Hochsensible Tiere

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

Hochsensible Tiere

Beitragvon Dreaon » So 22. Jun 2014, 01:15

Hallo!
Es heißt ja, dass Hochsensibilität nicht nur bei Menschen vorkommt sondern auch in der Tierwelt. Natürlich gibt es da aber keinen Test und man kann es nicht sicher bestimmen, mich würde aber mal interessieren, ob ihr auch ein (hoch)sensibles Tier kennt oder vielleicht sogar in eurer Nähe habt :)

Ich habe nämlich eine Katze, bei der ich das annehmen könnte. Die mag und verträgt nicht jedes Futter, hat da öfter Probleme. Dann ist sie sehr ruhig und braucht auch Ruhe, deswegen ist sie meistens bei mir^^ Mein Bruder ist so ein bisschen vom Typ her "Trampel", da ist sie immer ganz schnell weg. Und generell sieht man sie auch nicht, wenn Gäste da sind und wenn es ein bisschen lauter wird. Silvester und Donner kann sie auch gar nicht leiden. Ebenso Staubsaugen, finde ich selbst aber auch schrecklich!
Sie hat gerne Nähe, aber nur wenn es ruhig und sanft zugeht und mit Leuten die sie gut kennt.
Ach ja, und Möhren, Bananen und ein paar andere Sachen kann sie gar nicht riechen, da kann man sie wortwörtlich mit jagen :D
Ob sie deshalb "hochsensibel" ist kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall auch sensibel - und ich verstehe mich sehr gut mit ihr ;)
Benutzeravatar
Dreaon
Full Member
 
Beiträge: 103
Registriert: Di 11. Jun 2013, 23:54
Wohnort: NRW

Re: Hochsensible Tiere

Beitragvon Budhaflies » So 22. Jun 2014, 10:32

Ja die Erfahrung habe ich auch gemacht, wir haben selbst 2 Katzen im Haus, die allerdings den Schwiegereltern gehören.

Die Kätzin reagiert allergisch auf viele Inhaltsstoffe im Futter, muss deshalb Spezialfutter bekommen. Aber ich denke, dass diese Allergie ein Ventil ist. Ich habe nämlich bemerkt, dass sie von ihrer Art sehr sensibel zu sein scheint, auch was den Umgang mit ihr betrifft.

Wenn man eher rücksichtsvoll und zurückhaltend mit ihr umgeht, sie entscheiden lässt ob sie mag oder nicht mag und sie vor allem nicht ärgert, wird auch eigenartiger Weise das mit ihrer Allergie besser, was man daran sieht dass sie sich dann viel weniger juckt und leckt.

Aber die Schwiegereltern meinen ich würde spinnen, dass die Allergie damit zusammen hängt, wie man mit der Katze umgeht. Die geben der Katze lieber Cortison gegen die Allergie, was ja aber langfristig schädlich für den Körper ist. Und wenn sie keins bekommt, juckt und leckt sie sich den ganzen Tag, dass ihr auch die Haare stellenweise ausgehen.

Die Katze tut mir sehr leid, weil es ihr eindeutig besser gehen würde, wenn man auf ihre sensible Art Rücksicht nehmen würde.

Budhaflies.
Budhaflies
 

Re: Hochsensible Tiere

Beitragvon Umbra » So 22. Jun 2014, 13:37

Aufgrund einer Futtermittelunverträglichkeit würde ich nicht auf die Sensibelität des Tieres schließen, wenn man sich mal zu Gemüte führt was in manchem Futter drin ist, ist es eher erstaunlich, dass damit manche Tiere tatsächlich steinalt werden können. Ich bin auch überzeugt, viele Krebserkrankungen heute beim Tier kommen vom Futter. Man kann sich ja nicht mal darauf verlassen, dass teuer auch gleichbedeutend mit hochwertig ist.

Sowieso gibt es mit Sicherheit sehr viele sehr sensible Tiere, viele Katzen gehören dazu, bei Hunden gibt es da auch Rassen, die sehr sensibel sind und manche die es generell weniger sind.

Da muss ich besonders an meine Colliedame denken (die leider schon im Hundehimmel ist), sie war enorm sensibel und auch einfühlsam. Wenn jemand Angst vor ihr hatte hat sie sich ruhig hingesetzt und erstmal ganz schüchrern und langsam Pfötchen gereicht.

Wenn dieser Hund um einen Menschen einen Bogen gemacht hat wusste ich, dass ich gut daran tue das selbe zu tun. Witzigerweise hat sie meinen Freund beim ersten Treffen stürmisch begrüßt am HBF (sie kannte ihn nicht!).

