Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

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Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon Er Leben » Do 11. Apr 2013, 19:02

Mich beschäftigt seit sehr langer Zeit die Frage :

"Warum finden meine Gedanken ,meine im Kopf befindlichen Worte, ihren Weg nicht nach Aussen."

Wann immer zu einem Thema einem Ereignis und Situation meine Meinung ,meine Gedanken und Erkläungen gefragt sind ,fehlen mir die richtigen oder überhaupt Worte.
Ich weiss ,sie sind in meinem Kopf gespeichert ,sie sind vorhanden .
Ich lese viel ,habe ein klares standing zu dem ,was in und um mich herum geschieht,oder Themen ,die
gesellschaftlichspolitisch für mich relevant sind.Ich verstehe sowohl gelesenes oder kann Gesprächen folgen.Vestehe die Inhalte ( Unklarheiten hinterfrage ich).Lese mich ein ,wenn mich etwas interessiert ...
Ich kann mich an keinen Gesprächen beteiligen ,die Fach - und Sachwissen erfordern.
Ich bin so verunsichert ,dass ich keinem Veranstaltung besuche ,in der ich nur annähernd Gefahr laufe irgendetwas sagen zu müssen. Schon die Banalität ,z.B.einen gesehenen Film , mit meiner eigenen Meinung
zu versehen....

Vielleicht habt Ihr Tipps oder Anregungen ,wie ich diesem Unvermögen beikommen kann.Oder Erklärungen ,ob dies mit HSP in Verbindung steht.

Schon mal lieben Dank und einen entspannten Abend.
Erika
_gruebel_
Er Leben
 

Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon wind-und-wellen » Do 11. Apr 2013, 19:50

Hallo Erika!

Das ist so ein kleiner Teufelskreis: du hast schon Situationen erlebt, in denen du blockiert warst und möchtest sie so nicht mehr erleben. Aber das blockiert natürlich noch mehr...

Wie ist das denn, wenn du dich wohl und sicher fühlst? Kommen dann die richtigen Worte nach draußen?
Liebe Grüße von wind-und-wellen

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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon Er Leben » Do 11. Apr 2013, 20:08

Hallo wind-und-wellen ,
diese Situationen erlebe ich immer und immer wieder.Ich vesuche jedoch sooft diesen Teufelskreis zu durchbrechen und denke mir "Gerade hier in diesem geschützen Rahmen ( Familie, Freunde und Therapeuten)kann mir nichts passieren ",aber es gelingt nicht.Sogar die Gespäche,die ich gedanklich mit mir führe sind durchzogen von Blockaden.Manchmal schreibe ich ,das was mich beschäftigt auf.Aber auch nur ,wenn ich gerade eine gute Phase habe.Wenn ich dann und wann diese Texte durchlese ,wundere ich mich über die Klarheit meiner Wort und deren Inhalt.Soweit ich mich zurück erinnere ,ist diese Blockade vorhanden.Es gibt auch keine Erinnerung ,ob und wann es einschneide negative Erlebnisse in frühester Kindheit gab.^^
LG Erika
Er Leben
 

Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon HopingSoul » Do 11. Apr 2013, 21:38

Hi!

Hast du manchmal das Gefühl, die Worte sind plötzlich weg? Oder entgleiten dir, sobald du sie greifen und nach außen tragen willst?
So geht es mir oft.

Nur ein winziger Teil dessen, was gedanklich in mir passiert, ist für mich in Worte nach außen zu tragen. Sobald ich sie hinaus bringen möchte- verflüchtigen sich die Gedanken und ich stehe scheinbar in völliger Gedankenleere- aber irgendwie waren sie doch gerade noch da.
Ein befreiendes Gefühl, wenn man merkt, dass man wieder ein Stück loslassen kann- und losgelassen wird. Ich atme Sonne und Leben. Habt einen schönen Tag voll positiver Momente und wenig Blicken zurück. Das Leben ist JETZT. Ihr steht mit euren Füßen drauf, umarmt es, umhüllt euch damit. Wie wollt ihr etwas belastendes festhalten, wenn eure Arme schon voller Leben sind?
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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon AnnaK » Fr 12. Apr 2013, 05:53

_Mij_

Ich kenn das auch. Bei mir ist passiert sowas aber mehr, wenn ich was zu nem für mich interessanten Thema gefragt werde und ich unbedingt tiefer in das Thema rein will. ich blockiere dann, weil mir zuviel auf einmal im Kopf rumgeht und dann kommt nix bei rum. Sobald ich quasi den Hauch auf eine tiefgründige Unterhaltung vor Augen habe, versaue ich es.
Ansonsten schaff ich manchmal einfach auf Fragen keine vernünftige Antwort bzw. meine Meinung zu äußern, wenn ich gerade in Gedanken war oder wenn zu viele Menschen um mich rum sind.

