Wie frei bin ich wirklich?

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Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Hortensie » Sa 2. Aug 2014, 12:01

Liebe Mit-HS,

mit einer Bekannten, die ich längere Zeit nicht gesehen habe, habe ich über o. g. Thema gesprochen:
Wie frei bin ich wirklich?

Kann ich tun und lassen was ich will? Was begrenzt mich und wie gehe ich damit um?
Ein Thema, das mich lange selber bewegt hat.

Ich selber bin ein Mensch, der sich von anderen nicht gerne sagen lässt, was er zu tun und zu lassen hat, solange es meinen Entscheidungsfreiraum betrifft. Und doch halte ich mich (fast sklavisch) an Vorgaben, die z. B. der Chef macht, durch Gesetze erlassen sind etc. pp.
Wie oft habe ich früher gedacht, das ist mir alles zu eng, ich breche aus, ich schmeiße die Brocken hin. Aber ändert das was?

Ich freue mich über Eure Gedanken und Meinungen.

LG, Hortensie
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Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Rapex » Sa 2. Aug 2014, 13:13

Je nach dem, wie man Freiheit definiert, kann man auch sagen, dass jeder absolut frei ist. - "Tue, was du willst, aber lebe mit den Konsequenzen."
Dennoch sehe ich Freiheit als die Fähigkeit Dinge zu tun, ohne mit einer offensichtlichen Strafe rechnen zu müssen.

Uns in Deutschland & Co geht es da noch relativ gut. Amerika zählt glaube ich als noch freier und Länder wie China sind, soweit ich weiß, ziemlich "unfrei" (eingeschrenkt).

Oft gibt es auch den Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit. Wenn man möglichst viel Sicherheit will, muss man einen großen Teil seiner Freiheit abgeben. Wenn man viel Freiheiten haben will, muss man eben auf die Sicherheit eines jeden verzichten. Der "Stärkere" überlebt dann.

Je nach dem, was man tun oder wie man leben will, kann man auch sagen, dass man fast absolut frei ist. Gesetze und Verbote sind sinnvoll, um das schlimme Handeln von "dummen" Menschen zu vermindern und wer kein Problem mit diesen Regeln hat, der wird sich auch nicht unfrei fühlen.

Überwachung kann einem Freiheit nehmen, aber es hängt davon ab, wie sehr man sich davon einschrenken lässt. Wenn Überwachung durch bestimmte annonyme stattfindet bzw Personen, bei denen es gleichgültig ist, ob sie etwas über mich wissen, kann ich immernoch alles tun, was nicht gegen Gesetze verstößt. Die meisten Gesetze sind, wie gesagt, sinnvoll.

Ich habe mal ein paar Punkte genannt.
Liebe Grüße!
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Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon seelenwanderin » So 3. Aug 2014, 13:11

Mit dem Thema,wie frei bin ich beschäftige ich mich leider aus aktuellem Anlass auch sehr.
Ich hab eine Scheidung hinte rmit,wir hatten ein haus gebaut...mein Exmann hat sich ins Ausland abgesetzt...nun steh ich seit jahren mit den kreditraten allein da,bekomm keinen Unterhalt für meinen Sohn trotz Titel usw....kann das haus also jetzt auch nicht verkaufen,da beide im grundbuch stehen....nun frage ich mich,wie soll es weitergehen....ich fühle mich sehr unfrei,angebunden,regelrecht ans haus gefesselt....meine freiheit schätze ich sehr gering ein...ich kann nicht einfach wie mein Ex sagen,dann hau ich auch ab..ich hab Verantwortung für meinen Sohn...ich will aberunbedingt weg von diesem Haus....welche Freiheit hab ich nun??In meinen Augen kaum eine....wenn ich tue was ich will...die Konsequenzen wären so einschneidend,das ich sie meinem Sohn nicht zumuten will...ohne Kind wäre ich schon längst weg auf meine Insel....dann wären mir Konsequenzen egal..aber so??Schwere Frage für mich grad...schweres Thema mit der Freiheit finde ich...
seelenwanderin
 

Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Puck » So 3. Aug 2014, 18:07

Hallo,

Das Thema Freiheit ist ein unglaublich weites Feld.
Allgemein betrachtet hab ichs sehr oft und tus immernoch - aber darauf möcht ich mich hier ungern einlassen.

Auf mich selbst bezogen betrachte ich das Thema selten.
Schon darüber nachzudenken quält mich.

Ich denke ich habe zu viel Freiheit.
Nicht materiell - ich bin ein "armer Schlucker" und werds wohl auch immer bleiben, allein schon weil ich mich überschüssigen Besitzes regelmäßig entledige.
Das fühlt sich Gut an.
Denn Besitz macht ja unfrei, das hab ich für mich vollständig, unumstößlich verinnerlicht.

Mit zu viel Freiheit mein ich Dinge, die ich für mich im Stillen immer als "Luxusprobleme" bezeichne.
Dinge die kein Schwein versteht, ich auch nich und die meisten Leute sich da an den Kopf fassen, mir auch am liebsten eine reinhaun würden, wenn ich sage, dass das eigentlich DAS Problem für mich ist, wo sie nur von träumen.
Es geht dabei vor allem um Entscheidungsfreiheit.
So große Auswahl, in allen Dingen.

Wohl unbewusst lenke ich Begebenheiten immer in die Richtung, dass mir am Ende keine Wahlmöglichkeit mehr bleibt, um dann aus dieser Situation mit aller Gewalt auszubrechen, weil ich gleichzeitig nicht bereit bin auch nur den kleinsten Krümel meiner Freiheit aufzugeben.
Alles sehr wiedersprüchlich.
Aber so wiederholt sich das immer und immer wieder.

https://www.youtube.com/watch?v=hmJNq1wceW8
DER GROSSINQUISITOR (45min)
Ich kanns halt nich besser in Worte fassen.
Der Unterschied ist nur der, dass ich wie schon gesagt nicht bereit bin mich wem zu "unterwerfen", jemand anders die Entscheidung zu überlassen.
Mir gehts wie Ivan (letzte Minuten) - Ich arbeite daran diese "unbändige Kraft" zu überwinden.
Nebenher thematisiert die Geschichte u.a. auch Freiheit ganz allgemein!
Puck
 

Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Hortensie » So 3. Aug 2014, 18:23

Vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Ein erster Aspekt, der angesprochen wurde, ist mir ganz wichtig: Sicherheit.
Dafür nehme ich in Kauf, dass ich mich binden lasse - in Verträge, in Vorgaben, in Regeln etc. Da ist es für mich überhaupt kein Problem, mich auch an diese Regeln und Vorgaben zu halten. Denn ohne würde es nicht gehen. Ich bin ein absoluter "Teamplayer" (Gruß an die Anti-Anglizmen-WG) und weiß daher immer genau, was erwartet wird und wie reagiert werden muss, damit der Laden läuft. Es reicht eine Andeutung und ich "funktioniere". Ich akzeptiere also, dass gewisse Grenzen und Unfreiheiten bestehen, die eingehalten werden (müssen). Das ist aber für mich kein Konflikt! Ohne diese Vorgaben würde es nirgendwo funktionieren.
Natürlich ecke ich immer dort an, wo für mich (immer sehr schnell) offensichtlich wird, dass Vorgaben nicht funktionieren. Naturgemäß muss ich das ansprechen und stoße nicht immer auf Gegenliebe. Ist das HS-typisch? sdj9

Ich lasse das jetzt erst einmal so stehen. Zu den Posts muss ich mir noch weitere Gedanken machen.

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Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon burkhard » So 3. Aug 2014, 20:48

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich lange Jahre eher unfrei gefühlt. Es war ein regelrechter Käfigkoller. Ich saß zu Hause bei Frau und Kind vor dem PC und habe in Internetforen mitgeschrieben, um überhaupt noch Kontakte nach außerhalb zu haben.
Das Leben, glaubte ich, ging quasi einen halben Meter entfernt ohne mich weiter.
Seit Anfang des Jahres habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass diese Einsamkeit nicht wegen Frau und (autistischem) Kind bestand, sondern dass es einfach quasi der Trend der Zeit ist, dass "die Leute" keine neuen Kontakte wollen.

Seit März weiß ich über meine HB und jetzt seit ein paar Wochen über meine HS.
Jetzt bin ich mit Reframing beschäftigt.
Die sozialen Kontakte sind deutlich mehr geworden, seitdem ich gelernt habe, auch mal alleine wegzugehen.
Es war ja eher das Gefühl: "Was soll ich in der Kneipe", also bin nicht losgezogen.
Jetzt gehe ich gelegentlich zum meditieren, die SGH für Depressionen besuche ich wöchentlich, der Mensastammtisch ist jeden Monat und trommeln gehen wir gemeinsam, meine Frau und ich.
Neuerdings gehe ich regelmäßig zum Mah-Jongg spielen.

