Was ist ein "gutes" Leben?

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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Adama » Sa 16. Jun 2018, 14:47

Anima (Lufthauch) hat geschrieben: (...) Du schreibst von den Piepmätzen, wie schön es ist, sie zu hören.
Aber dann gibt es auch Legebatterien, in denen Hühner eingepfercht und unter Qualen Eier produzieren müssen, das ist vor Ort ganz sicher nicht schön anzuhören. (...)


Hi Anima,

Die Rechnung geht anders:
Wenn ich nach Abzug sämtlicher monatlicher Kosten (Miete, Versicherungen, Strom ect. , so was alles) von meiner Erwerbsminderungsrente zzg. GruSi noch 170 Euro (im Monat wohlgemerkt!) außer Quartalsende, da schlägt der Quartalsabschluß der Bank rein, dann sinds knapp 150 Euro, noch übrig hab und davon dann zu essen kaufen soll (ohne Kühlmöglichkeit übrigens, der Kühlschrank ist kaputt) und dann vorm Regal stehe, statt 0,89 Euro für 10 Eier nun 1,29 Euro zahlen zu müssen, dann interessieren mich Käfige nicht mehr. Dann soll ich also auf Eier verzichten??? Diese Diskrepanz sprech ich an, den Ökos ist das doch egal, von denen krieg ich kein Ei, weil ich son lieber Mensch bin. Verstehst Du? Ökos sind eine Lobby von Menschen, die sich ihr Gewissen erleichtern wollen, in Scheuklappenblick -> denen bin ich als Mensch scheiß egal! Ich kann auch Kitt aus den Scheiben fressen. Butter, auch son Ding ("hööh und jaul, wir haben ja Butterberge , wähh!") ich kann mir keine Butter mehr leisten, zu teuer! Ich mach überall mit, aber wenns mir ans Fressen geht, iss schluß! Jedes Lebewesen wird zum Raubtier, wenn es Hunger hat. Wenn der erste ist, im Monat, stammpft ´n T-Rex zur Kühltheke (alle bei seite schubbsend, "weg da, Adama im Anmarsch!") und wehe da iss kein Schweinefleisch zu 3 Euro drin, der brüllt und hat Hunger! (denn den Rest des Monats gibts kein Fleisch, da gibt Brot, oft abgelaufenes)

Wenn so was gemacht wird, hier Eier teurer, Butter teurer, Schweinefleisch hangestreichelt ... denn muß man auf der anderen Seite aber auch strikt bereit sein, beim Lebensminimum laut SGB II und SGB XII 100 Euro drauf zu legen, das die Waage wieder stimmt! Und das, dafür setzen sich Ökos dann nicht mehr ein, davon wolln se nichts wissen!
Das ist es, was mich ärgert!
(ich hoffe, Du verstehst meinen Denkansatz jetzt etwas besser, kannst es besser nachvollziehen. Ich muß ja auch leben, nich nur die Hühner! Bin ich weniger wert??? )

Ergänzung:
Und Oberhammer: Weil ein Bauer seinen Stall mit nicht dafür vorgesehenes Reinigungsmittel putzt (hat Meister Proper verwendet, statt Spühli - Glyphosat) werden Millionen Eier dann noch weggekippt, kaputt gemacht! Hier ich!! Zu mir damit, nehm ich gern! Aber nein, alles wegschmeißen. Da iss nüschts mit de Eier, beste Qualität! Genauso damals da die Lasagne mit Pferdefleisch, das war kein krankes Fleisch da drin, astreiner Nährwert! Hat man tonnenweise in die Müllverbrennungsanlage gekippt, statts abzugeben!
Adama
 

Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 16. Jun 2018, 20:22

Hallo Adama,

oh jeh, ich hatte schon fast befürchtet, dass du missverstehst, was ich wegen der Piepmätze und Hühner geschrieben habe. – Deshalb hatte ich ja eigentlich versucht, die beiden anderen Beispiele vorweg zu berichten (übrigens: es sind Libellen, ich war heute noch mal dort, und eins von den Teilen hat sich neben mich gesetzt, schööön :-) ).

Und außerdem: ich zähle mich nicht zu den „Ökos“ – habe es allgemein nicht so mit Labels, auch wenn sie das Leben (manchmal bis zur Sinnlosigkeit) vereinfachen, aber meist ist dann auch der Etikettenschwindel nicht weit. #bäh#

Nein, mir ging es dabei um das Bewusst-Sein, das du angesprochen hattest, und dazu die sehr diversen Realitäten.

