Gedichte

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Re: Gedichte

Beitragvon Julitilia » Mi 24. Dez 2014, 06:01

6. März 2014

Du oder Gefühl

Bist DU es, der mir fehlt
oder das GeFÜHL, das du mir gibst?
Wie sehr spielt es eine Rolle,
ob ich dich und du mich liebst?

Ich weiß nichts drauf zu sagen,
stell mir selbst ja diese Fragen.
Stell sie immer wieder, wieder
und schreib alles, alles nieder
über dich und mich und uns.

Das Gefühl, das mir so fehlt,
ist ein großes, weiches, warmes.
Eins das ich nur DANN verspür,
wenn UM mich rum dein ARM ist.

Oder sein Arm, oder sein Arm,
oder seiner oder seiner,
nur nicht keiner, nur nicht keiner
und es reicht auch nicht nur meiner.

So ein Arm um meine Schulter,
sanft und stark zur gleichen Zeit,
löst in mir vor allem eins aus:
das Gefühl Geborgenheit.

Und da spielt's nur kaum 'ne Rolle,
ob es du bist oder er,
das Gefühl ist fast das gleiche.
Und ich brauch es um so mehr,

wenn du nicht da bist, er nicht da ist,
ich mit mir alleine bin,
wenn ich diese Sehnsucht spüre,
wieder suche nach dem Sinn

von dir und mir, von uns, von uns,
von Tag und Nacht mit dir.
Es fehlt mir, wenn ich aus Vergang'nem
von uns in Zukunft fantasier',
ODER mich mal wieder in VerGANGenem verlier.

Und ich stell fest, es ist nicht gleich,
nur fast, wenn du's nicht bist.
Nicht gleich, wenn's sein Arm, sein Herz, sein Sein,
nur seins, und nicht deins ist.

Und ich frag weiter, was ich will.
Will ich nun dich oder Gefühl?
Du bist so viel, viel mehr als nur
das Geborgenheitsgefühl in pur.

Es wär so einfach, nur Gefühl
zu wählen ohne dich.
Ohne Zweifel, ob du gut tust,
ob ich dich lieb und du mich.

Du bist SO viel mehr als nur
das Gefühl, das du mir gibst.
Du machst mir Angst und lässt mich hoffen,
dass ich dich und du mich liebst.

Und das quält mich, weil ich nicht weiß,
was ICH überhaupt WILL.
Weil ich nicht WEIß, will ich dich GANZ
oder ganz einfach nur GeFÜHL?

smeil
Julitilia
 

Re: Gedichte

Beitragvon Julitilia » Mi 24. Dez 2014, 06:03

Sturm

Gib mir Halt in diesem Sturm!
Gib mir Halt in diesem Regen.
Hilf mir, dieses laute Rauschen
unbeschadet zu durchleben.

(10.12.13)

Was verschwindet

Zuerst die Geräusche,
dann ist alles still.
Dann die Bilder,
mir bleibt das Gefühl.
Geruch und Geschmack und Empfindung vergeht,
bis mein Körper sinn-los da steht.
Dann gehen Gedanken,
nun Fleisch und Blut.
Ach – tut das gut.

(10.12.13)
Julitilia
 

Re: Gedichte

Beitragvon Julitilia » Mi 24. Dez 2014, 06:08

Festhalten

Wenn ich nur festhalten könnte,
was die Augen sehen,
wie sich Welten drehen,
reales Geschehen..

Ich will mehr Möglichkeiten,
diesen Weg zu schreiten.

In alle Richtungen breit genug,
alles einzusehen,
alles zu verstehen,
allem nachzugehen..

Wenn bedeutende Momente
auf ewig abrufbar scheinen,
für immer nachfühlbar wären,
mit allen Sinnen belehren,

dann wäre alles gut.

Doch ich kann nicht festhalten,
was die Augen sehen,
was nur Leute verstehen,
die so ticken wie ich.

Ich kann nicht festhalten,
wie sich Welten drehen,
in welchem Ausmaß sie stehen
und sich wieder verdrehen.

Das reale Geschehen entzieht sich mir,
es flieht vor mir.

Wenn Wege zu schmal sind,
mir Orte zu kahl sind,
ich mich zu normal find',

fehlt auch der Ansporn,
allem nachzugehen,
alles einzusehen,
alles zu verstehen.

Gefühlsmomente sind nur selten präsent,
sinnlich und nachfühlbar,
leider nicht nachFÜLLbar,
fast niemand, der das nicht kennt.