Und ich denke auch, du machst dir zuviel Druck, du willst unbedingt und hast im Hinterkopf, dass es schiefgehen kann und damit gehts dann auch schief, weil du einerseits deine Gedanken bzgl. des Themas sortieren musst und anderseits drüber nachdenkst, ob du überhaupt fähig bist zu antworten. Du hast dann ja min. zwei Gedankenströme gleichzeitig im Kopf. Und wenn man denkt, dass etwas schief geht, tut es das auch meistens - sich selbsterfüllende Prophezeiung... (http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung)
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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon kikilino » Fr 12. Apr 2013, 07:33

Bei mir ist es eher so, dass ich vergesse die Zwischenstationen meiner Gedankenstränge für andere kenntlich zu machen weil sie mir einfach so selbstverständlich erscheinen.

Dann wirkt es oftmals so, als hätte ich etwas nicht verstanden oder würde etwas anders meinen als ich es tue. Manchmal denke ich, es wäre besser wenn mich das etwas blockieren würde und ich weniger reden würde. _grinsevil_

Ich denke einfach, dass es auch schwer ist diese ganzen gleichzeitigen Gedankenstränge, die von allen Seiten beleuchten und analysieren, zu sortieren und für andere 'aufzubereiten' um sie verständlich und nachvollziebar zu machen. Es läuft irgendwie im Kopf gleichzeitig ab, dass man die Fragestellung auf verschiedenen Ebenen durchdiskutiert, das von anderen gesagte mit einbezieht, Eventualitäteten durchleuchtet...um zu antworten muss man dann erst einmal den 'Kern' in diesem Wust finden und sich entscheiden, was eher nebensächlich ist und das dann noch gut strukturiert von sich geben. Das ist natürlich auch eine Übungssache, nur kann einem die Lust darauf auch schnell vergehen, wenn man 'schlechte Erfahrungen' gesammelt hat. Also einfach vielleicht mißverstanden wurde, beurteilt wurde, nicht schnell genug antworten konnte und die anderen schon beim nächsten thema sind, einem der klare Gedanke zu spät kommt usw. Ich gebe mir immer sehr viel Mühe, mich verständlich auszudrücken weil mir natürlich daran liegt, verstanden zu werden. Mißlingt das, dann ist einfach ein gewisser Frust da. Meistens liegt einem ja an den Gesprächspartner emotional etwas, man möchte sich mitteilen und verstanden werden.
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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon AnnaK » Fr 12. Apr 2013, 10:37

kikilino hat geschrieben:Bei mir ist es eher so, dass ich vergesse die Zwischenstationen meiner Gedankenstränge für andere kenntlich zu machen weil sie mir einfach so selbstverständlich erscheinen.


Ja das kenn ich auch gut, geb auch gern die Antwort auf die dritte bis zehnte Weiterleitung der gestellten Frage. _läch_

ich finds im Gegenzug aber auch ziemlich nervig, wenn jemand was sagt, ich ordne es sofort richtig ein und dann erläutert die Person ihre Aussage noch länger.
Zuletzt geändert von AnnaK am Fr 12. Apr 2013, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon HopingSoul » Fr 12. Apr 2013, 10:38

AnnaK hat geschrieben:
kikilino hat geschrieben:Bei mir ist es eher so, dass ich vergesse die Zwischenstationen meiner Gedankenstränge für andere kenntlich zu machen weil sie mir einfach so selbstverständlich erscheinen.


Ja das kenn ich auch gut, geb auch gern die Antwort auf die dritte bis zehnte Weiterleitung der gestellten Frage. _läch_



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Re: Wenn Worte ihren Weg nach aussen nicht finden

Beitragvon Er Leben » Sa 13. Apr 2013, 10:30

Guten Morgen und einen sonnigen Samstag ,
nachdem ich gestern Eure Meinungen und eigenen Erfahungen gelesen hatte ,wimmelte es nur so vor Gedanken .Ich hatte die Möglichkeit Eure Zeilen ganz in Ruhe ( Äussere Reize) nachwirken zu lassen.
Da ich nicht genügend Zeit hatte ,mich länger damit zu befassen ,mich aber die Gedanken und Fragen zu keinem schnellen Ergebnis führten ( hallo Anspruch - weiche mal zur Seite) schrieb ich meine Fragen auf.
Ich danke Euch ,denn so konnte ich eine verschollene Strategie wieder hervorholen.

Ich für mich stelle inzwischen fest ,je näher mir die Peronen und Themen stehen ,umso blockierter bin ich .
Habe mir dazu einige Situationen in Erinnerung gerufen.
Diskussionen und Inhalte werden nicht einfache als Fakten oder auf der reinen Sachebene aufgenommen.Sie treffen mich eher emotional,weil sie vielleicht in meinem Leben eine wichtige Rolle spiel(t)en oder sie bereits mit den dazu erlebten Emotionen abgespeichert sind.
Okay die Frage "Wann dies begann ", die will ich gar nicht mehr wissen , da sie mich wahrscheinlich nicht weiterbringen wird :) ,oder ich frag mein inneres Kind :)
Ich danke Euch ,herzlich gegrüsst Erika
Er Leben
 



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