Aber egal, du hast völlig Recht: selbstverständlich gehört Armut im reichen Deutschland zur bitteren Realität. „Diskriminierende Inflation“ meint wohl, dass genau die Güter, die du angesprochen hast, im Verhältnis teurer werden als der Durchschnitt der Waren und damit vor allem also die ärmeren Bevölkerungsschichten benachteiligt werden und die Wohlhabenderen begünstigt.

Nun, trotzdem frage ich mich: wer könnte letztlich davon profitieren, wenn wir jetzt mal unser Beispiel Hühner betrachten, dass hier Tier- gegen Menschenwohl ausgespielt wird? – Uhhh, Verschwörungstheorie … (Aber nein, ich bin auch kein Sozialist – s. o. Labels - ich frage nur mal so).

Viele Grüße und alles Gute (den T-Rex konnte ich mir super gut vorstellen :-) )!
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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Adama » So 17. Jun 2018, 14:18

Hi Anima,
nee, Naturliebhaber stell ich nicht auf die gleiche Schwelle wie Ökos. Die haben ja damit gar nichts zu tun. Der Wanderer oder Angler oder Laubenpiper kettet sich ja nicht an Bahngleisen fest und beschäftigt Hundertschaften der Polizei, anderen vorschreibend, wie sie zu leben haben.
Deine Freude an Faltern und Libellen kann ich erinnernd der Kindheit nach vollziehen, da hab ich die auch bewundert. Heut machen die Tiere mir eher Angst, beim Anblick einer Libelle (nur die Vorstellung grad jetzt eben) kriechts mir über den Rücken. Gruselig! Warum, möcht ich nicht näher ausführen, denn ich möcht Deinen Blick auf diese Tiere nicht vergrätzen. Wenn sich mir ne Libelle auf den Arm setzt, (die sind ja größer als mein Arm) da kannst aber einen hüpfen und springen sehen, das blanke Entsetzen in den Augen! ^^ "Guck mal Mami, ich hab ´n Fraggle gefunden! IIH WEG DAMIT!" ^^

Was jemand meint, wie es jemand meint, damit habe ich größte Schwierigkeiten. Ich habe oft erlebt, das in Foren Diskussionen im Streit enden, wo ich ganz verdaddert aus dem Kragen schaute, was man alles hinein interpretieren kann. So die Art: "bist ´n böser Mensch des guten Tag sagens, weil Abend ist". Erschwerend auch, ich hab die reaktiven emotionalen Feinheiten nicht, geschuldet meiner schizoiden Persönlichkeitsstörung. Beispiel: wenn jemand weint, dann löst es bei anderen Mitgefühl aus, bis hin das die mitweinen. Ich hingegen werde wütend, weil die abstufende Unterscheidung fehlt (weinen = schlecht, schlecht = Bedrohung, Bedrohung = Abwehrreaktion) Bedeutet aber nicht, das ich empatielos bin, ich reagiere nur bei bestimmten Situationen falsch, nicht bewußt, nicht böswillig. Es liegt an frühkindlichen traumatischen Ereignissen, wo sich die Persöhnlichkeit bildete. Da hab ich nen Schaden weggekriegt, der schulisch dann so richtig aufgepuhlt wurde in Mobbing, Leid und Tränen. Wenn ich den Film Terminator sehe, da schwingen zu Beginn brennende Kinderschaukeln, das ist passender denn je Symbol meiner Kindheit und Jugend, das ist wie anderen zu ermöglichen, für einen Moment durch meine Augen zu sehen, das habe ich nie verarbeiten können Stell Dir die Bismarck vor, völlig zum Wrack geschossen, noch ehe sie vom Stapel läuft, eine Pistolenkugel reicht, sie zu versenken, aber ihre gewaltigen Türme sind intakt, voll einsatzbereit, das ist aus mir geworden. Ursprünglich geplant und ausgelegt als ziviler Luxusliner, als Titanik, "unsinkbar", noch auf Dock umgebaut zum Schlachtschiff, der Ballsaal dient als Munitionsdepot. ... und dennoch: kein Agressor.

