Verdienst oder Geschenk

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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » Mo 9. Jul 2018, 09:20

Hallo Ihr :-)

Anima hat geschrieben: Ich habe mal ein Palliativ-Seminar mitgemacht. Da wurde berichtet, dass es sehr vielen Sterbenden mit das allergrößte und wichtigste Anliegen sei,
sich noch mit dem einen oder anderen, mit dem sie in ihrem Leben Probleme gehabt hatten, versöhnen zu wollen. Man hat dann versucht, diejenigen noch herbeizuschaffen,
und es muss da zu sehr aufwühlenden und ergreifenden Szenen gekommen sein. – Diese Schilderungen haben mich ganz schön berührt.


Das klingt wirklich nach sehr sehr schwerer Kost. So viele intensivste Gefühle. Da würde ich bestimmt die Flucht ergreifen. Sowas würde mich zu sehr aufwühlen.
Wenn noch "Rechnungen" mit geliebten Menschen offen sind, kann ich mir gut vorstellen, dass diese Dinge die sterbende Person am meisten belasten.

Anima hat geschrieben: ... oder macht es Sinn, einfach nur mal darüber nachzudenken, ob man selbst gerne anderen Menschen etwas schenkt, so was wie Zuwendung und Aufmerksamkeit o. ä.?


Hmm ja. Dieses Plädoyer dafür, sich aus der grübelnden Passivität zu befreien und lieber aktiv etwas "Gutes" zu tun, trifft bei mir ziemlich ins Schwarze :-)
Wenn man deine Aussage denn als Plädoyer verstehen möchte. Man kann beim Nachdenken darüber, ob man selbst gerne anderen etwas schenkt, natürlich auch
zum Ergebnis kommen, dass man es nicht tut. Oder, dass man es zwar tut, aber eigentlich ziemlich egoistische Motive dafür hat es zu tun, die man sich bisher schön geredet hat.
Aber da ich gerade eher positiv geladen bin, verstehe ich es einfach mal als "Aufforderung" den passiven Grübler kurz Beiseite zu schieben und sich lieber über seine
Wirksamkeit in der Welt Gedanken zu machen :-)

Jamania hat geschrieben: Und dagegen stehen Milliarden von Menschen, die sich in ihre Sachen stürzen oder sich für etwas begeistern, die eben nicht bedeutend für die Gesellschaft wurden oder sind... _grinsevil_ .
Als Pragmatikerin schätze ich einen gesunden Realismus, wo ich mich einstufe.


Danke, das war die Erdung, die ich manchmal "brauche" _läch_. Ich bin absolut nicht pragmatisch oder bodenständig. Mein Kopf ist immer weit weit oben über den Wolken _läch_.
Ein hoffnungsloser Idealist, Träumer und Platoniker. Aber ich mag das auch :-)

Jamania hat geschrieben: ... Es ist für die einfacher, die aus ihrem Innen genügend Input für ein zufriedenes Leben erzeugen können als für die ohne Fantasie, Visionen, Neugier, Leidenschaft...


Ein schöner Satz. Da ist wohl was dran.

Jamania hat geschrieben: Vielleicht hast du einfach nur Glück gehabt und die anderen Pech, wenn man die Sache mal dreht, denn dann stellt sich die Frage hier gar nicht (so geht's mir jedenfalls oft):


Ja, daran habe ich schon oft gedacht. Was uns in der Bewertung der Frage wohl unterscheidet, ist, dass du insgesamt schon zufriedener und selbstbewusster mit deinem
individuellen Wesen wirkst als ich das bin. Du hast ja letztens geschrieben, dass du dich insgesamt magst. Ich bin da noch viel konfliktbeladener und pendle eher zwischen Liebe
und Abneigung mir selbst gegenüber hin und her. Damit wird das "Glück" dann - in den Phasen großer Unzufriedenheit mit mir selbst - schnell zu einem "Pech".

Liebe Grüße,
Sleepy Hermit
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Mo 9. Jul 2018, 09:38

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:
Jamania hat geschrieben:dann werde ich jetzt mal unter größter Kraftanstrengung einen für mich minimalistischen Beitrag schreiben #bäh# icon_winkle

Ich ziehe meinen Wunsch zurück, tut mir ehrlich leid, dass ich das geäußert habe!
Einfach weiter so!


ach komm, icon_winkle , du weißt doch, dass ich Herausforderungen mag und eben daran glaube, dass es auch schön sein kann, an sich zu "arbeiten", wenn man es mal weg von der Bedeutung nimmt, die im Selbst- und Fremdhilfesektor so vorherrscht. :-)

Und das mit dem ausufernden Schreiben ist wirklich eine meiner größten Baustellen!
Da erzählst du mir nichts neues, ich bin halt nur bequem und lass mich immer wieder verführen.
Aber das kann gerade in einem Forum für andere auch eine Belastung sein kann
Das weiß ich doch selber.
Deshalb, alles gut!
_Mij_
Liebe Grüße,
Jamania
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » Mo 9. Jul 2018, 09:51

Hallo ganz kurz, :-)

Jamania hat geschrieben: ach komm, icon_winkle , du weißt doch, dass ich Herausforderungen mag und eben daran glaube, dass es auch schön sein kann, an sich zu "arbeiten", wenn man es mal weg von der Bedeutung nimmt, die im Selbst- und Fremdhilfesektor so vorherrscht. :-)


Dürfte ich um eine (ruhig ganz knappe) Antwort darum bitten, welche Bedeutung von "an sich arbeiten" im Selbst- und Fremdhilfesektor vorherrscht?
Ich hab von diesem Sektor keine Ahnung, und Google hilft mir auch nicht weiter, wenn ich es frage, was Jamania aus dem HSP-Forum damit meint, dass im Fremd- und Selbsthilfesektor
eine bestimmte Bedeutung von "an sich arbeiten" vorherrscht. 647&/

Liebe Grüße,
ein fauler aber dankbarer Einsiedler
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Mo 9. Jul 2018, 11:44

Hallo Sleepy Hermit,

das ist meine - sehr pauschale - Einschätzung des ganzen Bereiches, der sich mit Geist, Psyche und Seele beschäftigt.
Ich habe den Eindruck gewonnen habe, dass dort vielerorts ein mindestens genauso großer Selbstoptimierungswahn vorhanden sein kann, wie im von ihm verteufelten Extrem der körperlichen, materiellen und (arbeits)leistungsorientierten ständigen Verbesserung.

Also statt immer mehr Geld, Fitness, Schönheit dann so Dinge wie immer mehr Rückzug und Selbstbeobachtung, spirituelle Erkenntnisse, psychologische Fehlersuche, etc...

Das "an sich arbeiten" verbinde ich einfach eher mit diesem Sektor, während ich im materiellen vermutlich eher mit so Begriffen rechnen würde wie "sich am Riemen reißen" icon_winkle

Ich hoffe, so wird's klarer _Mij_
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » Mo 9. Jul 2018, 13:05

Hey Jamania,

danke für die Antwort. Es ist mir etwas klarer geworden was du meinst! Ich habe nur bisschen Laienwissen in
Psychologie, und für mich steht da immer ein "sich selbst besser verstehen, akzeptieren und lieber haben" im Vordergrund.
Das ist aber etwas, das ich nicht als Selbstoptimierung sehen würde.

Welche komischen, extremen Auswüchse es da sonst noch so geben kann, wusste ich nicht. Danke für die "Warnung".
Dann lohnt es sich für mich auch eher nicht, da überhaupt groß einzusteigen, denke ich. :-)
Zumal ich mit den Begriffen "Seele" und "Spiritualität" auch so meine Problemchen habe.
Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß,
Hermit
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Mo 9. Jul 2018, 13:27

Hi Hermit,

SleepyHermit hat geschrieben:Dann lohnt es sich für mich auch eher nicht, da überhaupt groß einzusteigen, denke ich. :-)


im Gegenteil!
Bilde dir deine eigene Meinung, meine ist in höchstem Maße subjektiv. icon_winkle

Außerdem würde ich wie in jedem anderen Bereich nur die Auswüchse kritisieren, ansonsten finde ich es genauso prima sich für sein Innenleben zu interessieren und psychologische Zusammenhänge zu verstehen wie zu arbeiten oder produktiv zu sein.
Und finde es einfach interessant, wenn Menschen sich ein Feindbild suchen und sich auf der Gegenseite genauso feindselig verhalten, aber das weder sehen noch zugeben wollen.
Das findet man dort eben auch.
_Mij_
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » Mo 9. Jul 2018, 15:00

Hallo schon wieder, :-)

Jamania hat geschrieben:im Gegenteil! Bilde dir deine eigene Meinung, meine ist in höchstem Maße subjektiv. icon_winkle .... ansonsten finde ich es genauso prima sich für sein Innenleben zu interessieren


Ich habe mich blöd ausgedrückt. Ich interessiere mich für mein Innenleben. Das ist einer der beiden Gründe, wieso ich an Psychologie interessiert bin.
Wollte eigentlich eher sagen, dass ich kein Interesse an diesen Auswüchsen habe. Besonders, wenn es zu stark ins esoterische (eigenes Thema) geht oder
ich das Gefühl habe einen "Guru" vor mir zu haben, der mich manipuliert anstatt mir zu "helfen", werde ich sehr schnell skeptisch.
Da vertraue ich lieber auf psychologische Erkenntnisse und überlasse das Verwuschteln der Fakten meinem Bauch, Herz und Verstand :-)

Falls jemand denken sollte, dass diese kurzen und nicht zwingend nötigen Postings auch dazu dienen, den Status "Neuling" zu bekämpfen, dann hat
diese Person nicht ganz Unrecht.

Liebe Grüße,
Sleepy Hermit
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Di 10. Jul 2018, 08:05

Hallo Sleepy Hermit, :-)

SleepyHermit hat geschrieben:Wollte eigentlich eher sagen, dass ich kein Interesse an diesen Auswüchsen habe. Besonders, wenn es zu stark ins esoterische (eigenes Thema) geht oder ich das Gefühl habe einen "Guru" vor mir zu haben, der mich manipuliert anstatt mir zu "helfen", werde ich sehr schnell skeptisch.
Da vertraue ich lieber auf psychologische Erkenntnisse und überlasse das Verwuschteln der Fakten meinem Bauch, Herz und Verstand :-)

Das geht mir ähnlich.

Dennoch fand (finde) ich es spannend mich auch mit diesen "Auswüchsen" zu beschäftigen, um sie für mich besser einschätzen zu können.
Bei den meisten Themen kann ich für mich thematisch kein klares JA oder NEIN finden, aber es ist gut, diese Positionen kennen zu lernen, damit ich den Platz finde, auf dem ich mich auf der jeweiligen Skala so genau wie möglich einordnen kann.
Wenn ich es denn möchte oder für wichtig halte, nicht jedes Thema löst bei mir diesen Wunsch aus, vielem verweigere ich mich auch komplett.

Aber ich habe gemerkt, dass für mich die meisten Zufriedenheitsgefühle generiert, wenn ich so genau wie möglich an das heran komme, was ich fühle und denke und das dann auch miteinander noch abgleichen kann.
Und manchmal muss ich auch eine Spanne auf der Skala in Anspruch nehmen, weil ich hin - und her rutsche..., mir noch nicht sicher bin, neue Infos dazu kommen, etwas meine Meinung ändert...

Das ist übrigens auch was, das in mir vermutlich angelegt ist, auf das ich aber - ohne mich damit intensiv zu beschäftigen - keinen Zugriff gehabt hätte.
Früher war mir das viel zu anstrengend, heute ist es so antrainiert, dass ich es kaum noch wahrnehme.
Also wieder mal: ein Geschenk (so sehe ich das), das ohne Verdienst überhaupt nicht aktivierbar gewesen wäre.

_Mij_
Viele Grüße,
Jamania
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon SleepyHermit » Mi 11. Jul 2018, 20:14

Grüße, Jamania, :-)

Jamania hat geschrieben: Bei den meisten Themen kann ich für mich thematisch kein klares JA oder NEIN finden, aber es ist gut, diese Positionen kennen zu lernen,
damit ich den Platz finde, auf dem ich mich auf der jeweiligen Skala so genau wie möglich einordnen kann.


Das ist sehr vernünftig. Mache ich im Normalfall auch so. Z.B. wurde ich erst ziemlich spät - so um die 30 - wirklich politisiert. Vorher hatte ich
zwar eine intuitive Positionierung, aber sie stand eben auf keinem wirklichen Fundament. Dann habe ich angefangen mich an allen Orientierungen abzuarbeiten,
und zwar von linksextrem bis rechtsextrem. Mir alle Standpunkte angehört und versucht deren Motive zu verstehen, anstatt sie vorschnell zu verurteilen.

Ausserdem habe ich mich ein bisschen in politische Philosophie eingearbeitet, um zu verstehen, wo die unterschiedlichen Strömungen eigentlich historisch herkommen
und wir deren Wechselspiel aussah. Seitdem weiß ich erst wirklich wo ich politisch überhaupt stehe. Die anfängliche, intuitive Sicht musste an manchen Stellen
korrigiert werden.

