erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

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erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon sissipha » Do 6. Sep 2018, 09:26

Warum sollten erwachsene Kinder die räumliche Nähe zu ihren Eltern suchen?
Ein sensibles Thema, vermutlich besonders für uns HSPler.
In Deutschland gibt es mehr als 10000 "verlassene Eltern" ( selbst hochsensibel?). Die Dunkelziffer ist riesig.
Oft ohne ein Wort, ohne Geste, von jetzt auf gleich brechen erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern ab
oder köcheln ihn auf Sparflamme. Mit einem Seufzer gehen sie notgedrungen zu Weihnachten hin.
Es wird darüber geschwiegen aus Scham, aus Schmerz, aus Wut, whatever..
Mich bewegt dieses Thema....
Sissipha
Zuletzt geändert von sissipha am Do 6. Sep 2018, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon cindy sun » Do 6. Sep 2018, 10:33

Hallo Sissipha,

ich habe kurz in dein Fotobuch geschaut. Zusammen mit deinem beitrag hier bringt das etwas in mir zum Klingen. Ich schreibe dir was dazu. Kann aber etwas dauern, hab gerade wenig Zeit. aber ich schreibe dir. Bestimmt.

LG, cindy
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon Velvet » Do 6. Sep 2018, 13:29

Hallo sissipha,

für mich ist dieses Thema ein zutiefst emotionales, vor allem als Kind, das von seinen Eltern vor die grausame Wahl gestellt wurde: Wir und unser Wohl, unsere "Wahrheiten", unsere Spielregeln, unsere Vorstellungen von dir oder du und das, was du tatsächlich bist und gedenkst, uns damit "zuzumuten".

Kein Kind, auch kein erwachsenes, verlässt „einfach so“ sein Elternhaus. In meinen Augen ist es das furchtbarste, was Eltern ihren Kindern antun können, sie dazu zu zwingen, ihr Elternhaus ohne Rückkehr zu verlassen. Und das tun Kinder nur aus dem einen Grund: um weiterleben zu können.
Wer sich selbst vor dieser Wahl hat stehen sehen müssen, weiß sicher, wovon ich rede.

Ja, warum wohl können Kinder den Kontakt nur notgedrungen aufrechterhalten, wenn überhaupt?

Sollte es nicht so sein, dass das Zuhause ein gern betretener Zufluchtsort ein Leben lang für ein Kind bleibt? In dem es sich immer willkommen geheißen fühlt, so, wie es ist? In dem es Wärme erfährt, Zuneigung, Respekt? In dem es akzeptiert wird, als ein erwachsener Mensch mit eigener Meinung und Lebensplanung, mit ganz persönlichen Vorstellungen davon, wie er sein Leben gestaltet? Als ein Mensch, der ebenso Fehler machen und Irrwege gehen darf, wie jeder andere auch, vor allem wie seine Eltern in ihrem Leben auch? Der Verständnis und Unterstützung erwarten darf von denen, die ihn großgezogen und geprägt haben, ihn eigentlich am besten und tiefsten kennen müssten? Ein Ort, an dem man nicht emotional manipuliert wird, in Abhängigkeiten gehalten und erpresst wird, um Nähe zu erzwingen, Dankbarkeit für die selbstverständlichsten Dinge abzuringen, sich das Schweigen über die Familiengeschichte erkauft wird, die Liebe und Loyalität zu seinen Eltern schamlos und ohne Gnade ausgenutzt wird?

...wie viele Kinder kommen nach Hause und und würden hinter jede meiner Fragen ein Ausrufezeichen setzen können? Oder wenigstens hinter ein paar?

Zitat sissipha:
Es wird darüber geschwiegen aus Scham, aus Schmerz, aus Wut, whatever..


Es wird vor allem, und das ist das Fatale, über die wirklichen Verantwortlichkeiten geschwiegen. Sich geweigert, (jedenfalls ist das meine Erfahrung, wie alles, was ich hier darüber schreibe), sie endlich von seinem Kind zu nehmen- selbst, wenn es darunter zusammenbricht- und sie für sich selbst, als Eltern anzuerkennen und anzunehmen.

Und die Verantwortung für das Verhältnis zu meinem Kind, ob groß oder klein, trage allein ich als Mutter/Vater. Ich habe den Grundstein gelegt und ich habe darauf aufgebaut. Und mag sein, es ist vieles schief gelaufen und hat sich auf mein Verhältnis meinem Kind gegenüber auch nachhaltig ausgewirkt: nichts ist schlimmer und belastender, als die Verantwortung dafür einfach dem Kind zu übertragen. Kinder fühlen sich immer in der Schuld, wenn mit ihren Eltern etwas schief läuft. Für manche Eltern leider eine sehr willkommene Einladung, sich mit ihren eigenen Mängeln und Unfähigkeiten nicht auseinander setzen zu müssen.

Für einige „verlassene“ Eltern wäre eine ehrliche und schonungslose Selbstbetrachtung, ein Anzweifeln ihrer Kompetenz und ein eingestehen so mancher Unfähig-und fertigkeiten DER Schlüssel, ihr Kind wieder in die Arme nehmen zu können. Leider sind da die eigenen Schutzwälle so hoch und undurchdringlich, dass es dabei bleibt: sie wurden verlassen und nicht: sie haben ihr Kind verlassen…


...ich bin mir nicht sicher, ob ich zu diesem Thema noch weiterdiskutieren kann, es wühlt mich zu sehr auf und das ist keine gute Basis für einen Austausch wie diesen. Ich möchte meine Meinung aber dennoch als Beitrag zu deinem Thema hinzustellen.

Viele Grüße
Velvet
.
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon sissipha » Do 6. Sep 2018, 17:10

Velvet, ganz herzlichen Dank für dein Vertrauen, deine Geschichte hier zu teilen.
Sie hat mich sehr berührt und ich verstehe, dass du diese Erinnerung, diese Zerrissenheit
nicht freiwillig durchs Erzählen wiederholen willst.
Auch mich hat es auf ähnliche Weise aus dem Haus "getrieben".
Alles wollte ich aufgrund dieser Erfahrung besser machen und nun sind meine
Kinder erwachsen, haben selbst Kinder und bemängeln mein Mutter - Verhalten
auf die gleiche Weise.
Und - was nun? Woher kommt das?
ich wollte es "richtig" machen...
aber ...was ist richtig???
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon sissipha » Do 6. Sep 2018, 17:13

@ cindy sun :
Ich habe das Buch herausgenommen.
Es war mir denn doch zu persönlich.
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon cindy sun » Fr 7. Sep 2018, 17:38

Hallo Sissipha,

kann ich gut verstehen, dass dir das zu persönlich war. Ich würde meine Gedichthefte hier auch nicht mit einem Link einstellen, zumindest nicht im öffentlichen Bereich.
Aber schöne Bilder hast du darin. Die haben mich wirklich beeindruckt. Darf ich dich fragen, ob du die gemalt (?) hast? Dein Avatar ist ja auch so eines.


Dann zu deiner eigentlichen Frage, da hatte ich dir ja eine Antwort versprochen.
Viel kann ich nicht mehr dazu sagen, denn da geht es mir wie Velvet, es wühlt mich zu sehr auf. Und für mich ist damit zumindest aus Sicht der Kinder alles gesagt.

Nur eines möchte ich noch aus eigener Erfahrung anmerken.
Eltern sind nicht nur Täter, sondern waren oft als Kind selbst Opfer. Ich will hier keine Lanze für das Verhalten und die Versäumnisse der Eltern gegenüber ihren Kindern brechen. Für all diese von Velvet beschrieben Missstände, in denen ich mich wiederfinden kann. Ganz bestimmt nicht, denn das rechtfertigt und entschuldigt nicht ihr Verhalten gegenüber ihren Kindern. Aber es ermöglicht vielleicht einen anderen Blickwinkel, der das wenn schon nicht Vergeben so aber doch das Verstehen erleichtert.
Zumindest mir geht es so. Vergeben kann ich noch nicht, aber der Groll hat nachgelassen. Und das tut mir gut.

LG, cindy
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon sissipha » Fr 7. Sep 2018, 19:02

liebe Cindy,
meine Bilder sind Digital - Art.

