Gedichte

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Re: Gedichte

Beitragvon sanfte_Wellness » So 5. Feb 2012, 09:37

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Re: Gedichte

Beitragvon Visenya » Mi 14. Mär 2012, 22:05

Fernweh

Wenn ich aus dem Fenster schau
wenn ich die Vögel fliegen seh
wenn die Gedanken sich verfangen
Dann will ich fort von hier

Sobald ich aus der Türe geh
Sobald ich den grauen Himmel seh
Sobald ich die Sonnenstrahlen spür
Dann will ich fort von hier

Auf und davon
Fort von hier
All meine Sorgen
Bleiben hier
ganz fest verschlossen
und gut versteckt
damit sie niemand außer mir
jemals wieder entdeckt

von mir, Ende 2011
Your life does not get better by chance, it gets better by change.
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Re: Gedichte

Beitragvon Seepferdchen » Mi 14. Mär 2012, 22:35

Indianer – Sehnsucht
von Khalil Gibran


Mein Herz schlägt wild wie die
Trommeln die
bis ins Innerste vibrieren
in meinen Träumen schicke ich dir
gute
Gedanken meine Liebe begleitet
dich.

Sie wärmt dich wie ein Feuer wenn
Du matt und
müde bist und zeigt
Dir den Weg zurück.

Möge der grosse Geist dich
beschützen dir
Flügel verleihen wenn Du am Abgrund
stehst
und es kein Entkommen mehr gibt.

Die Wölfe heulen ihr Nachtlied
während die
Pferde ruhig schlafen
Ein Käuzchen wacht vor meinem
Tipi.

Mein Atem geht hastig ich vermisse
Dich und
fühle
dass der wichtigste Teil von mir
fehlt.

So schwebe ich dahin mit dem Wind
weine mit
den klagenden Wölfen
und tanze mit den Schatten der
Nacht
Glück entspringt dem heilen Leben. Das heile Leben entspringt der Natur.

http://www.youtube.com:80/watch?v=H48iQiBqaw8
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Re: Gedichte

Beitragvon Seepferdchen » Mi 14. Mär 2012, 22:42

Noch ein Gedicht, von Erich Kästner. Es ist zwar glaube ich, aus den 50iger Jahren. Spiegelt aber den einen oder anderen Mann (nicht HSP-Mann) wieder, den ich getroffen habe.
Es ist ein Abschiedsbrief eines Mannes an eine Frau.


Ein Mann gibt Auskunft

Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Du wusstest, was ich wollte, stets und gehst.
Ich wünschte zwar, ich könnte dir’s erklären,
und wünschte doch, dass du mich nicht verstehst.
Ich riet dir manchmal, dich von mir zu trennen,
und danke dir, dass du bis heute bliebst.
Du kanntest mich und lerntest mich nicht kennen.
Ich hatte Angst vor dir, weil du mich liebst.
Du denkst vielleicht, ich hätte dich betrogen.
Du denkst bestimmt, ich wäre nicht wie einst.
Und dabei habe ich dich nie belogen!
Wenn du auch weinst.
Du zürntest manchmal über meine Kühle.
Ich muss dir sagen: Damals warst du klug.
Ich hatte stets die nämlichen Gefühle.
Sie waren aber niemals stark genug.
Du denkst, das klingt, als wollte ich mich loben
Und stünde stolz auf einer Art Podest.
Ich stand nur fern von dir. Ich stand nicht oben.
Du bist mir böse, weil du mich verlässt.
Es gibt auch andre, die wie ich empfinden.
Wir sind um soviel ärmer, als ihr seid.
Wir suchen nicht. Wir lassen uns bloß finden.
Wenn wir Euch leiden sehen, packt uns der Neid.
Ihr habt es gut. Denn Ihr dürft alles fühlen.
Und wenn Ihr trauert, drückt uns nur der Schuh.
Ach, unsere Seelen sitzen wie auf Stühlen
Und sehn der Liebe zu.
Ich hatte Furcht vor dir. Du stelltest Fragen.
Ich brauchte dich und tat dir doch nur weh.
Du wolltest Antwort. Sollte ich denn sagen:
„Geh!“.
Es ist bequem, mit Worten zu erklären,
Ich tu es nur, weil du es so verlangst.
Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Und wer kommt nun? Leb wohl! Ich habe Angst.

(Erich Kästner)
Glück entspringt dem heilen Leben. Das heile Leben entspringt der Natur.

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Re: Gedichte

Beitragvon Maxx » Mi 14. Mär 2012, 23:28

LIEBE

Den endlos langen Tag
in Gedanken bei Dir

Gefühle
die MICH nicht spüren lassen
die Last des Tages

DEIN KÖRPER
DEIN HERZ
DEINE SEELE

CHAOS IN MIR
BIS ICH DICH FÜHLEN KANN

bis aus ZWEI
EINS wird

nichts mehr zwischen UNS ist
als EWIGKEIT


EWIGKEIT
die nichts mehr duldet neben sich

EWIGKEIT
IN ALLEN FARBEN

EWIGKEIT
DEN LAUF DER ZEIT
AUSLÖSCHEND
Kleide Dich in Liebe..., denn wir sind alle - nackt.
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Re: Gedichte

Beitragvon Seepferdchen » Do 15. Mär 2012, 22:21

maxx hat geschrieben:LIEBE.......

bis aus ZWEI
EINS wird

nichts mehr zwischen UNS ist
als EWIGKEIT ........


Das gefällt mir.

Seepferdchen
Glück entspringt dem heilen Leben. Das heile Leben entspringt der Natur.

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Re: Gedichte

Beitragvon Maxx » Fr 16. Mär 2012, 11:18

danke2
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Re: Gedichte

Beitragvon Dreamfields » Fr 16. Mär 2012, 20:02

Ich finde alle eure Gedichte wunderbar und fühle mich dadurch gleich zuhause hier. Eure Zeilen berühren meine Seele :-)
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Re: Gedichte

Beitragvon Dreamfields » So 18. Mär 2012, 18:12

Kein Gedicht, aber ein Text aus einer der Geschichten, die ich geschrieben habe (ich schreibe gerne Geschichten von historischen Sachen bis Science Fiction, aber auch Gedichte und Lieder). Dies ist aus einer Geschichte, die in Irland und Schottland spielt und gelegentlich in die Anderswelt abglitt...lol:

Die Tage reihten sich aneinander wie die Wellen des Ozeans, wie Perlen auf einer Kette, wie die Träume vieler Nächte. Wir sahen keine Sonne und keine Mondgezeiten. Helles Licht durchtränkte die Baumwelt, abgelöst zu ihrer Zeit von Sternenwächtern. Viele Lieder erklangen. Sie erzählten von anderen Welten und anderen Zeiten, von Freude und Schmerz, Traum und Wirk-lichkeit. Ewig schien der Vorrat an Gesängen zu sein, ewig wie diese Welt und alles, was in ihr lebte und ewig wie unser Sein. Das Gras war Gesang, das Wasser war Wort, der Wind das Instrument. Sie und unsere Stimmen, miteinander verwoben, waren die Flügel, die uns empor-hoben und uns gleichzeitig in unser Innerstes trugen. Die Luft war diamantklar und gleichzeitig voller Licht und Farbe wie ein Opal. Die goldene Zeit war so oft hinter Schleiern versteckt und doch nie ganz verschwunden. Alles schimmerte aus sich heraus in leuchtenden und reinen Tö- nen, ineinander spielend in sanften Harmonien. Brunnen sahen wir, die Strahlen aus einer verborgenen Kraftquelle emporsandten, und strahlende Wesen, die in diese Wasser eingingen, sie einatmeten. Vollkommenheit war um und in uns wie die Vollkommenheit einer Blume. Eine Schönheit, die nie durch eine dunkle Tat getrübt worden war, die nie zwischen Gut und Böse hatte entscheiden müssen. Wir waren Teil dieses Reigens, der keinen Anfang und kein Ende kannte. Lichtströme und Klang flossen auch durch uns und rannen in unserem Blut durch unsere Adern.

Wenn wir nachts erwachten und über Rasenflächen schritten, erwachte das von unseren Füßen gestreifte Gras zu lebhaften Farben und glitzerte hinter uns her wie ein Schweif aus grünem Feuer. Wurde ein Vogel im schattigen Wald aufgescheucht, verwandelte er sich in ein geflügeltes Juwel aus Blau, Rosenfarben, Gold und weiß, und die Blätter, die seine Schwingen berührten, loderten auf in smaragdgrünen Flammenflocken. Sein Gefieder im Sternenlicht erleuchtete die Nacht.

Ging dieses Sein dem Menschen verloren, weil sich sein Herz erhob aufgrund seiner Schönheit und seine Weisheit korrumpiert wurde aufgrund der eigenen Helligkeit? Kam er dem Feuer zu nah aus Wissensdurst und Machtstreben? Gut und Böse entstanden aus der selben Quelle. Dort, wo das Böse in der Welt aufgerufen wurde schwächte es das Gute und arbeitete an der Vernichtung. Und während in der Sidhe das Gute die Wesen und Das Sein zur Ewigkeit geleitet hatte, waren wir in der anderen Welt sterblich geworden und hatten unsere Unschuld verloren.

Wer würde die Menschen zurückführen, wenn sie in Liedern oder Lichtern einen kurzen Blick auf die andere Seite werfen konnten und ahnten, was sie verloren hatten? Wer würde dann noch Haß empfinden, wenn er unter dem Mantel der Dunkelheit seinen gefangenen Geist sehen könnte und entdeckte, daß alle Kinder der Ewigkeit sind? Würden sie sich nicht alle wieder nach dem Heraufziehen des großen Augenblicks im Zwielicht der Zeit sehnen, wenn aus Felsen, Bäumen und allem Lebenden die Geister heraustreten und erkennen, daß sie verwandt sind? Könnten doch alle zurückkehren in diesen Zustand, so wie wir es konnten! Dann wäre es nicht mehr nötig, zu heilen oder zu sprechen, denn dann wären alle Wunden geheilt und jeder Geist klar.
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Re: Gedichte

Beitragvon Dreamfields » So 18. Mär 2012, 18:13

Für Dave, meinen Anamcara (Seelenfreund):

Zwischen Traum und Mondgezeiten
Webt das Licht den neuen Tag.
Ein erster Schimmer hellt das Dunkel
Wo eben noch ein Schatten lag.

Aus Ewigkeiten schwingt ein Lied
Von Sternenwächtern in die Welt,
Und erste Diamanten glitzern
Wo Leuchten auf das Wasser fällt.

Noch zögernd ist der junge Morgen,
Verspricht uns kaum die Wiederkehr,
Noch hüllt die Nacht das Leben ein
Und atmet still das große Meer.

Dann endlich ruft die gold´ne Zeit,
Vermählen Wasser sich und Licht,
Und strahlend wiegt sich unser Herz
Wo Sonnenschein durch Wellen bricht.

Der Wind trägt meine Seele
Auf seinen Flügeln fort von hier
Zu grünen Tälern, Meeresleuchten
Zu blauen Seen, hin zu dir.

Du bist das Leben, bist der Traum
Bist meine Seele und mein Licht.
Und wenn der Tag sich wieder neigt
Vergesse ich dich nicht.
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