Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

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Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon philnickel » Sa 28. Nov 2015, 02:35

Bei all dieser ach so geäußerten "Tierliebe" täte mich jetzt nur noch interessieren, wer hier zumindest Vegetarier ist, wenn schon nicht Veganer!?
Oder zumindest Konsument von tierischen "Produkten" aus "artgerechrter" Haltung?
Oder bezog sich jene "Liebe zu dem Wesen eines Tieres" nur auf das eigene Haustier, wie Katze und Hund auf des deutschen Lieblingsstandarttier!?....?
philnickel
 

Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon Nordsternchen » So 29. Nov 2015, 01:47

Ich bin Vegetarier...und das schon seit über 20 Jahren...
Nordsternchen
 

Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon jules1976 » So 29. Nov 2015, 10:17

philnickel hat geschrieben:Bei all dieser ach so geäußerten "Tierliebe" täte mich jetzt nur noch interessieren, wer hier zumindest Vegetarier ist, wenn schon nicht Veganer!?
Oder zumindest Konsument von tierischen "Produkten" aus "artgerechrter" Haltung?
Oder bezog sich jene "Liebe zu dem Wesen eines Tieres" nur auf das eigene Haustier, wie Katze und Hund auf des deutschen Lieblingsstandarttier!?....?


Hallo philnickel!
Diese Thematik wird oder wurde in anderen Threats besprochen- Du kannst die Suchfunktion benutzen , gerne einen alten Threat wiederbeleben- oder ein eigenes Thema eröffnen, aber in diesem Threat ist Dein Einwand Off- Topic und deplatziert. Bzgl. Deines Tons, bitte ich Dich die Forenregeln und unsere Ergänzungen zu beachten.
Viele Grüße jules1976
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Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon FurciferFabialis » Di 1. Dez 2015, 03:37

Hallo liebe Tierfreunde, Veganer, Vegetarier und Pescetarier! ;-)

Also mit Hunden, Katzen etc. kann ich nur wenig was anfangen. Klar, sind alles tolle Tiere aber ich hatte nie den Willen, mir solche Tiere anzuschaffen. Mit Katzen komme ich sehr gut zurecht aber bei Hunden, bin ich vorsichtig. Bin zwei Mal angefallen worden und daher habe ich eine gewisse Angst vor Hunden.
Aber schon als Kind haben mich andere Tiere interessiert. Jetzt könnten Einige "Igitt" schreien aber mein Herz hängt an Papageien, Chamäleons, Spinnen und Insekten. Meine ersten und bis jetzt letzten Haustiere waren zwei Vogelspinnen. "Ernie" und "Bert". Mich faszinieren Spinnen und auch wenn die keine Bällchen holen können oder mit Dir schmusen können, sie haben mich beruhigt. Sie machen kein Dreck, man hört sie nicht, brauchen nicht täglich gefüttert werden und sind allgemein relativ pflegeleicht. Dazu hat man nie Ungeziefer in der Wohnung. Ernie und Bert haben das schon geregelt ;-)
Aber Freunde nachhause holen war dann doch wichtiger und die Beiden mussten weg. Die erste Freundin usw.
Ich glaube, jede Frau ekelt sich vor Tieren mit mehr als 4 Beinen. Ist auch vollkommen in Ordnung. Dafür habe ich Angst vor Hunden ;-) Heute würde ich mir auch keine Vogelspinnen mehr anschaffen. In meinem Arbeitszimmer habe ich aber ein oder zwei Spinnen. Aber nur harmlose Zitterspinnen. Eine, hat eine Barriere gebaut womit sie mir klar gemacht hat, bis hier hin darfst Du Saugen aber weiter nicht. Ich setze ihr manchmal eine Fliege ins Netz und sie nimmt sie auch. Ist ein geben-nehmen Verhältnis XD
Meine Freundin (Ab morgen Frau) darf nicht wissen wo die Spinnen sind...sonst macht sie die kaputt.

Meine Patentante hatte einen Nymphensittich namens "Julchen". Als ich noch ganz klein war, habe ich mit Julchen immer gespielt. Z.B. aus Knete habe ich einen kleinen Ball geformt und Julchen hat dann mit mir, auf dem Tisch, "Fußball" gespielt. Oder ich hatte einen Strohhalm an einem Ende im Mund und Julchen das andere Ende im Schnabel. Wir wollten beide nicht loslassen und es muss bekloppt ausgesehen haben aber wir hatten Spaß zusammen. Sie tanzte auch auf ihrer Stange wenn ich für ein paar Wochen zu Besuch da war. Leider ist sie gestorben als ich 6 Jahre alt war aber ich habe tolle Erinnerungen an sie. Der nächste tolle Vogel kam ca. 10 Jahre später. Die Mutter einer Freundin von mir hatte einen schönen Graupapagei. "Jacko". Jacko wohnte im Badezimmer und hatte den ganzen Tag Radio laufen. Er konnte alles mitsingen oder dazu pfeifen. Als ich ihn das erste Mal traf, rief er "Guckuck!" und schon hatte er mein Herz erobert.
Wir spielten oft Verstecken. Er drehte sich um und sagte "Such' mich".
Habe mich dann unter seinem Käfig versteckt und wenn ich mich nach oben streckte, war er ganz nah vor meinem Gesicht und rief wieder "Guckuck!"... ich fand es toll. Er war mal nicht alleine aber seine Partnerin ist vor ihm gestorben und er nach einem Jahr leider auch. Aber wenn ich mal in den Zoo fahre, dann ist die erste Station das Papageienhaus. Die zweite das Reptilien- und Insektenhaus.

Leguane und Chamäleons sind genau mein Fall. Mit Chamäleons kann ich mich auch etwas selbst vergleichen. Wie Chamäleons bin ich auch gerne alleine, habe mich der Umgebung bzw. den Menschen angepasst und nie mein wirkliches Ich gezeigt. Bei Gefahr flüchte ich auch und mag Insekten und Früchte, ha ha XD.
Bewege mich ebenfalls sehr vorsichtig, langsam und will bloß nicht auffallen um nicht "gefressen" zu werden. Friere dann wenn andere schwitzen und mir ist heiß wenn andere frieren. Total komisch aber das Chamäleon passt zu mir. In unserer Zoohandlung gibt es auch eine Reptilienabteilung und die haben sogar ein Chamäleon. Als ich da war, sah ich es aus der Entfernung. War nicht so farbenprächtig wie man es kennt und ich bin sofort zu ihm hin. Habe nur doof vor der Scheibe gestanden aber mein kleiner Freund ist sofort knallgrün geworden! Er kam ein Schritt auf mich zu als wenn er sagen wollte: "Nimm' mich mit!"
Hätte ich sofort gemacht aber ich habe Zuhause weder Platz, noch habe ich das Geld für so ein Tier. Außerdem würde es meine Freundin nicht ertragen, mit dutzenden Futtertieren unter einem Dach zu leben. Futtertiere wie Heuschrecken, Heimchen oder Ähnliches kenne ich noch von meinen Spinnen von früher und wenn die ausbüchsen, hat man ein Problem...

Nochmal zu den Papageien... Jedes Kind hatte doch ein Lieblingsstofftier oder?? Ich hatte einen Stoffpapageien (Koko) und als ich bei meiner Oma und Tante war, ist er mir ins Badewasser gefallen. Ich war 4 Jahre alt und musste jeden Abend, Koko im Bett liegen haben. "Ohne Koko geht nix" sagten meine Tante und Oma immer :D
Jetzt war Koko komplett nass und wir hatten kein Trockner oder sowas... Da hat meine Oma es gut meinen wollen und hat einen Teekessel auf den Herd gestellt und Koko auf den Kessel gelegt. Ich war nebenan bei meiner Tante als meine Oma anrief mit der Bitte, dass ich mal rüber kommen soll. Ich kam in die Küche und fand meinen geliebten Koko nur noch als Aschehaufen wieder. War sehr traurig aber beim nächsten Besuch bekam ich von Oma einen neuen Koko. Er war etwas anders aber ich habe ihn angenommen. Nicht sofort aber nach ca. 2 Stunden waren wir unzertrennlich. Heute sitzt er, behütet und nach fast 25 Jahren in einem Schrank und er ist das letzte Relikt aus meiner Kindheit.
Früher, habe ich mit ihm gesprochen (wie mit so einem unsichtbaren Freund) und wenn meine Eltern mich wieder misshandelt haben, war er für mich da und hat mich aufgebaut. Wie ein richtiges Tier das fühlt wie ich mich fühlte. Meine Oma und meine Tante waren die Einzigen aus meiner Familie die mich geliebt haben und es auch zeigen konnten. Jetzt sind sie tot aber Koko bleibt für immer, denn: "Ohne Koko geht nix!"

Danke, dass ich hier meine Tiergeschichte schreiben durfte. Toll wie die Tiere uns Menschen helfen können.
Eine Gute Nacht wünsche ich euch und euren Lieblingen.

LG Fabian
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lebe so, dass wenn Du mal stirbst, dein Umfeld weint und Du lächelst.
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Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon Steffee » Mi 2. Dez 2015, 17:41

Hi Fabian!

Oh je XD Spinnen - da würde ich rückwerts stolpernd wie gelähmt vor "Ekel" über der Türschwelle fliegen... Gar nichts für mich. Aber meine Kindheitsfreundin ist auch ein Fan davon - ich Wette noch jetzt! - und hatte auch eine Vogelspinne als Haustier - aber da war "zum Glück" schon der Kontakt abgebrochen... Chamäleons naja nicht die hübschesten Tiere, aber finde ich doch schon interessant, wie sie ihre Farbe wechseln können, echt krass. Würde das auch gern können - mich fast wie unsichtbar machen, wäre voll cool :D

Mhhh ich hatte auch so ein Kuscheltier, nein, habe es noch! Heiner. Ist ein kleines Hässchen und sieht mittlerweile wie misshandelt aus XD Er göherte meinem Bruder und als ich auf der Welt war, kam er damit angelaufen und hats mir mit dem Worten "Für meine Schwester, für meine Schwester!" geschenkt :) Seitdem war Heiner überall da, immer mitgeschleppt überallhin. Wieso dieser Name. Meine Mum erzählt, hab ihn wohl so genannt, weil ich ne Geschichte geliebt hatt, wo wohl ein Hase namens Heiner drin vor kam...kann mich nicht mehr erinnern. Als ich im Kindergarten war, habe ich ihn immer auf die Treppe direkt neben der Tür gesetzt und meiner Mama immer aufgefordert, falls das Haus plötzlich abfackelt - oh was für eine Fantasie ich hatte... - dass sie ihn retten und mit nach draußen nehmen muss, denn auch bei mir: "Ohne Heiner ging nichts!" Einmal habe ich mich mit gesagtem Bruder gestritten, so sehr, dass er mir ihn abnehmen wollte, aber ich habe ihn zurückgezogen - und was ist passiert? Heiners Kopf ist abgerissen!!! :O Und ich die Treppe runtergerannt, heulend, kreischend: "Heinerist tot, Heiner ist tot!" - so ernst XD Ich muss heute so drüber lachen. Meine Mum hat ihn dann geflickt und ein Tuch als "pflaster" um den Hals gebunden - dann wars wieder gut :D Habe auch immer mit ihm geredet, bis es irgendwann nachgelassen hat. Aber: Er liegt immer noch bei mir Bett, geht nicht anders XD - aber schlafen könnte ich auch ohne ihn, so ist es nun nicht. Trotzdem er ist meine Erinnerung an meine Kindheit, die auch nicht leicht war, wenn meine Eltern sich stritten, mein Vater wieder betrunken war...da war Heiner Zuflucht, und ja - ist jetzt ein Art Denkmal :D

Liebe Grüße und HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zur Hochzeit! :)
*cat*
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Re: Die Liebe zu dem Wesen eines Tieres

Beitragvon FurciferFabialis » Mi 2. Dez 2015, 22:22

Huhu, Steffee!
Vielen Dank, für Deine tolle Antwort und Deine Glückwünsche. Hat Alles wunderbar geklappt.
Tja, Spinnen werde ich mir, als Haustier, auch nicht mehr anschaffen. Nur als nützliche Besucher ;-)
Ein Chamäleon? Bestimmt, eines Tages. XD Ja, hübsch sind sie nicht. Gucken auch manchmal etwas lustig aber ich finde sie toll. Nicht nur wegen des Farbwechsels, das können sogar, einige Tintenfische auch sehr gut aber mich fasziniert das Ganze Tier. Diese lange, schnellende und klebrige Zunge, ihr kräftiger und sonderbare Schwanz, diese Wahnsinns-Augen die sich unabhängig voneinander bewegen können, ihr Tarn- und Fluchtverhalten oder ihr Verhalten im Allgemeinen, einfach tolle Tiere. Ich fänd es auch sehr cool, sich einfach mal mit der Umgebung zu vermischen und einfach gar nicht da sein. Schöner Gedanke.

Traurig mit Heiner. War total geschockt, als ich gelesen habe, wie ihm der Kopf abgerissen wurde. Mein Bruder hat Koko mal gegen eine Waschbeckenkante geworfen uns seitdem ist ein Auge etwas mirgenommen und der Schönste ist er auch nicht mehr. Die Farben sind nicht mehr so kräftig aber ich traue mich auch nicht mehr ihn zu waschen. Koko, schon lange in Rente, hält glaub' ich, keinen Schleudergang mehr aus und ich habe böse Erinnerungen an nasse Kokos XD
Der emotionale Wert ist halt sehr groß. Von Allem konnte ich mich gut trennen aber nicht von diesem Vogel. Er verbindet mich halt mit meiner Oma und sie ist schon ein großer Teil, von dem, was er mir heute noch wert ist. Aber schön, dass Du auch so einen treuen Begleiter hast. Hase Heiner finde ich super! Schon der Name, gibt ihm eine Persönlichkeit.

Liebe Grüße zurück an Dich und natürlich Heiner. Einen schönen Abend noch!
Fabian
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