Auswandern und für eine Hilfsorganisation arbeiten?

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Auswandern und für eine Hilfsorganisation arbeiten?

Beitragvon bluesheep » Di 21. Aug 2012, 20:13

Hallo,
es geht um einen Menschen: hochsensibel, Individualist, Querdenker, Idealist, mit Stärken und Schwächen und auch einigen Macken. Kurz gesagt: einer der sich nie im Mainstream bewegt und von dem viele sagen: der ist nicht "normal". Dieser Mensch schlägt sich so durch das "normale" Leben, mal recht, mal schlecht. Es gibt Phasen, wo er sich recht wohl fühlt und sogar glücklich ist. Aber immer öfter verzweifelt er an der Welt und orgendwann hat er das Gefühl, es geht einfach nicht mehr. Er hat schon zuviel durchgemacht und möchte sich nicht noch Jahre oder gar Jahrzehnte in dieser Welt quälen. Auswege bleiben die Üblichen: Alkoholismus, Suizid oder ähnliche Verzweiflungstaten. Oder aber das viel zitierte "neue Leben" anfangen, irgendwo ganz weit weg. Z.B. hat es vor ein paar Jahren mal in der Presse einen Bericht über einen Aussteiger gegeben: Banker, Normalbürger, auch frustriert und verzweifelt am "normalen" Lebensalltag. Irgendwann ging er nach Indien, arbeitete 15-20 Stunden am Tag für eine Hilfsorganisation. Hatte keinen materiellen Dinge und sonst auch nichts, war aber glücklich weil er eine sinnvolle Aufgabe hatte und bedürftigen Menschen helfen konnte. Soweit der Bericht. Wenn man aber im Web recherchiert, stellt man fest, dass Hilfsorganisationen nach Medizinern, Handwerker u.ä. suchen, möglichst noch mit (viel) Auslandserfahrung. Nicht aber nach Computerfachleuten, Büroangestellten oder ähnlichen. Oft wird sogar vor "Sozialromantik" und zu viel Idealismus gewarnt. Wenn man im Detail recherchiert, will anscheinend keine Hilfsorganisation jemanden ohne praktische Kenntnisse und Erfahrungen haben.
Meine Frage: kennt sich jemand mit Hilfsorganisationen und Einsätzen im Ausland aus? Ist die Idee weit weg zu gehen und dort etwas Gutes und Sinnvolles zu tun, einfach nur romantischer Blödsinn? Oder gibt es doch Möglichkeiten?
Oder hat jemand auch schon darüber nachgedacht, alles hin zu werfen und abzuhauen, möglichst weit weg. Falls ja, wohin? Und was dann?
Für Antworten schon mal: danke im Voraus.
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bluesheep
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Re: Auswandern und für eine Hilfsorganisation arbeiten?

Beitragvon ja » Mi 22. Aug 2012, 06:46

Hallo bluesheep!

nach jahren der erfahrung in einer internationalen sozialen austausch organisation (von selbst weg bis zur engen begleitung von gehenden, zurückkommenden oder in der brd seienden menschen) kann ich eins sagen,
man nimmt sich immer selbst mit!!!
was meine ich damit, die probleme die ich hier habe werde ich überall haben (eventuell haben sie eine andere prägung)! und ja es ist oft viel "sozialromantik" schliesslich werden die menschen nicht gefragt ob sie wollen das man ihnen hilft, vielmehr helfen sie einem zunächst intensiv mit sprache, willkommen heissen und kultur.
und zu den wünschenswerten fähigkeiten die mitzubringen sind, möchte ich auch noch was sagen. Denn ja auch wenn es weh tut sowas zu sagen, ich halte das (mittlerweile) für extrem sinnvoll! Ein schreiner kann ein haus bauen - ungelernte helfer gibt es vor ort genug und wenn ich denen möglicherweise lohn (geld oder nahrung) geben kann, tue ich extrem viel mehr für die region als wenn ich einen internationalen freiwilligen habe der das übernimmt ...

ein sehr grosses thema.
ja ich bin dafür das jeder mensch erfahrung in einem andern land sammelt! es ist für die persönlichkeitsentwicklung einfach super gut!!!
und deswegen bin ich dafür, das jeder mensch der dies wagt extrem gut vorbereitet ist und dazu gehörrt auch sich über die eigene motivation klar zu sein.


allzeit gute reise,
wünscht
ja.
weniger ist mehr

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