Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon u...ma » So 24. Feb 2013, 21:07

Ich bin schon sehr lange verheiratet. (Was für ein geduldiger, verständnisvoller Mann!) Habe als Kind sehr früh meine Mutter verloren. Danach kam für kurze Zeit eine Stiefmutter, wie sie im Buche steht. Nach der Scheidung brauchte ich nicht in ein kath. Kinderheim, sondern wurde von meiner fast siebzigjährigen Oma (mit Hilfe meines Vaters) aufgezogen. Ich habe gespürt, wie anstrengend, aufmüpfig, unerwünscht ich war. Körperliche Nähe erfuhr ich nur durch Schläge, wenn ich wieder etwas ausgefressen hatte. Heute vermag ich die angenehme Nähe nur selten an meinen Mann/Sohn weiterzugeben, weil ich es einfach nicht kennengelernt habe, eine Umarmung der Liebe, Fürsorglichkeit, Trauer. Wenn mein Mann die drei Worte sagt,schwirren mir Fragezeichen im Kopf umher: wieso, was habe ich getan, einfach nur so?
Früher habe ich alle männlichen Wesen durch mein Verhalten eher abgestoßen: Sprüche, eingeschnappt, empfindlich überreagiert, mich zurückgezogen, weil ich mich selbst nicht kannte.

Bei Lob reagiere ich frauentypisch: bescheiden, kleinreden, nur nicht auffallen. Deshalb bin ich ein ideales Mobbing-Opfer. Das hat mich auch meinen letzten Arbeitsplatz gekostet.

Einer Kritik kann ich mich stellen, wenn sie sachlich, im richtigen Ton nahegebracht wird. Aber leider gehe ich nicht immer sofort den Dingen auf den Grund, um meine Sicht der Dinge und daraus resultierende Fehler/Ansichten zu verteidigen, weil ich die meiste Kritik (gerade im Berufsleben) vorwurfsvoll, ja fast vernichtend (Blicke) vorgetragen bekommen habe.
u...ma
 

Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon ominöses_Ich » So 24. Feb 2013, 22:05

Karin hat geschrieben:Hallo,
wenn zu mir ein Mensch, der mich schon lange und gut kennt, dem ich vertraue,sagt,
dass er/sie mich liebt,schießen mir Tränen in die Augen.
Es ist wunderbar und es erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.
Geliebt und angenommen zu werden - ich möcht fast sagen, obwohl
er/sie mich kennt - ,was kann einem schöneres widerfahren.
Es vermittelt mir das Gefühl, im großen und ganzen doch
alles richtig gemacht zu haben, richtig zu sein, in den Augen des anderen.


Hallo Karin,
das mit den Tränen geht mir auch so. Allerdings schwingen bei mir andere Gefühle mit.. Unverständnis, wie es u...ma beschreibt:
u...ma hat geschrieben:Wenn mein Mann die drei Worte sagt,schwirren mir Fragezeichen im Kopf umher: wieso, was habe ich getan, einfach nur so?

Die drei Worte.. Oft ist es fast schon verzweifelte Wut die sich in Tränen zeigt, wenn ich denke :"Wie kannst du sowas zu mir sagen" /Vorwurf:Wieso kannst du d a s und ich nicht) . So seltsam was da passiert...
ominöses_Ich
 

Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon cindy sun » Mo 25. Feb 2013, 00:27

Ominöses-ich, was ist das ein schönes Thema, das du da begonnen hast.

Ich kann mich in so vielen Antworten wiederfinden. Sie sprechen mir einfach aus der Seele.
Es tut mit gut zu merken, dass andere dieselben Probleme haben und Fragen ... ich nicht alleine bin.

Danke dafür,
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.
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--- Ich nehme mein Leben zu dem Preis, den es mir gekostet hat und noch kosten wird. --- H.G. Nobis
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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon ominöses_Ich » Di 26. Feb 2013, 17:30

cindy sun hat geschrieben:Mir fällt es ganz schwer, so etwas anzunehmen, selbst von guten Freunden. Frage mich immer, was denn Besonderes an mir sein soll.


