Wie findet man seinen Platz im Leben?

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon Seelenheim » Do 25. Feb 2016, 23:31

Sonni hat geschrieben:Das Leben/meine Entwicklung... hat auch eine eigene Dynamik, ist nicht nur abhängig von dem was
ich für mich vorgesehen habe, egal ob aus dem Verstand oder aus dem Herzen.
Das heißt ich mache in bester Absicht etwas, was sich als unsinnig herausstellt, eine arge Wendung nehmen kann,
sich einfach vollkommen ins Nichts oder ins Gegenteil bewegen kann.

Wir nennen das dann Fehler, oder Fehlentscheidung, geben uns möglicherweise die Schuld, ärgern uns…
Aber in Wirklichkeit konnte es gar nicht so laufen wie wir uns das vorgestellt haben,
weil wir der Zusammenhänge und der Verknüpfungen nicht bewusst waren (auch nicht in Gänze sein konnten).

Dann ist es eine große Gabe diese "Fehler" ins Leben zu integrieren, daraus neue Möglichkeiten zu erkennen
und mit uns liebevoll, vertrauensvoll zu sein.
So habe ich zunehmend Vertrauen in mich und mein Handeln gewonnen, selbstverantwortlich und im Einklang
mit anderen und dem Leben.
Herzlich Sonni

danke für diese perspektive!
wenn ich mir überlege dass mein stärkster teenager- wunsch "später mal glücklich sein wollen" vielleicht "schuld" ist an all dem, was in der zwischenzeit so passiert ist (passieren mußte)...und eine ganz spezielle dynamik ins rollen gebracht hat um letztendlich echt und authentisch glücklich sein zu können....dann finde ich das außerordentlich herrlich. aus dieser perspektive erscheint so manches schlimme und existenzielle plötzlich notwendig gewesen zu sein, um wacher werden zu können. schlafen müssen ist das schlimmste...
Seelenheim
 

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon Lylia » Do 17. Mär 2016, 23:04

Ich denke man findet den Platz im Leben niemals endgültig,denn das Leben ist eine fortwährende Reise,zu einer weiteren Bewusstseinsebene.Würde der Platz gefunden,so stagniert das Leben an diesem Punkt,denn wer hat wonach er sucht,braucht nicht weitersuchen.Ich denke den endgültigen Platz erreichen wir mit dem biologischen Tode,der uns dann in einer anderen Daseinsforn transformiert.Ich glaube an ein Leben nach dem Tode,und denke darum werden wir den Platz im Leben nicht endgültig finden,aber wir können ihm sehr nahe kommen und das ist dann das was man ein glückliches Leben nennt. icon_winkle
"Eine traurige Seele kann einen schneller töten als jeder Krankheitskeim."
Zitat: Hershel aus The Walking Dead
Benutzeravatar
Lylia
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
Beiträge: 2253
Registriert: Do 10. Mär 2016, 12:44

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon RotesLila » Fr 22. Apr 2016, 11:22

Ich wünsche einen sonnigen Tag,

ich habe nur die letzten 2 Antworten gelesen, aber finde sie wahnsinnig schön und gefühlvoll.
Außer bei dem Punkt mit dem Leben nach dem Tod stimme ich allem vollkommen zu bzw empfinde ich auch so.
Aber Glaube ist wahnsinnig wichtig.
In meinem Leben habe ich größtenteils vom Gefühl her entschieden. Der Verstand und das Verantwortungsbewusstsein waren natürlich auch immer dabei, der mir dann aber letztendlich gesagt hat, dass mein Gefühl grundsätzlich richtig entschieden hat. Es gab viele Momente, in denen ich sehr spontan und riskant gehandelt habe und diese in (seltenen) Situationen im Nachhinein als Fehler einordne. Jedoch ist das keineswegs so. Das weiß man aber erst je mehr Erfahrungen man im Leben macht. (ich muss jetzt aufpassen, dass ich nicht zu sehr abschweife oder verwirrt schreibe :-))
Und das ist letztendlich meine bisher größte Erkenntnis: So viel wie möglich Erfahrungen sammeln! Das ist für mich der Sinn des Lebens. Ich möchte nicht mehr nach irgendwas suchen, ich möchte ,,nur,, noch sammeln.

Liebe Grüße, Anna
RotesLila
 

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon Seelenheim » Sa 23. Apr 2016, 14:01

RotesLila hat geschrieben:Und das ist letztendlich meine bisher größte Erkenntnis: So viel wie möglich Erfahrungen sammeln! Das ist für mich der Sinn des Lebens. Ich möchte nicht mehr nach irgendwas suchen, ich möchte ,,nur,, noch sammeln.

und das finde ich eine schöne aussage, die mir einleuchtet.
ich werde immer auf der suche sein, aber wenn ich weiß, dass sich das leben aus den momenten zusammensetzt, dann wird es nach und nach ein ankommen.
sehr philosophisch,aber ich möchte das gerne lernen!
danke.
Seelenheim
 

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon rebeII » Do 12. Mai 2016, 02:09

hier eine interessante these :

https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsch ... hierarchie

Maslowsche Bedürfnishierarchie

Bild

p.s.: ich bin mitte 30 und falle immer wieder in die erste stufe der pyramide zurück smitanc
rebeII
 

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon Seelenheim » Do 12. Mai 2016, 11:18

Was meinst Du mit Deinem letzten Satz? Also was ist daran unnormal? Die Überreizung?
Seelenheim
 

Re: Wie findet man seinen Platz im Leben?

