eine (un)glaubliche Geschichte

Selbstgeschriebenes, Bücher, Buchvorstellungen etc.

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon cindy sun » So 10. Mär 2013, 12:59

Eine (un)glaubliche Geschichte

Auf einer Zugfahrt von Washington nach Philadelphia saß ich neben einem Farbigen, der in Indien für das State Department gearbeitet hatte, jedoch seinen Job gekündigt hatte, um ein Rehabilitationsprogramm für jugendliche Kriminelle im Washingtoner Stadtteil Columbia zu leiten. Die meisten der Jungendlichen, mit denen er arbeitete, waren Gangmitglieder, die getötet hatten.

Ein vierzehnjähriger Junge in seinem Programm hatte einen unbeteiligten Teenager erschossen, um von seiner Gang akzeptiert zu werden. Während des Prozesses saß die Mutter des Opfers teilnahmslos und still im Gerichtssaal, bis zum Schluss das Urteil verkündet wurde. Da stand sie langsam auf, schaute dem Täter voll ins Gesicht und sagte: „Ich werde dich töten.“ Dann wurde der Jugendliche abgeführt, um seine mehrjährige Strafe in einem Jugendgefängnis abzusitzen.
Nach dem ersten halben Jahr ging die Mutter des erschossenen Jungen ins Gefängnis, um seinen Mörder zu besuchen. Er hatte vor dem Mord auf der Straße gelebt, und sie war der einzige Mensch, der ihn besuchte. Sie sprachen eine Weile miteinander, und als sie ging, gab sie ihm ein paar Dollar für Zigaretten. Nach und nach begann sie, ihn regelmäßiger zu besuchen, und jedes Mal brachte sie ihm etwas zu essen und kleine Geschenke mit. Kurz vor dem Ende seiner dreijährigen Haftstrafe fragte sie ihn, was er tun würde, wenn er raus käme. Er war verwirrt und unsicher, also bot sie ihm an, ihm einen Job in der Firma eines Freundes zu besorgen. Als Nächstes wollte sie wissen, wo er wohnen würde, und da er keine Familie hatte, zu der er zurückkehren konnte, bot sie ihm die vorübergehende Benutzung eines unbewohnten Zimmers in ihrem Haus an.
Acht Monate lang lebte er dort, aß an ihrem Tisch und machte seinen Job. Dann eines Abends rief sie ihn zu sich ins Wohnzimmer, um mit ihm zu reden. Sie setzte sich ihm gegenüber und wartete. Dann begann sie: „Erinnerst du dich, wie ich im Gerichtssaal zu dir sagte, dass ich dich töten würde?“
„Allerdings“, erwiderte er.
„Nun, ich habe es getan“, fuhr sie fort. „Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass der Junge, der meinen Sohn getötet hatte, auf dieser Erde weiterleben kann. Das ist der Grund, warum ich begann, dich im Gefängnis zu besuchen und dir Sachen zu bringen. Das ist der Grund, warum ich dir den Job besorgte und dich in meinem Haus habe wohnen lassen. Auf diese Weise habe ich angefangen, dich zu ändern. Und jener andere Junge, den gibt es nicht mehr. Da mein Sohn nicht mehr da ist und sein Mörder auch nicht, möchte ich dich heute fragen, ob du hier bleiben willst. Ich habe genug Platz, und wenn du einverstanden bist, würde ich dich gerne adoptieren.“

Und sie wurde die Mutter des Mörders ihres Sohnes, die Mutter, die er nie hatte.

Auszug aus: "THE JOURNEY for Kids" von Brandon Bays
.
Ich bin nicht egoistisch - ich passe nur auf mich auf! _yessa_

--- Ich nehme mein Leben zu dem Preis, den es mir gekostet hat und noch kosten wird. --- H.G. Nobis
Benutzeravatar
cindy sun
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 4775
Registriert: Fr 4. Jan 2013, 14:07
Wohnort: im Nordwesten

Re: eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon Zauberlehrling » So 10. Mär 2013, 15:24

Das nenne ich eine große Tat, in der sehr viel Weisheit steckt!

Bewunderswert!
Leben heißt mutig vorwärts zu gehen.
Leben heißt Position beziehen.
Leben heißt Mitgefühl haben.
Leben heißt Liebe geben und Liebe geschenkt bekommen.
Leben heißt Toleranz und Weltoffenheit erhalten.

Nie aufgeben!

Wer sein Glück nicht in sich selber finden kann, wird es unnötigerweise anderswo suchen.

Liselotte von der Pfalz
(1652 - 1722)
Benutzeravatar
Zauberlehrling
Hero Member
 
Beiträge: 981
Registriert: So 6. Jan 2013, 11:26
Wohnort: Nordschwarzwald

Re: eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon cindy sun » So 10. Mär 2013, 18:10

Ja, die Geschichte geht mir immer wieder unter die Haut.

Sie zeigt dennoch, dass das Gute das Schlechte besiegen kann. Leider hauen wir meistens lieber zurück als es im Guten zu versuchen.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht das es geht. Nicht bei solche elemenaterer Erfahrung, eher im Kleinen. Aber es geht, auch wenn es eine enorme Selbstüberwindung war und mir viel abgefordert hat.


cindy Bild
.
Ich bin nicht egoistisch - ich passe nur auf mich auf! _yessa_

--- Ich nehme mein Leben zu dem Preis, den es mir gekostet hat und noch kosten wird. --- H.G. Nobis
Benutzeravatar
cindy sun
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 4775
Registriert: Fr 4. Jan 2013, 14:07
Wohnort: im Nordwesten

Re: eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon bumblebee » So 10. Mär 2013, 19:48

Vielleicht auch eine Art des Sohnersatzes?
Benutzeravatar
bumblebee
Hero Member
 
Beiträge: 773
Registriert: So 4. Dez 2011, 00:33
Wohnort: Bei Koblenz i. d. Nähe

Re: eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon Fräulein Smilla » Mo 11. Mär 2013, 11:12

Das ist echt groß- Wow

Die Geschichte geht unter die Haut.
Benutzeravatar
Fräulein Smilla
Gold Member
 
Beiträge: 277
Registriert: Sa 26. Jan 2013, 21:28

eine 2te (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon norain » Mo 11. Mär 2013, 15:00

Das erste Jahr auf der Highschool!!!!!!!!!---------O.D.

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der HighSchool,sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen.Sein Name war Kyle.Es sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen.Ich dachte mir: "Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein. " Mein Wochenende hatte ich schon verplant "(Partys und ein Fußballspiel mit meinen Freunden morgen Nachmittag),also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter.Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen.Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn so dass er in den Schmutz fiel.Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihn im Gras landete.Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen.Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen.Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: "Diese Typen sind Blödmänner!"Er schaute zu mir auf und sagte: "Danke!"Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht.Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten.Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn wo er wohnt.Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging.Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl.Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu.Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.Es begann der Montagmorgen und auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel war
wieder da.Ich stoppte ihn und sagte: "Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen". Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher.Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde.Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach. Kyle entschied sich für Georgetown und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden.Er wollte Arzt werden und ich hatte vor eine Fußballer-Karriere zumachen.Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit,indem ich sagte, er sei ein Dummkopf.Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh,dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste.Am Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der High School zu sich selber finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage.Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war.Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!" Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. "Danke" sagte er.

Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an."Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen.Deinen Eltern, Deinen Lehrern, Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer.... aber am meisten Deinen Freunden. Ich sage euch, das beste
Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft.

"Lasst mich euch eine Geschichte erzählen".

Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte,an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen.Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat,so dass seine Mutter es später nicht tun müsste und trug sein Zeug nach Hause.Er schaute mich an und lächelte."Gott sei Dank, ich wurde gerettet." Mein Freund hat mich von diesen unsäglichen Sache bewahrt."

Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte.

Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.

Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns.Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern.Zum Guten oder zum Bösen.Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf jede Art und Weise.

Sieh' das Gute in anderen!!!!!!!!!!!!!!!!
Benutzeravatar
norain
Full Member
 
Beiträge: 134
Registriert: Do 7. Mär 2013, 15:01

Re: eine (un)glaubliche Geschichte

Beitragvon cindy sun » Mo 11. Mär 2013, 18:53

hallo norain,

die Geschichte kenne ich auch. Danke, fürs Einstellen hier. danke2

cindy
Bild
.
Ich bin nicht egoistisch - ich passe nur auf mich auf! _yessa_

--- Ich nehme mein Leben zu dem Preis, den es mir gekostet hat und noch kosten wird. --- H.G. Nobis
Benutzeravatar
cindy sun
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 4775
Registriert: Fr 4. Jan 2013, 14:07
Wohnort: im Nordwesten



Ähnliche Beiträge


Zurück zu *Literatur

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron