Verdienst oder Geschenk

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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Anima (Lufthauch) » So 8. Jul 2018, 12:33

Hallo ihr zwei Lieben, :-)

smuld - ist keine Kritik, nur ein ganz kleines OT dazwischen:

ich persönlich verehre ja die 6000-Zeichen-Regel im Forum.
Ich lese euch sehr gerne, aber bei der Masse kriege ich leider, leider nur noch die Hälfte mit …
Ihr könnt mir gerne sagen, ich brauche es ja nicht zu lesen, ist dann auch o. k.

Macht’s gut! :-)
Eure etwas „überflutete“ Anima smitanc
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » So 8. Jul 2018, 12:47

Hi Anima,
:-)
Hast du absolut Recht mit!
Ich werde mir Mühe geben.
Habe ich aber schon oft versprochen 647&/
Ist beim Philosophieren aber auch besonders schwer...
_Mij_
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » So 8. Jul 2018, 15:29

Hey Anima, :-)

Was ein Glück, dass ich dein Posting noch gelesen habe,
bevor ich anfange eine neue Antwort zu schreiben.

Da kann ich ja direkt mal versuchen, ob ich es auch
bisschen komprimierter und übersichtlicher hinbekomme. :-)

Liebe Grüße,
ein chaotischer Einsiedler
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » So 8. Jul 2018, 16:35

Hallo mal wieder, :-)

Jamania hat geschrieben: Als stinknormaler Mensch kann ich einen kleinen Radius um mich herum verwalten oder formen, dafür sorgen,
dass alles gut läuft, das Leben für die um mich herum besser machen. Das nehme ich ernst.
Ich kenne auch den Fall, dass Menschen mit denen ich nahe war, das boykottiert haben - sowohl bösartig als auch liebevoll.


Waren Einstein, Mozart, Gandhi, Martin Luther King, Marie Curie, Dostojewski, Schopenhauer, Van Gogh, ... nicht auch alle "stinknormale"
Menschen, bevor sie angefangen haben sich so sehr in eine Sache zu stürzen, dass "bedeutende" Menschen aus ihnen wurden?

Will sagen, dass ich es gefährlich finde sich selbst kleiner zu machen als man ist. Das liegt nicht nur daran, dass ich
manchmal zu Größenwahn neige, sondern ist auch von der Neurowissenschaft her motivierbar. Ich bin da leider nur ein Laie,
aber nach all dem was ich weiß, ist man mittlerweile sicher, dass sich das Gehirn bis ins hohe Erwachsenenalter noch
weiterentwickelt und neue Verbinungen herstellen kann. Besonders dann, wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist.
Ein Experte auf dem Feld möge bitte mehr dazu sagen, falls jemand mitliest :-)

Es scheint also so zu sein, dass in diesem einen Fall wirklich der Geist über die Materie gewinnt.
Oder um es mit Edison zu sagen: "Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration"

Und noch eine Frage, die vielleicht zu persönlich ist, aber was ist "liebevolles boykottieren?"

Jamania hat geschrieben: Die Komplexität des nun mittlerweile auch noch globalen Miteinanders, die Vereinbarung von teils total konträren
Interessen und das in einem Ausmaß, das ich noch nicht mal ansatzweise erfassen und durchschauen kann, macht mich mürbe und müde.
Und die Stimmen, die laut und vehement jeweils ihr Extrem vertreten, die genau wissen, was nun richtig und was falsch ist,
machen mich müde und wütend, selbst wenn ich wollte, ich hätte nicht die Fähigkeit mich auf diesem Niveau miteinander beschäftigen zu wollen.


Ich verstehe sehr gut was du meinst. Mir hilft es in dem Fall immer zu versuchen mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Was braucht der Mensch auf jeden Fall, weil er ein Lebewesen ist? Was ist fast allen Menschen über dies hinaus wichtig?
Was sind die verbindenden Elemente aller Menschen auf Erden?

Es gibt da auch ein spannendes Buch von einer Person, die sehr alte Menschen kurz vor ihrem Tod begleitet und interviewt hat.
Ich habe es selbst noch nicht gelesen und auch den Titel gerade nicht parat. Jedenfalls fielen die Antworten auf die Frage,
was sie in ihrem Leben bereuen, erstaunlich ähnlich aus. "Zu viel gearbeitet" , "Zu viel Wert auf Geld und Status gelegt" ,
"Zu viel darüber nachgedacht was andere Menschen über mich denken und mich danach gerichtet" waren in etwa die meistgenannten
Antworten.

Wenn ich mir dann im Gegensatz angucke, was der moderne Mensch so alles machen soll heutzutage (Arbeiten, viel Geld verdienen/Wirtschaft
ankurbeln, sich stets im besten Licht präsentieren/Status verbessern), dann frage ich mich schon, ob ich eigentlich hier den
Dachschaden habe, oder nicht vielleicht doch "die anderen". Das sind so Sachen, wo ich Lust bekomme mich einfach wieder
hinzulegen bis das Mutterschiff ankommt.
Falls jemand das Buch gelesen hat und mehr dazu sagen möchte, bitte macht das! Ich finde das Thema extrem spannend!
Ich habe leider nur diese Aussagen mal in einem Vortrag gehört und würde gerne mehr dazu wissen.

So, bevor Anima jetzt aufhört mitzulesen, schiebe ich den Rest mal in ein neues Posting.
Es wird auch nur ein ganz klitzekleines! Versprochen! 647&/

Liebe Grüße,
Sleepy Hermit
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » So 8. Jul 2018, 17:46

Hallo Ihr :-)

Jamania hat geschrieben: Kann es sein, dass du auch eher "sehr" introvertiert bist? (brauchst natürlich nicht zu antworten, aber ich vermute es schon fast)


Ich doch nicht! _läch_ .
Beim MBTI rangiere ich um die 97% Introversion +- paar Prozent Tagesform.
Man könnte also unter Umständen vielleicht sagen, dass ich eher eine leichte Tendenz habe etwas zurückgezogener zu leben icon_winkle

Jamania hat geschrieben: Als Introvertierte und überzeugte Individualistin #bäh#

Ich bin selber überzeugte Individualistin. Deswegen musst du mir nicht gleich die Zunge rausstrecken #bäh#.
Wenn ich so Sätze höre wie "Junge Leute kann man noch verbiegen", dann bekomme selbst ich als Samtpfötchen große Lust
jemanden mal zu "verbiegen"...

Jamania hat geschrieben: ... habe ich gemerkt, dass der Rückzug und Blick von außen auf diese Dinge fast wie ein Vergrößerungsglas wirkt.
Klar, man hat die Zeit, die Distanz, die Ruhe, um alles genau zu analysieren - und das kann fatal sein,
denn wir Menschen sind nun mal anfällig für Fehler und je mehr wir uns vermischen, desto oberflächlicher wird alles und weniger Tiefe,
Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Genauigkeit ist möglich (das meine ich jetzt NICHT wertend, denn für mich hat das durchaus positive Funktionen).


Ja, das ist eine Kuriosität. Schnappt man sich einen Menschen aus einer Gruppe und unterhält sich mit ihm, ist er oftmals sehr vernünftig.
In der Gruppe regiert aber gerne mal der Wahnsinn. Genau anders herum als bei Bienen oder Ameisen _läch_. Die sind alleine total
planlos und in der Gruppe zu großen Taten fähig. Was ein Glück, dass ich keine Biene bin. Andererseits könnte ich dann fliegen. Ich schweife ab...

Jamania hat geschrieben: Der Blick von außen auf diese Anfälligkeiten und ihre Ausprägungen kann aber fatale Folgen haben:
noch mehr Rückzug aus Abscheu, eine Steigerung der eigenen Ablehnung, ein sich selbst auferlegter Verhaltenskodex,
der sich eben anders verhalten will und sich nicht mehr den kleinsten Fehler oder die winzige Unachtsamkeit durchgehen lässt.


Weise Worte. Stichwort eigenes Wohlbefinden. Zu distanziert zu leben alieniert einen immer mehr. Ich muss aber in
meinem Fall sagen, dass ich dieses "normale und unbeschwerte" Zusammensein mit Menschen auch einfach nicht mehr richtig kann.
In meiner Jugend ging das noch besser. Es liegt also nicht nur der Wille zugrunde "individuell" zu sein, sondern ich KANN es einfach nicht.
In kleinen Gruppen oder unter 4 Augen mag das noch gehen. Da habe ich eine Art soziale Maske und kehre die paar
Prozent Extraversion so weit heraus wie ich kann. Je nach Tagesform würde man mir unter 4 Augen nichtmal anmerken, dass ich extrem
introvertiert bin.

Aber auf Parties oder Großveranstaltungen würde ich nur die Flucht ergreifen. Da säße ich dann halt irgendwo in einer ruhigeren Ecke,
rauche eine an der frischen Luft und hoffe, dass ich ein anderer Einzelgänger zu mir gesellt.
Irgendwann hatte ich aber keine Lust mehr zu warten und meide seitdem so Veranstaltungen einfach lieber :-)

So, bevor wir das Thema jetzt noch weiter verlassen und ich noch mehr von mir preisgebe, lasse ich aber mal
wieder jemand anderes zu Wort kommen :-)

Liebe Grüße,
Sleepy Hermit

PS: Klitzeklein ist relativ!
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Anima (Lufthauch) » So 8. Jul 2018, 22:04

Guten Abend, :-)

erst mal großes Danke fürs Bemühen! - Nehme das als sehr freundliches „Geschenk“. (Thema! icon_winkle )

Jamania hat geschrieben:Ist beim Philosophieren aber auch besonders schwer...

*seufz* - ja eben.

Und wenn dann noch zu den vielen Gedanken der anderen die eigenen lossummen wie aufgescheuchte Hornissen, wird’s laut im Kopf, autsch. _bee_

Nehme jetzt mal das hier zum Anlass, auch kurz icon_winkle was zu schreiben.

SleepyHermit hat geschrieben:Jedenfalls fielen die Antworten auf die Frage,
was sie in ihrem Leben bereuen, erstaunlich ähnlich aus. "Zu viel gearbeitet" , "Zu viel Wert auf Geld und Status gelegt" ,
"Zu viel darüber nachgedacht was andere Menschen über mich denken und mich danach gerichtet" waren in etwa die meistgenannten
Antworten.


Ich habe mal ein Palliativ-Seminar mitgemacht. Da wurde berichtet, dass es sehr vielen Sterbenden mit das allergrößte und wichtigste Anliegen sei, sich noch mit dem einen oder anderen, mit dem sie in ihrem Leben Probleme gehabt hatten, versöhnen zu wollen. Man hat dann versucht, diejenigen noch herbeizuschaffen, und es muss da zu sehr aufwühlenden und ergreifenden Szenen gekommen sein. – Diese Schilderungen haben mich ganz schön berührt.

Versöhnungen am Ende des Lebens? – Wie gut, wenn es nicht zu spät ist, wie gut, wenn man sich nochmal gegenseitig Frieden ‚schenken' kann!

So stellt sich mir die Frage: Ist es eigentlich sinnvoll, sich hauptsächlich darüber Gedanken zu machen, zu hinterfragen und zu analysieren, ob Geschenke, die man von anderen erhält ehrlich gemeint sind, ob sie mit Erwartungen verknüpft sind oder nicht, ob man es selbst wert ist, diese zu erhalten oder nicht, ob man sie verdient hat oder nicht usw. – oder macht es Sinn, einfach nur mal darüber nachzudenken, ob man selbst gerne anderen Menschen etwas schenkt, so was wie Zuwendung und Aufmerksamkeit o. ä.?

Viele Grüße an alle! :-)
Anima

P. S. Jaaaa genau, das ist ein Forum für Introvertierte. _hj7_
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Velvet » Mo 9. Jul 2018, 06:53

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:....

So stellt sich mir die Frage: Ist es eigentlich sinnvoll, sich hauptsächlich darüber Gedanken zu machen, zu hinterfragen und zu analysieren, ob Geschenke, die man von anderen erhält ehrlich gemeint sind, ob sie mit Erwartungen verknüpft sind oder nicht, ob man es selbst wert ist, diese zu erhalten oder nicht, ob man sie verdient hat oder nicht usw. – oder macht es Sinn, einfach nur mal darüber nachzudenken, ob man selbst gerne anderen Menschen etwas schenkt, so was wie Zuwendung und Aufmerksamkeit o. ä.?



Hallo Anima (Lufthauch), deine bisherigen Beiträge zum Thema, das ich eröffnet habe, weil es Sinn für mich macht, bezogen sich bisher auf die Länge der Beiträge anderer und nun hinterfragst du u.a. die Sinnhaftigkeit des Threadthemas und stellst ein neues in den Raum, was für dich mehr Sinn macht.

Ich denke, wenn du dafür einen neuen Thread erstellst, kannst du deine persönlichen Vorstellungen zu Form und Thematik in den Beiträgen besser beeinflussen. Ich fand die Beiträge bisher weder zu lang, noch inhaltlich sinnlos. Ich habe jeden davon sehr gern gelesen, freu´ mich, wenn es hier lebendig zugeht und jeder zur gestellten Thematik wild assoziiert ;).

Viele Grüße
Velvet
.Einfachheit ist das Resultat der Reife. Friedrich Schiller (1759- 1805)
Velvet
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mo 9. Jul 2018, 08:01

Velvet hat geschrieben:Hallo Anima (Lufthauch), deine bisherigen Beiträge zum Thema, das ich eröffnet habe, weil es Sinn für mich macht, bezogen sich bisher auf die Länge der Beiträge anderer und nun hinterfragst du u.a. die Sinnhaftigkeit des Threadthemas und stellst ein neues in den Raum, was für dich mehr Sinn macht.


Dem ist nicht so!!

Weiter oben hast du selbst mal was geschrieben von "Übersicht verlieren".
Und ich habe das Threadthema nicht hinterfragt, sondern versucht, eine zusätzlich Perspektive, dazuzustellen.

Aber es ist nun mal einfach so, dass dein "Empfänger" auf mich negativ bis feindselig eingestellt ist, da kann ich machen, was ich will.

Insofern werde ich mich künftig nicht mehr trauen, in "deinen" Threads noch mal was zu schreiben (hatte ich mir eh schon vorgenommen, aber die anderen hatten es hier so interessant gestaltet, da dachte ich, vielleicht geht es ja doch.).

Viele Grüße
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Mo 9. Jul 2018, 08:08

Hallo zusammen, :-)

dann werde ich jetzt mal unter größter Kraftanstrengung einen für mich minimalistischen Beitrag schreiben #bäh# icon_winkle
Echt, ich bewundere die Menschen, die gut strukturiert alles auf den Punkt bringen können.
*ächz* das ist für mich richtig Arbeit....
SleepyHermit hat geschrieben:Waren Einstein, Mozart, Gandhi, Martin Luther King, Marie Curie, Dostojewski, Schopenhauer, Van Gogh, ... nicht auch alle "stinknormale" Menschen, bevor sie angefangen haben sich so sehr in eine Sache zu stürzen, dass "bedeutende" Menschen aus ihnen wurden?

