteilung 'reinschnuppern kann...?
oder gibt es bei euch so etwas wie mitarbeitergespräche, in denen man mal dezent erwähnen kann, dass man auch bereit ist, andere aufgaben zu übernehmen, auch bereit ist, über den "geistigen tellerrand" zu schauen und sich in andere sachen einzuarbeiten...? so kleine dezente hinweise können sich als hilfreich erweisen, um auch mal andere dinge machen zu können oder weitergereicht zu werden, sei es, um plötzlich durch krankheit ausgefallene kollegen in anderen abteilungen für befristete zeiten zu vertreten, oder ähnliches...
vielleicht kommt da - zumindest bei den leuten, die nicht im ÖD sind - der zufall in person der "natürlichen" jobrotation zur hilfe. meiner einer ist zwar naturwissenschaftler, arbeitet derzeit aber in einem effen bürojob als sachbearbeiter. in der zwischenzeit habe ich viele verschiedene dinge gemacht, ganz einfach deswegen, weil die jobsituation mich dazu gezwungen hat. immer wieder etwas anderes. dadurch kriegt man auch eine gewisse sicherheit, weil man sich immer wieder auf neue situationen einstellen muss und somit zwangsweise viele verschiedene dinge ausprobiert. über die zeit dann bleiben gewisse features an einem hängen - z. b. dass man ein kleiner zahlenfreak ist (so bei mir) usw...
will sagen: lass das leben mal machen. man lernt immer dazu und wird dadurch nicht dümmer. und bürojobs sind so übel gar nicht. sie geben einem die finanzielle absicherung, und die "eigentliche musik" (also die dinge, die einem wirklich wichtig sind) kann dann ungebremst im privatleben spielen ;-)

der hintergrund kann schon hinderlich sein. aber trotzdem - die "normalo-meilensteine" wie heirat, kind, großeltern, urlaub, verein sind in meinen augen noch viel entscheidender. wenn man da nicht "mithalten" kann, ist es schwer. deine einsamkeit ist sehr gut vorstellbar und nachvollziehbar!
kopf hoch, july, auch wenn die anderen reden. sicherlich reden sie auch über dich. aber kann man es ändern...? eher nicht. an deiner stelle würde ich mir deshalb darum gar keine gedanken machen. du kannst es nicht verhindern, "flurfunk" gibt es immer und überall, aber du kannst einfach ein netter kollege/eine nette kollegin sein und durch deine komplexe persönlichkeit und durch deinen einsatz glänzen. das ist - langfristig gesehen - nämlich auch etwas wert. auch wenn über SO etwas i. d. r. nicht getratscht wird, sondern es einfach nur kommentarlos zur kenntnis genommen wird ;-)

meiner einer erzählt auch nur wenig aus dem privatleben... ich habe sozusagen gewisse "öffentliche" facts, unverfängliche dinge, die ich beschlossen habe, preiszugeben. dinge, die sozusagen ungefährlich sind ;-) z. b. erzähle ich von erlebnissen mit freunden usw. und befrage in puncto smalltalk vor allem die anderen nach ihrer situation (mein direkter kollege z. b. hat ein kind, dann merke ich mir kleinigkeiten zu diesem thema und frage direkt nach dem kind - und schon kommt er ins erzählen). manchmal denke ich, dass die leute einfach nur wissen wollen, dass man in seinem privatleben keine kleinen kinder frisst oder sonstwie abartig veranlagt ist. also halbwegs ungefährlich ist. das reicht dann schon... und für den restlichen teil der akzeptanz zählt sowieso das verhältnis (also der tägliche nette umgang miteinander) zu den einzelnen kollegen.

und dass du dir das alles selbst erschaffen, selbst erarbeitet hast, ist doch ein grund, darauf stolz zu sein! das gefühl der eigenen unzulänglichkeit ist ebenfals HSP-typisch und reflektiert lediglich die tatsache, dass dir als hochsensibler mensch weitaus mehr optionen zur verfügung stehen als dem durchschnittlichen normalo, im sinne von "weil dein denk- und empfindungsspektrum eben breiter ist". sieh' dein studium doch einfach als grundlage für ganz viele möglichkeiten. umsonst ist es keinesfalls gewesen - es ist fester teil von dir und hat dich auch zu dem gemacht, was du heute bist. es ist die grundlage für deine zukunft, auch wenn du im moment vielleicht gar nichts an deinem arbeitsleben ändern magst. vielleicht kommen die änderungen irgendwann von ganz alleine... heutzutage sind ja nur noch wenige jobs wirklich "sicher".
die anderen wissen meist gar nicht, wie gut es ihnen geht, und können sich oft nicht vorstellen, wieviel kraft es kostet, sich ganz alleine durchboxen zu müssen. oft ist bei denen die "karrierelaufbahn" schon ganz früh sozusagen "automatisch" vorgegeben, während du dir alles selbst erarbeiten musstest.
meinst du, es wäre angebracht, deinen kollegen ein wenig davon zu erzählen, nämlich dass du dich ganz alleine durchgekämpft hast gegen alle widerstände, dass du dir das alles selbst erschaffen hast, aus eigener kraft und zähigkeit? oder sind deine kollegen eher so beschaffen, dass sie das nicht zu würdigen wissen...?
oder ist das - in anbetracht der "beschaffenheit" deiner kollegen - keine so gute idee...?
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Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon July » Sa 26. Jul 2014, 11:35

halcyon hat geschrieben:.
nicht wirklich zu wissen, was man eigentlich machen soll, ist, glaube ich, für hochsensible normal. das (arbeits-)leben ist verdammt lang und es gibt so viele verschiedene möglichkeiten... wie soll man da, vor allem am anfang des berufslebens, herausfinden, welche die richtige für einen selbst ist? und wenn man eine entscheidung getroffen hat, heisst das lange noch nicht, dass sie auch die wirklich passende ist und man bis zum ende seines lebens genau DAS machen möchte...


ja, dem ist wohl so... nur habe ich auch schon ein paar dinge ausprobiert und mittlerweile weiß ich schon zumindest, was ich alles nicht will ;-)
fühle mich immer irgendwie hin- und hergerissen zwischen vielen möglichkeiten (die aber mit zunehmendem alter auch nicht mehr alle realisierbar sind, wenn man ehrlich ist..)

tja, ÖD... da täte ich auch nicht wechseln oder wegwollen. aber gibt es innerhalb der firma nicht möglichkeiten, mal auf einen anderen posten zu wechseln? oder so etwas wie hosting-programme, wo man mal wenige tage lang in eine andere abteilung 'reinschnuppern kann...?
oder gibt es bei euch so etwas wie mitarbeitergespräche, in denen man mal dezent erwähnen kann, dass man auch bereit ist, andere aufgaben zu übernehmen, auch bereit ist, über den "geistigen tellerrand" zu schauen und sich in andere sachen einzuarbeiten...? so kleine dezente hinweise können sich als hilfreich erweisen, um auch mal andere dinge machen zu können oder weitergereicht zu werden, sei es, um plötzlich durch krankheit ausgefallene kollegen in anderen abteilungen für befristete zeiten zu vertreten, oder ähnliches...
vielleicht kommt da - zumindest bei den leuten, die nicht im ÖD sind - der zufall in person der "natürlichen" jobrotation zur hilfe. meiner einer ist zwar naturwissenschaftler, arbeitet derzeit aber in einem effen bürojob als sachbearbeiter. in der zwischenzeit habe ich viele verschiedene dinge gemacht, ganz einfach deswegen, weil die jobsituation mich dazu gezwungen hat. immer wieder etwas anderes. dadurch kriegt man auch eine gewisse sicherheit, weil man sich immer wieder auf neue situationen einstellen muss und somit zwangsweise viele verschiedene dinge ausprobiert. über die zeit dann bleiben gewisse features an einem hängen - z. b. dass man ein kleiner zahlenfreak ist (so bei mir) usw...



ja, darauf spekuliere ich ja auch ein bißchen.. ein wenig ist bei uns auch was im wandel und ich denke immer, evtl. tut sich noch was, sprich, es wird eine etwas spannendere stelle geschaffen.. sowas wurde mal zumindest angesprochen.. und sowas in der art wie MA-gespräche gibt es schon.. du hast recht, ich sollte das schon mal ansprechen, meine angst ist halt, ich gebe irgendwo zu, dass das hier nicht so mein ding ist und meine vorgesetzte ist dann enttäuscht (da es genau ihres ist) und denkt, ich nehme die sache nicht ernst oder so.. wirkliche jobrotation gibt es nicht und generell hab ich das gefühl, dass interne bewerber nicht unbedingt bevorzugt werden.. auch wenn es offiziell anders heißt..

will sagen: lass das leben mal machen. man lernt immer dazu und wird dadurch nicht dümmer. und bürojobs sind so übel gar nicht. sie geben einem die finanzielle absicherung, und die "eigentliche musik" (also die dinge, die einem wirklich wichtig sind) kann dann ungebremst im privatleben spielen ;-)


das ist ja auch immer wieder mein plan ;-) mal denke ich, ja.. ist halt so und es geht ja wirklich vielen so, und sogar sehr vielen schlechter als mir.. aber dann kommt eben wieder so eine phase, wo ich denke, ich ertrag es nicht mehr und bis zur rente ist es doch noch seeeeeeeehr lange :D

der hintergrund kann schon hinderlich sein. aber trotzdem - die "normalo-meilensteine" wie heirat, kind, großeltern, urlaub, verein sind in meinen augen noch viel entscheidender. wenn man da nicht "mithalten" kann, ist es schwer. deine einsamkeit ist sehr gut vorstellbar und nachvollziehbar!
kopf hoch, july, auch wenn die anderen reden. sicherlich reden sie auch über dich. aber kann man es ändern...? eher nicht. an deiner stelle würde ich mir deshalb darum gar keine gedanken machen. du kannst es nicht verhindern, "flurfunk" gibt es immer und überall, aber du kannst einfach ein netter kollege/eine nette kollegin sein und durch deine komplexe persönlichkeit und durch deinen einsatz glänzen. das ist - langfristig gesehen - nämlich auch etwas wert. auch wenn über SO etwas i. d. r. nicht getratscht wird, sondern es einfach nur kommentarlos zur kenntnis genommen wird ;-)


ach danke.. ja, das ist es.. man fühlt sich dann auch einsam.. oder unverstanden. und bei uns ist es so, wenn man als kompliziert gilt, kommt so ein spruch: "kein wunder, dass die keinen mann hat" usw.. und ja, kann einem egal sein, aber mich würde sowas einfach sehr kränken, da das ja eh was ist, womit ich manchmal selbst schon hadere (also dass mein beziehungsleben immer so kompliziert ist)..

meiner einer erzählt auch nur wenig aus dem privatleben... ich habe sozusagen gewisse "öffentliche" facts, unverfängliche dinge, die ich beschlossen habe, preiszugeben. dinge, die sozusagen ungefährlich sind ;-) z. b. erzähle ich von erlebnissen mit freunden usw. und befrage in puncto smalltalk vor allem die anderen nach ihrer situation (mein direkter kollege z. b. hat ein kind, dann merke ich mir kleinigkeiten zu diesem thema und frage direkt nach dem kind - und schon kommt er ins erzählen). manchmal denke ich, dass die leute einfach nur wissen wollen, dass man in seinem privatleben keine kleinen kinder frisst oder sonstwie abartig veranlagt ist. also halbwegs ungefährlich ist. das reicht dann schon... und für den restlichen teil der akzeptanz zählt sowieso das verhältnis (also der tägliche nette umgang miteinander) zu den einzelnen kollegen.


ja, hast sicher recht.. es ist eben vieles auch in meinem kopf.. nur annahmen. aber dazu kommt eben auch das gefühl, weil man vielleicht wenig erzählt, als zu langweilig oder still oder freakig zu gelten.. ich hab irgendwie sowas schizophrenes in mir scheinbar: zum einen in ruhe gelassen werden zu wollen und nicht doof aufzufallen, aber auch eben auch nach anerkennung, als interessanter mensch wahrgenommen zu werden (wie eben jeder andere auch...)

und dass du dir das alles selbst erschaffen, selbst erarbeitet hast, ist doch ein grund, darauf stolz zu sein! das gefühl der eigenen unzulänglichkeit ist ebenfals HSP-typisch und reflektiert lediglich die tatsache, dass dir als hochsensibler mensch weitaus mehr optionen zur verfügung stehen als dem durchschnittlichen normalo, im sinne von "weil dein denk- und empfindungsspektrum eben breiter ist". sieh' dein studium doch einfach als grundlage für ganz viele möglichkeiten. umsonst ist es keinesfalls gewesen - es ist fester teil von dir und hat dich auch zu dem gemacht, was du heute bist. es ist die grundlage für deine zukunft, auch wenn du im moment vielleicht gar nichts an deinem arbeitsleben ändern magst. vielleicht kommen die änderungen irgendwann von ganz alleine... heutzutage sind ja nur noch wenige jobs wirklich "sicher".


hmmmm.... ja, stimmt schon alles.. irgendwo ist eine gewisse bildung/ein wissen ja auch ein innerer schatz und formt ja auch die persönlichkeit.. wie eben jede erfahrung, die wir machen dürfen (an guten tagen versuche ich es eh alles so zu sehen.. als erfahrung, die für etwas gut ist)..

die anderen wissen meist gar nicht, wie gut es ihnen geht, und können sich oft nicht vorstellen, wieviel kraft es kostet, sich ganz alleine durchboxen zu müssen. oft ist bei denen die "karrierelaufbahn" schon ganz früh sozusagen "automatisch" vorgegeben, während du dir alles selbst erarbeiten musstest.
meinst du, es wäre angebracht, deinen kollegen ein wenig davon zu erzählen, nämlich dass du dich ganz alleine durchgekämpft hast gegen alle widerstände, dass du dir das alles selbst erschaffen hast, aus eigener kraft und zähigkeit? oder sind deine kollegen eher so beschaffen, dass sie das nicht zu würdigen wissen...?
oder ist das - in anbetracht der "beschaffenheit" deiner kollegen - keine so gute idee...?


ich glaube, an sich ist es etwas, das man durchaus erzählen kann, aber in diesem fall denke ich, bringt das nichts.. außerdem bin ich manchmal echt etwas verschlossen :-/
ich rege mich auch manchmal eben auf, wenn ich auf so typische klischees treffe, selbst jüngere kolleginnen sind teils echt relativ wenig emanzipiert und halten an relativ althergebrachten rollenmustern fest.. dann denke ich eben oft, ich leb irgendwo auf einem ganz anderen planeten (und diesmal aber im positiven sinne.. also bin darauf schon ein wenig stolz, dass ich es allein geschafft hab)..

ach ja.. vielen dank für deine gedanken! es tut gut, wenn jemand einen versteht :-)
July
 

Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon Amnesius » Sa 26. Jul 2014, 18:06

In meiner letzten Arbeitsstelle habe ich ähnliches erlebt. Das war nicht nur meine Arbeitsstelle sondern auch meine Lehrstelle. Also ich hab dort meine Lehre gemacht und durfte nachher noch einige Zeit bleiben.

Das Ganze ging bei mir eigentlich letztendendes soweit, dass ich resigniert habe und einfach nur noch gemacht habe was mir aufgetragen wurde.

Als Lehrling war man dort ohnehin nur eine billiges Arbeitskraft die für die „Drecksarbeit“ eingesetzt wurde. Da man als Lehrling sowieso am kürzeren Hebel sitzt muss man sich sowas gefallen lassen.

Da ich aber generell immer die Sachen überdenken und somit hinterfrage und den Sinn suche, kam es bei mir oft vor das ich halt den Sinn in Frage gestellt habe oder meine Meinung dazu geäussert habe. Dies kam dann nicht gut an bzw. wurde als nervend abgetan.

Mit den Mitarbeitern kam ich im Grossen und Ganzen zwar klar bis auf ein paar Ausnahmen. Besonders ein Extremfall gibt es dort. Ein richtig extremes Beispiel von Choleriker und Lehrling-Drecksarbeit-machen-lassen. Für diesen musste ich vieles machen obwohl ich den Typ von seiner Art her überhaupt nicht ertragen habe. Zum einen ist er immer extrem schnell auf 180 (wenn nicht sogar noch höher) zum anderen hat er so eine überfordernde Art von Nervosität an sich, dass ich nach ein paar Minuten schon total am Ende meiner Belastungsgrenze war und eigentlich erstmal eine Auszeit gebraucht hätte.

Die anderen Mitarbeiter kamen dann immer mit so Sprüchen wie „Ist doch nicht so schlimm, da müssen andere auch durch“ oder halt „bring doch nichts wenn du dich hier beschwerst den Auftrag musst du sowieso machen“. Zu dem Zeitpunkt wusste ich ja auch noch nicht dass ich ein HSP bin, weshalb ich mich oft gefragt habe, wie das andere auf diese Weise aushalten.

Also hier mal ein Beispiel wie ein Auftrag mit dem ausgesehen hat:
Also er ist ja Bauleiter (ich hab in einem Architekturbüro meine Ausbildung gemacht) und hat halt alle seine Protokolle von Hand geschrieben (in einer kaum leserlichen Sauklaue). Diese mussten dann vor allem ich dann im PC digitalisieren sprich abschreiben. Der Ablauf ging dann immer so:
  1. Er ruft mich zu sich (zweistöckiges Büro; ich im Erdgeschoss; er im ersten Stock) über Telefon (wenn das Ding mit dem internen Rufton geklingelt hat und sein Name dort stand lief es mir immer eiskalt den Rücken runter und wurde manchmal sogar unerklärlich aggressiv).
  2. Er ist das Protokoll mit mir Wort für Wort durchgegangen was ich schreiben soll. Also quasi hat es vorgelesen und zum Teil noch Änderungen vorgenommen. (Das Protokoll war ein Vorgängiges Protokoll welches er ausgedruckt hatte und im Grunde alles was Weg kommt durchgestrichen hat und das neue darüber geschrieben hat. Und halt zusätzlich noch einzelne A4 Seiten kariert.)
  3. Danach ging ich nach unten und übernahm es halt digital. (Und selbst wenn ich andere Arbeiten noch hätte dieses hatte Vorrang weil es ja eigentlich zu dem Zeitpunkt als ich es bekomme schon gemacht hätte sein sollen; Da hab ich sogar schon mal einen anschiss bekommen weil ich etwas anderes noch beendet hatte was auch noch fertig werden musste bevor ich an seines ging.)
  4. Dann ausdrucken und mit dem Ausdruck und der Vorlage hoch zu ihm.
  5. Der ging dann wieder alles Wort für Wort durch machte wieder Änderungen weil er noch dieses und jenes ergänzen oder umschreiben will.
  6. Also wieder runter und abändern.
  7. Ausdrucken nochmals hoch. (mit Pech wiederholen sich die Schritte noch 2-3 mal)
  8. Dann als PDF abspeichern und ihm jedes Mal aufs Neue zeigen wo es gespeichert ist.

Das war für mich recht schlimm. Ist ein Grund warum ich froh bin nicht mehr in diesem Betrieb zu arbeiten. Vor allem habe ich das auch in Frage gestellt. Weil während der Zeit, in der er alles nochmals durch geht bzw. so er alles erklärt beansprucht er ja nicht nur den Billiglohn vom Lehrling sondern gleichzeitig auch seinen Lohn von 5‘000-6‘000 oder noch mehr (Bauleiter haben in der Schweiz einen recht hohen Lohn). Aber genau Darum habe ich mich dort sehr oft als „anders“ empfunden oder wie von einem anderen Planet. Und ich hab vor allem gegen Ende hin immer mehr darunter gelitten.

Den anderen schien es egal weil ich mich ja nur so anstelle und eh immer alles hinterfrage und eh immer alles Scheisse ist und ich von Grund auf negativ denke. (ironischer weise habe ich oft gesagt dass ich eine sehr optimistische Grundeinstellung habe, was sie mir aber nicht mal glaubten…)

Kurz gesagt ich habe auf die anderen gewirkt wie einer der immer alles schlecht macht und negativ sieht und für arrogant wurde ich zum Teil auch gehalten.

Das lustige war natürlich, dass wenn ich mit meinem Können jemandem geholfen habe kam ein „Der kann was“ sehr positiv gemeint also in einem bewunderndem Tonfall. Wenn ich aber hingegen etwas was sie gemacht haben oder jemand sonst kritisiert habe oder Fehler entdeckt habe wurde ich runter gemacht und als arrogant abgetan. (Beispiel auf einem Bild hat einer mit Photoshop ein Schatten hinzugefügt und ich hab gesehen, dass dieser Schatten überhaupt nicht zum Lichteinfall passt und hab ihn darauf angesprochen; Ich wurde von dem nur angeschrien)

Also ich kenne dies ebenfalls.
Amnesius
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Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon July » So 27. Jul 2014, 09:48

hey amnesius,
danke für deinen bericht, das klingt ja auch "toll" :/ ich hatte in meiner letzten stelle leider auch mit einer cholerischen person zu tun, vor der allerdings alle respekt hatten (jetzt mal eher im negativen sinne - man tat alles, um es sich mit ihr nicht zu verscherzen.. echt übel auch).. daher weiß ich, wie das ist.
ich hoffe, du bist mittlerweile woanders?
ja, das hat mir damals auch wirklich zu schaffen gemacht, konnte damals oft lange nur sehr schlecht schlafen, jeden tag befürchtete man, wieder mit ihr aneinanderzugeraten.

eben hatte ich so ne art "eingebung", also ich beschäftige mich ja schon seit längerer zeit mit dem gedanken an etwas anders, was meinen eigentlichen interessen mehr entspricht und hab mir grad überlegt, ich hab ja nun den vorteil des gesicherten jobs, der nicht meine volle geistige kapazität benötigt - warum versuche ich es nicht nochmal, nebenbei was neues zu lernen und mir damit vielleicht eine neue berufliche richtung zu eröffnen? muss gestehen, ich habe das einmal schon kurz versucht (mit einer fern-ausbildung), aber das klappte nicht so gut, ich hab damals die stelle gewechselt und bin umgezogen, das alles hat mich damals schon zu sehr beansprucht - nun hab ich ja eigentlich die möglichkeit (müsste es mal kalkulieren und ansehen - denn in meiner stadt gibt es ein entsprechendes ausbildungsinstitut, wie ich gerade sah!)

ich denke ja, manchmal sind solche eingebungen ja ein zeichen :D - habe mich auch für ein mini-seminar in dieser richtung mal angemeldet, um mal etwas in diesen bereich reinzuschnuppern und vielleicht kann ich mich ja auch mal beraten lassen.. ich weiß nur, ich muss irgendwas ändern, sonst werde ich nie wirklich zufrieden sein...
July
 

Re: Sich "anders" fühlen und darunter leiden - im Arbeitsumf

Beitragvon Dreaon » Mo 28. Jul 2014, 02:59

Ach ja, der Job.. schönes Thema, darüber habe ich mich auch noch wenig mit anderen (Gleichgesinnten) ausgetauscht.
Hat mich jetzt auch irgendwie so inspiriert, dass ich gleich anfing über meine ganze Kindheit und Schulzeit zu schreiben^^ Aber das würde hier alles zu weit führen. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass die berufliche Laufbahn natürlich eine Entwicklung ist, in der alles aufeinander aufbaut. Auch unsere Herkunft und Entwicklung spielt dabei eine Rolle, wie wir uns im Job fühlen und welchen Weg wir überhaupt erst einschlagen – zumindest bei mir :)

Zum Thema Job habe ich jedenfalls auch ganz gemischte Gefühle, wobei mir das in vielen Themen so ergeht ;) Und ja, fühle mich auch oft wie ein Fremder, im Job aber auch in anderen Situationen. In letzter Zeit erscheint es mir immer mehr so, dass ich überall so "zwischen" bin. Nicht voll mit dabei, aber auch nicht woanders. Ich bin nicht ganz fremd, aber auch nicht ganz heimisch. Aber das ist nicht nur negativ, es hat auch Vorteile – man kann sich besser für Neues und Unbekanntes öffnen. Nur dafür kann ich mich mit kaum etwas zu 100% identifizieren. Ich sehe so viele Menschen, die meisten machen einfach etwas, sagen einfach etwas, haben einfach eine Meinung und eine bestimmte Position, die sie einnehmen und vertreten. Nur ich kann das nicht, was ich "einfach" mache, ist mich ständig in andere Lebenshaltungen und Positionen hineinzuversetzen. Und diese kann ich auch verstehen – was andere sagen, denken, machen oder fühlen leuchtet mir oft ebenso ein, wie das, was ich selbst empfinde. Nur ist für mich diese Sicht des anderen dann lediglich ein kleiner Aspekt des Ganzen. In meinem Kopf spuken tausende Sichtweisen, da ist alles mit eingeflossen, was mir einleuchtet. Und ich bin auch froh über diese ganzen Schätze, die ich wahrnehmen darf. Nur wenn es dann mal irgendwo um "mich" geht, dann weiß ich gar nicht, was mich denn nun genau ausmacht und was ich über mich sagen sollte. Ich kann mich gar nicht so einfach eingrenzen und darstellen, wie es andere tun. Dadurch fühle ich mich oft fremd, weil ich überall ein bisschen bin, aber nirgendwo so richtig.

