tolle worte

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tolle worte

Beitragvon nana » Mi 5. Jan 2011, 14:01

ich habe gestern abend etwas so schönes gelesen und möchte es gerne zitieren:

"...dieses Vertrauen, uns dem Fluss des Lebens zu überlassen, auch wenn wir manchmal nicht genau wissen, wohin uns die Wellen tragen werden. Wenn wir uns vertrauensvoll auf die Reise begeben und unser Ruder fest in der Hand halten, können uns die Stürme des Lebens nichts anhaben, selbst wenn wir einmal Fehler machen.
Wir brauchen Ballast, um unser Lebensschiff auf Kurs zu halten, um Klippen zu umschiffen und Neuland zu entdecken. Wir müssen die Ungewissheit riskieren, nicht zu wissen, wo wir landen werden, um innerlich und äußerlich auf Reisen gehen zu können und dadurch zu wachsen, selbst wenn wir erkennen, daß wir eine andere Route wählen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Würden wir Ballast abwerfen, kenterten wir evtl. sogar. Wir können also gar nichts falsch machen, denn unsere vermeintlichen Fehler ermöglichen uns vielleicht Entdeckungen, die wir uns in unseren kühnsten Fantasien nicht auszumalen wagen..."

der korrektheit halber gebe ich hier noch an, daß diese worte aus dem buch "ein kursus im kartenlegen" von k. r. giza und c. schlüter stammen.
*schonwiedereinouting* _hippy2_
aber eigtnlich finde ich es total unwichtig in welchem zusammenhang das geschrieben ist, weil der absatz einfach toll ist _grin_
nana
 

Re: tolle worte

Beitragvon Rose » Do 6. Jan 2011, 16:12

Liebes Schimmelchen,danke ,das du uns dran teilnehmen lässt.

Das mit dem Ballast,kann ich nicht so viel mit anfangen.

Du?

Rose
Wenn ich mein Leben nochmals leben könnte.
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Re: tolle worte

Beitragvon nana » Do 6. Jan 2011, 17:56

hallo rose _hello_

ich verstehe das so:
"ballast", also all das, was man auf seiner "lebensreise" "geladen" hat (bewußt, unbewußt, gewollt oder nicht), kann positiv und negativ sein (manchmal NUR pos. oder NUR neg. und manchmal beides; manchmal weiß man es nicht und manchmal ändert sich auch der wert; manchmal "läd man um").
man benötigt ein gewisses maß an ballast, um "steuerungsfähig" zu sein (oder zu bleiben oder werden), sonst wäre man vielleicht nichts anderes als eine hilflose feder im wind, die diesem völlig ausgeliefert ist und weder "masse", noch fähigkeiten hat, sich selbst zu lenken.
wenn man so möchte, könnte man vielleicht alles, das man "IST", als "ballast" bezeichnen, denn schließlich macht mich alles, was "an" und "mit" mir ist, genau zu dem, was ich bin, seien es zb. erfahrungen, dich ich mit mir herumtrage oder besondere werte, die mein handeln ausmachen.
provokativ könnte man vielleicht auch sagen, der eigene "ballast" definiert einen (wie gesagt bezeichnet er all das, was man "geladen" hat, pos. & neg. usw.).

"ballast" wird ja meinst negativ bewertet, weil er mit "schwer" oder "zu viel" assoziiert wird und somit am liebsten "über bord geworfen" würde.
"negativ", "positiv", "zu viel", "zu wenig" usw. sind aber zu definieren! - und manchmal eben immer wieder neu!
und da dies ganz normal ist und wohl auch so wein SOLLTE (im sinne von "stillstand ist rückstand"), sollte man also dem fluss des lebens vertrauen, der jedes "schiff" entsprechend "transportiert". mit dem ballast wird man steuerungsfähig, man kann den wellengang aber nicht immer beeinflussen und manchmal schlägt man einen kurs ein, der dann aber zu ganz anderen gefilden führt (columbus bürne ).
und kein einzigstes gefilde ist eine sackgasse, der fluss fließt immer weiter...
(was natürlich nicht heißt, daß man sein steuer über bord werfen soll _hippy2_ )

ganz einfaches beispiel:
ich nehme die stimmungen anderer menschen wahr, scheinbar mehr als "normalos" und da dies natürlich nicht immer ausschließlich gute "schwingungen" sind, belastet mich das auch gerne mal.
nun könnte ich mich darüber als negativen ballast "beschweren" und ärgern (wobei diese emotionen ja eigentlich schon wieder zusätzlichen negativen ballast darstellen würden) und alles versuchen zu unternehmen, um dies los zu werden (wobei es vielleicht auch ballaste gibt, die im schiff "eingebaut" und nicht einfach so zu entfernen sind, wie bspw. der rumpf). würde ich dies tun, bzw. versuchen, würde ich einen bestimmten "kurs" einschlagen.
ich könnte aber auch einen anderen kurs einschlagen und diese scheinbar besondere "aufnahmefähigkeit" positiv nutzen und bspw. in einem entsprechenden beruf umsetzen.