Und dagegen stehen Milliarden von Menschen, die sich in ihre Sachen stürzen oder sich für etwas begeistern, die eben nicht bedeutend für die Gesellschaft wurden oder sind... _grinsevil_
Als Pragmatikerin schätze ich einen gesunden Realismus, wo ich mich einstufe.
Wobei ich durchaus Luft nach oben lasse.
Was in meinem Leben noch passiert, ist ja offen, vielleicht werde ich noch eine Art Florence Nightingale oder erfinde etwas bedeutendes.
Im momentanen Zustand zeichnet sich das aber eher nicht ab *+*
Aber mal ernsthaft, ich finde auch das Leben einfacher Leute herausfordernd und anspruchsvoll genug und kann mich für das begeistern, was im kleinen Rahmen geleistet wird und finde da durchaus meine Nischen.
SleepyHermit hat geschrieben:Will sagen, dass ich es gefährlich finde sich selbst kleiner zu machen als man ist. ...nach all dem was ich weiß, ist man mittlerweile sicher, dass sich das Gehirn bis ins hohe Erwachsenenalter noch
weiterentwickelt und neue Verbinungen herstellen kann. Besonders dann, wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist.

Da bin ich wieder bei dir und finde es auch wichtig für's Thema, denn das kann ich in meiner Argumentation, dass Verdienst einem persönlich etwas bis viel bringt, einsetzen.
SleepyHermit hat geschrieben:Und noch eine Frage, die vielleicht zu persönlich ist, aber was ist "liebevolles boykottieren?"

Z.B. wenn Menschen ihren Willen immer so durchsetzen, dass sie die Beziehung nie in Frage stellen und immer liebevoll im Verhalten sind und mit anderen Mitteln manipulieren und ihren Willen durchsetzen.
Kann ich mittlerweile ein Buch drüber schreiben, sei froh, wenn du dir nichts drunter vorstellen kannst
SleepyHermit hat geschrieben:"Zu viel gearbeitet" , "Zu viel Wert auf Geld und Status gelegt" ,
"Zu viel darüber nachgedacht was andere Menschen über mich denken und mich danach gerichtet" waren in etwa die meistgenannten Antworten.

Tja, ja das ist tragisch!
Wo stehen wir gesellschaftlich gerade?
Ich glaube, dass das Bewusstsein darüber schon da ist, aber die Umsetzung noch hapert.
Theoretisch sind viele Möglichkeiten da, selbst anders zu leben und zu handeln als es Standard ist, aber irgendwie machen es dann doch wenige.
Wenn man jemanden sieht, der es macht, ist der meist auch unheimlich konsequent und "opfert" dafür Gruppenwärme und homogenisierende Faktoren in seinem Leben.
Also ist es auch für die Menschen einfacher, denen Gruppensinn und menschliche Wärme (auf ein größeres Kollektiv bezogen) nicht so wichtig sind, wie diejenigen, die das eben nicht so fühlen.
Es ist für die einfacher, die aus ihrem Innen genügend Input für ein zufriedenes Leben erzeugen können als für die ohne Fantasie, Visionen, Neugier, Leidenschaft...

Und die anderen lehnen sich halt an das, was gesellschaftlich als Vorgabe da ist (und zweifeln vielleicht individuell, aber wissen es nicht besser zu machen):
SleepyHermit hat geschrieben:Wenn ich mir dann im Gegensatz angucke, was der moderne Mensch so alles machen soll heutzutage (Arbeiten, viel Geld verdienen/Wirtschaft ankurbeln, sich stets im besten Licht präsentieren/Status verbessern),...

Vielleicht hast du einfach nur Glück gehabt und die anderen Pech, wenn man die Sache mal dreht, denn dann stellt sich die Frage hier gar nicht (so geht's mir jedenfalls oft):
SleepyHermit hat geschrieben:dann frage ich mich schon, ob ich eigentlich hier den Dachschaden habe, oder nicht vielleicht doch "die anderen". Das sind so Sachen, wo ich Lust bekomme mich einfach wieder hinzulegen bis das Mutterschiff ankommt.


Erst mal viele Grüße, _Mij_
Jamania
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mo 9. Jul 2018, 09:00

Jamania hat geschrieben:dann werde ich jetzt mal unter größter Kraftanstrengung einen für mich minimalistischen Beitrag schreiben #bäh# icon_winkle

Ich ziehe meinen Wunsch zurück, tut mir ehrlich leid, dass ich das geäußert habe!
Einfach weiter so!
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