Auf jeden Fall komme ich aus einer "Arbeiter-Familie" könnte man sagen und durch einige verschiedene Gründe wollte ich nach der Schule dann selbst auch arbeiten bzw. auf keinen Fall weiter Schule machen. Schule mochte ich noch nie so gerne und das hatte ich auch nie zu 100% ernst genommen, was man da (auswendig- )lernen und machen MUSS.
So habe ich letztlich direkt nach der Schule eine Ausbildungsstelle als Elektroniker in einem großen Industrieunternehmen bekommen, mit etwas Glück vielleicht – dort war ich der jüngste und wohl auch einer mit eher schlechter "Schulbildung". Aber ich hatte sogar mehrere Zusagen und hätte auch woanders anfangen können. Ich glaube die Bewerbungstests und auch Vorstellungsgespräche sind ganz gut gelaufen. Mittelmäßige Noten früher kamen bei mir auch eher daher, dass ich mich kaum gemeldet habe, gerne mal auf Hausaufgaben verzichtete und auch sonst nicht immer so sehr interessiert war, trotz oder gerade weil ich das meiste auch so verstand und meine Arbeiten in der Regel gut waren.
Die Ausbildung selbst war dann aber ein persönlicher Wendepunkt, könnte man sagen. Hier hatte ich größere Probleme, aber nicht vom Stoff sondern im sozialen Bereich. Ich hatte unglaublich Angst, was ich so aus der Schulzeit nicht kannte. Mit ca. 13-17 Jahren waren meine Emotionen begraben und ich war sehr kopflastig und auch negativ eingestellt. Meine sensible Wahrnehmung habe ich in dieser Zeit vielfach dazu genutzt, um die Schwächen von anderen zu sehen und diese bei Bedarf bloßzustellen. Ich habe teilweise mit anderen gespielt und sie auch kleingehalten, was mir selbst ein Stückchen Sicherheit gab. Und es war für mich auch oft richtig "unlogisch", wie sich andere verhalten haben, weil ich die Gefühle dahinter nicht mehr nachvollziehen konnte. Erbärmlich, ich weiß, aber ich kann verstehen, warum ich so war.

In der Ausbildung konnte ich das aber zum Glück nicht mehr so fortführen. Viele dort waren einige Jahre älter, viele waren sehr selbstbewusst und dazu natürlich auch nicht blöd – kam ja nicht jeder an so eine Ausbildungsstelle. Und viele kannten auch schon andere oder schlossen schnell neuen Kontakt. Ich selbst kannte keinen und tue mich immer schwer, gleich Kontakt zu finden, bin ja auch etwas schüchtern. So hatte ich wahnsinnig Angst, in dieser Gruppe sozial "unterzugehen" und quasi gemobbt zu werden. Denn aus meinen Erfahrungen heraus kannte ich es auch nur so, dass es immer ein paar "dominante" und ein paar "schwache" / "Opfer" in jeder Gruppe gibt. Ich dachte damals, dass es immer so ist und immer jemand "unten" sein muss. Denn in meiner Familie war ich selbst gewissermaßen "unten" und das wollte ich auf keinen Fall überall sein. So habe ich am Ende der Schulzeit sogar selbst z.T. gemobbt und mir eine "dominante" Rolle gesichert.
Nur die Ausbildung war ein Neustart und da hatte ich plötzlich überhaupt keine Macht mehr. Das alles war mir damals aber natürlich nicht so bewusst und klar. Auch die Angst habe ich erst nicht so richtig bemerkt, ich wurde einfach von ihr beherrscht. Erst nach einiger Zeit fing ich an mich zu wundern, was das ist und warum ich soviel Angst habe. Das war der Anfang dazu, mich selbst genauer zu erforschen und zu reflektieren, was bis heute andauert. Und dadurch habe ich auch schon unglaublich viel gelernt und mich stark verändert. Aber das hab ich vorallem "innerlich" gemacht und nach außen hin eine Maske aufgesetzt. Denn die Angst blieb ja trotz allem bestehen und nach außen hin hab ich mich so in die Gruppe eingefügt, auch wenn mir da schon einiges fremd war. Viele gingen schon jedes Wochenende feiern, hatten ein Auto und sprachen über irgendwelche oberflächlichen Themen – ich selbst trank bis dahin überhaupt keinen Alkohol, hatte auch keinen Führerschein und war sowieso total verschlossen.

Durch meine persönliche Entwicklung wurde ich dann auch "irgendwie" Vegetarier und konnte meine verloren geglaubten Emotionen wieder Freisetzen. Nur hatte ich dann so eine Angst, als (einziger) Vegetarier aufgezogen zu werden, dass ich auch das in der Ausbildung geheim hielt. Ich war ja sowieso schon anders genug und wollte nicht noch mehr auffallen. Die Maske wurde also immer ausgeprägter, weil es immer mehr von meinem Wesen abwich, das sich ja verdeckt weiter entwickelte. Und immer wieder kam ich dann durch die Ausbildung auch in verschiedene Betriebe, denn das ist hier ein großes Chemie-Werk, wo über 10.000 Leute arbeiten und es viele verschiedene Betriebe und Anlagen gibt. Und unter den Arbeitern ist hier z.B. das Grillen bei Geburtstagen oder besonderen Anlässen ganz alltäglich. Und so ein besonderer Anlass kann auch einfach nur sein, dass es Freitag ist und das Wochenende vor der Tür steht^^ Bei den "Arbeitern" ist es ja etwas anders als im Büro, mit den Sitten und auch von der Art der Leute, denke ich. Und da isst jeder Fleisch, das ist auch hier meist selbstverständlich und es wird mit Genuss und Überzeugung gegessen – habe schon hunderte Leute getroffen und noch keinen Vegetarier hier. Immer wenn ich dann irgendwo war und gegrillt wurde, habe ich dann gesagt ich hab kein Hunger, mir geht’s nicht gut (was sogar stimmte weil mir in solchen Situationen total schlecht wurde vor Angst und Chaos im Kopf) oder ich musste in der Zeit zufällig woanders hin, etc.. War schon blöd, denn ich wollte mich auch nicht abgrenzen, aber ich konnte einfach nicht sagen wie es wirklich ist, erst recht nicht, wenn ich dann schon einmal was vorgetäuscht hatte. Habe mich in die Angst auch immer mehr reingesteigert damit.

So gings dann irgendwie durch die Ausbildung, und da ich mit dem Stoff wenig Probleme hatte, war ich am Ende sogar einer der besseren und wurde auch übernommen – erst für 2 Jahre aber dann schon nach einem Jahr entfristet. Und mit Ende der Ausbildung bin ich ja fest in einen bestimmten Bereich gekommen, da wusste ich dann, dass ich im Zweifel auf jeden Fall ehrlich sein musste. Denn jahrelang was vorzuspielen würde nicht klappen und wäre auch nicht auszuhalten. So kam es, dass natürlich auch in dem Bereich gegrillt wurde – im kleinen Kreis mit den direkten Kollegen aber auch gelegentlich mit der ganzen Abteilung. Deswegen wollte ich es den direkten Kollegen dann gleich bei guter Gelegenheit sagen. War direkt im Bereich mit 4 anderen Kollegen zusammen. Und irgendwann, wo nur einer von ihnen da war und der gerade darüber redete, dass er kein Käse mag (Fleisch isst er aber) da hab ich mich dann getraut :D Und naja, das ging schon, auch wenn man dann darüber ausgefragt wird und natürlich öfter mal Späße gemacht werden, aber nicht bösartig. Im direkten Umfeld war es dann auch bald allen bekannt und ich hatte es überlebt, aber die ganze Abteilung wusste es noch nicht. Naja, und irgendwann kam dann eben auch so eine Grillsituation mit der ganzen Abteilung, und da sollte ich mir dann was vegetarisches zum Grillen mitbringen :D Hätte auch wegbleiben können aber ich wollte mich ja nicht ausgrenzen und meine direkten Kollegen wussten ja schon bescheid, so hab ich das dann auch gemacht. Naja, da sind dann schnell mal über 30 Leute und man kommt als einziger mit so vegetarischen Schnitzeln an xD Hab mich dann sehr bedeckt und am Rand gehalten und so wenig Aufmerksamkeit erregt wie möglich. Mittlerweile bin ich aber schon paar Jahre da und jetzt hat es natürlich schon jeder mitbekommen. Jetzt ist es auch nicht mehr schlimm und ich kann auch in neuen Bereichen leichter sagen, dass ich eben kein Fleisch esse. Kam auch schon die Situation, dass ich woanders Vertretung machen musste wo so 10 Leute sind und wo ich das auch wieder offenlegen musste. Und überall bin ich natürlich der einzige..^^
Aber in dem Punkt bin ich dann im Nachhinein auch durchaus stolz auf mich gewesen, dass ich trotz der Ängste und Hemmungen nie in Betracht gezogen hab, deshalb wieder Fleisch zu essen oder mich weiter anzupassen. Es ist einer der wenigen Dinge, wo ich richtig konsequent geblieben bin.

