Gedichte

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Re: Gedichte

Beitragvon Maxx » Sa 14. Dez 2013, 21:42

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Re: Gedichte

Beitragvon Sabo » So 15. Dez 2013, 16:13

Mein Gedicht übers einschlafen :)

Der Tag war schön, der Tag war hart.
Voller Glück doch das Hoffen blieb mir erspart.
Und während mein Blick noch durch die weiten Felder zieht,
schenken die Vögel der Sonne ein Abschiedslied.

Es wird dunkel doch die Sterne machens heller,
und der Mond erscheint als zweiter Hauptdarsteller.
Ich lächle noch ein letztes mal, als Gruss an die Vergangenheit
und ich spür die sanfte Umarmung der Müdigkeit,
die mich von der Last des Tages befreit.

Die Müdigkeit legt mich sanft ins Bett, mein Körper ist so schwer
und meine Bewegungen sind so langsam, als wäre ich im Meer.
Die Müdigkeit singt mir ihr Lied, meine Gedanken sie versinken,
noch ein letzter Zweifel der an meinen Gedanken zieht, aus Angst vor dem ertrinken.

Doch der Zweifel wird weggespühlt, von den Wellen in die Weite,
und so seh ich nur noch mich, wie ich gedankenlos im Meer rumtreibe.
Ich weiss nicht wer und wo ich bin, meine Zukunft ist verdeckt.
Als kleiner Punkt im Meer und ohne Sinn, hat mich der Schlaf nun entdeckt.

Als wäre ich ein alter Freund reicht er mir die Hand,
ich ergreife sie denn meine Zweifel und Ängste, hab ich längst verbannt.
Der Segen und Fluch eines Skeptikers ist der Zweifel an sich selbst.
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Re: Gedichte

Beitragvon Anael » Di 17. Dez 2013, 16:32

Kinderschultern

Wie viel wiegt ein Schmerz?

Unsagbar.
Untragbar.

Zu groß für alle Koffer,
alle Kräne dieser Welt.

Ach so schwer, so schwer
drückt Höllenpein
auf schwache Kinderschultern.

An alle Großen, Starken, Klugen:
Hebt empor, umarmt und richtet auf.
Auf Augeshöh' lasst euch herab
und helft den kleinen Großen tragen.

(c) Anael
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Re: Gedichte

Beitragvon milch » Do 19. Dez 2013, 03:07

Ein sehr persönliches Gedicht ...
Vielleicht gibt es wem irgendwas.

Es heißt "Seelentrennung"

Das reine Ich war geboren,
Der erste Schrei beim Erblicken des Lichts
Muttermilch und die Gewalttätigkeit des Lebens
bemühten sich, mich zu formen.

27 Jahre lang vergeblich.
Meine Seele trauerte tief, lachte tiefer.
Ich kannte nur (in) Liebe Sein.
Niemand verstand wirklich.

Dieses Ich irrte umher, in Einsamkeit, in Suche,
und in vergeblicher Suche.
Verbindung mit den Illusionen befriedigten mich nicht,
die Welt der Formen war mir fad.

Keiner verstand wirklich.
Als die Nacht des Xavers kam,
die zehrende Einsamkeit mich aufrief
und seine Arme und meine eigene Einsamkeit
sich mit der dennoch vorhandenen Liebe zur Welt
in alles verzeihender Manier die Hand reichten.

Ich fand mich erst als ich mich verlor.

'Bewahre dich selbst, indem du die dunkle Kammer wählst,
aus dem dein Ich stammt, um es dort sicher zu wissen.
Tue was du auch immer *hier* zu tun hast und wisse,
die Kammer ist immer da. Besuche sie jeden Abend und Morgen,
so wie die Zurückgebliebenen die Gräber besuchen,
besuche auch du dein Ich jeden Tag.'

Erst die Tränen machten frei.