Beitragvon Draconia Cala » Fr 15. Jun 2018, 18:12

Ich hole den Thread mal hoch, weil ich mir besonders aktuell wieder häufig diese Frage stelle...wieso ich einfach nicht da hin komme wo ich hin will.

Allerdings bin ich doch ein wenig enttäuscht, dass man bei einer solchen Fragestellungen nur irgendwelche Zitate vor die Füße geworfen bekommt.
Hatte gehofft zu lesen wie andere das erreicht haben, ohne sich Vergleichen zu wollen.


Vor einem Jahr hab ich ziemlich genau für mich selber ausgearbeitet, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte und ganz besonders wichtig war mir vorrangig in welcher Umgebung ich leben und arbeiten möchte.
Damit war ich zuerst ziemlich positiver Dinger, weil es da schwarz auf weiß stand und ich der Meinung war, man könnte die Thematik nun ganz bewusst angehen. Ich hab ein Ziel und kann darauf hin arbeiten und aktiv was tun...
Weit gefehlt.
Die Region in die ich gern ziehen möchte, gibt zwar die Umgebung her die ich für mich brauche. Viel Natur, viel Ruhe, aber nichts berufliches... ohne Job kein Geld, ohne Job keine Chance auf ne Wohnung, ie schon knapper als knapp sind. Also auch kein Umzug, kein vorankommen, absoluter Stillstand...seit 2 Jahren.
Hab mich beworben ohne Ende, nichts kommt bei rum. Eine Stelle auf die ich gehofft hatte..., dort wurde das Bewerbungsverfahren verschoben (Stand November 2017), weil unserer Politiker es nicht schaffen, eine funktionierende Regierung auf die Beine zu Stellen. Gelder fehlen, also auch kein Geld um Leute einzustellen.
Ich warte bis heute drauf, dass das Bewerbungsverfahren weiter geht.
Es ist wieder ein Jahr vergangen und ich lebe immer noch an einem Ort an dem ich nicht sein möchte, weil ich mich nur durch wegen der Ausbildung hier niederlassen musste. Nicht weil ich es aus eigener Entscheidung heraus wollte. Es musste halt eine Unterkunft her.
Fühle mich in der Wohnung nicht mal zu hause, weil es nur eine Notlösung auf Zeit sein sollte. Großartig häuslich einrichten wollte ich mich nicht, weil ich erst noch euphorisch dachte, ich hab Glück nach der Ausbildung direkt einen Job zu finden und hier weg zu kommen.
Ungefähr die Hälfte meiner Besitztümer liegt verpackt in Kartons im Keller, damit ich jeder Zeit umgehend weg kann...ebenfalls seit 2 Jahren.

Ich bin sonst ein sehr geduldiger Mensch und kann auch viel aushalten, aber auch die Geduld ist irgendwann mal am Ende. Muss mich aufpassen, das ich nich in ne Depression rutsche. Man macht und tut was man kann und kommt trotzdem nicht von der Stelle, weil vieles auch von anderen als einem selbst abhängig ist...siehe Job zu finden.
Hab mich wegen einer Wohnung im angestrebten Raum diese Woche erkundigt/angemeldet, weil ich irgendwas aktives tun wollte...ohne Vollzeitjob hab ich keine Chance ne Wohnung für nen Single dort zu finden. Müsste eine größere Wohnung nehmen mit 60qm²+ (was cih auch gern tun wollen würde), die ich mir aber ohne Job und nur mit Geld vom Amt unmöglich leisten kann.
Alle Möglichkeiten sind ausgeschöpft und ich weiß nicht weiter. Ausgeruht und Füße hoch gelegt...mal ne Weile nur "chillen"... hab ich schon lang genug.

Ich weiß, es gibt da kein Patentrezept, aber die hingeschmissenen Zitate helfen in solchen Situationen auch nicht weiter, ohne das negativ zu meinen zu denen, die das geschrieben haben.
Bin mir durchaus bewusst, dass da so mancher wahrer Kern drin steckt....aber eben nicht für jeden und auch nicht für jede Situation.
Eine Frage raubt mir den Verstand: Bin ich verrückt oder alle anderen im Land?
Benutzeravatar
Draconia Cala
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 83
Registriert: Sa 24. Jun 2017, 14:46

Vorherige


Ähnliche Beiträge


Zurück zu Philosophische Fragen und Gedanken

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron