Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Träumerle » Sa 31. Mär 2018, 21:00

Lieben Dank Velvet, dir auch schöne Ostern.

Liebe Grüße,
Träumerle :-)
Ich weiß, ich bin ein HSP,
da ich die Welt ganz anders seh'.
Ich tue dies auf meine Weise,
nämlich ruhig und auch sehr leise.

Für mich ist's eine große Gabe,
wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
_____________
(Ich bin männlich...)
Träumerle
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon silverlady » So 1. Apr 2018, 08:40

Hallo,

evtl. fühlen sich die Beginen, Diakonissen oder Nonnen seit jeher fremd,
und es ist für sie eine Eingebung von oben, sich in eine Gemeinschaft zu begeben.

Dort lebt es sich voraussichtlich/nachweislich gesünder, wie nun eine wissenschaftliche Nonnenstudie beweist,
die Gerald Hüther in seinem neuesten Buch (zum Thema Demenz) beschreibt. :-)

LG
silverlady
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Herbsthauch » Do 26. Apr 2018, 17:55

Fühle mich auch fremd in der heutigen Zeit. Ich war immer schon eher altmodisch und nostalgisch veranlagt, auch meine Eltern konnten nie viel mit moderner Technik anfangen. Ich bin zwar noch relativ jung, kann mich aber auch noch an Zeiten erinnern, in denen es keine Handys, kein Internet und keine Computer gab (zumindest hatten wir damals zu Hause keinen Computer) und wir nur 5 Fernsehprogramme hatten. Nach dieser Zeit sehne ich mich zurück. Mit der heutigen Zeit hingegen kann ich nicht mehr viel anfangen. Die technischen Möglichkeiten und die mit dem Internet verbundene Informations- und Reizüberflutung überfordern mich und ich kann auch mit der technischen Entwicklung, die immer schneller voranzuschreiten scheint, nicht mithalten. Das Internet bestimmt heute das Leben der Menschen. Facebook, Amazon, Google und Apple sind die Herrscher unserer Zeit. Das finde ich alles erschreckend. Vor dem IoT kann ich mich nur fürchten. Weiß nicht, wo das alles noch hinführen soll. Schon heute ist fast jedes Gerät mit dem Internet verbunden. Fehlt nur noch, dass bald den Menschen Chips eingepflanzt werden, damit sie auch mit dem Internet vernetzt sind. Die Leute stellen schon seit Jahren ihr komplettes Leben freiwillig im Internet zur Schau und jetzt holen sie sich auch noch freiwillig ein Abhörgerät ins Haus. Die Stasi hätte sich jedenfalls gefreut, wenn es all das damals schon gegeben hätte.

Ich sehne mich so sehr nach einem Leben ohne Internet. Ging früher ja auch.

Ich war neulich auf einer Lichtshow in einer mittelalterlichen Festung. Wie zu erwarten haben alle (wirklich alle) mit ihren Smartphones Bilder gemacht und alles aufgenommen. Ich war der einzige, der nichts gefilmt hat, und ich kam mir vor wie ein Außerirdischer. Die Leute gehen zu solchen Veranstaltungen nur noch, um alles zu fotografieren und zu filmen. Entweder stimmt mit mir was nicht oder die anderen Leute sind alle gestört, aber ich finde das nunmal nicht mehr normal. Auf Konzerten genau das gleiche. Oder wenn Leute immer ihr Essen und Trinken fotografieren und auf facebook posten müssen. Ich kenne auch Leute, die nehmen ihr Handy mit auf den Klo. Keine Ahnung, was die da machen, vielleicht machen sie Bilder von ihren Ausscheidungen. Würde mich jedenfalls nicht mehr wundern.

Am liebsten schaue ich mir alte Filme an. Da kommen keine Computer, Smartphones, Handys usw. vor. Da kann ich schön in vergangene Zeiten eintauchen.
Herbsthauch
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Puschy » Do 26. Apr 2018, 18:52

Absolut das, was ich auch empfinde.