Davon abgesehen ergeht es mir auch, wie hier schon von euch geschrieben wurde. Fühle mich trotz allem immer etwas fremd, weil alle anderen so "normal" sind und gemütlich private Geschichten erzählen und ihre Meinungen vertreten. Ich werde als Vegetarier akzeptiert und respektiert, auch als Kollege und auch in meiner ruhigen, nachdenklichen Art. Die Leute hier sind wirklich nett und ich fühle mich soweit auch wohl, aber trotzdem ist das einfach nicht die Erfüllung vom Job her und auch den Kollegen - ich kann auch nie ganz aus mir rauskommen. Die anderen reden einfach über ihr Leben, erzählen Geschichten aus dem Alltag und was sie so erlebt haben und welches Auto sie sich als nächstes kaufen oder toll finden, was sie für einen Fernseher haben oder wie das letzte Fußballspiel gelaufen ist. Und das ist alles nicht so meins.
Die Leute sind alle so in ihrem Leben drin und tun was sie tun, und dann bin ich da, der das alles wie von außen wahrnimmt und eben nicht so ist. Ich kann sie verstehen aber ich kann nicht so sein wie sie.
Kann mich etwas oberflächlich an ihren Themen beteiligen, aber so richtig in die Tiefe geht’s da für mich nicht. Ich kann ja auch nicht einfach anfangen, mal über buddhistische Lebensweisheiten zu plaudern, oder vielleicht, welche Erkenntnisse in der Hirnforschung gemacht wurden oder welche psychologischen Probleme verbreitet sind – und am besten noch, wie das alles zusammenpasst :D Oder darüber, wie schön und "tief" das grün der Blätter im Wald leuchten kann und generell, wie wundersam das Leben ist, wie man wächst, sich entwickelt und neue Erkenntnisse gewinnt. Dazu kommt noch, dass fast alle Kollegen hier ein bisschen oder viel älter sind, da kann ich nicht einmal über Youtube, PC-Spiele, "ungewöhnliche Musik" oder sonstwas reden^^ Oder Manga / Anime / AMV hätte ich auch noch als Thema anzubieten, oder die (menschliche) Geschichte und warum, wie, was seinen Verlauf genommen hat. Für ein paar schöne Gedichte oder gute Texte / Filme / Musik könnte ich mich aber auch begeistern. Oder wie es Menschen in anderen Teilen der Erde geht und was sich da so an Kultur und Tradition entwickelt hat. Aber da wird dann höchstens über die Griechen geschimpft, die uns das Geld aus der Tasche ziehen und über die Türken und Moslems, die sowieso da bleiben sollten, wo sie hingehören.

Und der Job selbst ist auch sicher, gut bezahlt und gut zu erledigen. Das würden viele Menschen sicher gerne machen und wären froh – das sehe ich auch direkt hier auf dem Werk, viele Arbeiter in kleinen (Leih-)Firmen, die viel mehr ackern müssen und dabei deutlich weniger verdienen. Und die auch nicht diese Sicherheit haben, weil sie im Grunde jederzeit gekündigt werden können. Fair ist das alles nicht, aber wo ist es das schon? Guckt man in "Entwicklungsländer" geht’s den Leuten ja nochmal deutlich schlechter.
So weiß ich den guten Job zu schätzen, bin auch dankbar dafür, aber trotzdem ist es nicht meine Erfüllung. Ich könnte mich sogar Weiterbilden und hätte die Chance auf noch höhere Posten, aber das will ich ja gar nicht. Ich arbeite da eigentlich nur um Geld zu verdienen, nicht aus Überzeugung oder Begeisterung – obwohl ich ja nicht unzufrieden bin. Und solange ich nichts anderes habe, werde ich das auch halten.
Als Alternative könnte ich mir nur vorstellen, vielleicht irgendwann mal Selbstständig zu sein und an etwas zu arbeiten, was mich wirklich erfüllt. Oder auch so irgendwo einzusteigen, wo ich etwas "bewegen" kann.
Oder auf Erzieher umschulen xD zumindest wurde mir das schon von meiner Verwandtschaft vorgeschlagen ;) Ich kann nämlich gut mit Kindern und das macht mir auch Spaß, aber das wäre ja recht viel Aufwand, Unsicherheit und am Ende würde ich noch weniger verdienen als jetzt.

Ne, wollte den Job jetzt erstmal so halten und mich persönlich weiter entwickeln. Dazu hatte ich auch ne eigene Website geplant, wo ich mich ein wenig austoben kann und dann mal sehen, wo ich lande und was für Leute ich so treffe. Könnte mir auch vorstellen, mal irgendwelche Projekte mit anderen umzusetzen – im Grunde gibt es viele Möglichkeiten, wenn man nur Mut und Ideen hat. Ich sehe mich auch ein bisschen als Künstler, selbst wenn ich keine Musik machen und auch nicht malen kann. Eher mit Worten und vielleicht mit Taten – aber ich weiß noch nicht, ich bleibe einfach offen und gehe meinen Weg – so ist der Plan ;)
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