Hallo cindy sun,
ich frage mich, warum gehen wir so hart mit uns ins Gericht? Und was ist für uns "besonders", wie müssten wir sein, um Liebe zu "verdienen"...
Ein Übermensch der immer perfekt denkt und handelt, ist der aber liebenswert? Ich denke, Liebesbeweise und KOmplimente sind nicht dazu da, sie zu hinterfragen, oder anzuzweifeln- vielmehr beleidigt es sie- weil dieses Grübeln, "warum ich warum und wofür"- die aufrichtigen, ehrlichen Beweggründe des Gegenübers in Frage stellt. Einem geschenkten Gaul sollte man nicht ins Maul schauen.. einfach lächeln und winken iwikx


cindy sun hat geschrieben:Ominöses-ich, was ist das ein schönes Thema, das du da begonnen hast.
Ich kann mich in so vielen Antworten wiederfinden. Sie sprechen mir einfach aus der Seele.
Es tut mit gut zu merken, dass andere dieselben Probleme haben und Fragen ... ich nicht alleine bin.
Danke dafür,
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Danke:-) und ich freu mich über jeden Fisch der anbeißt und ein paar persönliche Zeilen zum Thema dalässt. Auch wenn mich einiges traurig macht, bewegt und betrifft , ich niemanden wirklich helfen kann- aber es ist wundervoll dass es euch gibt. Durch eure mutigen Zeilen erkennt man, dass man sich für nichts schämen braucht, und kein Sonderling mehr ist-
Ich möchte mich entschuldigen, dass ich nicht auf alle Punkte eines Beitrags einzugehen weiß,
aber ich denke über jeden Kommentar stark nach. Oft sogar so weit, so tief, dass ich gar nicht mehr beim Thema bin-

lg
o_i
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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon Karin » Di 26. Feb 2013, 20:03

@ hallo ominöses_Ich,
Es hat sehr viele Jahre gedauert, bis ich meinem Mann
und meinen beiden Freundinnen glauben konnte, dass sie mich lieben
und wirklich mich meinen.
Und immer noch ist dieses "obwohl sie mich gut kennen",
was ich ja erwähnte, tief in mir drin und deshalb berührt es mich
sehr.
Ja, hier braucht man sich für nichts zu schämen, so empfinde
ich es auch. Mit all seinen Ängsten.
Liebe Grüße
Karin

Es wird leicht grundlos gehasst. Aber selten grundlos geliebt.
(Verfasser unbekannt)
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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon cindy sun » Mi 27. Feb 2013, 23:07

ominöses_Ich hat geschrieben:
cindy sun hat geschrieben:Mir fällt es ganz schwer, so etwas anzunehmen, selbst von guten Freunden. Frage mich immer, was denn Besonderes an mir sein soll.


Hallo cindy sun,
ich frage mich, warum gehen wir so hart mit uns ins Gericht? Und was ist für uns "besonders", wie müssten wir sein, um Liebe zu "verdienen"...
Ein Übermensch der immer perfekt denkt und handelt, ist der aber liebenswert? Ich denke, Liebesbeweise und KOmplimente sind nicht dazu da, sie zu hinterfragen, oder anzuzweifeln- vielmehr beleidigt es sie- weil dieses Grübeln, "warum ich warum und wofür"- die aufrichtigen, ehrlichen Beweggründe des Gegenübers in Frage stellt. ...


Hallo ominöses_Ich,
leider ist die Welt nicht nur schwarz und weiß.
Ich habe mir fast mein ganzes Leben das Gefühl geliebt zu werden, verdienen und erarbeiten müssen. Alleine für das Gefühl liebenswert zu sein, habe ich mich verbogen. Habe ich alles getan, von dem ich dachte, dass andere es erwarten, um mich zumindest als liebenswert zu empfinden. Ich habe das soweit getrieben, bis es mich als Menschen überhaupt nicht mehr gab. Nur noch der Spiegel der anderen.

Deshalb fällt es mir so schwer, wenn mir dann plötzlich jemand Komplimente macht oder ein "ich mag dich kommt", einfach so, ohne dass ich etwas dafür getan habe.
Ich arbeite dran ... und es tut sich was. Ich lerne langsam diese Dinge anzunehmen, mich sogar darüber zu freuen, auch wenn es mir oft noch unendlich schwer fällt.

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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon ominöses_Ich » Do 28. Feb 2013, 13:35

Karin hat geschrieben:Und immer noch ist dieses "obwohl sie mich gut kennen",
was ich ja erwähnte, tief in mir drin und deshalb berührt es mich sehr
.