Zum Thema:
Je älter ich werde, um so mehr erkenne ich in meinen intensiven Lebensreflektionen, dass die "kinderverletzenden"
Taten nicht ausschließlich den Eltern anzulasten sind. Kinder galten früher weniger als das Vieh. Erst Ende des 19. Jahrhunderts
bekamen sie überhaupt einen eigenen Wert und etwa 1920, mit der Psychologiesierung des Eltern - Kind Verhältnisses
entspann sich ein Mythos um die Symbiose zwischen Mutter und Kind. Dort tauchte zum ersten Mal die Schuld - Frage auf.

Ich verstehe inzwischen die "Taten" meiner Eltern auch aus dem Kontext eines größeren Zusammenhangs, denen auch sie
mehr oder weniger unreflektiert ausgeliefert waren.(Es wurde einfach körperlich schwer gearbeitet, Psychologie und
Sinnfragen gab es nicht und Kinder waren oft eine Plage oder zumindest uninteressant, solange sie nicht mitarbeiten konnten.)
Dieses Verstehen schmälert keineswegs das Leid, dass wir erfahren haben.
Auf der ernsthaften Suche nach eigenem "Fehlverhalten" ließ ich irgendwann die "Schuldfrage" fallen und begab mich
auf die Suche nach möglichen Ursachen.
Mich von den eigenen,persönlich leidvollen Erfahrungen zu lösen, auch andere Schicksale zu erforschen und mich eingebettet
fühlen in einen größeren Kontext, gab mir eine ganz eigene innere Geborgenheit.

Für mich gilt:
Diese Reise in die "Welten von Kindern" hat mich reif und autonom gemacht.
Ich kenne zu viele Menschen, die sich auf der Stufe der Schuldzuweisungen an die Eltern eingerichtet haben.
Ich verstehe das. Eine Auseinandersetzung steht vermutlich erst an, wenn die eigenen Kinder ihnen ihre Verfehlungen
vorwerfen. Das ist wohl ein "Zahn" der Zeit.
Ich danke euch für euer offenes Teilen.
Sissipha
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon Velvet » Sa 8. Sep 2018, 06:14

Hallo cindy sun,

Zitat cindy sun:
...Ganz bestimmt nicht, denn das rechtfertigt und entschuldigt nicht ihr Verhalten gegenüber ihren Kindern. Aber es ermöglicht vielleicht einen anderen Blickwinkel, der das wenn schon nicht Vergeben so aber doch das Verstehen erleichtert.
Zumindest mir geht es so. Vergeben kann ich noch nicht, aber der Groll hat nachgelassen. Und das tut mir gut. ...


es tut mir leid, dass du auch eine Betroffene bist. Was du in deinem Zitat schreibst, sehe ich für mich auch so und ist ein Teil der Aufarbeitung des Erlebten. Ein eher geringer Teil, weil der größere und leider lebensbestimmendste der ist, mit den vielfachen Folgeschäden ein halbwegs lebenswertes Leben leben zu können. Jedenfalls ist es das, was ich in den Jahren meiner Auseinandersetzung mit diesem Thema erfahren habe.


@sissipha

Ich frage mich oft, worum geht es den Eltern- deren Kinder gehen mussten- im Nachhinein, in ihrer persönlichen Aufarbeitung und Einordnung des Geschehenen? Wissen sie, worum es ihren eigenen Kindern mit ihrem Weggang geht, was der tatsächliche Grund dafür ist? Wollen sie es überhaupt wissen und verstehen? Oder geht es letztendlich nicht doch wieder darum, die Verantwortung von sich weg und auf alles Mögliche zu delegieren, um u.a. nicht den eigenen Schmerz, die Trauer und alle anderen Gefühle, die das hervorrufen würden, aushalten zu müssen?
Und, geht es um das Wohl ihres Kindes, oder um ihren eigenen ruhigen Lebensabend, den sie gern unbehelligt genießen möchten, so, wie sie sich ihn vorgestellt hatten?

Ich habe mich eingehend mit dieser Thematik beschäftigt, von allen möglichen Seiten. Fakt ist, bricht ein Mitglied aus einem Missbrauchssystem aus, kommt die ganze Konstruktion nie wieder zur Ruhe und in die Stabilität, die sie einmal, auf Kosten des aus dem Haus Getriebenen, hatte.

Meine Erfahrung ist, dass es "verlassenen Eltern" leider nicht darum geht, endlich wahrhaftig seinem Kind entgegenzutreten und ihm wenigstens nun zu geben, was es braucht,- und das wäre nicht viel, um es von seinem Leid zu erlösen-, sondern lediglich darum, den wichtigen Stützpfeiler der Konstruktion wieder in seiner alten Funktion dort einsetzen zu können, wo er nach Meinung der Eltern hingehört.

Anders kann ich mir solche Sätze wie:

Zitat sissipha:
Ich kenne zu viele Menschen, die sich auf der Stufe der Schuldzuweisungen an die Eltern eingerichtet haben.
Ich verstehe das. Eine Auseinandersetzung steht vermutlich erst an, wenn die eigenen Kinder ihnen ihre Verfehlungen
vorwerfen. Das ist wohl ein "Zahn" der Zeit.


auch wirklich nicht erklären.

Es geht nicht um Schuld und Schuldzuweisungen, sissipha.

Es geht darum, dass es für ein Kind- und das bis an sein Lebensende- gravierende Folgeschäden hat, in einem, auf welche Art auch immer, missbrauchenden Elternhaus groß geworden zu sein.

Mir ist nicht ein einziges dieser Kinder begegnet, welches nicht bis weit in sein Erwachsenenleben aufgrund der entstandenen vor allem psychischen, oft aber auch physisch manifestierten Schädigungen, sich hätte auf irgendetwas ausruhen können. Es ist und bleibt in großen Teilen ein Überlebenskampf.

Deine für mich leicht zynische und etwas trotzig anmutende Aussage im obigen Zitat zeugt in meinen Augen nicht davon, dass dir bewusst ist, worum es hier wirklich geht. Vielleicht ist das ganze Leben ein großer Witz, so, wie es eindrücklich in deinem eingestellten Video im anderen Thread zu hören ist, dessen Aussage an einigen Stellen ich gar nicht schlecht fand.

Und möglich, dass es deine Art und dein Weg ist, mit dem eigenen Erlebten zurechtzukommen. Mir aber bleibt ehrlich gesagt das Lachen im Halse stecken in Anbetracht des Leids, dass ein Großteil der Missbrauchskinder bis an ihr Lebensende durchzustehen haben. Es haben nicht alle das Glück, sich „eingebettet und geborgen in einem großen Kontext“ fühlen zu können, nach allem, was ihnen von klein auf widerfahren ist.
Und schon gar nicht, so lange sie noch in Kontakt mit ihren Eltern stehen. Und das ist wirklich mehr als tragisch.

Viele Grüße
Velvet
Zuletzt geändert von Velvet am Sa 8. Sep 2018, 09:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon sissipha » Sa 8. Sep 2018, 06:50

Velvet, für mich ist dein statement ein wütender Rundumschlag, der sich über mich exemplarisch ergießt.
Vielleicht brauchst du das, ich nicht.
Gruß
Sissipha
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Re: erwachsene Kinder - Eltern, Nähe oder Distanz?

Beitragvon Velvet » Sa 8. Sep 2018, 07:02

Ich wollte gerade noch einen Gedanken ergänzen:

In den ersten drei Lebensjahren entscheidet ausschließlich die Mutter und ihr Verhalten gegenüber dem Kind, ob und wie weit es u.a. bindungsfähig wird. Sie allein legt in diesem Zeitraum das Urvertrauen an oder nicht. Danach ist es damit vorbei. Es ist völlig irrelevant für einen alleingelassenen Säugling, aus welchem Grund er gerade alleingelassen wurde. Es weiß nichts von der Geschichte seiner Mutter, seiner Großeltern etc. Es bleibt: die Mutter konnte ihrer Verantwortung für die Erfüllung der Grundbedürfnisse des Säuglings nicht nachkommen. Was das für Gründe hat und die hat es immer, tut nichts zur Sache. Das Kind wird geprägt. Sich selbst als Mutter das einzugestehen, ohne wenn und aber, darum geht es. Mir jedenfalls.
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