Die zehn Gebote sind ein guter Ratgeber, wenn gleich ich mit dem Gebot "Liebe und ehre Deine Eltern" brechen muß. Sie haben mir das Leben geschenkt, das ist aber auch das einzig positive. Für mich nicht nachvollziehbar: "Blut ist dicker als Wasser", da habe ich überhaupt kein, nicht mal den Hauch eines Bezuges zu. Sehr gestört auch daher, was Freundschaften betrifft, ich kann für jemanden sein, ich kann genauso auch gegen jemanden sein, die kleinste Bedrohungslage genügt, denn ich kann nichts mehr einstecken, dann sinkt der Pott. Man sagt, man solle nicht zurück schauen aber das ist falsch. Denn im "gestern" liegen die Baupläne der Persönlichkeit des "jetzt". Ein gutes hat es: man möchte so nicht sein, wie die anderen, Moral und Ethik haben einen größer bemessenen Platz als bei anderen. Der Gerechtigkeitssinn ist überzogen scharf geschaltet. Ihm erwächst erst Moral und Ethik. Und das wiederum braucht man zu einem guten Leben ebenso, wie das Geld. Das eine sind die Aluchips (DDR-Mark) das andere die Transferchecks (umgetauschte DM für den Intershop, hier gleichbedeutend des realen Geldes) Vom Alu bin ich reich, von harter Mark bettelarm. Den Bonzen hingegen fehlt das Alu. ^^

Zu den christlichen Glaubensvorstellungen noch: da fand ich was hochinteressantes. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, da gabs im 19. Jhr. einen Pfarrer, dessen Thesen von der Kirche nicht anerkannt wurden, der meinte: es gäbe einen Pool unzähliger "roher", ungeschliffener Seelen. Mit der Geburt eines Kindes wird einer solchen Seele erst die Chance zu Entwicklung gegeben. Alle sind gleich von Beginn an. Daher kann aus jeder Seele was gutes werden. Dieser Gleichheit ist "Liebe Deinen Nächsten" wie auch "Liebe Deinen Feind wie Deinen Freund" zu interpretieren, gegenseitig korrigierend, Einfluß nehmend, keinen zurück zu lassen. Das paßte aber der Kirche nicht. Dann wäre ja Hölle und Teufel obsolet. Dieser Pfarrer "proklamierte" auch, möglichst vielen Seelen diese Chance zu geben, Leben zu schenken. Na das war ja für die Kirche nu völlig ... die Menschen dazu aufzurufen, wild herum zu "höckern" (kicher) ... aber ich fand die Thesen dieses Pfarrers wirklich interessant, die warn plausibel. Leider hab ich den Namen dieses Pfarrers nicht, der soll auch noch Bücher geschrieben haben.
Zuletzt geändert von Adama am So 17. Jun 2018, 14:27, insgesamt 3-mal geändert.
Adama
 

Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Adama » So 17. Jun 2018, 14:18

Zu aller erst auf sich selbst zu schauen ist der Überlebensinstinkt. Es gibt nur eine Kraft, die das aushebelt: die Liebe! Wenn ein anderer so stark geliebt wird, das er wichtiger wird als man selbst, dann gibt man sein eigenes im Falle auf, nur um das Leben des anderen zu bewahren. ( auch hier wieder "Liebe Deinen Feind wie Deinen Freund" - das korrelliert, hat einen Bezug! Der Feind könnte unter anderen Umständen seiner Prägung ein total wertvoller Mensch sein, es war ihm nicht in die Wiege gelegt, ein Feind zu sein. Das ist die Tiefe in dieser Botschaft "Liebe Deinen Feind!") Selbstliebe: "Es gibt zwei Städte auf der Welt. Die eine ist auf der Liebe zu sich selbst, die andere auf der Liebe zu Gott errichtet" Liebe ich mich selbst nicht, wie kann ich dann fähig sein, andere zu lieben?? Bewundern ist nicht Liebe! "Liebe" ist in sich schon ein Widerspruch im Sinne Paradoxon, weil: je größer die Selbstliebe um so größer der Selbsterhaltungstrieb. Aber (!) nu kommt die Krux: um so tiefer auch die Fähigkeit einen anderen zu lieben. Und komme ich nun zurück auf Selbstaufgabe für den Anderen, wirken da schier unglaubliche Kräfte, ob ein Handeln aus echter Liebe oder bloser neidmotivierter Bewunderung geschieht. Selbstliebe ist fundamental, grundlegend und einzig "ehrlich"!

Was den Verlust des Kätzchens Deiner Freundin betrifft, sie ist ja grundsätzlich so aufgestellt, eine Katze führsorglich zu betreuen. Jetzt ist ihr das weggebrochen und ersäuft an Trauer daran. Ich würde ja in ein Tierheim gehen und schauen nach einer Katze, die keiner nimmt. So eine, die Hilfe braucht und diese Deiner Freundin geben. Dann muß sie sich kümmern und hat weniger Zeit für den Schmerz. Eine solche Katze hingegen spührt das und blüht auf, wenn sich um sie jemand kümmert, das hilft beiden, Mensch sowohl als auch Tier.

Zum Abschluß noch was zum schmunzeln in Anlehnung an Labels (Sozialist) : "Gebe ich den Armen zu essen, nennen sie mich einen Heiligen. Frage ich, warum sie nichts zu essen haben, nennen sie mich einen verschissenen Kommunisten!" (kicher, iss was dran, oder? ^^ )
Adama
 

Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mo 18. Jun 2018, 21:03

Hallo Adama,
sorry mit den Libellen (sie waren echt nur ganz klein! _cre_ )! - Ich dachte halt, wenn jemand Piepmätze und den Wald mag, mag er ja vielleicht auch solche Kleinstlebewesen. Aber das ist natürlich Unsinn: jemand, der Eier mag, muss ja nicht auch auf Eierbiskuits stehen.

Wegen schwieriger Kindheit und Persönlichkeitsstörungen:
da trifft sich hier im HS-Sammelbecken ja unendlich Vielseitiges und Unterschiedliches. Ein homogenes Ding scheint das HS-Konstrukt nun wirklich nicht zu sein. Aber Moral, Ethik und der Gerechtigkeitssinn werden hier tatsächlich sehr häufig erwähnt und auch von Aron für HS so postuliert. Aber ich schätze mal, auch darunter versteht jeder (auch hier) was anderes. (Deswegen ja auch die Frage nach dem ‚guten‘ Leben.)

Auch der Gedanke, dass man den Nächsten nur lieben kann, wenn man sich selbst liebt, wird hier sehr oft geäußert (aber wenn ich es mir recht überlege, wird diese Logik auch draußen vertreten).

Ich finde auch, wie du schreibst, dass Selbstliebe was „Ehrliches“ ist.
Mit der Liebe zu Feinden oder Gott kann ich nach meinem bisherigen Erkenntnisstand (noch) nicht so viel anfangen, bin da wohl eher pragmatisch.
Aber Selbst-Liebe und Nächstenliebe? – Das Selbstlieben wird in den letzten Jahren nach meiner Beobachtung schon ganz schön hoch aufgehängt. Da denke ich mir: Ist das nicht zunehmend der Tanz ums goldene Kalb/Selbst? Und das soll dann auch noch die Grund-Voraussetzung dafür sein, dass man seinen Nächsten liebt? – Das verwundert mich einigermaßen, würde das sogar von meiner Logik her eher für kontraproduktiv und auch nicht sonderlich „ehrlich“ in dieser Hinsicht halten, dafür hat man ja dann vielleicht gar keine Zeit mehr.
(Wird aber meist nicht gern gehört, wenn ich so was äußere. Keine Ahnung warum. _nüxweiss_ )

Ja, das Kätzchen war ein solches wie du es beschrieben hast: aus dem Tierschutz und sehr hilfsbedürftig. Mag sein, gerade deshalb auch besonders ans Herz gewachsen. – Ich habe irgendwie das Gefühl, ich muss noch ein Weilchen warten mit der Idee, sich um ein neues zu bemühen.

Und zu deinem Abschluss: sehr lustig! :-) 647&/

Viele Grüße an alle! :-)
Anima
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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Adama » Di 19. Jun 2018, 03:27

Hi Anima,
warum "sorry", wofür? Du findst die toll, da mußt Dich doch nicht für entschuldigen. Gibt ja auch Leute, die finden Vogelspinnen toll (nee heut Nacht wird dat nix mit dem Schlafen, ich seh die schon beim schreiben überall rum krabbeln)

Anima (Lufthauch) hat geschrieben: (...) Wird aber meist nicht gern gehört, wenn ich so was äußere. Keine Ahnung warum. (...)


Hmh, villeicht (es wirkt so), weil Du scheinbar Selbstliebe interpretierst als Selbstverliebtheit, gepaart mit Arroganz, das ist dann in der Tat negativ, meinte ich aber nicht. ;) Ich meinte es eher im Sinne, wie: wenn jemand an "grusligen Orten" (Begrifflichkeit verwend ich gern, stammt aus einem Strategiespiel, da hatte man so kleine wuslige Gnome so lütte Orks, die hatten immer Angst "w-wir gehn doch nicht zu gruuusligen Orten, oder?" ^^ ) geht und ständig denkt, oh Gott, mich überfalln se, der wird auch überfallen. Er ist in seiner ganzen Denke negativ, schlechtes zieht schlechtes an. Anders ist das mit der Selbstliebe und Fähigkeit andere zu lieben auch nicht. Ich meine nicht den selbstverliebten Gockel, Dorfschönster und überhaupt ja das größte was das Leben hervor gebracht hat. Nee nee ^^ ja die "Sorte" gibts auch noch (lol). Ich meine das bei Dir raus zu lesen.

