Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen gibt

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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Licabu71 » Mi 17. Sep 2014, 00:52

Diese unangenehme Wärme, wenn einem die Schamesröte ins Gesicht schießt, weil man sich an eine jahrelang zurück liegende peinliche Situation erinnert, die man noch genauso empfindet wie damals

Dieses wehmütige Ziehen im Bauch, wenn man sich an die Vorfreude auf Weihnachten erinnert, die man als Kind empfunden hat und die man nie wieder so hat heraufbeschwören können

Diese pure Lebensfreude, wenn man im Sommerurlaub nach einem Gewitter barfuß über eine Wiese rennt

Das Gefühl von Geborgenheit, wenn man nach einem schweren Tag nach Hause kommt und in den Arm genommen wird
Licabu71
 

Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Augenblick » Mo 29. Sep 2014, 13:13

Dieses emotional -verstopfte Gefühl, wenn man abwarten muss, aber nicht abwarten will,
es aber dennoch tut und man letztendlich nur abwarten kann, aber man lieber warten wollen würde
als zu müssen und am Ende gar nicht weiß, ob das, worauf man da wartet, überhaupt das (Ab)Warten wert ist…. _%_
Das lineare Kausalitätsdenken liefert schon lange keine Erklärungen mehr:
Auf A muss nicht B folgen.

~Paul Watzlawick~

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel
Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.

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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Augenblick » Mo 16. Feb 2015, 16:49

Dieses einzigartige und selige Gefühl dem Jenseits nahe zu sein, wenn man sich wie ein gestrandeter Wal in einer kleinen Kabine befindet, mit einem weißen Vorhang, weißen Wänden, mit Blick auf eine weiße Decke und stöhnenden Leidens-Geräuschen aus den Nachbarkabinen, während man halbnackt 30 Minuten lang auf einer Liege liegt, die Füße mittlerweile einem Eisblock gleichen und man sehnsüchtig auf „Erlösung“ wartet, nämlich dass der Halbgott in Weiß mit seinen gesegneten Akupunkturnadeln erscheint, um einen ins „Himmelreich“ zu piksen und dann den alles entscheidenden „heiligen“ Satz zu sprechen:
„Und nun entspannen Sie sich mal 20 Minuten!“

Halleluja!!!

Bild
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon little_mouse » Do 12. Mär 2015, 19:49

Das wohlig-warme Gefühl, wenn einem plötzlich bewusst wird, wie sehr man den Menschen, dem man gerade in die Augen blickt, liebt. wub

Das unangenehm ziehende Gefühl in der Bauch- und Herzgegend, wenn man ein verletzendes Wort hört.

Die kindliche Freude über die ersten frühlingshaften Tage. Wenn die Sonne wärmer wird, die ersten Blumen wachsen und die ersten Hummeln diese Blumen anfliegen, wenn überall alles sprießt und die Vorfreude auf den Sommer wächst.
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Augenblick » Mo 20. Apr 2015, 11:17

Dieses unbeschreibliche und fast schon unbehagliche Kribbeln, das sich nach dem Aufstehen durch den ganzen Körper zieht und einfach nicht aufhören will.
Man dann den Blick in den Spiegel wagt und dieses „gewisse“ Funkeln in den Augen und ein unverschämtes Grinsen entdeckt und man in diesem Augenblick erkennt, dass man den Rest des Tages
nicht alleine verbringen, sondern unausweichlich vom „Schalk im Nacken“ begleitet werden wird...
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon suikerspin » Mo 20. Apr 2015, 12:55

Dieses Glücksgefühl, dass man weinen möchte, weil es fast nicht zu ertragen ist, weil man in diesem Spiel Worte findet, die sich anfühlen wie siamesische Zwillingsworte und dabei das Lied hört "Make someone happy".

_floating_heart _wol_ _floating_heart _wol_ _floating_heart
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Peka9 » So 24. Mai 2015, 23:18

Das Gefühl, wenn es in der Seele beginnt dunkel zu werden und plötzlich ein Licht von Außen hinein scheint.

Dieses warme und geborgene Licht lässt die Dunkelheit weichen und der Blick auf der Seele läßt das eigene Leben erkennen:

Mensch sein ist etwas Schönes.
"Leben muss man das ganze Leben lang lernen" Seneca
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Augenblick » Do 11. Feb 2016, 14:58

Dieses dumpfe und plötzlich auftretende Gefühl, das über den ganzen Körper fließt, wenn man ganz überraschend feststellt,
dass man nicht nur Mitgefühl für Menschen, sondern offenbar auch für einen Gegenstand besitzt, wie z.B. den Regenschirm,
dessen Dienste man zwar dringend benötigt, aber man ihn aus ganz „besonderer Fürsorge“ wohlbehütet zu Hause hat liegenlassen,
damit er nicht nass wird…
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon joy » So 14. Feb 2016, 16:33

das Gefühl, wenn man von so vielen Gefühlen so voll ist, dass man zu zerplatzen droht. Niemand zu haben, dem man sich offenbaren kann, aber sich jemand zu wünschen. Zu wissen, dass es das Ventil für all die Gefühle gibt, man es aber noch nicht gefunden hat...
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Re: Wortschöpfungsspiel | Gefühle, für die es keinen Namen g

Beitragvon Lucia » Mo 29. Feb 2016, 16:05

Augenblick hat geschrieben:... z.B. den Regenschirm,
dessen Dienste man zwar dringend benötigt, aber man ihn aus ganz „besonderer Fürsorge“ wohlbehütet zu Hause hat liegenlassen,
damit er nicht nass wird…


oder nochschlimmer: ... vom Sturm zerfetzt wird und er dann zu Grabe getragen werden muss.

das Gefühl tiefer Dankbarkeit, wenn der Typ von der Autowerkstatt einem einen Moment der Stille mit dem vom blöden Ehemann geschrotten Lieblingsauto gibt, um sich angemessen endgültig von ihm verabschieden zu können
RIP mein lieber kleiner Corsa

PS: den Mann hab ich noch, der ist ja nicht nur blöd, der hat auch seine Vorzüge _thum_
Lucia
 

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