Warum mag nur ich das?

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Fr 29. Nov 2019, 13:43

Hi,

Doodle hat geschrieben:.Ja bin ich. Und, nein. Ist schlimmer geworden. Panik Attacken sind dazu gekommen.


Dann hatte ich doch richtig vermutet. Was ist schlimmer geworden? Hatte gar nichts in der Richtung gefragt _nüxweiss_


Doodle hat geschrieben:Und ja, ich weiss was du meinst mit Arbeit usw und ich stimme zu.


Worauf beziehst du dich mit der Zustimmung, ich hatte doch gar keine Aussage getätigt? Meine Frage war lediglich was du beruflich machst.

Doodle hat geschrieben:Wenn ich ihr sage, dass ich was gegen Panikattacken haben will, traut sie mir nicht-? Und wenn ich ihre nächste Gruppentherapie ablehne-? Nennt sie mich nen egoistischen Narzissten.


Wer nennt dich so? Ich kann dir ehrlich gesagt nicht ganz folgen, wirkt alles etwas ungeordnet.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Fr 29. Nov 2019, 19:59

@Desdi: Meine Tabletten-Vergeberin nennt mich so. =P
Und diese Idee: "Sie müssen arbeiten gehen, sonst fällt ihnen die Decke auf den Kopf" hatten die meisten die mich behandelten.
Ich wusste auch nicht mehr ganz, wo wir das letzte mal aufgehört haben. Ich dachte du hattest mir einige Ratschläge hinterlassen.
Drum, als die Frage kam: "Was machst du beruflich?" hats mich getriggered. Sorry.

Naja, das Prob ist, dass auch wenn ich mich gut artikulieren kann, mein Hirn nicht gerade belastbar ist oder interessiert. Im Endeffekt,
will es sich gar nichts merken. Hauptsache alleine sein. Und, dann kommt man sich von der Welt veräppelt vor, weils ja nur darum geht
wer schlauer und besser ist- Und man das Gefühl hat, dass sich die Türen hinter einem schließen.

Immer weniger sind interessiert am Leben anderer. Weshalb ich null Plan hab, wie ich das was ich hochlade, bewerten soll. Ich würde es
schon schön finden, wenn jemand kommen würde und mich loben würde. Oder, daraus irgendwas entsteht. Aber in meinen über 7 Jahren
in denen ich das hier und da immer wieder mal mache-? Ist mir klar geworden, wie einfach die Leute doch eigentlich alle gestrickt sind. xD
Sie werden nie mit dir Kontakt aufnehmen. Und sie werden nie deine Geheimnisse dahinter verstehen.

Ich merk ja selber, dass ich nur Kram hochladen, der mich über 5 Ecken emotional anspricht. Ich lade nie mehr (oder nur noch ganz selten)
meine eigene Meinung hoch. Ich hab einfach nicht das Gen dafür, mich derartig ernst zu nehmen, dass ich etwas perfekt mache, damit ich
es dann da raus schicken kann, damit die Leute mich mögen. Weshalb ich dann immer alles halbherzig mache. Und dann wird man nur aus-
gelacht, obwohl gewisse Brotkrümel-Spuren dahinter stecken. (Das gibt einem das Gefühl, dass man verblasst.)

(Für mich fühlt es sich so an, dass man sich Respekt immer erkämpfen müsste. Und obwohl ich alle Argumente und schlimmen Dinge hab-?
Die einem im Leben passieren könnten und die man als Munition dafür nutzen könnte-? Kann ich es halt nicht.)

Wenn dein Selbstvertrauen kaputt ist, ist es wie, als ob alle dich als Dieb deklarieren-? Nur, weil du in gebückter Haltung rumrennst.
Es ist als ob sie deine Schwäche riechen können-! Und alles mit dir anstellen können, was sie wollen. Und, obendrein, dich noch einen
NARZISSTEN nennen-? (Wogegen du dich dann auch wieder nicht wehren kannst und ihnen zustimmst.) Um den nachzuhelfen.
Zuletzt geändert von Doodle am Fr 29. Nov 2019, 20:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Fr 29. Nov 2019, 20:11

Doodle hat geschrieben:@Desdi: Meine Tabletten-Verteilerin nennt mich so.