In der Nacht, als Xaver mich aus seinen Armen entließ,
und ich mich selbst entlassen musste,
lächelte ich wie noch nie.
Seitdem beginnt die Häutung, das schrittweise Annähern
an das, was wir unsere Welt nennen.
milch
 

Re: Gedichte

Beitragvon habnochbisslhoffnung » Do 19. Dez 2013, 15:48

julian heun poetry slam: freakizität

http://www.youtube.com/watch?v=JcOAeoBf9Z0
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Re: Gedichte

Beitragvon Pierrot » Mi 8. Jan 2014, 23:50

Sabo hat geschrieben:Mein Gedicht übers einschlafen :)

Der Tag war schön, der Tag war hart.
Voller Glück doch das Hoffen blieb mir erspart.
Und während mein Blick noch durch die weiten Felder zieht,
schenken die Vögel der Sonne ein Abschiedslied.

Es wird dunkel doch die Sterne machens heller,
und der Mond erscheint als zweiter Hauptdarsteller.
Ich lächle noch ein letztes mal, als Gruss an die Vergangenheit
und ich spür die sanfte Umarmung der Müdigkeit,
die mich von der Last des Tages befreit.

Die Müdigkeit legt mich sanft ins Bett, mein Körper ist so schwer
und meine Bewegungen sind so langsam, als wäre ich im Meer.
Die Müdigkeit singt mir ihr Lied, meine Gedanken sie versinken,
noch ein letzter Zweifel der an meinen Gedanken zieht, aus Angst vor dem ertrinken.

Doch der Zweifel wird weggespühlt, von den Wellen in die Weite,
und so seh ich nur noch mich, wie ich gedankenlos im Meer rumtreibe.
Ich weiss nicht wer und wo ich bin, meine Zukunft ist verdeckt.
Als kleiner Punkt im Meer und ohne Sinn, hat mich der Schlaf nun entdeckt.

Als wäre ich ein alter Freund reicht er mir die Hand,
ich ergreife sie denn meine Zweifel und Ängste, hab ich längst verbannt.



Das ist so schön....muss ich mir merken, wenn ich wieder nicht schlafen kann:-)
Erstaunlich, daß der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist.
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Re: Gedichte

Beitragvon Isabellamay » Mo 3. Feb 2014, 18:52

Nebel



O wie gern lass ich mich von dir umhüllen,
Tauche ich in deinen atem ein,
lasse mich in deine arme fallen,

O wie dankbar bin ich dir das du mich beschützt,
das du mich verbirgst vor den blicken die auf mir lassten,
das du mir meine sorgen nimmst,

O wie gern ich dich doch vertreiben würde,
du lässt mich nicht in die ferne sehen,
durch dich bin ich alleine und für andere gar nicht da,
du verschleierst meine gedanken und führst mich in die iree!

O lieber nebel wie gern würd ich ins klare licht gehen
und mich nicht mehr nach dir sehnen!
Jede pflanze gedeiht dort am besten, wo ihr Platz ist!
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Re: Gedichte

Beitragvon Monkey » Fr 21. Mär 2014, 14:19

Die Freundschaft wurde im Himmel geboren
und hatte dort schon göttlichen Rang.
Als aber hinauf zu ihren Ohren
die erste Klage des Kummers drang,
da stieg sie eilend herab zur Erde,
daß sie der Trost der Sterblichen werde.
Seitdem sprießt Freude,
wohin sie tritt,
denn überall bringt sie den Himmel mit.
Monkey
 

Re: Gedichte

Beitragvon Anael » Mo 24. Mär 2014, 16:20

In guten Händen

Wo du ohne

Schamgefühl
Angstgefühl
Schuldgefühl

so wie du gemeint bist
du selbst sein darfst

bis du in guten Händen

© Anael


Was sonst?

Stärke
Kraft
Glück
Schutz
Heilung

Was bleibt
zu wünschen übrig?

© Anael


Hoffnungsschimmer

Durch einen Riss im Asphalt
sprießt ein Pflänzchen,
drängt sich vorsichtig, Blatt für Blatt,
hellgrün, weich und zart, ins Leben.
Da fällt ein Sonnenstahl
auf dich und meine Seele,
taucht uns in ein gold'nes Licht.
Sag, willst du meine Hoffnung nähren?

© Anael
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Re: Gedichte

Beitragvon David33 » Do 27. Mär 2014, 23:05

David33
 

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