(Oktober 2011)
Julitilia
 

Re: Gedichte

Beitragvon Maxx » Sa 2. Mai 2015, 22:32

RECONCILIARE

Erst als der letzte Traum geträumt war
und der allerletzte Wunsch starb
war ich
frei

Erkannte die Welt als das
was sie gedacht war
von Anbeginn

Sah
Geburt und Vergehen
im Tanz der Zeiten

Hörte auf
ein einsames Ding zu sein
getrennt von allem
was ist

Streifte die Illusion des Menschseins ab
war eins mit allem
und doch nur Teil
wie jeder

Zeriss das Band zu den Göttern
und kehrte heim
Kleide Dich in Liebe..., denn wir sind alle - nackt.
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Bedeutende Lichter

Beitragvon Bär » Mo 4. Mai 2015, 16:39

Ich hatte ein Ziel, doch dann hab ich es ganz allein verloren
Ich hatte Mut, ich hatte eine Vision aber mein Selbstvertrauen wurde gestürzt
Und jetzt schlafe ich nicht, die Dunkelheit ist zu schwer zu ertragen
Und ich kann meine Kraft nicht aufrecht erhalten
Ich muss an mein Limit gehen, jeden Tag

Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst
Und so sage ich mir, dass ich stark sein werde
Und träumen werde, wenn sie weg sind

Weil sie leuchten mir den Weg
Leuchten mir den Weg
Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst

Stimmen, die ich in meinem Kopf höre
Die mir sagen, dass ich wertlos bin
Verstummen durch Eure Lichter
Berühre meine eigene Haut und hoffe, dass ich noch da bin
Und ich denke zurück an die Zeit, als meine Stimmen an einem anderen Ort schliefen
Das einzige Mal, dass ich mich sicher fühlte

Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst
Und so sage ich mir, dass ich stark sein werde
Und träumen werde, wenn sie weg sind

Weil sie leuchten mir den Weg
Leuchten mir den Weg
Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst

Durch Eure Lichter fand ich mein Ziel wieder
Eure Lichter zeigen mir meinen Mut, meine Vision
Eure Lichter zeigen mir mein Selbstvertrauen
Und jetzt schlafe ich nicht, denn die Ideen kommen vorbei und stellen sich vor
Und ich kann meine Kraft stärken
ich muss nicht mehr an mein Limit gehen, jeden Tag

Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst
Und so sage ich mir, dass ich stark sein werde
Und träumen werde, wenn sie weg sind

Weil sie leuchten mir den Weg
Leuchten mir den Weg
Ihr zeigtet mir die Lichter, die mich davon abhalten, zu Stein zu werden
Ihr leuchtet sie für mich, wenn ich alleine bin, auch wenn Ihr es nicht wisst

©Bär
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Richtig Wichtig?!..

Beitragvon FollowBoxx » Sa 9. Jan 2016, 23:23

Wir reden über wichtiges,
so leise ob es richtig ist..
Zu leise gehört zu werden,
bis wir doch nur Sterben..

Zu laut über andere, ohne zu denken..
So laut, um andere zu beschenken mit holen Phrasen -
Bis wir so sehr aufgasen und schließlich lachen vor Unwissenheit..
Doch wer sagt es zur richtigen Zeit?

Zu selten miteinander -
Untereinander eher stumm und kläglich dumm..
Info's geben wir uns nicht Preis -
Ohne scheiss, es ist lachhaft -
Bis das Ende uns wach macht..

Dabei könnte Intelligenz uns lenken und steuern in Richtung "RICHTIG"..
Doch das nimmt keiner von uns "WICHTIG"!!..
FollowBoxx
 

Schöne Welt..

Beitragvon FollowBoxx » Sa 9. Jan 2016, 23:28

Ich seh grüne Wies’n – blauen Himmel,
bunte Häuser voller Leben..
Kinder spielen den ganzen Tag,
wollen noch so viel schönes erstreben…
Doch nun knallt es überall,
was durch den Himmel fliegt ist schlecht..
graue Zone zieht durch das Land,
jetzt müssen wir wandern ohne Recht…

Ohne Recht kommt das Böse,
will nehmen – was uns gehört..
Wir würden teilen – ohne Frage,
doch die Gewalt hat uns verstört!..
Sie nehmen uns – was wir lieben,
ertragen nicht unser Glück..
Hassen all’ die nicht so denken,
ENGSTIRNIG! – es ist verrückt!!…

Haben geträumt,
davon gelebt..
Bis zum Schluss,
hier alles erlebt..
Fanden das Leben schön,
das Leben sei frei..
Doch dann war der schöne Traum … letztendlich vorbei..

Wollen wir nicht alle eine bessere Welt?..
Wollen wir nicht auch, das sie ALLEN gefällt?..
Wollen wir nicht alle – die Sonne seh’n?…
Dann müssen wir zurück..
lasst wieder eine “schöne Welt” entsteh’n!…
FollowBoxx
 

Mein Stern :-)

Beitragvon FollowBoxx » Sa 9. Jan 2016, 23:30

Auf einmal bist du uns nah,
nach so langer Sehnsucht und Angst,
bist du endlich da...
Du liegst in unseren Arm - bist so warm,
das wir dich lieben, bringt allein schon dein Charme...
Haben dich erwartet und sind doch baff,
deine Geburt war mehr als taff...
Jetzt dürfen wir dich lieben und hoffen du tust es auch -
Unser Leben hat einen neuen Sinn,
das sagt uns der Bauch...
Sollten wir uns jeh streiten,
das passiert auch -
Werden wir trotzdem da sein, wenn du uns brauchst...
Die Familie ist heilig, eine eigene Welt - in der Mama und
Papa für dich alles erhellt...
Wir sind für dich da und du auch für uns -
Eine liebende Familie ist die neue Kunst...
Wir sind da, dir nah -
Nicht fern, "mein Stern"...
FollowBoxx
 

Re: Gedichte

Beitragvon phoenixe » Fr 15. Jan 2016, 00:00

Der Boden der Tatsachen - oder: wie ich lernte neu zu sehen...

Es ist tatsächlich so einfach
so beschämend banal.
Es erschrickt mein Innerstes
und wirft mich zurück
in eine Zeit
in der ich zu hoffen wagte;
den Glauben an ein größeres Ganzes besaß
von dem ich annahm
ich sei` zu unwissend und klein
zu erkennen.
doch der Tag ist gekommen
ohne, dass ich ihn rief.

Der Tag,
an dem in mir das Innerste zusammenlief
Alles Große begann zu schmelzen
alle Mythen brachen ein.

Es ist tatsächlich so einfach
auch wenn es mehr schmerzt als der Schein
Es kommt die Entscheidung
von Außen bricht sie über Dich herein
und manchmal ganz tief aus Dir heraus
- doch dies´mag eine Seltenheit sein

Wie willst Du sein?
Es kommt eine Grenze
und Du stehst vor ihr allein;
allein wie Tausende Seelen
ein Schicksal - ein Klagen
wie konnt´es vergehen?

Wie konnt´ich nur glauben
meinen Weg straff zu gehen?

Es ist tatsächlich so einfach
so schrecklich banal -
ein Mensch ist am Ende;
kein Mensch ist mehr da.
Es teilt sich die Masse;
es ist wie ein Code
Nur die, die es spürten
verstehen die Not!
Der Schmerz ist die Antwort
so leid es mir tut

Wer nie spürte den Abgrund
wird niemals verstehen
es teilt sich die Menschheit
es ist so einfach
die Wahrheit zu sehen

Menschen dort draußen -
nur zweierlei Maß
die, die sich verraten
und die, die es traf

die, die getroffen
vom Schmerz und der Pein
haben das Schicksal,
nie,
nie mehr frei zu sein

man kann es nicht täuschen -
das Gefühl ist ein Stich
alles vergeht anders
alles verliert sein Gesicht
Und gehst du des Weges
und hast dabei Glück
findest Du in einem kleinen Blick
Deine schmerzvolle Erkenntnis des Lebens zurück

Es ist tatsächlich so einfach
so erschreckend banal
der Schmerz ändert alles
der Schmerz allein ist real
...
... also bin ich nischeninhaberin, -verwalterin und mit den jahren -verfechterin geworden...
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Re: Gedichte

Beitragvon Idira » Sa 16. Jan 2016, 13:04

Hallo Phoenixe,

nach langer Zeit wieder ein Gedicht von Dir.
Ich freue mich darüber, denn es ist mitnichten egal, ob Du hier bist oder nicht.
Deine Worte verhallen nicht im luftleeren Raum, sondern berühren Herzen.
Meins jedenfalls, vielleicht war es falsch Dir das nie gesagt zu haben?

Liebe Grüße
Idira
Poetischer Funkenflug
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Registriert: Di 26. Jul 2011, 13:42

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