...diese ganzen philosophischen erklärungsversuche hin oder her - man könnte den zitierten text vielleicht auch nur so übersetzen:
vertaue dem leben(slauf) _hippy2_
nana
 

Re: tolle worte

Beitragvon nana » Do 6. Jan 2011, 18:02

haha, freudscher verschreiber: verTAUE
im sinne von: irgendwann legt man an...?!?! freüde

sollte natürlich vertRaue heißen supercool
nana
 

Re: tolle worte

Beitragvon Sarina » Do 6. Jan 2011, 18:30

jeder macht seine eigenen und eben auch andere Erfahrungen im Leben. Schön wenn man den Lebenfluss so annehmen kann wie er kommt, hab ich auch lange gemacht ohne drüber nachzudenken, habe versucht alles zu Meistern wie es kam, dem Lebensfluss/lauf vertrauen? damit kann man ganz schön auf die Nase fallen nach meinen Erfahrungen.

"ballast" wird ja meinst negativ bewertet, weil er mit "schwer" oder "zu viel" assoziiert wird und somit am liebsten "über bord geworfen" würde.


ja der Ballast kann einen megamäßig erdrücken, klein machen, zur eigenen negativen Veränderung führen, zum eigenen Schutz, wenn man viel zu lange sämtlichen Ballast getragen/ertragen hat. Stillstand ist Rückstand? (finde ich in der Wirtschaft schon schlimm genug, weil es oft die Begründung für immer schlechtere Behandlung von Menschen am Arbeitsmarkt verwendet wird, wer dem Leistungsanspruch und -druck nicht standhalten kann, wird aussortiert) alles verändert sich oder gar jeder Mensch ist ersetzbar, solche Sätze machen mich eher traurig, reizen mich ein klein wenig zum Widerspruch _grin_ meine eigenen Werte stehen dem gegenüber, Sicherheit, Beständigkeit, Geborgenheit, Gleichmaß, Gutes was sich bewährt hat erhalten, schützen und pflegen.

Ballast kann durchaus zum kentern führen und oft ist es sehr schwer sich von Ballast zu befreihen der sich über viele Lebensjahre angesammelt hat.

wenn man so möchte, könnte man vielleicht alles, das man "IST", als "ballast" bezeichnen, denn schließlich macht mich alles, was "an" und "mit" mir ist, genau zu dem, was ich bin, seien es zb. erfahrungen, dich ich mit mir herumtrage oder besondere werte, die mein handeln ausmachen.
provokativ könnte man vielleicht auch sagen, der eigene "ballast" definiert einen (wie gesagt bezeichnet er all das, was man "geladen" hat, pos. & neg. usw.)


gar nicht so schlecht aber dennoch mag ich mich z.B. nicht als mein eigener Ballast bezeichnen, es erzeugt so ein Gefühl von "alles selber schuld" oder "so ist eben das Leben" "du kannst es eh nicht ändern" "also nimms einfach hin".

Sorry wenn ich aus deinen Worten eher die andere Seite sehe, es spielt ja immer das Eigene mit rein _yessa_

lieben Gruß
Sarina
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Re: tolle worte

Beitragvon Rose » Do 6. Jan 2011, 19:01

Hallo,also ich habe genug Ballast getragen,es reicht und ,ob ich kentere ,nur weil ich nichts mehr auf dem Buckel habe ,glaube ich nicht.

Ich erlebe meinen Mann ,wie ich glaube ohne jeglichen Ballast der ihn belastet,nicht als hilflose Feder .

Er ist ruhig und ausgeglichen,hihi,außer wenn ich in Fahrt komme,aber das ist eine andere Geschichte sch_lol1

Das waren so meine Gedanken.

_hello_ rose
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Ich würde mehr Gänseblümchen pflücken.
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Re: tolle worte

Beitragvon nana » Fr 7. Jan 2011, 16:18

Sarina hat geschrieben:Sorry wenn ich aus deinen Worten eher die andere Seite sehe, es spielt ja immer das Eigene mit rein _yessa_

@sarina: da hast du vollkommen recht _yessa_ und deshalb musst du auch ma für gar nix SORRY sagen!
...außerdem mag ich solche gespräche supercool

ich verstehe außerdem absolut, was du meinst!
es ist ja nicht so, als ob ich das alles so schön und leicht ertragen könnte, "nur", weil ich diese textpassage so interpetriere.
glaub mir, ich bin vielleicht noch keine rentnerin big_haekeln , trotzdem hab ich in den letzten über zehn jahren seit meinem schulabschluss dermaßen viel müll erlebt, daß ich mindestens gefühlte 8 romane schreiben könnte...
ich konnte bei weitem nicht immer (wenn überhaupt mal) dem lebensfluss vertrauen, oder gar meinen (negativ gefühlen) ballast annehmen und "freudig" tragen.

auch gerade im moment befinde ich mich leider wieder in einer phase, die mich sehr an mir zweifeln lässt.
trotzdem habe ich im laufe der jahre (oh gott, das hört sich so "alt" an supercool ) die erfahrung gemacht, daß ALLES, einfach ALLES was man erlebt und druchmacht, für irgendwas gut is...
ich weiß, das klingt wie einer dieser sprüche, die man zb. als kind, bzw- jedenfalls in den entsprechenden situationen, mal so gar nicht hören möchte, trotzdem isses so _yessa_
ich hatte schon so ein paar "eingebungen" bürne , wo ich irgendwas erlebt habe und plötzlich ganz genau wusste, daß ein früheres erlebnis (auch wenns negativ und ungewollt und vielleicht schon jahre her war) GENAU DAFÜR wichtig war...

und deshalb finde ich einfach diese textpassage so schön, weil sie eine positive aussage hat, egal in welcher lebenslage man gerade steckt - und weil, wie ich finde, eben was wahres dran ist _hippy2_
nana
 



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