Liebe Karin,
Vielleicht möchte man lieber sagen "eben weil sie dich gut kennen" , weil du liebenswert bist icon_winkle . Dann ist es kein innerer Konflikt, kein Gegensatz, sondern eine Tatsache. Hat man dieses obwohl auf der Zunge schmeckt man Unglauben heraus.. es baut eine innere unüberwindbare Mauer aus Zweifeln auf: warum-wieso-weshalb . Natürlich, nobody is perfect, deswegen stimmt auch das obwohl an dieser Stelle. Aber die Menschen die uns mögen legen nicht all unser Versagen auf eine Waagschale, so wie wir selbst es tun. Ich z.B. sammelte all mein Gescheitertsein bis es soviel wog, dass die Last der "Unfähigkeit zu Leben" mich lähmend erdrückte.
Ich quäle mich so sehr damit, wie bestimmt viele hier, mir selbst zu vergeben, für Zeiten in denen ich am Ziel vorbeischoss und rücksichtslos alles umrannte was mir in die Quere kam. Es ist leichter mich zu hasssen und zu strafen, mich abzuwerten und in Askese zu leben, als anzunehmen wie ich bin oder gar mich zu ändern. Auf der Flucht vor mir selbst zerstörte ich wichtige emotionale zwischenmenschliche Bindfäden.. verstörte die Menschen um mich herum, ohne es zu merken. Erst jetzt merke ich , dass einige Fäden nur noch da sind, weil der am anderen Ende nicht losgelassen hat. Damit dass sie uns zeigen "ich liebe dich trotzdem", zeigen sie uns den Weg des Verzeihens und Vergessens.
Wenn jemand nett zu uns ist, berührt es uns, weil es tiefe Bedürfnisse befriedigt die in uns liegen. Jedes gute Wort, jedes Geschenk an uns appelliert an unser Belohnugszentrum im Gehirn. Als Kind lernt man schnell das Bitte und Danke sagen als Selbstverständlichkeit.
Ich weiß nicht in welchem Alter ich begonnen habe, die, mit meinen kindlichen Augen, "guten Taten" der Menschen zu hinterfragen.. ich verlor meine "Unschuldigkeit" und suchte immer die Schuld woanders..


cindy sun hat geschrieben:leider ist die Welt nicht nur schwarz und weiß.
Ich habe mir fast mein ganzes Leben das Gefühl geliebt zu werden, verdienen und erarbeiten müssen. Alleine für das Gefühl liebenswert zu sein, habe ich mich verbogen. Habe ich alles getan, von dem ich dachte, dass andere es erwarten, um mich zumindest als liebenswert zu empfinden. Ich habe das soweit getrieben, bis es mich als Menschen überhaupt nicht mehr gab. Nur noch der Spiegel der anderen.

Deshalb fällt es mir so schwer, wenn mir dann plötzlich jemand Komplimente macht oder ein "ich mag dich kommt", einfach so, ohne dass ich etwas dafür getan habe.
Ich arbeite dran ... und es tut sich was. Ich lerne langsam diese Dinge anzunehmen, mich sogar darüber zu freuen, auch wenn es mir oft noch unendlich schwer fällt.

cindy Bild


Liebe cindy sun,
wurde uns diese "Erwartungshaltung" beigebracht, wo haben wir sie her, wer bestimmt, wieviel Portiönchen "Liebe" wir erhalten ?
Dieses sich Verbiegen wie du schreibst kenne ich in Form von falschen Masken die ich trage, die mir ein Gefühl geben unecht zu sein, mich fremd und falsch zu fühlen. Annehmen öffnet den Weg zur Freude und Gelassenheit... Verstecken und anpassen ist ein frustrierender Kampf ums Überleben finde ich, man muss viel mehr mentale Energie verbrauchen , um selbstgeschaffene Soll-Rollen zu erfüllen. Ein Endloskrieg gegen uns selbst, auf dem unser wahres Ich verloren geht..
Es ist beglückend zu lesen, dass du aber auch "Erfolge feiern" kannst im Kapitel Selbstakzeptanz und es sich für dich gut anfühlt, dich im "sich-selbst-Annehmen" zu üben.

P.S. Wenn die Welt nicht schwarz-weiß ist, wieso benehmen wir uns dann oft trotzdem so? Wenn wir z.B. in 2 Schubläden denken, wo drauf steht "liebenswert" und "zu schlecht für die Welt" . Wo befinde ich mich?

Was mich interessieren würde, ob ihr auch ähnliche Etiketten aufklebt, so wie ihr euch und die Welt wahrnehmt. Ein "Zwischen" wäre doch völlig frei von Bewertung, geht das Überhaupt?
Mir fällt dabei das Gedankenexperminent aus der Quantenforschung ein: "Schrödingers Katze" .. kann sie gleichzeitig lebendig und tot sein?

_gruebel_ _nüxweiss_ _hüüh_

lg Ominösi
ominöses_Ich
 

Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon cindy sun » Do 28. Feb 2013, 16:07

Hallo Ominösi,

ominöses_Ich hat geschrieben:Verstecken und anpassen ist ein frustrierender Kampf ums Überleben finde ich, man muss viel mehr mentale Energie verbrauchen , um selbstgeschaffene Soll-Rollen zu erfüllen. Ein Endloskrieg gegen uns selbst, auf dem unser wahres Ich verloren geht..

Und genau dieser Überlebenskampf hat bei mir im Alter von gut einem Jahr begonnen und über .... na, eben viel zu lange gedauert ... bis ich voll vor die Wand gefahren bin.
Seitdem versuche ich mich selbst zu finden. Bin auch einem guten Weg .... andere sehen das leider nicht immer so, wenn ich plötzlich Grenzen ziehe, nicht mehr so bequem bin U72(

Aber durch meinen Willen zu überleben habe ich einen großen Kampfgeist entwickelt. Und ohne den, hätte ich die letzten fünf Jahre nicht geschafft. Da hätte ich schon lange aufgegeben.

ominöses_Ich hat geschrieben:"Schrödingers Katze" .. kann sie gleichzeitig lebendig und tot sein?

Für mich ein eindeutiges Ja. Zumindest habe ich für mich die 'Erfahrung gemacht.
Der Körper kann doch leben, auch wenn du innerlich, deine Seele, schon lange abgestorben ist.



Liebe Grüße, cindy Bild
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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon orisha » Fr 1. Mär 2013, 22:48

mh ich fürchte ich muss hier mal eher "unsensibel" reinholzen _läch_ Ich finde es wunderbar wenn mir jemand sagt, dass er mich liebt. Das gibt mir Sicherheit und ist quasi das tollste Kompliment, was man mir machen kann. Wüsste auch nicht, warum jemand das sagen sollte, wenn er es nicht so meint. Andersherum ist es allerdings eine ganz andere Nummer - bis ich jemandem sage, dass ich ihn liebe, muss erst einige Zeit vergangen sein und ich muss mich extrem sicher fühlen. luxlove
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Re: Wenn jemand dir sagt: "Ich liebe Dich"...

Beitragvon ominöses_Ich » So 3. Mär 2013, 14:10

VIelen lieben Dank für eure Beiträge hier!

cindy sun hat geschrieben:Der Körper kann doch leben, auch wenn du innerlich, deine Seele, schon lange abgestorben ist.

Bestehen also Psyche und Physis auch unabhängig voneinander..? In Parallelwelten? Inwiefern sind klinisch Tote nicht mehr am Leben? Oh, darf es etwas themenfremd hier werden??
Was macht mein Dasein denn aus, wie ich wirke und scheine oder wie ich fühle? Ja, die Quantenwelt ..wenn alles nur aus Möglichkeiten besteht.. alles Wahrscheinlichkeitscharakter hat, und ein "Zustand" erst durch beobachten bestimmt wird.. Wie klar kann man den Begriff "Leben" eigentlich definieren?
Braucht "Leben" ein materielle, sichtbare Hülle? Strom, Gedanken, Magnetismus und Handystrahlen bspweise kann ich ähnlich wie Gefühle und Gott, nicht sehen- jedoch die Auswirkungen.

orisha hat geschrieben:mh ich fürchte ich muss hier mal eher "unsensibel" reinholzen _läch_ Ich finde es wunderbar wenn mir jemand sagt, dass er mich liebt. Das gibt mir Sicherheit und ist quasi das tollste Kompliment, was man mir machen kann. Wüsste auch nicht, warum jemand das sagen sollte, wenn er es nicht so meint. Andersherum ist es allerdings eine ganz andere Nummer - bis ich jemandem sage, dass ich ihn liebe, muss erst einige Zeit vergangen sein und ich muss mich extrem sicher fühlen. luxlove


Tröstend möcht ich dir versichern, dass ich deinen Kommentar nicht so empfand, denn wo gehobelt und diskutiert wird fallen Späne icon_winkle , danke für deine eigenen "Späne zum Thema" , hier soll ja kein Süßholz geraspelt werden _wol_ , will sagen, nichts schön geredet oder verfälscht werden. Ich vergleiche Menschen gern mit hölzernen Musikinstrumenten die je nach Beschaffenheit anders klingen und schwingen. "Unsensibel reinholzen" tut nur der, der auf anderem weichen Gehölz rumhackt. Wir sind alle aus anderem Holz geschnitzt und mich interessiert, wie jeder "Liebe" wahrnimmt und deutet- Wann sind wir mit unserer Liebe auf dem "Holzweg", oder was tun wir dagegen , uns (zeitweise) innen hohl zu fühlen?

Es ist interessant, dass in mir eben beide Seiten sind. Ich kann mich also bisher selbst in scheinbar gegensätzlichen Ansichten wieder entdecken. Das sowohl als auch trifft zu. Will sagen, Liebesäußerungen können, müssen mir aber nicht Sicherheit geben. Doch ich komme nicht dahinter, woran ich das fest mache.. Desweiteren gibt Menschen, die ich auf Anhieb "liebte", wo mein Verstand eigentlich ähnlich wie du schreibst orisha, ja erst einige Prüfzeit braucht, um es Liebe nennen zu dürfen..

Was Liebe ist und warum wir sie so unterschiedlich erfahren können werden wir wohl nie herausfinden..
_gruebel_
ominöses_Ich
 

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