Werte, Wertschätzung, Qualität sind kaum mehr wichtig
„Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen.
Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wg unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

(Quelle: University of Happiness)
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon borboleta » Do 26. Apr 2018, 23:03

Ich hatte letztens eine lange Diskussion mit meinen Freunden über dieses Thema... Einer war der Meinung dass (technischer) "Fortschritt" einfach unvermeidlich und richtig ist, ich hingegen vertrete eher die Meinung, dass es uns (vielleicht auch nur mir) einfach ein bisschen über den Kopf hinauswächst. Ich meine, verlieren wir nicht immer den eigentlichen Sinn aus dem Auge? Die Menschen sind dank sozialer Medien depressiver und die Umwelt geht sowieso kaputt, und wenn dann mal etwas Gutes entwickelt wird, dann oft nur um vom Menschen geschaffene Probleme wieder auszubügeln...
Ich selber fühle mich ebenfalls nicht sonderlich wohl in diesen Zeiten, das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum ich mich sehr für die Hippie-Bewegung interessiere (bin selber (leider) Jahrgang 2000). _#)_
Doch es ist wahrscheinlich auch nicht so einfach zu sagen "früher war alles besser", ich bin schon froh über vieles was erreicht wurde. Ich persönlich würde jedoch gesellschaftlichen Fortschritt immer über technischen Fortschritt stellen, muss ich sagen...
Finde das ein sehr interessantes Thema! (Und Alexa find ich ebenfalls sehr gruselig _%_ )
borboleta
 

Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Krümelkeks » Di 12. Jun 2018, 14:53

Hallo Träumerle,

Ich kann super nachvollziehen, was ihr hier alle schreibt. Auch ich wünsche mich manchmal in frühere Zeiten zurück, manchmal in meine Kindheit (das sind bei mir die späten 90er und frühen 2000er), manchmal aber auch in noch frühere Zeiten. Bei mir differiert das aber sehr. Wenn ich z.B. glücklich und mit mir im Reinen bin, dann ist das Gefühl fast nicht da. Je schlechter es mir geht, desto mehr wünsche ich mir, ich würde in einer anderen Zeit leben. So richtig bewusst habe ich da erst seit ca. 5 Jahren (also seit ich von daheim ausgezogen bin). Aber auch in der Teenagerzeit dürfte ich schon manchmal solche Gedanken gehabt haben. Ich glaube, es ist oft ein Sehnen zurück in eine Zeit, in der man noch unschuldig war, wenig Verantwortung getragen hat, von vielem Bösen in der Welt nichts wusste und einfach unbeschwerter war. Bei mir setzte das erst relativ spät ein, weil ich von meinen Eltern als sehr behütet wurde und negative Nachrichten eher ferngehalten wurden von mir. Vielleicht warst du einfach ein Kind, auf das das ganze Böse in der Welt schon früher hereingeprasselt ist, als beispielsweise auf mich, weil von dir nicht dieses Schlechte möglichst lange ferngehalten wurde? Gerade weil wir in unserer modernen Zeit ja wirklich viel mehr von dem Elend in der Welt mitkriegen als früher und das gilt auch für Kinder. Das könnte ein Grund sein, warum dir deine "Unschuld" eher verlustig gegangen ist als anderen Menschen. Nur eine Theorie. :)

Mich stört eigentlich weniger die moderne Technik. Natürlich hat diese auch Nachteile, aber man darf das Ganze nicht nur schwarz-weiß sehen. Die Technik an sich ist erst mal nicht böse. Es kommt darauf an, wie man sie benutzt. Natürlich kann durch das Internet mehr Distanz entstehen, wenn man nur noch darüber kommuniziert. Genauso kann aber mehr Nähe entstehen, weil man mit Menschen in der ganzen Welt kommunizieren kann oder auch, weil man mit lieben Freunden kommunizieren kann, die weit weggezogen sind. Natürlich ging das früher auch, über Briefe oder auch das Telefon, allerdings finde ich bspw. Skype viel persönlicher als diese beiden Medien. Ich glaube, die Technik macht unser Leben nicht per se schlechter.