Bin mir nicht ganz sicher, ob das die korrekte Berufsbezeichnung der Dame ist icon_winkle Du machst das doch alles freiwillig, oder?

Doodle hat geschrieben:Und diese Idee: "Sie müssen arbeiten gehen, sonst fällt ihnen die Decke auf den Kopf" hatte meine bis jetzige Gruppentherapie schon.


Und jetzt meinst du, dass ich dasselbe sagen wollte? Wie soll ein Dialog entstehen, wenn du glaubst alles vorher schon besser zu wissen? Du kennst meine Einstellung dazu doch gar nicht.

Ich denke das Thema Beruf ist ein sehr weites und komplexes Feld. Man muss auch nicht für jeden Beruf zwangsläufig das Haus verlassen und selbstverständlich passt nicht jede Arbeit zu jedem.

In erster Linie denke ich bei Arbeit jetzt erstmal an Bestreitung des Lebensunterhalts.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Fr 29. Nov 2019, 21:32

Oh, da ist ja noch einiges an Text dazu gekommen :-)


Doodle hat geschrieben:Ich wusste auch nicht mehr ganz, wo wir das letzte mal aufgehört haben. Ich dachte du hattest mir einige Ratschläge hinterlassen.
Drum, als die Frage kam: "Was machst du beruflich?" hats mich getriggered. Sorry.


Alles gut :-)

Doodle hat geschrieben:Immer weniger sind interessiert am Leben anderer. Weshalb ich null Plan hab, wie ich das was ich hochlade, bewerten soll. Ich würde es
schon schön finden, wenn jemand kommen würde und mich loben würde. Oder, daraus irgendwas entsteht. Aber in meinen über 7 Jahren
in denen ich das hier und da immer wieder mal mache-? Ist mir klar geworden, wie einfach die Leute doch eigentlich alle gestrickt sind. xD
Sie werden nie mit dir Kontakt aufnehmen. Und sie werden nie deine Geheimnisse dahinter verstehen.


Ich glaube YouTube sollte da echt nicht als Maßstab herhalten. Im Internet geht es sowieso schon noch etwas rauer zu als in der Realität. Und gerade auf YouTube treiben sich überproportional viele Trolle rum.

Aktuelles Beispiel, ich schaue mir gerade viele Gitarren-Tutorials an und da gibt es wirklich toll gemachte Videos. Man kann quasi alles von zu Hause aus lernen. Ich spiele jetzt auch schon über 15 jahre, und als ich begonnen hatte war die Situation auch schon echt klasse, man konnte Noten und Tabulaturen im Internet finden. Heute hat man quasi seine eigenen Gitarrenlehrer direkt vor sich sitzen.

Und trotzdem gibt es immer wieder Leute, die sowas schlecht machen müssen. Keine Ahnung warum, wahrscheinlich verbittert oder sonst irgendwelche Probleme mit sich selbst. Ich mein wie kann man sich denn über kostenlos angebotenen Content so negativ auslassen, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber so ist das bei YouTube nunmal.

Wichtig ist, diese Leute sind die absolute Minderheit. Übertragen auf die Realität gibt es auch immer mal wieder den ein oder anderen Nörgler. Da muss man einfach mit leben und sich keinen Kopf darüber machen.

Doodle hat geschrieben:Ich merk ja selber, dass ich nur Kram hochladen, der mich über 5 Ecken emotional anspricht. Ich lade nie mehr (oder nur noch ganz selten)
meine eigene Meinung hoch. Ich hab einfach nicht das Gen dafür, mich derartig ernst zu nehmen, dass ich etwas perfekt mache, damit ich
es dann da raus schicken kann, damit die Leute mich mögen. Weshalb ich dann immer alles halbherzig mache. Und dann wird man nur aus-
gelacht, obwohl gewisse Brotkrümel-Spuren dahinter stecken. (Das gibt einem das Gefühl, dass man verblasst.)


Ich hatte mir jetzt nur das eine Video von dir angesehen, von daher kann ich nicht beurteilen, was du sonst noch so hochlädst.

Ich will das auch nicht kleinreden, auch eine Synchro ist sicher viel Arbeit, wenn sie gewissenhaft erstellt wird. Aber letztendlich ist es ja kein Erschaffen von neuem Content und auch aus künstlerischer Sicht ist es doch erstmal "nur" übersetzen.
Was ich sagen will, mir ist nicht ganz klar, welche Form von Anerkennung du dafür erwartest?

Aber wie gesagt, ich habe mir deinen Channel jetzt nicht im Detail angesehen und kann es nicht vollumfänglich beurteilen. Was ich mich aber schon frage, machst du das jetzt wirklich für dich, weil es dir selbst was bringt, oder um irgendwie gemocht zu werden oder Bestätigung zu bekommen? Ich bin überzeugt davon, dass andere Menschen sehr schnell merken, ob jemand mit Herzblut bei der Sache ist und ob etwas authentisch wirkt.

Doodle hat geschrieben:(Für mich fühlt es sich so an, dass man sich Respekt immer erkämpfen müsste. Und obwohl ich alle Argumente und schlimmen Dinge hab-?
Die einem im Leben passieren könnten und die man als Munition dafür nutzen könnte-? Kann ich es halt nicht.)


Jetzt mal von Mann zu Mann gesagt, ich finde da solltest du die Kirche auch mal im Dorf lassen. Erzähl das mal einem krebskranken Kind. Wenn du täglich Alkohol in größeren Mengen konsumieren kannst, dann kann es dir so schlecht gar nicht gehen. Sorry wenn dir das zu direkt ist, aber ich finde man kann sich auch wirklich in Selbstmitleid ergehen.

Doodle hat geschrieben:Wenn dein Selbstvertrauen kaputt ist, ist es wie, als ob alle dich als Dieb deklarieren-? Nur, weil du in gebückter Haltung rumrennst.
Es ist als ob sie deine Schwäche riechen können-! Und alles mit dir anstellen können, was sie wollen. Und, obendrein, dich noch einen
NARZISSTEN nennen-? (Wogegen du dich dann auch wieder nicht wehren kannst und ihnen zustimmst.) Um den nachzuhelfen.


Ich kann das so alles überhaupt nicht nachvollziehen. Es liegt doch an dir selbst, ob du dir die Dinge anziehst. Du selbst weiß doch, das du kein Narzisst bist und fertig. Selbstvertrauen kann man sich aufbauen, verträgt sich allerdings nicht gut mit Selbstzerstörung icon_winkle

Generell hört sich das für mich nach einem Umfeld an, wo ein gegeneinander herrscht, bzw. ein ständiger Wettbewerb. Es sind nicht alle Menschen so gestrickt! Die zu finden ist sicher nicht einfach, aber es gibt sie. Ich würde dir empfehlen dein Umfeld zu wechseln und entspanntere Leute kennen zu lernen, die tiefgründiger sind. Das erfordert auch wieder Eigeninitiative.

"Wer sich selbst hilft, dem hilft die Welt."

Ein Spruch, den mir mein Psychologe nach erfolgter Therapie mit auf den Weg gegeben hat. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass da etwas dran ist. Es führt kein Weg daran vorbei, man muss sich selbst aktivieren, wenn man seine Situation verändern will. Und meiner Erfahrung nach, ist eigentlich alles was man unternimmt, wenn man erstmal loslegt, später für irgendwas gut. Veränderung geht halt nicht von heute auf morgen.

Nicht das du das jetzt in den falschen Hals bekommst, das ist meine Sicht der Dinge, ich will dir hier nichts aufzwingen. Nur weil es für mich funktioniert, muss es bei dir nicht auch zwingend der Fall sein.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Fr 29. Nov 2019, 23:20

Wie immer danke Desdi, dass du so schnell einschreitest.
Manchmal bauts mich auf, manchmal killt es mich xD

Naja, man trinkt weil man viele kleine innere Scherzen hat (ob nun körperlich oder seelisch)-
Und ich denk mir auch, wenn ich die im Griff hätte, würde es mir besser gehen.
Nur, wenn ich halt an die Angst- und Panik- generell denke-? Und wie keins der Medikamente geholfen hat-?
Is es ja nur logisch, dass ich Bier als Medizin trinke. Aber ich lern auch grad nen paar neue Sachen.

Naja, wenn man phobisch ist und nicht mit Leuten reden kann-? Staut sich alles an und wird multipliziert.
Ich kann das nicht bewerten, ob Menschen und meine Umgebung, gut zu mir waren- Oder ob ICH überhaupt gut war-
Aber, das ist jetzt die erste Person mit der ich über sowas reden kann- Und siehe da-? Keine Lust zu trinken bis jetzt.

Ja ne, ich glaube, ich habe es speziell deshalb ausgewählt, weil ich mir immer dachte, dass ich im Übersetzten und Witze verstehen,
ganz gut bin. (Hatte ja viel Zeit, mir vieles anzusehen) ... Ist halt die Frage, wo ich hingehen sollte um bessere Freundschaften zu finden.
Selbst mich in nen Forum hochzuarbeiten, könnte ich mir nicht vorstellen xD Hab mein ganzes Leben lang, jede Verantwortung dankend
abgelehnt. Vermutlich aus Angst ich könnt mich blamieren. Zu den Videos: Naja selbst wenn es nicht gut ist, hätte man ja wenigstens Notiz davon nehmen können: So dachte ich über meine Freunde und Umgebung.

Danke für die schnelle Hilfe Desdi.
Doodle
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Sa 30. Nov 2019, 01:32

Doodle hat geschrieben:Wie immer danke Desdi, dass du so schnell einschreitest.
Manchmal bauts mich auf, manchmal killt es mich xD


Danke, dass nehme ich jetzt mal als Kompliment _Mij_

Doodle hat geschrieben:Naja, man trinkt weil man viele kleine innere Scherzen hat (ob nun körperlich oder seelisch)-
Und ich denk mir auch, wenn ich die im Griff hätte, würde es mir besser gehen.
Nur, wenn ich halt an die Angst- und Panik- generell denke-? Und wie keins der Medikamente geholfen hat-?
Is es ja nur logisch, dass ich Bier als Medizin trinke. Aber ich lern auch grad nen paar neue Sachen.


Das ist letztendlich auch deine Sache. Es spricht sicher auch nichts dagegen, ab und zu einen zu heben. Ich hatte früher selbst mal Phasen, wo ich relativ regelmäßig getrunken hatte. Also es ist nicht so, als ob ich mit Alkohol keine Erfahrungen hätte oder strikt abstinent lebe.

Das hörst du bestimmt nicht gerne, aber gerade wenn jetzt jemand sagt er trinkt Alkohol (oder auch andere Substanzen; ist eigentlich völlig egal) um damit Schmerzen zu betäuben, sehe ich das immer auch kritisch. Kurzfristig ist das vielleicht nicht immer so verkehrt, man kennt das ja auch aus Filmen, nach dem Tiefschlag geht es erstmal in die Bar und dann wird der Kopf in den Nacken geworfen^^

Langfristig vergrößern Substanzen allerdings das Problem, bzw. schaffen sogar ganz neue Probleme. Aus einem Buch zum Rauchstopp ist mir folgendes Beispiel gut in Erinnerung geblieben: Bei der Autofahrt hat das Kfz plötzlich einen Platten. Nichts geht mehr.

Das ist ärgerlich und erfordert Aktion, um das Problem zu lösen. Reifen wechseln, Pannendienst rufen, sowas in der Art. Danach geht es dann auch wieder weiter.

Der Raucher als solcher hingegen, spürt durch den Stress erstmal einen Abfall des Nikotinspiegels in seinem Blut, denn Stress ist sprichwörtlich sauer ("acidic") und führt damit zum Ausscheiden des Nikotins (ähnlich wie Alkohol im übrigen, deshalb raucht man beim Saufen so viel). Das bedeutet zusätzlich zu dem kaputten Reifen entsteht jetzt ein weiteres Problem, ein Nikotin-Fix wird benötigt. Also erstmal Zigarette an. Paradoxerweise empfindet der Raucher die Ziggi dann als beruhigend, was allerdings nur das Wiedererreichen seines individuellen Nikotin-Levels widerspiegelt. Der Reifen ist immer noch nicht gewechselt...

Das nur allgemein als eine kleine Geschichte zum Substanzgebrauch. Oft führt dieser auf Irrwege, oder besser gesagt Umwege. Extra-Strecken die wir freiwillig in Kauf nehmen. Diese Kraft fehlt dann an anderer Stelle.

Wo du jetzt von Panikattacken schreibst, da muss ich dir leider sagen, dass speziell Alkohol damit durchaus in Verbindung steht. Ich war selbst in Therapie wegen Panikattacken, ich habe selbst erfahren wie schrecklich solche Zustände sein können. Ich habe sprichwörtlich in manchen Situationen geglaubt, dass ich sterbe, verrückt werde usw..

Ohne jetzt zu weit auszuholen, Alkohol bringt dir deine Gehirnchemie durcheinander, die momentan sowieso nicht wirklich im Gleichgewicht ist wegen der Panik. Es mag für den Moment beruhigen, aber z.B. durch den Kater kommst du auch in Zustände wo du dich unwohl fühlen kannst.

Andersherum ist auch mir klar, dass sich mit Einstellen des Trinken nicht alle anderen Probleme gleichzeitig in Luft auflösen.


Doodle hat geschrieben:Aber, das ist jetzt die erste Person mit der ich über sowas reden kann- Und siehe da-? Keine Lust zu trinken bis jetzt.


Ich nehme an damit beziehst du dich auf die ebenfalls von Huntington betroffene Frau, welche du kennen gelernt hast?

Doodle hat geschrieben:Naja, wenn man phobisch ist und nicht mit Leuten reden kann-? Staut sich alles an und wird multipliziert.
Ich kann das nicht bewerten, ob Menschen und meine Umgebung, gut zu mir waren- Oder ob ICH überhaupt gut war-


Da würde ich jetzt ansetzen und fragen, warum ist es denn so wichtig alles bewerten zu wollen? Muss alles einen Wert haben? Können sich mehrere Menschen überhaupt einstimmig auf eine Bewertung festlegen? Und was bedeutet denn eigentlich "gut sein"?

Da gibt es sicher viele Auslegungen. Im Grunde wird man so viele Antworten bekommen, die in etwa der Anzahl Menschen entspricht, die man dazu befragt.
So wird doch deutlich, dass ist eine absolut subjektive Geschichte. Aus dem ganzen Stimmengewirr gilt es DEINE Stimme herauszufiltern. Was ist dir wichtig, worauf legst du selbst Wert? Bist du mit dir selbst im Reinen? Dann ist doch alles in Butter und das Problem ist gar nicht dein Problem, sondern das Problem der Anderen.
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Sa 30. Nov 2019, 01:33

Doodle hat geschrieben:Ja ne, ich glaube, ich habe es speziell deshalb ausgewählt, weil ich mir immer dachte, dass ich im Übersetzten und Witze verstehen,
ganz gut bin. (Hatte ja viel Zeit, mir vieles anzusehen) ... Ist halt die Frage, wo ich hingehen sollte um bessere Freundschaften zu finden.
Selbst mich in nen Forum hochzuarbeiten, könnte ich mir nicht vorstellen xD Hab mein ganzes Leben lang, jede Verantwortung dankend
abgelehnt. Vermutlich aus Angst ich könnt mich blamieren. Zu den Videos: Naja selbst wenn es nicht gut ist, hätte man ja wenigstens Notiz davon nehmen können: So dachte ich über meine Freunde und Umgebung.


Ich denke schon, dass es handwerklich super gemacht ist. Allerdings ist der deutsprachige "Markt" doch recht übersichtlich. Wenn du viele Menschen erreichen willst, wäre es vielleicht einen Gedanken wert, deine Videos in einer der Weltsprachen (Englisch, Spanisch...) zu veröffentlichen und mit entsprechenden Tags zu versehen.
Und wenn du gut im Witze verstehen bist, eine humoristische Ader hast, dann ist das doch eine gute Grundlage um selbst was zu erschaffen.

Soll heißen Wegbewegen vom replizieren hin zum kreieren. Da kann man doch aus dem vollen Schöpfen und lustige Voice-Overs machen, das Handwerkliche hast du ja schon drauf.

Der letzte Punkt, dass dein Umfeld nicht wie gewünscht Notiz genommen hat, da weiß ich jetzt auch nicht weiter. Aus meinen eigenen Erfahrungen gibt es manche, die an meinen Sachen interessiert sind, andere heucheln wenigstens Interesse und wiederum andere interessiert es mal so gar nicht. Eine Freundin von mir hat einige meiner Aufnahmen in ihrer Handy-Playlist. Und da spiele ich nicht nur Gitarre, sondern singe auch, und sie hört sich das freiwillig an icon_winkle.
Das Bedürfnis nach Anerkennung ist wohl fest als Grundbedürfnis im Menschen verankert.

Ich habe da als Musiker schon eine beträchtliche Entwicklung hinter mir. Anfangs hat keine Sau an mich geglaubt und ich wurde nicht ernst genommen, von wegen der hat wieder ein neues Hobby, mal sehen wie lange es diesmal dauert bis er alles wieder über Bord wirft. Und dann steht man plötzlich auf der Bühne in einem großen Saal und hunderte Leute applaudieren einem zu. Ich denke heute manchmal, das Lob gilt eigentlich gar nicht mir direkt. Ich brauche es auch nicht, um mich gut zu fühlen. Das Lob und die Begeisterung gilt meinem Talent. Jeder hat sein Talent, "use it or lose it", es bedarf stetiger Arbeit daran.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Di 3. Dez 2019, 17:31

@Desdi
Hab jetzt nur drüber gelinst, weil ich da jetzt da jetzt nicht nicht den Bock drauf habe das zu lesen, weils heute einfach überstimulierend wäre.
Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass das Leben einfach beschissen IST- Ich meine, ich gehe fast nen ganzes Jahrzehnt jetzt zu dieser Frau und keins ihrer Medikamente hat geholfen.

Ok, ich sehe es ein, dass Rauchen nervt und einen den Dopaminspiegel und der gleichen durcheinander bringt.
Aber selbst dann, rauche ich nur für 14€ im Monat. Was extremst viel weniger als normal ist.
Weil egal wie gut ich mich ernähre, ich TROTZDEM keine Energie hab. (Hab gestern 2Std übersetzten können, da war Feierabend)
Und, dann hat man auch noch Schmerzen in der Haut oder ist obendrein noch verspannt?
Bzw, schläft und wacht nur teuflisch auf, mit dem eingeklemmten Nerv? (Und ich strecke nun schon wirklich alles. Weil selbst WENN ich mir zwei Bier reinziehe, dann mache ich es über den Abstand von 19:00 - 00:00 ... Und das NUR um mich zu entspannnen. Weil ich sonst keinen FUN HÄTTE oder gutes Gefühl HÄTTE im Leben, da ich mir mit meiner bekloppten Situation und dass mich alle nen Egomanen nennen, sowieso
tausend fach Sorgen machen muss. Weshalb ich zu Physios oder Ergos nicht mehr hingehe. Das ist ne Zeit und ne Geld-Verschwendung, und im Endeffekt bringt es mir keinen Attest oder Diagnose - Die ich halt wirklich gut gebrauchen könnte im Leben! - Und selbst WENN sie was einrenken, hälts es nur 2-3 Tage.)

Ich habe jetzt in den letzten 3 Tagen wieder Zwei Termine ganz verpasst und einen FAST. (Weshalb der Typ beim Eigenbetrieb mich heute eingestaucht hat.)Und ich SEHE ES EIN- ... Ich bin nen Narzisst. Und ich denke immer, dass ich mehr Ruhe verdiene als andere, aufgrund der Dinge die mir in meinem Leben passiert sind.

Und das nur von dem Stress -> Aufzustehen, im Forum zu schreiben, eine lausige Beziehung im Whats App aufrecht zu erhalten-?
Und ich bin trotzdem noch so zerstreut, dass ich lieber mit ihr trinke und wir viel fühlen, statt mich an meinen Termin zu erinnern.

Und das ist genau was ich meine. Ich HAB keine Energie, ich HAB kein Zeitgefühl oder, was ich noch erledigen wollte-?
Und selbst WENN ... will ich eh nach allen 3-4 Stunden schlafen und nen Nickerchen machen weils mir zu viel ist.

Also, was sollte ich anderes machen, als den Eigenbetrieb zu bescheißen?
(Ich seh mir deinen Post noch genauer an, nur jetzt muss ich noch paar andere Dinge erledigen.)
Doodle
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Di 3. Dez 2019, 19:54

Hi Doodle,

Doodle hat geschrieben:Hab jetzt nur drüber gelinst, weil ich da jetzt da jetzt nicht nicht den Bock drauf habe das zu lesen, weils heute einfach überstimulierend wäre.


Kein Ding, ich weiß das ich dazu neige viel zu schreiben icon_winkle

Doodle hat geschrieben:Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass das Leben einfach beschissen IST- Ich meine, ich gehe fast nen ganzes Jahrzehnt jetzt zu dieser Frau und keins ihrer Medikamente hat geholfen.


Erster Gedanke, warum gehst du 10 Jahre zur selben Adresse? Da hätte ich schon lange gewechselt, wenn es offensichtlich nicht klappt.

Zweiter Gedanke, das Leben ist nicht beschissen. Du findest dein Leben aktuell beschissen. Ok, finde ich zwar traurig, aber wenn du das so empfindest, ist das wohl so. Ich kann die Einstellung nicht teilen.

Doodle hat geschrieben:Ok, ich sehe es ein, dass Rauchen nervt und einen den Dopaminspiegel und der gleichen durcheinander bringt.
Aber selbst dann, rauche ich nur für 14€ im Monat. Was extremst viel weniger als normal ist.


Das finde ich wieder irgendwie lustig, ich hatte das mit dem Raucher nur als Beispiel für allgemeine Tendenzen beim Substanzgebrauch gewählt. Ich wusste gar nicht, dass du rauchst 647&/

Rauchen für 14€ sagt objektiv zunächst gar nichts aus. Aus einem günstigen Stopftabak kann man da problemlos 150+ Zigaretten rausbekommen. Das sind dann 5 Zigaretten täglich, was ich jetzt nicht so wenig finde.

Bei Markenzigaretten sprechen wir bei 14€ von ungefähr 50 Stück, was immerhin noch mehr als eine täglich ist.

Unterm Strich bleibt die Frage, was ist schon normal? Jeder Raucher/in hat sein eigenes Nikotin-Level, dass erreicht werden will. Das kann hoch oder niedrig sein. Die Forschungslage hingegen zeigt sehr deutlich, dass auch nur eine Zigarette pro Tag sehr schädlich ist. Siehe z.B. folgenden Artikel im Stern, der eine britische Studie wiedergibt (KHK steht dabei für koronare Herzkrankheit):

Männer, die eine Zigarette am Tag qualmen, haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein erhöhtes Risiko: Es steigt um 48 Prozent für eine KHK beziehungsweise um 25 Prozent für einen Schlaganfall.
Frauen scheint die eine tägliche Kippe sogar noch mehr zu schaden: Ihr Risiko steigt im Vergleich zu Nichtraucherinnen um 57 Prozent (KHK) beziehungsweise 31 Prozent (Schlaganfall).


https://www.stern.de/gesundheit/eine-zi ... 36764.html (Autorin: Ilona Kriesl)

Ganz so locker ist das also nicht zu sehen. Ich bin selbst Ex-Raucher und war auch einer der Fraktion, die vergleichsweise wenig geraucht haben. Mir hat es dafür umso mehr geschadet, eben weil Menschen unterschiedlich darauf reagieren und ich auch eine chronische Krankheit habe.
Nachdem ich nun viele Jahre Ex-Raucher bin, geht es mir in allen Lebensbereichen deutlich besser.

Jetzt hatte ich bereits geschrieben, dass ich auch nicht glaube, dass sich alle deiner Probleme direkt in Luft auflösen würden, wenn du aufhörst zu trinken. Da kommt allerdings schon ein bisschen was zusammen bei dir.

Fassen wir mal zusammen, du bist chronisch krank, trinkst sehr regelmäßig Alkohol und bist Raucher. Ich finde das hat erstmal nichts mit Narzissmus zu tun, sondern in erster Linie mit Selbstzerstörung. Einen interessanten Artikel zu dem Thema habe ich hier gefunden, kannst ja mal selbst schauen, ob du meinst das manche Dinge auf dich zu treffen, oder ob ich da komplett auf dem Holzweg bin mit meiner Einschätzung:

https://gedankenwelt.de/selbstzerstoere ... -merkmale/

Wenn du das für dich so gewählt hast, dann ist das deine Entscheidung und in Ordnung so. Ich wüsste jedenfalls, wo ich ansetzen würde, nämlich erstmal Alkohol und Nikotin komplett weglassen, mindestens für ein paar Monate. Dann bist du vom Nikotin runter. Alkohol kannst du dann wieder kontrolliert genießen. Das wird nicht alle deine Probleme und Sorgen auf einmal lösen, aber es wäre ein Anfang, auf den sich aufbauen ließe.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich deine Medikamente so gut mit Alkohol und Nikotin vertragen. Aber wie gesagt, bevor ich mir hier die Finger wundschreibe, es ist letztendlich deine Entscheidung, wie du dein Leben leben willst. Mitleid brauchst du zumindest von mir aber bei deinem Lebensstil nicht erwarten icon_winkle

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Mi 4. Dez 2019, 19:18

@Desdi: Hör zu, ich bin halt gerne jemand der sich über das System aufregt. Und ja, mir ist ne Menge zu Sucht bekannt.
Aber ich brauch das ímmer so ausführlich zu hören. Weil ich einfach nur wütend sein will. Und wenn du es nochmal
so ausführlich bringst, ticke ich glaube ich aus xD

Der Punkt ist, dass ich von ihr abhängig bin, da sie die einzige Tabletten-Ausgabe in meinem Landkreis ist.
Und auch in der Gruppentherapie sind sie immer wie: "Schauen sie doch auf die positiven Dinge des Lebens."

Und, sorry wenn das jetzt nen bisschen eitel und narzisstisch klingt, (weil wir müssen davon ausgehen, dass es so ist)
... aber nen Verwundeter will sowas nicht hören.

Das Zweite ist, dass dadurch das die Familie wegen dieser Krankheit so aufgespalten war und ich keine Mutter hatte,
ich halt effektiv absolut kein Selbstvertrauen habe. Wenn, tue ich mehr oder weniger Spiegel, was Leute hören wollen-
Verstelle mich oder tue sie beschwichtigen.

Ich weiß, dass ich schon längst hätte ausflippen und mein Leben hätte in Griff bekommen sollen,
aber wenn ich vor diesen ganzen Gut-Menschen sitzte und nix sagen kann-? Und dann obendrein noch nen Einlauf krieg, weil ich ja nen Ego bin und mich nicht besonders fühlen soll- (Was bei Huntington schon nen starkes Stück ist, aber ich verstehe irgendwie woher sie damit kommen),
dann fühlst du dich verarscht, durchgekaut und ausgespuckt vom Leben.

Jeder andere Depp kann irgendwo reingehen, sich nen Attest für irgendetwas holen und dann bis an sein Lebens-Ende von der Rente leben.
Während ich nichtmal schaffe das auszusprechen. Weil, was fällt ihnen ja auch ein, die Welt beängstigend oder einschüchternd zu finden oder
daran rumzumeckern? ... Du willst einfach nur nen kleines bisschen Respekt für deine verklemmten verschachtelten Gefühle, weil du dich wie
nen Soldat immer kleiner gemacht hast, und jetzt keine Gefühle mehr rauslassen kannst-

Es ist also doch kein Wunder, dass ich Bewertungsphobisch bin. Es war ja auch nie jemand da für mich.
Und selbst WENN ich es sage, wird mir nicht einfach mal gratuliert, weil ich die Wahrheit sage-?
Sondern, dann heißt es wieder: "Sie denken zu viel / lassen sie es hinter sich / oder hören sie wieder auf sich besonders zu fühlen"
Wo dann die Frage ist, wo zieht man dann die Grenze mit positiver Eigenbewertung?

Zweiter Tag ohne Alkohol heute. Läuft.
Schöne Grüße Desdi
Doodle
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