Jetzt hätte ich dennoch gerne mal vier Wochen komplette Auszeit. Das geht aber leider nicht.
Liebe Grüße

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Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Einsame » Mo 11. Aug 2014, 11:53

Hortensie hat geschrieben:Liebe Mit-HS,

mit einer Bekannten, die ich längere Zeit nicht gesehen habe, habe ich über o. g. Thema gesprochen:
Wie frei bin ich wirklich?

Kann ich tun und lassen was ich will? Was begrenzt mich und wie gehe ich damit um?
Ein Thema, das mich lange selber bewegt hat.

Ich selber bin ein Mensch, der sich von anderen nicht gerne sagen lässt, was er zu tun und zu lassen hat, solange es meinen Entscheidungsfreiraum betrifft. Und doch halte ich mich (fast sklavisch) an Vorgaben, die z. B. der Chef macht, durch Gesetze erlassen sind etc. pp.
Wie oft habe ich früher gedacht, das ist mir alles zu eng, ich breche aus, ich schmeiße die Brocken hin. Aber ändert das was?

Ich freue mich über Eure Gedanken und Meinungen.

LG, Hortensie




Meiner Meinung nach wirklich "frei"... bin ich allerhöchstens in meinem Kopf, was ich denke... da kann mir keiner gross reinpfuschen in dem Sinne...
Aber sonst... hm....
Einsame
 

Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Hortensie » Mo 11. Aug 2014, 13:49

Die Gedanken sihind frei .... *träller* _läch_

Vielen Dank für Eure Überlegungen.

Meine nächsten Überlegungen sind, wie sehr man in gesellschaftliche Normen/Zwänge/Etikette eingebunden ist und inwiefern man sich in diesen bewegen kann, ohne aufzufallen oder aus dem (Sicherheits)-Netz zu fallen.
Auch hier gilt natürlich, dass man sich im bestimmten Rahmen frei bewegen kann. Aber wie sehr stoße ich mich an diesen Regeln?
Hier führe ich gerne die "Vereins-Meierei" an: Freiwillig begebe ich mich nicht in diesen engen Regelrahmen. Mal abgesehen davon, dass ich es nicht sonderlich mag, haufenweise auf- oder beieinander zu sitzen. Allerdings gerate ich hier mit meiner leichten, aber vorhandenen HSS-Ader in Konflikt. Eigentlich ...

Grübelnde Grüße,
Hortensie
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Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon Einsame » Mo 11. Aug 2014, 20:16

Hortensie hat geschrieben:Die Gedanken sihind frei .... *träller* _läch_

Vielen Dank für Eure Überlegungen.

Meine nächsten Überlegungen sind, wie sehr man in gesellschaftliche Normen/Zwänge/Etikette eingebunden ist und inwiefern man sich in diesen bewegen kann, ohne aufzufallen oder aus dem (Sicherheits)-Netz zu fallen.
Auch hier gilt natürlich, dass man sich im bestimmten Rahmen frei bewegen kann. Aber wie sehr stoße ich mich an diesen Regeln?
Hier führe ich gerne die "Vereins-Meierei" an: Freiwillig begebe ich mich nicht in diesen engen Regelrahmen. Mal abgesehen davon, dass ich es nicht sonderlich mag, haufenweise auf- oder beieinander zu sitzen. Allerdings gerate ich hier mit meiner leichten, aber vorhandenen HSS-Ader in Konflikt. Eigentlich ...

Grübelnde Grüße,
Hortensie



Man soll das jetz hier beantworten oder hattest Du vor einen extra Tread dazu zu machen? War jetz nur kurz unsicher... naja ich antwort mal so...

So Ausdrücke wie... "wie verhält man sich, ohne aufzufallen" (man kann auch sagen... bloss keinem peinlich sein was?)... die sind mir schon zuwider...
Hört sich für mich an, lauf rum wie eine Maschine, funktionier wie eine Maschine, lächle wenn Dein Programm sagt lächeln, schweig wenn das Programm sagt schweig.... ect. ect.
Mein Gott ich bin ein MENSCH! Und so verhalte ich mich auch, ist mir schnuppe ob das irgendeinem Herr oder Frau Hochwohlgeboren so in den Kram passt oder nicht.
Und ob ich mich jetzt grad so "gewählt hochnäsig und hochgestochen vornehm" ausdrücke oder nicht...
Etikette... schon allein dieses Wort bringt mich fast zum... ich sags jetz lieber nicht.


Ich bin normalerweise recht einfach gestrickt was das Verhalten und auch das sprechen das sich ausdrücken angeht, sprich:
Ich bin ehrlich offen zu den Menschen sag die Dinge direkt so wie ich sie denke, und so wie mir eben der Schnabel gewachsen ist,
ecke auch manchmal an aber nur desswegen mich verstellen, anpassen wie es erwartet wird,
und den Leuten so statt mich wie ich wirklich bin was vormachen / vorlügen "weil sich das so gehört" blabla...
ist halt einfach nicht meins, sorry...
Mögen andere das toll finden und so machen... ich habs nie verstanden dieses Theater.... was das soll...
aber egal muss ich ja auch nicht. Bin anscheinend (Hat man mir oft genug zu spüren gegeben) nicht die NORM....
sondern eine Aussenseiterin.

Aber ich verhalte mich immer so, ohne dabei jemanden zu beleidigen, und ohne dass man mir irgendetwas vorwerfen kann,
halte mich strikt an Gesetze, ich bleibe freundlich und rede "anständig" aber halt in meiner einfach gestrickten Art.

Ich weiss sehr wohl dass ich grade desswegen "nie dazugehören werde"... ist eben so ich lebe damit, was solls.


Zwänge empfinde ich schnell als Zwang / Druck... als fast schon "Entfaltungseinschränkung"... vielleicht zu schnell.... wo andere noch sagen... was denn? Ist doch alles normal...
Ich hab einige Vermutungen woran es liegt (unter anderem an vielen traumatisch bedingten Verletzungen von früher, wo Zwang auch grosse Rollen spielte, und ich das desshalb nicht wie ein normal durschnittlicher psychisch gesunder Mensch ertragen kann. Jedenfalls wenn das alles stimmt was Fachkräfte mir erklärt haben, müsste es wohl so sein.

So das wars.

LG die Einsame

Nachtrag: Hab ich jetzt etwa die Etikette verletzt? Wieder mal daneben gehauen weil ich sagte was ich ehrlich denke? Wenn ja tuts mir leid, aber so bin ich nunmal.
Einsame
 

Re: Wie frei bin ich wirklich?

Beitragvon burkhard » Mo 11. Aug 2014, 21:50

Hallo Einsame,

Solange Du Dich an die Forenregeln hältst, darfst Du schreiben, was Du denkst.
Bisher gibt es keinen Grund, zu klagen.

Im Grunde hat alles seinen "Preis".
Wenn ich nicht bereit bin, mich an bestimmte Verhaltensübereinkünfte (= Etikette) zu halten, nehme ich billigend in Kauf, dafür die Konsequenzen zu tragen. Und wenn sie darin besteht, dass ich nicht mehr eingeladen werde.
Es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die "halt üblich" sind. Dazu gehört schon, dass man grüßt, wenn man einen Raum betritt, in dem sich schon andere Personen aufhalten.
Oder dass man sich beim Niesen oder Husten die Hand vor den Mund hält, wobei es mittlerweile auch akzeptiert wird, wenn man sich in die bekleidete Armbeuge niest; die muss ja niemand anderes berühren.
Früher war es "guter Ton", "gesundheit" zu sagen, wenn jemand anderes niest. Mittlerweile ist es eher üblich, "entschuldigung" zu sagen, wenn man selbst niest.
Und man musste die Hand geben. Heute kann man durchaus sagen, dass man es nicht tun möchte.

Will ich meine Arbeit mit Kundenkontakt behalten, sollte ich zusehen, dass ich so mit den Kunden spreche, dass sie sich ernst genommen fühlen. Das ist wichtig, dann brauche ich mich auch nicht zu verstellen. Mein Harmoniebedürfnis regelt das schon, ohne dass ich mich groß anstrengen muss.

"Die Ettikette" an sich gibt es nicht, sondern für viele verschiedene Fälle jeweils eine andere. Oft sogar genau entgegengesetzte, wenn man bestimmte Gruppen betrachtet.

Es geht oft nicht darum, dass man sich verstellen soll, sondern einfach darum, Spielregeln einzuhalten.
Beim "Mensch ärgere Dich nicht" meutert ja auch niemand, dass man nur mit einer 6 ein Püppchen ins Spiel bringen kann.
So ist das auch z.B. mit dem "Wie geht es Dir?" Das ist in den seltensten Fällen eine echte Aufforderung, Deine Krankheitsgeschichte zu erzählen, sondern eine Floskel, mit der das Gespräch begonnen wird, auf die mit einer der üblichen Standardfloskeln geantwortet wird.
Das ist wie das Reizen beim Skat oder das "es war einmal" mit dem fast jedes Märchen beginnt.
Oder wie der Einstieg bei einem Rollenspiel.

Der Zwang beginnt für mich da, wo ich Dinge tun oder sagen soll, die gegen meine innere Überzeugung sind.

Liebe Grüße

Burkhard
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