Vielleicht kann es daher auch für mich lohnenswert sein mal in die Auswüchse der Selbst- und Fremdhilfe reinzuschnuppern. Mal sehen. Ich kannte diese beiden
Begriffe bis vor ein paar Tagen nichtmal. Ich habe aber vor etwa 15 Jahren das "Drama des begabten Kindes" von "Alice Miller" gelesen. Vermutlich streift dieses Buch
schon den Selbsthilfesektor, da es wenig psychologische Fakten vermittelt, sondern praktische Erfahrungen aus der Therapiearbeit zu einer Geschichte verknüpft.
Diesem Buch konnte ich persönlich sehr viel abgewinnen. Falls du im Bereich Selbsthilfe eine Empfehlung hättest, würde ich sie gerne hören. :-)

Ich finde es interessant, dass du dich selbst als bodenständig beschrieben hast. Für mich stand das zunächst im Widerspruch zu deinem Wunsch deine Skalen zu eichen.
Dafür muss man ja erstmal den Boden verlassen. Sich von sich selbst und seinen anerlernten Gedanken ehrlich distanzieren, um offen für alle Bereiche der Skala zu sein,
anstatt sie direkt durch die eigene Perspektive zu bewerten.

Könnte man in deinem Fall vielleicht sagen, dass du bodenständig wurdest, nachdem du hinreichend lange herumgeflogen bist? Nachdem du auf den, für dir wichtigen
Gebieten eine Eichung erhalten hattest, die dich am Boden verankert? Oder lese ich das gerade völlig falsch?

Liebe Grüße,
Sleepy Hermit
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Re: Verdienst oder Geschenk

Beitragvon Jamania » Do 12. Jul 2018, 08:12

Hallo Sleepy Hermit, :-)
SleepyHermit hat geschrieben:Falls du im Bereich Selbsthilfe eine Empfehlung hättest, würde ich sie gerne hören. :-)

Nein, sorry, kann da keine Empfehlungen geben.
Hat mir alles nicht viel gebracht, eher die direkte Auseinandersetzung in Diskussionen.

Mein "Schlüssel" kam eher aus dem Bereich der Sprache.
Schulz von Thun finde ich z.B. heute noch super, auch D. Tannen (wenn auch in der Form schrecklich amerikanisch kindlich, aber dennoch interessant) hat mir viel gebracht.
Indem ich genauer darauf schauen konnte, was wie gesagt wird und darauf sensibilisiert bin, konnte ich mir auch die Inhalte besser erschließen, genauer dahin kommen, was ich denke, wie ich warum auf Äußeres reagiere....
Wie gesagt, mehr ein Schlüssel als inhaltliche Überzeugungen, die mir jemand vermitteln konnte.

SleepyHermit hat geschrieben:Ich finde es interessant, dass du dich selbst als bodenständig beschrieben hast. Für mich stand das zunächst im Widerspruch zu deinem Wunsch deine Skalen zu eichen.
Dafür muss man ja erstmal den Boden verlassen. Sich von sich selbst und seinen anerlernten Gedanken ehrlich distanzieren, um offen für alle Bereiche der Skala zu sein, anstatt sie direkt durch die eigene Perspektive zu bewerten.

Ich glaube, dass wir Menschen dazu sowieso nur bedingt fähig sind.
Stelle es mir immer mit dem Bild des Tauchers vor, Luft anhalten und aus seinem Element weggehen kann man nur für eine bestimmte Zeit und auch mit Kraftanstrengung.
Dabei gibt es die, die diese Kraftanstrengung toll finden und sie gerne trainieren...
manche haben eine natürliche Begabung, von der alle sagen: "du kannst ja super tauchen" - und sind dann stolz darauf so was zu können und kultivieren es darum immer weiter (evtl. die Menschen, die sich als Empathen bezeichnen und behaupten immer sofort zu erkennen, was andere denken und fühlen)
Wieder andere haben keine große Lust und sehen auch keinen Sinn darin, mal von der eigenen Denke wegzukommen
Und einige wissen noch nicht mal, dass es ein anderes Element außer ihrem gibt. icon_winkle

SleepyHermit hat geschrieben:Könnte man in deinem Fall vielleicht sagen, dass du bodenständig wurdest, nachdem du hinreichend lange herumgeflogen bist? Nachdem du auf den, für dir wichtigen
Gebieten eine Eichung erhalten hattest, die dich am Boden verankert? Oder lese ich das gerade völlig falsch?

*lach* das weiß ich wirklich nicht, Selbsteinschätzung ist ja immer so ein Ding.
Auf mich selbst bezogen kann ich Entwicklung erkennen, im Vergleich mit anderen sehe ich in verschiedenen Aspekten und Standpunkten Unterschiede, aber wo genau ich anzusiedeln bin ... _nüxweiss_
Ich hoffe, da geht noch was... #bäh#

Viele Grüße, _Mij_
Jamania
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