Und mit ner neuen Katze, wenn die vorherige ja auch schon aus dem Tierheim kam, das wäre ja dann wirklich vom Regen in die Trauffe. Das wußt ich nicht. Du verniedlichst ja zu dem noch (Kätzchen) mir schwebte da eher "die alte Katze da hinten in der Ecke, die mit dem eingerissenen Ohr und dem struweligen Schwanz, die so brummelig ist, weil die wohl nur geärgert wurde" vor. Der das Fell erstmal wieder glänzend kriegen mit Eigelb im Futter ... wo man sich kümmern und beschäftigen muß. So hatte ich im Sinn.
Adama
 

Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Frank_SH » Di 19. Jun 2018, 06:27

[/quote]
die Grundhaltung sich selbst und anderen Menschen freundlich zu begegnen und nicht zu schaden, erscheint mir essentiell. [/quote]

Das finde ich auch.

Mein Ansatz ist, gebe was du dir von anderen wünscht. Das kann ich beruflich in der Sozialen Arbeit realisieren und erlebe so nahezu jeden Tag erfüllt und sinnvoll. Die HS ist für mich dabei sehr hilfreich.

Das war in meinem Leben nicht immer so. In meinem früheren Leben als Kaufmann im Großraumbüro, habe ich die HS als Fluch gesehen, aber seit ich meiner Bestimmung/Berufung folge und mit Menschen arbeite, habe ich eine sehr viel höhere Lebenszufriedenheit gefunden.

LG, Frank
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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Di 19. Jun 2018, 08:26

Adama hat geschrieben:Hi Anima,
warum "sorry", wofür? Du findst die toll, da mußt Dich doch nicht für entschuldigen. Gibt ja auch Leute, die finden Vogelspinnen toll (nee heut Nacht wird dat nix mit dem Schlafen, ich seh die schon beim schreiben überall rum krabbeln)


Nur kurz (da in Zeitdruck): ich entschuldige mich tatsächlich auch dann, wenn ich nur versehentlich und unwissentlich jemandem schmerzhaft auf die Füße getreten bin und merke, dass ich ihn leider nicht nur gestreift habe. Bin ja nicht der einzige Mensch auf dem Planeten und mache einfach nur "selbstverliebt" icon_winkle meine eigenen "tollen" Dinge. (Ob das Entschuldigen dann noch was bringt, weil ja eh bereits angerichtet, weiß ich natürlich auch nicht ...).

Gruß
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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Do 21. Jun 2018, 14:10

Hallo Adama,

so, hat ein bisschen gedauert, aber ich will dir schon noch antworten.

Adama hat geschrieben:Ich meine nicht den selbstverliebten Gockel, Dorfschönster und überhaupt ja das größte was das Leben hervor gebracht hat. Nee nee ^^ ja die "Sorte" gibts auch noch (lol).


Ja, das stimmt, die Sorte gibt es auch.
Aber wäre es nicht auch denkbar, dass Selbstverliebtheit gar nicht nur sooo plump und offensichtlich daherkommen muss?
Selbstverliebtheit kann sich doch vielleicht auch auf leiseren Sohlen anschleichen:

Zum Beispiel in so Haltungen wie:
Wer ist wie weit auf dem Pfad der Erleuchtung und Weisheit vorangeschritten, wer hat ein super tolles Selbstbewusstsein entwickelt, wer hat die größte Empathie, wer kann sich am besten gegen „Nächste“ abgrenzen, wer hat am meisten gelitten oder leidet, wer hat sich mehr/weniger Selbstliebe „erarbeitet“ usw. …
Vielleicht verstehst du, was ich meine (und zur Klarstellung: ich unterstelle dir das alles nicht, es handelt sich um allgemeine Gedanken!).

Darüber rätsele ich: Widerspricht das Genannte denn nicht im Kern sich selbst?
Und zudem: heißt Selbstliebe zu haben, keine Zweifel, Selbstzweifel, Ängste und Traurigkeiten mehr zu haben, weil Selbstliebe doch ein Allheilmittel gegen beinahe alles sein soll?

Schönen Tag an alle! :-)
Anima
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Re: Was ist ein "gutes" Leben?

Beitragvon sissipha » So 26. Aug 2018, 02:08

Ein gutes Leben ist für mich Bescheidenheit gepaart mit stiller Zufriedenheit.
Ich arbeite dran und habe eine Menge Hoffnung, ich bin ja erst 72. icon_winkle smop
smop Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort, dort treffen wir uns (Rumi) smop
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