Gedichte

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Re: Gedichte

Beitragvon Steffee » Di 26. Jan 2016, 16:23

Beides sehr schöne Gedichte Dreaon! _flov_ Auch das Englische echt toll! Finde ich cool. _yessa_

Bevor ich es - typisch für mich - bald wieder löschen werde, mach ich mir mal Mut und stelle ein Gedicht rein, das ich auf einer Zugfahrt angefangen habe zu schreiben, während ich an einer ganz bestimmten Person dachte... 647&/ Und diese wird dies hier nie lesen, darum möchte ich es mit euch teilen.

Vielleicht

Lieber N.

wenn ich an Dich denke,
kriege
ich Fieber,
aber das ist mir 1000mal lieber,
als Dich für immer zu vergessen.
Sag, bin ich etwa besessen
von Dir?
Ich weiß, es liegt nur an mir.
Doch wenn ich schon nich'
Dich wieder sehen werde,
so will ich,
solange ich auf dieser Erde
schwelge,
mich immer an Dich erinnern
und in meinem Inner'n
die wärmenden Strahlen genießen,
die sich dann dauernd in meinem Herzen ergießen.
Das alles hat natürlich keinen Sinn.
Doch ich fürchte, ich bin
nicht nur verknallt in Dich.
Nein, es ist ernster – N. ich liebe Dich.
Ich habe noch nie so einen
starken, ehrenhaften, ehrlichen
Menschen,
so einen
gefühlvollen, gutherzigen, sensitiven
Mann
getroffen,
wie Dich.
Und egal, was andere denken oder sagen, für mich
bist Du tatsächlich das wundervollste,
was ich 2015 erlebt habe.
Bist das Licht, was mich für eine Weile
aus meiner Dunkelheit befreite.
Denn ohne, dass Du etwas großartiges tun musstest,
zaubertest
Du mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.
Natürlich
weine ich hin und wieder um Dich,
doch der Schmerz ist kein böser.
Nein, er ist ein...schöner...
Er ist wie Fallen und Fliegen,
wie Ertrinken und Atmen,
wie Schreien und Singen,
gleichzeitig.
Sanftmütig, artig
und doch bissig, blutig.
Würde ich jetzt mit diesem Schmerz zum Tode verurteilt werden,
weil meine Gefühle alle Regeln der Vernunft brechen,
so würde ich ihn dankend ertragen,
und lieber unschuldig aber rechtens sterben,
als mit der Verleugnung meiner Gefühle weiterzuleben.
Ich habe damals mit Dir geweint,
und fühlte mich dadurch mit Dir vereint.
Ich habe lange mit Dir gelitten,
doch es lief darauf hinaus, dass wir uns bald selber stritten.
Ich habe mit Dir duweißtwen gehasst,
und nun bin ich selbst die, die Du hasst.
Ich habe leider viele Fehler gemacht,
aber daran habe ich nicht gedacht.
Ich wollte Dich doch nur glücklich sehen,
doch ich konnte Dich bald nicht mehr verstehen.
Und so wurde ich Dir nur zur Last,
ein dünner, spröder, gebrochener Ast.
Meine Entschuldigung hast Du nicht angenommen
und meine Schuldgefühle haben mich sogleich übernommen.
Sie haben mir meinen Schlaf genommen
und dann habe ich auch noch Fieber bekommen.
Doch Du hast halt deinen eigenen Geist,
und das ist gut so, denn Du bleibst
einzigartig, besonders, unverbesserlich.
So bist Du und so sehe ich Dich.
Ich habe Dich aus Liebe gehen lassen,
und musste meinen Kumpel ohne zu wollen,
aus meinem Leben streichen.
Doch ich hoffe,
dies hier wird ausreichen,
um Dir ein Lächeln zu entlocken.
Und falls ich das nicht schaffe,
dann habe ich Dich wirklich verloren.
Falls Du aber, selbst nur im Inneren,
von außen verborgen,
lächelst,
vielleicht,
ja vielleicht
hab ich ja dann ein winzig kleines Stückchen
deines tapferen Soldaten-Herzens zurück gewonnen...

Aber nur
vielleicht... smuld big_cry2
*cat*
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Re: Gedichte

Beitragvon phoenixe » Di 26. Jan 2016, 22:23

Idira hat geschrieben:
phoenixe hat geschrieben:@ Idira: Deine Worte berühren mich sehr! Nach so langer Zeit habe ich nicht damit gerechnet, dass sich jemand an mich erinnert. Danke!


Liebe Phoenixe,

Worte auf die Reise schicken – Darauf vertrauen, dass sie ihr Ziel finden werden!
Selbst wenn unsere Schritte längst verhallt sind, ankert doch unsere Poesie weiter in manchem Herzen.

Die Zeit geht ihrer Wege, aber Worte werden bewahrt.
Erinnerst Du Dich an Deine eigenen?

Liebe Grüße
Idira



Oh wie schön, liebe Idira!
Ich glaube Du hast des Pudels Kern getroffen; weshalb ich selbst mich getraut hatte, meine alten Worte und Gedanken hier zu platzieren -
ohne, dass ich es wusste.
Es geht um genau diese zarte Form der Beständigkeit.
Das Gefühl dahinter.

Ich kann Dir nur aufrecht danken, dass ich mich so verstanden fühlen darf!

Liebe Grüße sendet Dir
phoenixe
... also bin ich nischeninhaberin, -verwalterin und mit den jahren -verfechterin geworden...
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Re: Gedichte

Beitragvon Dreaon » Mi 27. Jan 2016, 14:45

Steffee hat geschrieben:Beides sehr schöne Gedichte Dreaon! _flov_ Auch das Englische echt toll! Finde ich cool. _yessa_

Bevor ich es - typisch für mich - bald wieder löschen werde, mach ich mir mal Mut und stelle ein Gedicht rein, das ich auf einer Zugfahrt angefangen habe zu schreiben, während ich an einer ganz bestimmten Person dachte... 647&/ Und diese wird dies hier nie lesen, darum möchte ich es mit euch teilen.

[...]


Vielen Dank, Steffee! :)

Deine Gedichte finde ich auch sehr schön, gefallen mir! _thum_

Und gerade das zweite wirkt sehr direkt, offen, intensiv.. Respekt!
Da gehört auf jeden Fall auch Mut dazu, es hier rein zu stellen.

Was das Löschen von Texten und Gedichten betrifft:
Ich kenne das Bedürfnis danach, und manches Mal hab ich auch schon etwas von mir gelöscht.
Mitunter schreibt man ja auch primär aus dem Grund, etwas raus zu lassen und eine Situation, eine Erfahrung, ein Gefühl o.ä. zu verarbeiten.
Wenn es einen hinterher dann noch bedrückt oder belastet, und man es loslassen will, dann kann ich verstehen, wenn man dafür auch was löscht. Ist ja letztlich einem Selbst überlassen, und das Loslassen an sich kann auch etwas sehr gutes, hilfreiches sein.

Wenn ein Gedicht nicht "gut genug" scheint, würde ich es aber nicht löschen. Ich habe dafür einen extra Ordner, "Unfertig / Unvollended", in den ich alles rein geschoben habe, mit dem ich nicht zufrieden war oder was ich eben nicht als "fertig" empfand. So kann ich immer noch mal daran arbeiten und die Gedichte verbessern - manchmal sind es auch nur Details oder eine bestimmte Stelle, die mich stören.
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Re: Gedichte

Beitragvon Steffee » Mi 27. Jan 2016, 17:51

Dreaon hat geschrieben:Deine Gedichte finde ich auch sehr schön, gefallen mir! _thum_

Und gerade das zweite wirkt sehr direkt, offen, intensiv.. Respekt!
Da gehört auf jeden Fall auch Mut dazu, es hier rein zu stellen.


Vielen, vielen Dank für das Kompliment! sblätter

Dreaon hat geschrieben:Wenn ein Gedicht nicht "gut genug" scheint, würde ich es aber nicht löschen. Ich habe dafür einen extra Ordner, "Unfertig / Unvollended", in den ich alles rein geschoben habe, mit dem ich nicht zufrieden war oder was ich eben nicht als "fertig" empfand. So kann ich immer noch mal daran arbeiten und die Gedichte verbessern - manchmal sind es auch nur Details oder eine bestimmte Stelle, die mich stören.


Das mit dem Ordner ist eine gute Idee! Darauf bin ich nicht gekommen. Richte ich mir auch ein, dann kann ich irgendwann mal immer noch welche löschen, wenn sie mir nicht so gelingen, wie ich es gerne hätte. Danke für den Tipp! _yessa_
*cat*
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Re: Gedichte

Beitragvon Steffee » Do 4. Feb 2016, 20:51

Kein Gedicht, aber trotzdem...

Wieder Tag

Es war wie die Sonne, die dort unten, im weiten Horizont zwischen den Bäumen unterging. Man sah sie, wünschte sich, dass sie nicht ging, dass sie blieb. Man wollte sie greifen, festhalten, ihr nahe sein. Aber dann spürte man, dass man das nicht konnte. Dass man sie nie erreichen werden würde. Dass man sie nie aufhalten werden könnte. Denn sie machte das, was sie immer tat – sie verschwand einfach. Es war ihr freier Wille zu gehen. Und genau das akzeptierte man dann auch. Denn man wüsste oder hoffte, bald würde sie wieder aufgehen und einem wieder so nahe sein, mit voller Energie und Wärme – wie man es sich wünschte.
Und so fühlte es sich auch mit ihm an. Ich konnte ihn nicht festhalten und ihn dazu bringen, mir nahe sein zu wollen. Nein, er musste es schon aus freien Willen tun, so wie die Sonne. Doch wusste ich nicht, wie viel Zeit vergehen würde, bis sie wieder aufging, oder ob sie es überhaupt tat. Doch die Hoffnung darauf war groß.
>Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut aus geht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.< (Vaclav Havel)
Also saß ich hier, mit der Hoffnung in meinen Händen, schloss die Augen und wartete... Wartete...vergeblichst...
Als mir dies bewusst wurde, öffnete ich wieder die Augen und starrte in die endlose Dunkelheit vor mir, hob den Kopf und sah den aber tausenden von glänzenden Sternen entgegen - bezauberten mich... So schön, er war so schön...doch er würde nicht aufgehen – nein, nicht für mich. Denn er war die Nacht und ich der Tag. Er war die dunkle und kalte Nacht und auch, wenn er so viel Schönheit besaß, er tat mir nicht gut... Er ließ mich erfrieren...machte mir mit seiner Dunkelheit Angst... Und das Licht, was ich ihm schenkte, erlosch einfach sofort wieder in der Dunkelheit wie Feuer in Wasser. Und somit schloss ich abermals die Augen und wartete. Wartete auf den Wiederaufgang der Sonne in mir und in meinem Herzen. Und als ich sie wieder öffnete, da blendete mich ein leichter, angenehmer Lichtstrahl, dort hinten vom Horizont aus, durch die Blätter der Bäume... Er war nur leicht, zart. Aber er war da und mehr als Hoffnung. Er war ein kleiner großer Schritt auf den richtigen Weg zu mir selbst. Und da wurde mir wieder warm und die Angst verflüchtigte sich langsam, still. Nach langem stand ich endlich wieder auf, erhob mich, streckte und reckte mich, und lächelte dem Lichtstrahl entgegen. Denn es war wieder Tag.
*cat*
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Re: Gedichte

Beitragvon reskimus » Do 4. Feb 2016, 20:58

...soll jeden tag die sonne in dir aufgehen!
wirklich schöne worte, steffee!
reskimus
 

Re: Gedichte

Beitragvon Steffee » Do 4. Feb 2016, 21:04

Danke! _rosegirl_ 647&/
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Re: Gedichte

Beitragvon Schwarzes~Schaf » Sa 13. Feb 2016, 21:32

Hier eine schöne Geschichte, die ich eben erzählt bekommen habe:

Es war einmal eine kleine Prinzessin, die lebte auf einem kleinen roten Apfel in dem ein kleiner grüner Wurm wohnte.
Eines Tages kam der Wurm vom Apfel raus und sah, wie schön die Prinzessin war. Und dann hat der sich in die verliebt und die haben geheiratet und Kinder gekriegt und die haben einen grünen Schwanz gehabt und des waren kleine Feenprinzessinen mit einem Zauberstab.

Wenn das mal keine herrliche Geschichte ist... _läch_
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Zerbrochen

Beitragvon dennis108 » Di 8. Mär 2016, 15:39

Zerbrochen

Was ist zerbrochen schreit das kleine Kind,
es wisset nicht das es nicht gehöret,
gar wahrgenommen werden kann.
Es schläft gar fest,
versucht zu entfliehen,
doch gelingt es immer nur mit Nichten,
da im Stillen sitzt des finstern Gesicht,
beobachtet was anderen fern,
was anderen vergessen.
So ist des dunklen Nacht,
zum tage angebracht.
Zieht es sich zurück,
begrenze sich auf schatten.
Wer wisset schon,
das es freut und leit auch teilet,
so sehr das es fast zerbricht,
jeder siehed nur die fassete,
und fürchtet sich bis ins Mark.
Schmerz ist wie Feuer,
es schmerzt und doch reinigt es,
die gepeinigte Seele.
Doch kann das niedliche kleine Kind,
nicht auch unter dieser Reinigung brechen,
was ist wenn es nicht kann tragen die ihm auferlegte last.
So scheint es zu weinen,
doch bleibet dies verborgen,
in der gar finsteren Vereinigung der schatten in der unendlichen Nacht.
Selbst wenn das Tageslicht des Jungen Wangen sollet streicheln,
würde niemand erkennen was ihn so sehr bewegt,
denn es fehlet im an dem wohl wertvollstem Element,
dem kühlen nass,
nichts kann seine Augen mehr benetzten.
Die, die ihm lieb und teuer,
wurden ihm immer ferner,
ja verschwanden teils in gar wilden Fantasien,
zürmten sich zu schierlos,
aneinander reihenden,
realen wie surrealen Träumen,
die ihm gelegt in des windes Schlaf.
Doch was leitet ihn,
der Glaube er könne helfen den Menschen,
die,
gar in Not,
oder der Glaube an den einen den Gott?
Es war wie es mir scheint ein sinnloses unterfangen,
doch er machte weiter,
schob den schmerz bei Seite und betrachtete,
was blieb wenn er ging in die weite Nacht.
Wenn ihn sollet verstehen einer,
so schaue er in den Himmel und seie sicher, dass er findet,
seinen angelasteten platz.
Das Schicksal ob es nun existiert oder nicht,
habet einen platz für einen jeden von uns.
Viele nicht verstehen,
nein nicht sehen das sie leben auf dieser Welt,
nicht nur um seines gleichen,
zu verletzten wo immer es gar möglich scheint.
Nein die Welt steckt voller Wunder,
nur gesehen werden,
müssen sie nicht mit dem Auge,
was zeiget uns so vieles,
nein man müsse sie sehen mit des Herzens,
kleinen aber doch untrügbaren Blick.
Vieles vergeht im stetigen auf und ab,
was uns bleibt ist oft nur das was,
wir vorher,
am meisten verachteten,
und am Schluss wenn kommet die dunkle Nacht wir am meisten begehren.

Gez. Devlon
dennis108
 

Re: Zerbrochen

Beitragvon dennis108 » Di 8. Mär 2016, 15:40

Etwas was ich in meiner Jugend geschrieben habe.
dennis108
 

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