Generell gebe ich viel auf das Urteilsvermögen unserer Vierbeiner, die haben so feine Sinne, dass wir die nicht erahnen können. Nicht alle aber die meisten!
Umbra
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 51
Registriert: So 11. Mai 2014, 21:53

Re: Hochsensible Tiere

Beitragvon Darja » So 22. Jun 2014, 13:49

Meine Hündin ist hochsensibel. Mein Mann sagt oft sie wäre ein Psycherl. OIO
Ist die Stimmung schlecht, frisst sie nicht. Sie verreist ungern.

Sie ist nachtragender als ein Elefant, da gibt es unzählige Beispiele.
Bei einem gemeinsamen Ausritt kam es zu einer brenzlichen Situation und mein Mann brüllte sie an ( aus Angst um sie, weil sein Pferd durchging und sie im Weg stand). Seitdem läuft sie nicht mehr mit, wenn zwei Reiter unterwegs sind. Nehme ich ein Pferd als Handpferd mit, ist es kein Problem. Sitzt auf dem Handpferd jemand, verweigert sie.

Auf Stimme erheben reagiert sie enorm gestresst. Sicher liegt es auch mit daran, dass ich unsere Hunde leise und mit viel Lob erziehe.

Sie lässt sich durch Stimmungen stark beeinflussen, was, wenn man sich selbst regulieren kann, richtig toll ist.

Hat es geregnet oder geschneit, setzt sie sich nicht hin, geschweige denn hinlegen.

Beim Training mit ihr muss ich oft quer denken und mancher Hundetrainer hat bloß den Kopf geschüttelt. Sitz aus der Bewegung übt man ja eigentlich, indem man ganz langsam geht, immer kleinere Schritte macht. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Erst aus dem Rennen ging es von Anfang an perfekt.

Sie ist absoluter Perfektionist beim Arbeiten. Hat sie den Eindruck, dass sie etwas nicht toll gemacht hat, ist sie geknickt.

Sie lernt ungern neue Hunde kennen. Deshalb kann sie unheimlich arrogant erscheinen. Motto: "Alles Fußvolk"

Wenn ich das so lese... U72( das kommt mir alles sehr bekannt vor. Nicht umsonst heißt es ja " Wie der Herr, so´s Gescherr."

Meine Stute ist ähnlich, aber nicht ganz so extrem sensibel.
"Freunde, nur Mut!
Lächelt und sprecht:
Die Menschen sind gut,
bloß die Leute sind schlecht.“
Erich Kästner
Darja
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 55
Registriert: Sa 14. Jun 2014, 11:08

Re: Hochsensible Tiere

Beitragvon Budhaflies » So 22. Jun 2014, 18:19

Es sind aber auch nicht alle Katzen sensibel, auch wenn ich der Aussage zustimme, dass unter Katzen eine höhere Sensibilitätsrate vorkommt, im Vergleich zu anderen Haustierarten.

Der Kater bei uns ist, im Gegensatz zur Kätzin, überhaupt nicht sensibel. Was nicht heißt dass er grob ist, das auch nicht. Aber was seine Wahrnehmung und seine Empfindlichkeit angeht ist er überhaupt nicht sensibel. Jeder ist halt wie er ist, egal ob bei den Menschen oder bei Tieren.

Futterempfindlichkeit ist sicher kein Indiz für Hochsensibilität, aber es wird sicher häufig einen Zusammenhang geben. Worauf genau die Unverträglichkeit ist, das ist ja auch bei jedem betroffenen Tier verschieden.

Budhaflies.
Budhaflies
 

Re: Hochsensible Tiere

Beitragvon Katrinohneh » So 22. Jun 2014, 20:56

Mein Hund ist sehr sensibel. Ich habe sie jetzt 8 Monate und es war am Anfang ein einziges Drama und ich bin fast verzweifelt, obwohl wir uns sehr ähnlich sich, was ich mittlerweile festgestellt habe. Ich denke aber nicht, dass sowas angeboren ist sondern auf das Vorleben zurückzuführen ist.
Meine Mutter sagte gestern "da muss es nur ein falsches Geräusch geben und schon ist der Tag für sie gelaufen" damit hat sie recht. Sie hat auch ihre guten und schlechten Tage. Auch viele Leute findet sie ganz schrecklich, sie versucht immer zu flüchten. Einzelne Personen sind mittlerweile ok und sie bleibt relativ entspannt. Fressen ist bei ihr auch Stimmungssache. Sobald sie sich nicht wohl fühlt, frisst sie auch nicht.
Aktuell haben wir wieder das Problem, dass sie in einem bestimmten Wald nicht laufen will, irgendwas ist da wieder passiert und dann will sie nicht. Wenn ich dann in einen anderen Wald fahre ist alles ok.
Alles nicht so einfach aber ich lerne durch sie viele neue Dinge :)
Katrinohneh
 



Ähnliche Beiträge


Zurück zu *Natur und Tier

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron