Warum mag nur ich das?

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Mi 4. Dez 2019, 19:18

@Desdi: Hör zu, ich bin halt gerne jemand der sich über das System aufregt. Und ja, mir ist ne Menge zu Sucht bekannt.
Aber ich brauch das nicht ímmer so ausführlich zu hören. Weil ich einfach nur wütend sein will. Und wenn du es nochmal
so ausführlich bringst, ticke ich glaube ich aus xD

Der Punkt ist, dass ich von ihr abhängig bin, da sie die einzige Tabletten-Ausgabe in meinem Landkreis ist.
Und auch in der Gruppentherapie sind sie immer wie: "Schauen sie doch auf die positiven Dinge des Lebens."

Und, sorry wenn das jetzt nen bisschen eitel und narzisstisch klingt, (weil wir müssen davon ausgehen, dass es bei mir der Fall ist)
... aber nen Verwundeter will sowas nicht hören.

Das Zweite ist, dass dadurch das die Familie wegen dieser Krankheit so aufgespalten war und ich keine Mutter hatte,
ich halt effektiv absolut kein Selbstvertrauen habe. Wenn, tue ich mehr oder weniger Spiegel, was Leute hören wollen-
Verstelle mich oder tue sie beschwichtigen.

Ich weiß, dass ich schon längst hätte ausflippen und mein Leben hätte in Griff bekommen sollen,
aber wenn ich vor diesen ganzen Gut-Menschen sitzte und nix sagen kann-? Und dann obendrein noch nen Einlauf krieg, weil ich ja nen Ego bin und mich nicht besonders fühlen soll- (Was bei Huntington schon nen starkes Stück ist, aber ich verstehe irgendwie woher sie damit kommen),
dann fühlst du dich verarscht, durchgekaut und ausgespuckt vom Leben.

Jeder andere Depp kann irgendwo reingehen, sich nen Attest für irgendetwas holen und dann bis an sein Lebens-Ende von der Rente leben.
Während ich nichtmal schaffe das auszusprechen. Weil, was fällt ihnen ja auch ein, die Welt beängstigend oder einschüchternd zu finden oder
daran rumzumeckern? ... Du willst einfach nur nen kleines bisschen Respekt für deine verklemmten verschachtelten Gefühle, weil du dich wie
nen Soldat immer kleiner gemacht hast, und jetzt keine Gefühle mehr rauslassen kannst-

Es ist also doch kein Wunder, dass ich Bewertungsphobisch bin. Es war ja auch nie jemand da für mich.
Und selbst WENN ich es sage, wird mir nicht einfach mal gratuliert, weil ich die Wahrheit sage-?
Sondern, dann heißt es wieder: "Sie denken zu viel / lassen sie es hinter sich / oder hören sie wieder auf sich besonders zu fühlen"
Wo dann die Frage ist, wo zieht man dann die Grenze mit positiver Eigenbewertung?

Zweiter Tag ohne Alkohol heute. Läuft.
Schöne Grüße Desdi
Doodle
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Mi 4. Dez 2019, 20:44

Hi Doodle,

Doodle hat geschrieben:@Desdi: Hör zu, ich bin halt gerne jemand der sich über das System aufregt. Und ja, mir ist ne Menge zu Sucht bekannt.
Aber ich brauch das nicht ímmer so ausführlich zu hören. Weil ich einfach nur wütend sein will. Und wenn du es nochmal
so ausführlich bringst, ticke ich glaube ich aus xD


Das ist doch gut, wenn du dich damit auskennst. Für mich war/ist möglichst großes Wissen darüber wie abhängig machende Substanzen im Detail wirken, der Garant dafür davon wegzukommen/wegzubleiben.
Eine Weisheit darüber (stammt nicht von mir, sondern von dem Leiter einer Rauchentwöhnungsklinik, sinngemäß wiedergegeben):
Man kann nie stärker sein als eine Substanz.
Man ist aber schlauer, denn eine Substanz hat einen IQ von 0. Es sind immer wir selbst, die sich aktiv entscheiden das Zeug reinzuziehen.

Klingt simpel, letztendlich ist es aber so. Wenn ich weiß das Zigaretten schlecht für mich sind und ich mich trotzdem entscheide sie zu rauchen, wird sie mich süchtig machen. Die Macht habe ich ihr dann gegeben, durch meine undurchdachte Entscheidung.

Doodle hat geschrieben:Der Punkt ist, dass ich von ihr abhängig bin, da sie die einzige Tabletten-Ausgabe in meinem Landkreis ist.


Im Beitrag davor sagtest du noch, dass du seit zehn Jahren dort keine Medikamente bekommen hast, die dir geholfen haben. Passen irgendwie schlecht zusammen die beiden Aussagen.

Doodle hat geschrieben:Ich weiß, dass ich schon längst hätte ausflippen und mein Leben hätte in Griff bekommen sollen,
aber wenn ich vor diesen ganzen Gut-Menschen sitzte und nix sagen kann-?


Meinst du mit den "Gut-Menschen" die anderen Teilnehmer in der Gruppentherapie? Du bist doch nicht zu der Theraphie gezwungen, oder? Vielleicht würde jemand anders gerne deinen Therapieplatz einnehmen, dieser scheint dir ja nicht besonders am Herzen zu liegen?
Oder ist das mehr so eine verordnete "Therapie", sprich "Malen- und Basteln" vom Arbeitsamt verordnet? Da könnte ich deinen Frust ein ganzes Stück nachvollziehen, denn was da teilweise abläuft ist unzumutbar mMn.

Doodle hat geschrieben:Jeder andere Depp kann irgendwo reingehen, sich nen Attest für irgendetwas holen und dann bis an sein Lebens-Ende von der Rente leben.


Sag mir mal bitte wo ich da reingehen muss, würde ich gerne in Angriff nehmen, wenn das wirklich so einfach sein sollte icon_winkle
Ich bin auch chronisch krank (alles mit Attesten belegt) und muss trotzdem arbeiten gehen, um mir meinen Lebensunterhalt, Miete etc. zu verdienen. Das ist ok für mich, weil mir meine Arbeit in der Gesamtbetrachtung auch Spaß macht. An meine Mini-Rente, die mich dann irgendwann erwartet, möchte ich jetzt noch gar nicht denken.
Wenn du Wege kennst wie ich heute schon an eine Rente kommen könnte, von der ich problemlos leben kann, dann wäre ich da in der Tat sehr dran interessiert!


Doodle hat geschrieben:Es ist also doch kein Wunder, dass ich Bewertungsphobisch bin. Es war ja auch nie jemand da für mich.
Und selbst WENN ich es sage, wird mir nicht einfach mal gratuliert, weil ich die Wahrheit sage-?
Sondern, dann heißt es wieder: "Sie denken zu viel / lassen sie es hinter sich / oder hören sie wieder auf sich besonders zu fühlen"
Wo dann die Frage ist, wo zieht man dann die Grenze mit positiver Eigenbewertung?


Offensichtlich passt da etwas für dich in der Therapie nicht so ganz. Es ist jetzt nicht so ungewöhnlich, wenn eine Paarung Therapeut - Patient nicht so richtig aufgehen will. Meine Empfehlung an dieser Stelle, weiter suchen bis du jemanden findest, wo es für dich besser passt.
Und wenn es vor Ort nichts gibt, vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten, z.B. übers Telefon oder Internet mit Webcam etc..
Finde ich allemal besser, als sich immer wieder in die Opferrolle zu fügen, passiv zu bleiben und eben nicht weiter zu kommen.

Und das ist für mich bei unserem bisherigen Austausch so ein bisschen die Frage, ob dieses "Weiterkommen" denn überhaupt gewünscht ist.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Kallisto » Do 5. Dez 2019, 02:36

Ich will auch mal meinen Senf hier dazugeben, da Doodle wie ein schwer traumatisierter Mensch wirkt.
Schon mal an Traumatherapie gedacht? Und wegen deinen Schmerzen: Was macht dein Säure Basen Haushalt?
Ich hatte vor vielen jahren auch eine sioziale Phobie. Durch einen 8 wöchigen Klinikaufenthalt mit Gruppen und Einzeltherapie und anschließend ambulanter Therapue konnte ich das in den griff kriegen.
Eins interessiert mich noch: Du nennst dich selber Narzisst. Was machst du dann in einem Forum für Hochsensible?
Ich kenne dich ja nicht aber so wie du schreibst scheint es als wolltest du keinerlei Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen. Keine Kritik, nur eine Feststellung wie deine Beiträge auf mich wirken.
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Sa 14. Dez 2019, 18:02

Narzissmus und viel fühlen, muss sich doch nicht ausschließen. Ich weiß bei sowas halt nie, wie ich mich beurteilen soll. Es gab viele Gründe wieso ich Dinge abbrach. Hauptsächlich weil ich mich für nicht gut genug hielt. Und ich mir das bis zum Ende meines Lebens nicht vorstellen konnte meist. Aber woher soll man wissen, was wirklich die Meinung ist oder dem was das Narzissen Hirn sich ausdenkt? Ich merk eben nur, dass ich eben Krampfhaft versuchte die Klappe zu halten, damit ich neben anderen keine Fehler mache. Und das ist nen narzisstisches Verhalten, wie man mir sagt. Wenn man es nicht perfekt machen kann und richtig geliebt werden kann-? Dann warum es versuchen? Aber gleichzeitig Scheine ich auch alles über das Leben zu hassen -> über die Dinge zu heulen, über die es kein anderee tut -> Und Natürlich ständig dss Gefühl zu haben, über stimuliert zu sein und eine Pauye zu brauchen. Und natürlich verfluche ich dss System, weil es mir eigentlich nie etwas gebrscht hat. Und gehe einfach mit der Philosophie, ich tue einfach, was sie alle sagen und wollen-? Und
sollte es sxhiefgejen oder nicht ich das System nichr kreiert hab. Und das egal was es bringt-? Ob es meinem Leben nun hilft oder nicht? Ich zumindest sagen kann, ich kann meine Hände in Unschuld waschen. Und @ Desdi .... ich bin halt zu Bewertungsphobisch . Ich weiß weder was ich tue. Noch dass ich die Worte finden kann gegen Therapeuten und der gleichen anzukommen. Ich weiß Eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr was ich denken soll. Es ist als ob, mit einem bewerten den Wort-? Sie schon einem ein Floh ins Ohr setzen können. Es braucht nur ein solches Wort-? Und schon ist alles verkehrt. (Was sicher mehr oder wenigstensie 30 Jahre Isolation waren). Mehr oder weniger.) Also ja, sorrty wenn ich keine Verantwortng Übernehme. Ich konnt mich nie ernst nehmen. Ich Folge nur dem was man mir sagt. Man macht dieses Spiel mit um sich sagen, dass man alles probiert hat als Lösung.. Gruß
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Mo 16. Dez 2019, 22:11

Hi Doodle,

schön wieder von dir zu hören. Nur ein paar kleine Gedanken meinerseits zu deinem Beitrag:

Doodle hat geschrieben:Narzissmus und viel fühlen, muss sich doch nicht ausschließen. Ich weiß bei sowas halt nie, wie ich mich beurteilen soll. Es gab viele Gründe wieso ich Dinge abbrach. Hauptsächlich weil ich mich für nicht gut genug hielt. Und ich mir das bis zum Ende meines Lebens nicht vorstellen konnte meist. Aber woher soll man wissen, was wirklich die Meinung ist oder dem was das Narzissen Hirn sich ausdenkt? Ich merk eben nur, dass ich eben Krampfhaft versuchte die Klappe zu halten, damit ich neben anderen keine Fehler mache. Und das ist nen narzisstisches Verhalten, wie man mir sagt.


Ich weiß nicht, ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich selbst in dieser Schublade "Narzissmus" sehen willst. Aus meiner Sicht ist das schwer zu verstehen, welche Vorteile sich daraus ergeben sollten oder wie sich irgendwas zum Positiven ändern soll, nur weil man sich sozusagen ein Label aufklebt, bzw. aufkleben lässt.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ich dich nicht für einen Narzissten halte. Dafür machst du dir viel zu viele Gedanken darum, wie dein Verhalten auf andere wirkt, was andere über dich denken mögen und kommst sehr reflektiert rüber. So zumindest mein Eindruck von dir :-) Bin aber auch kein Experte icon_winkle

Doodle hat geschrieben:Und @ Desdi .... ich bin halt zu Bewertungsphobisch . Ich weiß weder was ich tue. Noch dass ich die Worte finden kann gegen Therapeuten und der gleichen anzukommen. Ich weiß Eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr was ich denken soll. Es ist als ob, mit einem bewerten den Wort-? Sie schon einem ein Floh ins Ohr setzen können. Es braucht nur ein solches Wort-? Und schon ist alles verkehrt.


Da scheint doch etwas gewaltig schief zu laufen, wenn du schreibst dir fehlen die Mittel gegen Therapeuten "anzukommen". Es sollte doch eigentlich ein Miteinander sein im Verhältnis Therapeut - Patient und kein Gegeneinander. Da kann doch nichts gutes bei rauskommen, wenn es als Kampf aufgefasst wird, womöglich von beiden Seiten.

Machst du die Therapie denn jetzt freiwillig oder wirst du dazu gezwungen? Und ich meine jetzt nicht ob du woanders keine Medikamente kriegen würdest, sondern besteht irgend ein objektiver Zwang (z.B. das Gelder gestrichen werden) an dieser Therapie teilzunehmen?
Wie schon beim letzten Mal geschrieben ist meine Empfehlung sich eine andere Therapie zu suchen, dass scheint irgendwie nicht zu fruchten, was nun mal vorkommt und nichts wirklich besonderes ist. Man muss eben auch miteinander können, sonst läuft es nicht.

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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Do 2. Jan 2020, 01:05

Danke Desdi.

Ehm nö, gezwungen werde ich dazu nicht. Das war halt nur der Deal, nachdem wir in die Stationäre Therapie gingen.

Und ja, das ist auch nen Generations-Konflikt zwischen mir und den anderen in der Gruppentherapie.
Ich find halt, dass ich der Welt nix positives abgewinnen kann und will mich verkriechen. Während sie eher
mir den Trichter auf ein "glückliches Leben" irgendwo anlegen. Woran ich nicht glaube.

Am liebsten würde ich mich immer verkriechen. Und wenn ich alleine auf dem Planeten wäre, würde ich es sicher tun.
Aber die Selbstbewertung / bzw sollte einen jemand mal so eine Frage stellen: Wieso man lieber arbeitslos ist-? / Noch dazu,
die "Was wäre wenn's" treiben einen natürlich in den Wahnsinn.

Daher meine ich ja, dass ich nicht viel bedingunslose Liebe mitbekommen habe. Ich würd mich und meine Familie eher als Abschaum sehen xD
Aber das passiert halt wenn du keine Mutter hast / bzw keinen Draht zum Rest der Familie / und nem Vater der Kinder nicht versteht.

Wenn man das dann eine Weile gemacht hat, merkt man wie man dümmer und schwächer wird. Ich würde nichtmal wissen, wie ich den Renten-Antrag voll kriegen soll. Und selbst dann, hätte ich nicht genug Beweise die AU Rente zu bekommen. Und dadurch dass ich depressiv bin und den dämlichen Nerv habe-? Verschlafe ich halt konstant Arzt-Termine und Tests die ich gegenüber Huntington vlt machen könnte.

Also ja ... So kommts mir vor, als ob mich die ganze Welt hasst. Und es ist ein endloser Zyklus indem mittlerweile fast alles unmöglich erscheint. (Schon alleine wenn sie deinen Lebenslauf bei nem Vorstellungsgespräch immer auf den Tag genau haben wollen-? Und du flippst total aus deswegen, weil du einfach nur zu müde bist irgendwas zu machen.) Ich würd nichtmal ne Minecraft Runde schaffen-! Und das ist für Kinder. Also ja, ich gebe also sehr viel auf in letzter Zeit. Mehr als sonst. Bis ich mich wieder zurückziehe und mir Animes und Filmen vollstopfe. Und selbst die kann ich nicht mehr genießen.

Drum ist es halt für mich so irritierend, wenn die Leute mich halt vollschnauzen wieso ich keinen "Fun" am Leben sehen kann-?
Und das nur, weil meine Ma nicht ne Impfung machen wollte gegen den eventuellen Krebs der sie dann ereilt hat. Bzw auch mit
der Huntington Sache-? Ihr irgendeine Arbeitskollegin geschworen hatte, dass es das nicht ist. Dass sie es nicht hat, obwohl sie
es in der eigenen Familie gesehen hatten. Und dass sie ja ruhig doch Kinder haben soll. Daher wurde die Familie gesprengt und
ich darf den Mist auflesen den andere zurückgelassen haben und darf auch sicher meinen Alki Bruder durchbringen/pflegen ->
Je nachdem in wiefern er an seinem Alkohol vielleicht eher stirbt.

Und- Das ist wie nen Kausalitäts-Haus ... Da, ich natürlich weiß, dass ich mehr Selbstvertrauen gehabt hätte, wenn sie noch da wäre
oder sich unsere Familie nicht zerstritten hätte. Und dann, wenn du es den Leuten erklären willst-? Dein Mund ist einfach zugeklebt.
Und mehr als das, wann immer Leute an dir rumnörgeln fängst du im Kehrschluss an, dich eher selbst zu hassen. Und das ist der Grund
wieso du nicht gerne interagierst-? Rumläufst oder Spaß hast im Leben. Weil es sich fast so anfühlt, als ob es dein Charakter nicht wert ist.
Und selbst wenn-? Musst du dich mit konstanter Kritik aussetzen und dir immer durch dein Leben kämpfen. Was heißt, dass du nie wirklich du
bist. Genau deshalb half mir der Alkohol ja auch so. Klar ist es Kack-hoch-drei Gesühlsmist den du dir dann reinziehst- Aber zumindest fühlst
du dich lebendig und als ob du dir nahe stehst. Und als ob all das was du in deinem Kopf zurückhälst plötzlich fließt. Und du zumindest das
sagen kannst, was du sagen willst-? Selbst wenn 3/4 deines Kanals unter Alkoholzufluss entstanden ist.

Drum, die Leute verstehen das nicht, wieso ich gerne traurig bin. Das ist die Einzige Zeit in der mal anerkannt bin und weniger hart zu mir bin.
Und drum, das meinen Therapeuten zu verklickern ist schwer. Es scheint mir fast ein Duell darum zu sein, wie die Natur der Welt eigentlich nun
wirklich ist. Und ich will ihm am liebsten sagen, dass BÖSES einfach existiert und schlimme Dinge den Menschen einfach PASSIEREN und dass er
nicht mich voll schnautzen soll, wieso ich alles verkackte und hinschmeiße-? Bzw nicht die Welt so sehen kann, wie er.

Natürlich helfen gewisse stoische und buddhistische Theorien, die sich mit Isolation und Unbeweglichkeit beschäftigen-? Aber wenn ich noch einmal höre: "Probieren sie es doch -> Sie können doch so viel mehr" ticke ich glaube ich aus. Weil ich genau das hasse und was auch Alan Watts schon über Gutmenschen gesagt hat, die einem unbedingt helfen wollen. Und ich denk mir: "Wenn sie mir hätten helfen wollen, sind sie 20 Jahre zu spät." ... Aber sowas darf man ja nicht sagen, weil das wieder narzisstisch wäre. Obwohl jeder Holzkopf mit nen bisschen Empathie WÜSSTE wie sich das anfühlen würde, in so ne Situation reingeboren zu sein.

Drum, in Isolation zu leben und nen BISSCHEN meinen Youtube Kram zu machen-? Half mir zumindest, da ich mir da keine hohen Erwartungen mitterweile mache. Man sagt, der Narzisst macht entweder etwas perfekt-? Oder gar nicht. Und ich mach auch gar nix und bin halbherzig, weil
ich genau weiß, dass nur weil ich nen paar dumme Videos ins Internet stelle, mein Leben sich nicht plötzlich dadurch ändern wird. Und naja, dicht zu sein, hilft da zumindest etwas. Da auch wenn zu viel fühlen absolut panne ist und ich noch jedes Wort danach bereut hatte-? Es ließ mich zumindest für einen kurzen Moment am Leben halten und lebendig fühlen.

Mir fällt sicher noch mehr ein, aber so lasse ich es erstmal stehen.
Gruß
Doodle
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon DesdiNova87 » Do 2. Jan 2020, 23:10

Hi Doodle,

dir erstmal ein Frohes Neues Jahr :-)

Doodle hat geschrieben:Ehm nö, gezwungen werde ich dazu nicht. Das war halt nur der Deal, nachdem wir in die Stationäre Therapie gingen.


Ich weiß, ich wiederhole mich, aber so wie du das auch nun erneut wieder schilderst, nix wie raus aus der Therapie. Das ist meine Meinung dazu. Scheint einfach irgendwo nicht zu passen; statt ewig zu lamentieren und sich im Leid zu suhlen, empfehle ich dir zu handeln. Aber ist dein Ding icon_winkle

Doodle hat geschrieben:Daher meine ich ja, dass ich nicht viel bedingunslose Liebe mitbekommen habe. Ich würd mich und meine Familie eher als Abschaum sehen xD
Aber das passiert halt wenn du keine Mutter hast / bzw keinen Draht zum Rest der Familie / und nem Vater der Kinder nicht versteht.


Letztendlich hat jeder sein Päckchen zu tragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass man irgendwann auch mal den ganzen Kram aus seiner Kindheit/Vergangenheit überwinden muss. Es gibt so viele Menschen die Schlimmes erlebt haben und trotzdem ihren Weg gehen.

Grübeln ist Zeitverschwendung. Wenn du meinst, unbedingt über die ganzen Dinge in der Vergangenheit nachdenken zu müssen, dann mach dir einen konkreten Zeitplan. Sagen wir, täglich von 15-16 Uhr ist deine Grübelstunde. In dieser Zeit machst du nichts anderes, als über verpasste Gelegenheiten etc. nachzudenken. Und den ganzen restlichen Tag nutzt du für Dinge die in der Gegenwart deine Beachtung erfordern.

Doodle hat geschrieben:Und selbst dann, hätte ich nicht genug Beweise die AU Rente zu bekommen. Und dadurch dass ich depressiv bin und den dämlichen Nerv habe-? Verschlafe ich halt konstant Arzt-Termine und Tests die ich gegenüber Huntington vlt machen könnte.


Also hast du jetzt eine Diagnose für Huntington oder nicht?

Doodle hat geschrieben:Drum ist es halt für mich so irritierend, wenn die Leute mich halt vollschnauzen wieso ich keinen "Fun" am Leben sehen kann-?


Also anschnauzen geht natürlich gar nicht, aber am Ende machen die Leute auch nur ihren Job. Du gehst doch wie du sagst freiwillig dorthin. Da verstehe ich nicht, wieso du mit einer Abwehrhaltung an etwas teilnimmst, was dir überhaupt nicht gefällt. Ich denke das bringt keinem der Beteiligten Spaß auf lange Sicht.

Doodle hat geschrieben:Genau deshalb half mir der Alkohol ja auch so. Klar ist es Kack-hoch-drei Gesühlsmist den du dir dann reinziehst- Aber zumindest fühlst
du dich lebendig und als ob du dir nahe stehst. Und als ob all das was du in deinem Kopf zurückhälst plötzlich fließt. Und du zumindest das
sagen kannst, was du sagen willst-? Selbst wenn 3/4 deines Kanals unter Alkoholzufluss entstanden ist.


Da bist du bei mir, wie du weißt, an der falschen Adresse. Also ich bin wie gesagt auch chronisch krank, und wenn dann Exazerbationen auftreten, nehme ich sicher nicht noch zusätzlich Alkohol zu mir. Verträgt sich eben auch nicht mit Antibiotika.
Sorry, wenn ich mich da jetzt ein bisschen aufrege, aber das geht mir schon ein bisschen auf den Keks, wenn man einerseits die ganze Zeit davon spricht fürchterlich krank zu sein, andererseits aber fröhlich dem Alkohol fröhnt und sich einen in die Brust schüttet. So schlecht geht es einem dann zumindest körperlich offensichtlich nicht. Psyche ist wieder eine andere Geschichte, dass ist klar.

Wenn ich dann noch so Sachen lese, wie Arzt-Termine verstreichen lassen ohne abzusagen, dann ärgert mich das schon. Diese Termine hätten andere kranke Menschen sicher gerne genutzt.

Soweit erstmal,
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » Mo 27. Jan 2020, 23:25

Dir auch frohes neues Jahr!

Naja, ich lass sie nicht verstreichen ^^ Ich vergesse sie nur.
Wie heute auch, hat mir die Zahnarzt-Helferin auch gesagt, dass mein Termin für morgen eingeteilt ist.
So passiert das immer. Ich komme entweder einen Tag oder eine Stunde, zu früh oder zu spät.
Entweder weil ich den Termin falsch aufgeschrieben oder falsch gelesen hab.

Letztens bei der Sparkasse wars ähnlich. Hatte den ersten Termin vergessen, wie immer-
Also hab ich mir einen neuen geben lassen. Als sie fragten zu wem ich hin wolle, musste ich
hart nachdenken und sagte: "Irgendwas mit B- Oder K- am Anfang. Warten sie ich guck mals ins Handy."
Terminkalender aufgemacht und gelesen, dass ich es bei Frau Patruschke ist. Sie guckt mich skeptisch an
und sagt: "Frau Baumgarten" ... (an der Stelle werd ich schon rot und kleinlaut!)

Sie sagt: "Ok, ich geb bescheid." Frau Patruschke kommt runter und redet mit ihr.
Und sie sagt so: "Moment, sein Termin war doch vor einer Stunde?"

Nicht zu vergessen der andere der zwischendrin kam und mich NOCHMAL gefragt hatte,
hatte ich den Namen schon wieder vergessen.

Drum denk ich ja, dass irgendwas mit mir nicht stimmt. Ich vergesse so viele Sachen? Ich mach schon nur 10 Fehler beim reingehen irgendwo.
Und faken könnt ich das nicht. Dafür hab ich zu viel Selbsthass und heul mich in den Schlaf.

Und drum, es ist so schon anstrengend, mich überhaupt zurückzuerinnern, wie was passiert war.
Also ist es ja logisch, dass ich mich viele Jahre nicht dagegen verteidigen konnte.
Weil wenn Leute sagen, ich bin eine schlecht Person deswegen? Wie sollte ich mich vom Gegenteil überzeugen.
Es ist auch richtig schwer, das richtig zu schreiben und richtig darzustellen.
In den meisten Fällen ist man richtig müde, wenn sich einem all die Dinge klar werden, die mit einem nicht in Ordnung sind.
Und dann wirft man wieder das Handtuch und stopft sich mit Animes voll um sich zu beruhigen
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Re: Warum mag nur ich das?

Beitragvon Doodle » So 16. Feb 2020, 01:32

Doodle hat geschrieben:Dir auch frohes neues Jahr!

Naja, ich lass sie nicht verstreichen ^^ Ich vergesse sie nur.
Wie heute auch, hat mir die Zahnarzt-Helferin auch gesagt, dass mein Termin für morgen eingeteilt ist.
So passiert das immer. Ich komme entweder einen Tag oder eine Stunde, zu früh oder zu spät.
Entweder weil ich den Termin falsch aufgeschrieben oder falsch gelesen hab.

Letztens bei der Sparkasse wars ähnlich. Hatte den ersten Termin vergessen, wie immer-
Also hab ich mir einen neuen geben lassen. Als sie fragten zu wem ich hin wolle, musste ich
hart nachdenken und sagte: "Irgendwas mit B- Oder K- am Anfang. Warten sie ich guck mals ins Handy."
Terminkalender aufgemacht und gelesen, dass ich es bei Frau Patruschke ist. Sie guckt mich skeptisch an
und sagt: "Frau Baumgarten" ... (an der Stelle werd ich schon rot und kleinlaut!)

Sie sagt: "Ok, ich geb bescheid." Frau Baumgarten kommt runter und redet mit ihr.
Und sie sagt so: "Moment, sein Termin war doch vor einer Stunde?"

Nicht zu vergessen der andere der zwischendrin kam und mich NOCHMAL gefragt hatte,
hatte ich den Namen schon wieder vergessen.

Drum denk ich ja, dass irgendwas mit mir nicht stimmt. Ich vergesse so viele Sachen? Ich mach schon nur 10 Fehler beim reingehen irgendwo.
Und faken könnt ich das nicht. Dafür hab ich zu viel Selbsthass und heul mich in den Schlaf.

Und drum, es ist so schon anstrengend, mich überhaupt zurückzuerinnern, wie was passiert war.
Also ist es ja logisch, dass ich mich viele Jahre nicht dagegen verteidigen konnte.
Weil wenn Leute sagen, ich bin eine schlecht Person deswegen? Wie sollte ich mich vom Gegenteil überzeugen.
Es ist auch richtig schwer, das richtig zu schreiben und richtig darzustellen.
In den meisten Fällen ist man richtig müde, wenn sich einem all die Dinge klar werden, die mit einem nicht in Ordnung sind.
Und dann wirft man wieder das Handtuch und stopft sich mit Animes voll um sich zu beruhigen
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