Immer weniger Gewalt in der Welt ...

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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mo 23. Apr 2018, 08:41

Orphée hat geschrieben:Würde es vielleicht aus einer anderen Ecke betrachten... Wüsste nicht, wie durch solche Artikel ein positiveres Bild über die Lage der Welt entstehen kann oder soll, wenn wir die heutige Zeit mal so salopp mit der von vor vielen Jahrhunderten vergleichen und es auch eher vermeiden oder es sogar für verwerflich halten auf so einen Es-wird-alles-besser-Zug aufzuspringen. Habe den Artikel zwar nicht gelesen, aber ein Beispiel: Unter den Folgen des Ersten Weltkriegs starben ca. 17 Millionen Menschen und unter den Folgen des Zweiten ca. 60 Millionen Menschen. Na schau an... der Erste war doch gar nicht so schlimm!? Verzerrt oder relativiert, egal wie wir es drehen und wenden. Solche Artikel bewirken am Ende vermutlich nur, dass wir allzu oft und leicht beeinflussbaren naiven Menschen bei fundamentalen Problemen nur noch mehr wegsehen, als wir es ohnehin schon zu sehr tun.


Hallo Orphée,

danke für deinen Beitrag! :-)

Ich will mich jetzt auch ganz sicher nicht zum Verteidiger von Steven Pinkers Aussagen machen.
Ich finde wie du/ihr, das alles ist durchaus diskussionsbedürftig und denke auch, dass man in dem Interview dort noch mehr und andere Fragen hätte stellen können/müssen. (Deshalb ja auch hier der Strang, wenn alles klar wäre, bräuchte man den ja auch nicht. icon_winkle )

Und du hast auch recht: wir leben in der heutigen Zeit mit allen Grausamkeiten und Schrecken, allem Elend und Leid, zu dem Menschen fähig sind. Und alles davon ist zu viel!! Und da darf und soll man auch nicht wegsehen!! :-(

Dennoch: du hast jetzt ja den Artikel nicht gelesen.
(@ Desdinova: das hat wohl nicht gestimmt, dass die Überschrift Leute zum Lesen animiert – vielleicht sogar im Gegenteil? icon_winkle )

Ganz so „salopp“ und „Es-wird-alles besser“- Schönfärberei (igitt, gar nicht mein Ding! #bäh# ) ist die Argumentationslinie dann allerdings doch nicht.
Mich hat daran eher der Versuch interessiert, historische Entwicklungen zu möglichen geistigen (Fort?-) Entwicklungen in Beziehung zu setzen.
Und was ich vielleicht auch noch zugeben muss: ich denke immer mal wieder, dass es wohl neben absoluten "Wahrheiten" auch immer wieder noch relative "Wahrheiten" gibt … aber da wären wir wieder bei der Philosophie …

Liebe Grüße an alle! :-)
Anima
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Jamania » Di 24. Apr 2018, 08:30

Hallo zusammen, :-)

zur relativen Perspektive ein Gedanke, der mir immer wieder kommt:

müssten wir zum Stand unserer heutigen Entwicklung nicht weiter sein? _gruebel_

Bei der Entwicklung unserer hochkomplizierten Produkte funktioniert das Ineinandergreifen von übergeordnet bis zu detailliert doch auch.
Jede kleine Schraube muss funktionieren und gewartet sein, es wird optimiert, bis das Endergebnis funktioniert, es geht um, je nach Bereich, komplexestes Zusammenspiel.

Sollte das nicht auch auf andere Bereiche schon längst unser Standard sein?
Ist das Bewusstsein, dass diese Fähigkeiten vorhanden sind, schon lange da und damit auch die Fassungslosigkeit, dass so viele wichtige Bereiche (Politik, Soziales, Bildung) darüber nicht zu verfügen scheinen, während relativ unwichtige Bereiche zu Hochform auflaufen - so was wie - was weiß ich - dass unsere Phones jetzt den Kühlschrank auffüllen oder unsere Autos alleine fahren sollen?

Ich habe immer das Gefühl, dass wir in wesentlichen Bereichen noch alten Mustern anhängen, die schon früher dazu geführt haben, dass Gewalt die Folge war.
Ich möchte gerne glauben, dass sich das geändert hätte und die Menschen heutzutage eher bereit sind gewaltlos gegen die Missstände anzugehen, die beseitigt werden müssen.
Bin aber tatsächlich skeptisch und fürchte, dass sich, falls diese Diskrepanz immer größer wird, auch bei uns die Gewalt wiederholen könnte, von der man glaubte, sie sei überwunden.

Viele Grüße, _Mij_
Jamania
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Puschy » Mi 25. Apr 2018, 18:00

Ist es so wichtig das Gewalt abgenommen haben soll?
Sie ist existent, da muss man nicht belegen +/-, sondern was dagegen tun

Desweiteren zählt garantiert nicht alles da rein, wie Anders schon meinte, ist Mobbing auch eine Art Gewalt, va Kinder werden so in den Freitod getrieben
Ander Faktoren, die dazu führen, sollten inbegriffen sein

Was ist mit Tötung durch zB Kampfhunde?
Naturgewalten- wir zerstören, sie rächt sich
Maschinen die außer Kontrolle geraten (s. selbstfahrendes Auto)... alles ebenso, wenn auch eher indirekt, durch den Menschen verursacht


Die Motivation hat sich mMn auch tw verändert
Früher gab es mehr Tötungen um das Überleben zu sichern... heute bedeutend weniger
das Streben nach Macht und Geld und überhaupt ist geblieben

mE verlagert sich vieles nur und bekommt harmlosere Namen... das Ergebnis ist das Gleiche
„Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen.
Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wg unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

(Quelle: University of Happiness)
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Do 26. Apr 2018, 20:57

Hallo zusammen, :-)

Jamania hat geschrieben:Jede kleine Schraube muss funktionieren und gewartet sein, es wird optimiert, bis das Endergebnis funktioniert, es geht um, je nach Bereich, komplexestes Zusammenspiel.

Sollte das nicht auch auf andere Bereiche schon längst unser Standard sein?
Ist das Bewusstsein, dass diese Fähigkeiten vorhanden sind, schon lange da und damit auch die Fassungslosigkeit, dass so viele wichtige Bereiche (Politik, Soziales, Bildung) darüber nicht zu verfügen scheinen, während relativ unwichtige Bereiche zu Hochform auflaufen


Du willst damit sagen: bevor ihr ins Weltall fliegt, räumt doch erst mal in eurem Oberstübchen auf? – Ja, das sehe ich auch so: da werden Ressourcen noch und noch verbraten, um irgendeinen Unsinn zu finanzieren, statt diese Ressourcen stärker auf menschlich-geistige-psychosoziale-moralische (?) Entwicklung zu zentrieren. – Das wäre doch mal was! )/898u

Puschy hat geschrieben:Ist es so wichtig das Gewalt abgenommen haben soll?
Sie ist existent, da muss man nicht belegen +/-, sondern was dagegen tun

Nur zu, das passt super zum Thema "weniger Gewalt in der Welt ...", ja, was soll man dagegen tun:

Meinst du da eher so was wie „vor der eigenen Haustür kehren“, oder schweben dir vielmehr strukturelle oder systemische Veränderungen/Maßnahmen vor?
Wie oder was könnte man denn tun, um Bedingungen zu ändern, auf dass nicht nur „jede kleine Schraube“ perfekt funktioniert, sondern auch unser menschliches Oberstübchen, damit das Gewaltpotenzial zwischen Menschen sinken könnte? _help_

Viele Grüße! :-)
Anima
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Puschy » Fr 27. Apr 2018, 01:56

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:
Meinst du da eher so was wie „vor der eigenen Haustür kehren“, oder schweben dir vielmehr strukturelle oder systemische Veränderungen/Maßnahmen vor?
Wie oder was könnte man denn tun, um Bedingungen zu ändern, auf dass nicht nur „jede kleine Schraube“ perfekt funktioniert, sondern auch unser menschliches Oberstübchen, damit das Gewaltpotenzial zwischen Menschen sinken könnte? _help_

Viele Grüße! :-)
Anima



Realistisch gesehen sind die Fischköpfe zu verfault oder haben zu wenig Einfluss... Globales Umdenken mit Neustrukturierung will doch da Oben kaum einer

Der gemeine Pöbel kann wohl sein Umfeld friedlicher gestalten, aber mehr dann eher nich



Mein Harmoniesator ist soweit ja fertig, er müsste nur ins All und mir fehlen die Mittel mein „i‘ll-be-ever-happy-Pulver“ im globalen Grundwassernetz zu verteilen
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Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wg unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 27. Apr 2018, 08:37

Puschy hat geschrieben:Mein Harmoniesator ist soweit ja fertig, er müsste nur ins All und mir fehlen die Mittel mein „i‘ll-be-ever-happy-Pulver“ im globalen Grundwassernetz zu verteilen

Ich verstehe. Toll, jemand mit Erfindungsgeist! _magic_

Macht ja auch nichts, wenn’s nicht soooo praktisch umzusetzen ist (wir sind ja hier nur im Philosophie-Ordner icon_winkle ).

Trotzdem: auf die Formel eines solchen Pulvers bin ich bei allem Grübeln und Experimentieren noch nicht gekommen. Kann man die Formel oder die Ingredienzen verraten, oder „muss das jeder selbst herausfinden“ oder „das ist eben Intuition“ (gähn, auch so Sätze, die keiner braucht)?

Schönen Tag allerseits! :-)
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Puschy » Fr 27. Apr 2018, 09:42

Danke für dein Interesse

Genau verraten geht natürlich nicht, es gäbe Menschen, die dies zur persönlichen materiellen Bereicherung missbrauchen würden.

Aber soviel sei verraten:

Es ist eine nichtrausfindbare Mixtur aus rein pflanzlichen Essenzen (selbstverständlich biologisch, vegan, religionsverträglich und frei von gemeinen Zusätzen).
Im limbischen System werden intuitiv individuelle Substanzen freigesetzt, um sich in den Bereichen des Cortex zu aktivieren, die für positive Gefühle zuständig sind, diese stimulieren und verstärkte Signale an die Hirnrinde senden, um dort bewusst wahrgenommen zu werden.
Gleichzeitig, zum Erhalten der emotionalen Balance, werden die Signale aus dem negativen Cortex geschwächt.


Das Problem was ich bis eben hatte, dass die Mixtur durch Chlor unwirksam wird (bekanntermaßen chloren diverse Länder das Wasser), hast du gelöst.
Da es auch über die Haut absorbierbar ist, werde ich ein Aerosol entwickeln, was sich in der Atmosphäre mit den Wolken verbindet und als Regen niedergeht
„Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen.
Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wg unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 27. Apr 2018, 15:38

Puschy hat geschrieben:Das Problem was ich bis eben hatte, dass die Mixtur durch Chlor unwirksam wird (bekanntermaßen chloren diverse Länder das Wasser), hast du gelöst.
Da es auch über die Haut absorbierbar ist, werde ich ein Aerosol entwickeln, was sich in der Atmosphäre mit den Wolken verbindet und als Regen niedergeht

Na so was, das Gemisch hast du aber zügig in luftige Höhen gebracht!
Den Cortex des EU-Parlaments hat die Mixtur ja immerhin wohl schon mal erreicht – gut für die Bienchen! _bee_ _bee_ _bee_ _bee_
Weniger Gewalt gegen Bienen - weniger Gewalt in der Welt - ? .... _mjh_
Weiter so! :-)

(http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 05077.html)
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon alice.d » Mi 12. Dez 2018, 19:07

Hey,

ich glaube, dass wir das nicht global betrachten dürfen, bzw. können. Hier kommt meiner Meinung nach Maslowsche Bedürfnispyramide und auch Ken Wilbers integrale Theorie zum Tragen. Denn die Europäer und die Amerikaner (aktuell noch die Bewohner der ersten Welt ;) hatten im Grunde bereits eine längere Zeit ohne Kriege und ohne große Katastrophen. Die Kriegsgeschädigten sterben langsam aus und das Kriegstrauma wurde bereits auch von der Nachkriegsgeneration weitgehend überwunden. Menschen, die in Sicherheit leben und denen es gut geht, haben auch die Kapazität sich um andere zu kümmern. Empathie wird nicht mehr nur auf die Familie, sondern immer mehr auf andere Mitmenschen und sogar auf andere Arten ausgeweitet (siehe die Vegan Bewegung). Wir werden uns unserer Umwelt bewusst, wir fragen nach dem Sinn des Lebens, wir werden sensibler (an dieser Stelle greifen andere Hochsensible immer an ;)

Auch objektiv betrachtet - ohne jetzt auf Zahlen einzugehen - muss man schon feststellen, dass in letzter Zeit die Welt sich zum Positiven entwickelt hat. Natürlich gibt es noch viel Schlechtes in der Welt, weil leider noch immer die traumatisierte Kriegsgeneration auf dem Thron sitzt. Aber schaut euch trotzdem die Bewegung an:
Kommunismus: war eine gute Bewegung, jedoch war der Mensch an sich noch nicht reif dazu.
Demokratie: auch eine schöne Idee, doch auch hier waren wir geistig noch nicht so weit...also hat man uns genau so veräppelt...
Frauenbewegung...
Umweltschutz...
Veganismus...
Spiritualität...

All das kam in den letzten Jahren auf und das sind meiner Meinung nach sehr gute Zeichen. Es ist natürlich fraglich, ob nicht auch diese Bewegungen vereitelt werden, da nicht alle Menschen, auf einem ähnlichen Entwicklungsstand sind. Die Mehrheit setzt sich immer durch bzw. die, die Massen überzeugen können...

Dies ist was ich dazu denke...ohne jetzt groß in die Wissenschaft abzutauchen, aber ich fände es schöner, wenn wir alle etwas positiver in die Zukunft blicken würden...denn wohin wir schauen, dorthin werden wir auch gehen...und ich würde lieber in einer Utopie leben... _tanz_
alice.d
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Re: Immer weniger Gewalt in der Welt ...

Beitragvon DesdiNova87 » Mi 12. Dez 2018, 20:31

Hallo alice,

ich finde du machst es dir in deinem Beitrag ein bisschen zu einfach, wenn ich das so sagen darf. Natürlich ist es schön von einer Utopie zu träumen und positiv zu denken, aber wenn man nur das positive sehen will und dann daraus seine Schlüsse zieht, ohne die negativen Aspekte ebenfalls zu bedenken, kann nur eine unvollständige Abbildung der Realität dabei heraus kommen. Umgekehrt natürlich genauso, wenn man nur die negativen Seiten betrachtet und positive Entwicklungen ausblendet.

alice.d hat geschrieben:ich glaube, dass wir das nicht global betrachten dürfen, bzw. können. Hier kommt meiner Meinung nach Maslowsche Bedürfnispyramide und auch Ken Wilbers integrale Theorie zum Tragen. Denn die Europäer und die Amerikaner (aktuell noch die Bewohner der ersten Welt ;) hatten im Grunde bereits eine längere Zeit ohne Kriege und ohne große Katastrophen. Die Kriegsgeschädigten sterben langsam aus und das Kriegstrauma wurde bereits auch von der Nachkriegsgeneration weitgehend überwunden. Menschen, die in Sicherheit leben und denen es gut geht, haben auch die Kapazität sich um andere zu kümmern. Empathie wird nicht mehr nur auf die Familie, sondern immer mehr auf andere Mitmenschen und sogar auf andere Arten ausgeweitet (siehe die Vegan Bewegung). Wir werden uns unserer Umwelt bewusst, wir fragen nach dem Sinn des Lebens, wir werden sensibler (an dieser Stelle greifen andere Hochsensible immer an ;)


Aber ist das wirklich so? Lange Zeit haben deutsche Soldaten sich nicht an Auslandeinsätzen beteiligt. Mit dem KFOR-Einsatz seit den 90ern wird die Bundeswehr entgegen ihrer ursprünglichen Bestimmung außerhalb Deutschlands eingesetzt. Aktuell sind es 13 Auslandseinsätze, die parallel am Laufen sind.

Das ist der Stand für die Bundeswehr, wenn wir die Amerikaner mitbetrachten, kann mit dem Irak-Krieg 2003 und den aktuellen Kampfeinsätzen in Syrien, sicher nicht von einer längeren Phase ohne Kriege gesprochen werden.

Das es die meisten Leute nicht interessiert und sie deswegen davon nicht viel mitbekommen, das ist wieder eine andere Geschichte. Noch nie waren die Kriegschauplätze so leicht nachzuverfolgen, "davon haben wir nichts gewusst" galt schon damals nicht, heute noch weniger.

Dabei denke ich auch besonders an die Waffenindustrie. Deutschland ist unter den Top-5 der Waffenexporteure weltweit, besonders bedenklich dabei die Entwicklung des Exports in die Hände sehr zweifelhafter Empfänger:

Gingen die Waffen früher überwiegend an Nato-Staaten und Länder, die als Nato-ähnlich eingestuft werden, wie beispielsweise Japan oder die Schweiz, exportiert Deutschland heute rund 60 Prozent der Waffen in sogenannte Drittländer. Diese verletzen jedoch besonders oft die Menschenrechte oder sind in Bürgerkriege oder Kriege mit anderen Staaten verstrickt.


https://www.planet-wissen.de/gesellscha ... nlieferant

Ich finde das Verkaufen von Waffen gehört genauso zum Führen von Kriegen dazu, wie die aktive Teilnahme. Besonders pikant die Situation in Syrien, wo Kurden mit deutschen Milan-Raketen die deutschen Leopard-Panzer der Türken bekämpfen.


alice.d hat geschrieben:Kommunismus: war eine gute Bewegung, jedoch war der Mensch an sich noch nicht reif dazu.


Was genau war denn am Kommunismus gut? Die Kollektivierung der Bauernhöfe? Die Planwirtschaft? Die Stasi?

alice.d hat geschrieben:Frauenbewegung...
Umweltschutz...
Veganismus...
Spiritualität...

All das kam in den letzten Jahren auf und das sind meiner Meinung nach sehr gute Zeichen. Es ist natürlich fraglich, ob nicht auch diese Bewegungen vereitelt werden, da nicht alle Menschen, auf einem ähnlichen Entwicklungsstand sind. Die Mehrheit setzt sich immer durch bzw. die, die Massen überzeugen können...


Diese Bewegungen spannen sich eigentlich über einen großen Zeitraum. Die erste Welle der Frauenbewegung ist schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA und auch in England aufgekommen.

Spiritualität gibt es bereits seit es Menschen und soziale Beziehungen gibt.

Bleibt der Umweltschutz und der Veganismus, wie du selbst sagst, entscheiden aber die Mehrheiten, und die sehe ich da im Moment absolut nicht. Vor allem global betrachtet. In den meisten Ländern wird ja noch nicht einmal der Müll getrennt.

LG DesdiNova87
~ Keep a green tree in your heart and perhaps a singing bird will come. ~
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