Herbsthauch hat geschrieben:Ich war neulich auf einer Lichtshow in einer mittelalterlichen Festung. Wie zu erwarten haben alle (wirklich alle) mit ihren Smartphones Bilder gemacht und alles aufgenommen. Ich war der einzige, der nichts gefilmt hat, und ich kam mir vor wie ein Außerirdischer. Die Leute gehen zu solchen Veranstaltungen nur noch, um alles zu fotografieren und zu filmen. Entweder stimmt mit mir was nicht oder die anderen Leute sind alle gestört, aber ich finde das nunmal nicht mehr normal. Auf Konzerten genau das gleiche. Oder wenn Leute immer ihr Essen und Trinken fotografieren und auf facebook posten müssen. Ich kenne auch Leute, die nehmen ihr Handy mit auf den Klo. Keine Ahnung, was die da machen, vielleicht machen sie Bilder von ihren Ausscheidungen. Würde mich jedenfalls nicht mehr wundern.


Das kann ich dir eventuell erklären. Ich glaube, dieses "alles filmen und Bilder machen" hat genau etwas mit diesem Nostalgiegefühl zu tun, das viele Menschen überkommt. Man will Erinnerungen festhalten, damit sie einem nicht verloren gehen können. Ich glaube nicht, dass die Menschen auf solche Veranstaltungen "nur noch" gehen, um zu filmen. Aber ich habe auch schon mal auf einem Konzert ein wenig mitgefilmt und war am nächsten Tag sehr froh darüber, da ich nach Konzerten immer so ein kleines Tief habe, weil alles vorbei ist. Dadurch, dass ich gefilmt habe, konnte ich die Erinnerung aber noch mal viel besser durchleben und so ging es mir schon besser. Eines der kostbarsten Güter des Menschen ist seine Erinnerung. Und die Menschen wollen diese eben festhalten, um sicherzugehen, dass sie sie niemals vergessen. Wie effektiv das ist, sei dahingestellt, aber wenn es den Menschen ein gutes Gefühl gibt - warum sollen sie denn nicht filmen und fotografieren? Natürlich gibt es immer wieder diejenigen, die übertreiben (die z.B. auf Facebook ihr ganzes Leben inszenieren und die sich nur essen bestellen, um es zu fotografieren). Aber ich glaub, so bescheuert sind die meisten Menschen nicht. :) Ach so und warum man sein Handy mit aufs Klo nimmt, kann ich dir auch beantworten: Ganz einfach Langeweile. Ich nehm z.B. oft ein Buch mit - ist ja im Prinzip das Gleiche. _läch_

Was mich in der heutigen Zeit eher stört, ist der Größenwahn. Alles muss schnell gehen, alles muss immer größer werden. Damit komme ich nicht ganz klar. Und ich habe das Gefühl, die Menschen werden immer rücksichtsloser und egoistischer. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor.

Liebe Grüße von Krümelkeks :)
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Träumerle » Do 19. Jul 2018, 18:46

Hallo Krümelkeks,

bitte entschuldige meine späte Antwort.

Vielleicht warst du einfach ein Kind, auf das das ganze Böse in der Welt schon früher hereingeprasselt ist, als beispielsweise auf mich, weil von dir nicht dieses Schlechte möglichst lange ferngehalten wurde?


Richtig ferngehalten wurde es von mir nur in meinen ganz jungen Jahren. Nur denke ich, habe ich einfach noch nicht verstanden, was da gerade in der Welt passiert, es nicht für relevant befunden und weiterhin mir keine Sorgen über so etwas machen müssen. Erst im Grundschulalter konnte ich die Situation in der Welt wirklich nachvollziehen, zumal in der Zeit ja auch die Konflikte im Nahen Osten ausarteten. Ebenfalls in dieser Zeit verflog mein Kindheitszauber. Weißt du, ich habe neulich in meinem Notizbuch eine Zusammenfassung der letzten zehn Jahre aus meiner Sicht niedergeschrieben, über jedes Jahr eine Seite. 2007 bis 2017 sind vertreten, 2018 werde ich, wenn es endet, auch noch ergänzen. Ich habe es gerade neben mir liegen. Bei jedem Jahr habe ich das Jahres-Highlight, alle meine Urlaube, weitere Ereignisse und eine Zusammenfassung über mein Verhalten und meinen insgesamten Eindruck vom Jahr aufgeschrieben. Ich zitiere die Zusammenfassung von 2011:

"2011 sank das Niveau auf einen damals niedrigsten Punkt. Erst musste ich mich an das neue Haus gewöhnen, dann starb die Katze meiner Großeltern (an der hing ich sehr) und kurz darauf zerstörte das aufkommende Social-Media-Gehabe den Kindheitszauber endgültig."


Ich weiß nicht, inwiefern das relevant für diesen Thread, für mein Anliegen ist, wollte es einfach mal hier erwähnen, um meine offenen und ehrlichen Gedanken darüber zu offenbaren. Auf alle Fälle ist 2011 in dieser Hinsicht das Schlüsseljahr; die magische Atmosphäre verschwindet und nichts ist wie früher. Wirklich gemerkt habe ich es erst viel später, als ich so reflektiert war, um mir darüber Gedanken zu machen.

Verstehe das nicht falsch, mir geht es gerade wirklich gut, ich bin aktuell recht motiviert und optimistisch, ja - glücklich. Doch dieses Glück ist mit dem damaligen nicht vergleichbar. In der heutigen Zeit empfinde ich, wenn ich gut drauf bin, ein "normales" Glücksgefühl, einfach ein wohlwollendes Gefühl, innere Ausgeglichenheit, wie jeder Mensch es bei guter Laune empfindet. Aber mein Kindheits-Empfinden geht viel weiter und hat mit dem "normalen" Glück so gut wie gar nichts zu tun. Wie du schon sagtest, wenn ich gut drauf bin, reicht meine gute Laune, wie ich sie gerade empfinde, auch aus. In den allermeisten Momenten denke ich mir jedoch "Wäre es nicht schön, so wie früher zu empfinden?"

Ich glaube, die Technik macht unser Leben nicht per se schlechter.


Ansichtssache. Nur ist es eben so, dass einer der größten Unterschiede vom Heute zum Damals die Entwicklung der Technik ist, weshalb ich den Auslöser für den Wegfall des Kindheitszaubers zumindest teilweise bei dieser suche. Stärkere Glücksgefühle empfinde ich nur dann, wenn ich gerade kein modernes Gerät benutze, mit Ausnahme meines Handys, wenn ich damit Musik höre. Generell habe ich bemerkt, dass schon wenige Stunden ohne PC, Handy und Co. ausreichen, dass meine Stimmung insgesamt steigt. Ich will nicht sagen, dass ich die Technik verfluche, allerdings bin ich auch kein großer Fan von ihr. Hier scheinen unsere Meinungen einfach auseinanderzudriften und das ist ja auch völlig legitim.

Aber ich bin momentan zufrieden mit meinem Leben, sodass der Schmerz, oder auch die Sehnsucht sich gerade in Grenzen halten. Sicher schwärme ich nach wie vor wie verrückt von meiner Kindheit, schaffe es aber auch, das Hier und Jetzt zu genießen, wenn auch mit weniger Tiefgang. Und in den nächsten Tagen und Wochen möchte ich eh verstärkt in alte Erinnerungen, wie Bilder oder Musik von früher abtauchen, das macht mich wirklich glücklich und solange es mir insgesamt gut geht, ist es für mich auch vollkommen okay, die Gegenwart auch zu genießen.

Schönen Abend dir,

Träumerle :-)
Ich weiß, ich bin ein HSP,
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wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Zirkuskind » Fr 20. Jul 2018, 20:13

Ich habe gerade einen Podcast zu dem Thema in der ARD Mediathek gehört. Und da ist mir aufgefallen, dass ich bis vor 4 Jahren wirklich blind durch die Welt gegangen bin. Ich habe das alles gar nicht mitbekommen. Ich habe einfach irgendwie ohne das alles gelebt ohne es zu merken. Ich hatte und habe so ein altes Samsung Telefon, meine Hausarbeiten habe ich mit der Hand geschrieben und dann im Medienzentrum abgetippt. Fernsehen hatte ich erst nicht und dann bin ich einfach gegenüber in den Second hand Laden gegenagen und habe mir einen gebrauchten Röhrenfernseher gekauft. Ich liebe es Radio Sendungen zu hören. Bücher hatte ich in Massen angesammelt, Kistenweise. Ich habe mir mal einen Musik Spieler gekauft und den vollster Überzeugung "Musikabspielgerät" genannt. Mir ist das alles nicht mal aufgefallen. Irgendwann muss sich mein Umfeld geändert haben. Auf jeden Fall habe ich mich irgendwie zurückgeblieben gefühlt und ohne es zu merken habe ich dann wie ein Teenager versucht da irgendiwie mitzukommen. Mich bei Facebook angemeldet und mir ein I Pad gekauft. Naja, das meiste hat nicht lange überdauert. Beide Prozesse waren unbewusst. Mittlerweile habe ich eine Menge gefunden, dass mir Spass macht zum Beispiel Podcasts und auch Filme gucke ich über Dienstleister oder Apps, außer manchmal die dritten im Livestream. Ich habe Apps für Bücher und Musik und häufe das hier nicht mehr an. Also nachdem ich die verspätete Pubertät hinter mir hatte, konnte ich viel finden was zu meinem Gemüt passt und mir das Leben schöner macht ohne auf andere zu gucken und mithalten zu wollen.

Eure altmodische Zettel und Stift Tante
Zirkuskind
Zirkuskind
 

Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon Baumi » Fr 5. Okt 2018, 21:41

Hallo,
Finde mich da auch voll und ganz drin wieder.
Mich zieht es sehr zu Klöstern hin..
Ich bin wahnsinnig gern auf Mittelaltermärkten, mich interessieren alte handwerkstechniken, altes Wissen..
Das Leben funktionierte doch damals auch...
Klar ist einiges leichter, bequemer, doch was ist mit all den stressbedingten Erkrankungen?
Warum hat beispielsweise pilgern einen so regen Zulauf?
Manchmal denke ich, was ist denn wenn mal einer den großen Stecker zieht?..?.
Alles zappenduster, und wer weiß dann noch, wies ohne moderne Technik geht?
Terroristen haben es doch im Grunde immer leichter ganze Länder lahmzulegen, einfach einhacken, Trojaner losschicken, manipulieren...
Was wird das bloß, wenn es kein Bargeld mehr gibt?
Habe mir meinen alten Kassettenrekorder aus den earlie 90´s aufbewahrt und höre manchmal aus den Radio aufgenommene Chart Shows is echt Retro _Mij_
Noch dazu habe ich ein paar Jahre ddr intus, das is ja quasi wie vom anderen stern _nüxweiss_
Viele Grüße
Baumi
Baumi
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Re: Fühle mich fremd in der heutigen Zeit

Beitragvon steffilum43 » Mi 16. Jan 2019, 08:32

Hallo, _Mij_
ich weiß genau was Ihr meint. Ich träume auch oft von der guten alten Zeit, wie man so schön sagt.
Mittlerweile habe ich mein Leben wieder entschleunigt und von allem befreit was mein Leben gestört hat.
Whats App und Facebook sind, nach kurzen Versuchen, völlig aus meinem Leben verschwunden. Ich schreibe wieder SMS und E-Mails oder sogar Briefe. Mit dem telefonieren ist es etwas schwieriger, da ich es hasse.
Ich habe mir einfach gesagt, wer mit mir Kontakt wünscht hat meine Nummer und kann sich ja melden.

Interessanterweise sind dadurch viele Kontakte wieder erloschen, was meine Theorie der Oberflächlichkeit der Menschen bestärkt.

Viele Dinge habe ich verändert. Weg vom Konsumrausch. Neue Klamotten gibt es erst wenn etwas kaputt geht. Meine Familie und ich leben immer mehr minimalistisch. Weg vom ganzem Konsum. Und es tut gut.
Es ist egal was andere sagen oder denken. Die wenigen Menschen die uns so nehmen sind die richtigen.

Manchmal wünschte ich mir ein Selbstversorger zu sein. Völlig abgeschieden vom ganzem Alltagsstress. Nur mit meinem Mann und meinen Kindern. Ich brauch den ganzen Stress von außen nicht. Kein Fernseher, kein Telefon. wir telefonieren kaum, eigentlich auch kein Auto. Doch da gehe ich nicht ganz konform mit meinem Mann. Er macht schon viel mit, was ich ihm hoch anrechne, aber irgendwo sind seine Grenzen.

Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit meinem Leben. Wenn ich nach Hause komme bin ich in meiner kleinen Welt. Ohne Stress und mit viel Ruhe. Meine Oase.

Schönen Tag Euch #*#
steffilum43
 

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