Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Weltfremder » Mo 7. Okt 2019, 00:31

Naja bei uns haben bisher höchstens alle paar Jahre mal die Zeugen Jehovas geklingelt, wir wohnen allerdings peripher, womöglich wird eher in runtergekommenen Innenstädten missioniert.

Aber hast du denn ein Problem damit, wenn Leute für ihre Religion werben? So hört es sich nämlich an bei dir, wenn du von "ausnutzen" sprichst. Es wird ja niemand dazu gezwungen, zu konvertieren oder was auch immer. Umgekehrt könnte es ja heutzutage auch sein, dass radikale Atheisten (Antitheisten), z.B. von der Giordano-Bruno-Stiftung oder von der "Brights"-Bewegung in Wohngegenden herumlaufen und Leute für ihren Verein gewinnen wollen oder auch generell den Leuten ihre Meinung aufzwingen wollen. Auf jeden Fall gab es bisher schon atheistische Buskampagnen, wo die Leute offensiv dazu aufgefordert wurden, nicht mehr an Gott zu glauben, außerdem treten Atheisten oder besser gesagt die Gruppe der Antitheisten im Internet meiner Erfahrung nach sehr aggressiv und überheblich auf, dort findet atheistische Missionierung auf jeden Fall schon statt.

Wenn natürlich Glaubensgruppen (welche sollen das bei dir eigentlich gewesen sein?) die Leute sozusagen schon belästigen, indem sie den Fuß in die Tür stellen damit man nicht zumachen kann, oder mehrmals hintereinander kommen, dann ist das nicht in Ordnung, aber was stört dich daran, wenn Leute einfach friedlich für ihren Glauben werben? Das ist doch hier von der Religionsfreiheit in Deutschland gedeckt, und man sollte auch bedenken, dass es z.B. in der Religion der Zeugen Jehovas sogar Pflicht ist, zu missionieren, sie sind sogar dazu angehalten, an Schule und Arbeitsplatz ihre Flyer zu verteilen.

Aber warum sollten sie ausgerechnet in armen Wohngegenden nicht missionieren dürfen? Sollten denn Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener usw. weltanschaulich vom Staat bevormundet werden und keine eigene Entscheidung treffen dürfen?
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon DesdiNova87 » Mo 7. Okt 2019, 16:46

Hi,

Weltfremder hat geschrieben:Aber hast du denn ein Problem damit, wenn Leute für ihre Religion werben? So hört es sich nämlich an bei dir, wenn du von "ausnutzen" sprichst. Es wird ja niemand dazu gezwungen, zu konvertieren oder was auch immer.


Ich habe mich dabei, ebenso wie du zuvor, auf den Post von Schaumfest-Tiger bezogen, siehe:

Schaumfest-Tiger hat geschrieben:Deshalb nutzen "Neue religiöse Bewegungen", Freikirchen und Evangelikale auch so gerne die Gunst der Stunde und versuchen unter diesen wirtschaftlichen Umständen neue Mitglieder zu gewinnen. Durch Ängesteschüren und politisches Desinteresse, die sich immer weiter auftuende Schere zwischen Arm und Reich betonend, und so weiter usf..

Besonders häufig vertreten sind die Werber, Frauen mit Rock und Herren in braven schlichter Kleidung, mit ihren Prospektwägelchen in Gegenden oder Stadtgebieten, welchen es wirtschaftlich nicht besonders gut geht und wo sie vielleicht sogar geballt "ungebildetes Prekariat" und weitere wirtschaftlich Abgehängte als Zielgruppe vermuten, die man mit viel Emotionsarbeit zu beeindrucken versucht.



Weltfremder hat geschrieben:Umgekehrt könnte es ja heutzutage auch sein, dass radikale Atheisten (Antitheisten), z.B. von der Giordano-Bruno-Stiftung oder von der "Brights"-Bewegung in Wohngegenden herumlaufen und Leute für ihren Verein gewinnen wollen oder auch generell den Leuten ihre Meinung aufzwingen wollen. Auf jeden Fall gab es bisher schon atheistische Buskampagnen, wo die Leute offensiv dazu aufgefordert wurden, nicht mehr an Gott zu glauben, außerdem treten Atheisten oder besser gesagt die Gruppe der Antitheisten im Internet meiner Erfahrung nach sehr aggressiv und überheblich auf, dort findet atheistische Missionierung auf jeden Fall schon statt.


Ist mir jetzt in der Form noch nicht untergekommen, mag sein. Ich habe für Fanatismus allgemein gesprochen wenig übrig, ob religiös motiviert oder nicht.
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Weltfremder » Mi 9. Okt 2019, 01:42

DesdiNova87 hat geschrieben:Ist mir jetzt in der Form noch nicht untergekommen, mag sein. Ich habe für Fanatismus allgemein gesprochen wenig übrig, ob religiös motiviert oder nicht.


Naja, wie definierst du Fanatismus konkret? Ab wann zählt jemand/etwas für dich zum Fanatismus?

Man muss schließlich bedenken, der Begriff "Sekte" ist ja ziemlich negativ besetzt _fluch_ , und in Deutschland gilt alles gleich als Sekte, was nicht gewöhnlich evangelisch oder katholisch ist, jedoch bedeutet der Begriff eigentlich ja "Abspaltung". Die Zeugen Jehovas z.B. mögen eine ziemlich extreme Glaubensrichtung sein, allerdings machen Zeugen Jehovas ja keine Terroranschläge oder solche Sachen, die sind ja nach außen eigentlich immer friedlich.

Was man also als fanatisch ansieht, das sieht hängt ja sehr vom eigenen Standpunkt ab. Manche Leute sehen wahrscheinlich auch die Katholische Kirche schon als fanatisch an?

Oder natürlich auch politisch gesehen- passend hier übrigens zum Umwelt-Thread- die Fridays-for-Future-Bewegung?
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon DesdiNova87 » Mi 9. Okt 2019, 10:06

Moin,

Weltfremder hat geschrieben:Naja, wie definierst du Fanatismus konkret? Ab wann zählt jemand/etwas für dich zum Fanatismus?


Ich habe keine "eigene" Definition von Fanatismus, sondern verstehe den Begriff so wie er allgemein formuliert ist. Siehe z.B. Wikipedia:

Als Fanatismus (von fr: fanatique oder lat: fanaticus; göttlich inspiriert) bezeichnet man das Besessensein von einer Idee, Verbohrtheit, Vorstellung oder Überzeugung („ein fanatischer Anhänger einer Ideologie oder einer Gruppierung“).


https://de.wikipedia.org/wiki/Fanatismus



Weltfremder hat geschrieben:Die Zeugen Jehovas z.B. mögen eine ziemlich extreme Glaubensrichtung sein, allerdings machen Zeugen Jehovas ja keine Terroranschläge oder solche Sachen, die sind ja nach außen eigentlich immer friedlich.


Ja, super. Nach außen sind sie friedlich, nach innen lassen sie Angehörige nach Unfällen lieber verbluten, weil Bluttransfusionen in ihrem "Verein" nicht erlaubt sind. 1güt


Weltfremder hat geschrieben:Manche Leute sehen wahrscheinlich auch die Katholische Kirche schon als fanatisch an?


Ja, selbstverständlich gibt es auch fanatische Anhänger der katholischen Kirche. Die katholische Kirche als Organisation kann indes nicht fanatisch sein, da immer nur die Anhänger und Repräsentanten einer Religion/Ideologie fanatisch sein können.


Weltfremder hat geschrieben:Oder natürlich auch politisch gesehen- passend hier übrigens zum Umwelt-Thread- die Fridays-for-Future-Bewegung?


Ach ja, das war ja das eigentliche Thema _läch_

Sicherlich sind viele Personen in der Klima-Debatte geradezu besessen, oder fanatisch in ihren Glaubenssätzen. Gilt allerdings sowohl für Befürworter und Gegner gleichermaßen. Greta Thunberg hat ja kürzlich ihre "Wutrede" in den USA gehalten. Wer sie noch nicht gesehen hat, hier ist sie in voller Länge im Original:

https://www.youtube.com/watch?v=UlsVeFoqZZ0

Ich finde die Rede ist deutlich zu extrem geraten.

EDIT: Folgenden Artikel finde ich ganz lesenswert zum Thema, Autor ist Myles Allen, Professor of Geosystem Science, Leader of ECI Climate Research Programme, University of Oxford:

https://theconversation.com/why-protesters-should-be-wary-of-12-years-to-climate-breakdown-rhetoric-115489
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » So 13. Okt 2019, 17:50

Hallo,

ich gebe zu, mir war hier der Zusammenhang zum Thema „Umweltzerstörung“ auch etwas verloren gegangen. icon_winkle
Aber vielleicht war das so gemeint, dass Christen, Sekten, Atheisten zu Umweltfragen jeweils eine spezielle Einstellung haben? Na ja, könnte man sich vielleicht alles Mögliche dazu zusammenreimen: von dem Wunsch nach Bewahrung der „göttlichen Schöpfung“ bis hin zu „Macht euch die Erde untertan“ oder bis zur Erzählung von der „Arche Noah“ oder „War Jesus ein Aktivist?“

Jedenfalls finde ich die Thread-Frage nach wie vor von Belang: „Ist Umweltzerstörung ein Thema?“ Also in der Öffentlichkeit ist es ja ein Thema, und zwar deshalb, weil (endlich!) intelligente, sich für ihre Zukunft einsetzende junge Leute das ins öffentliche Bewusstsein geschoben haben.
Aber wie wir Erwachsenen und auch die Entscheidungsträger in der Sache vorgehen, nämlich jetzt doch mal verstärkt und ohne Zaudern das Schlimmste noch aufhalten zu wollen, das finde ich schon bemerkenswert:
Es ist die klare Ansage seriöser Forschung, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt, und dass dieser verheerende Folgen für den Planeten und die Menschheit haben wird. Und doch werden diese Tatsachen entweder verharmlost oder verleugnet oder als Klima-Hysterie bezeichnet, oder es wird einfach immer wieder der Kopf in den Sand gesteckt. – Das alles verstehe ich und nehme mich insbesondere beim Letztgenannten auch nicht aus.

Ein rationales Vorgehen ist das alles allerdings ganz sicher nicht. Deshalb nehme ich an, dass bei dieser Frage Emotionen als Irrläufer unterwegs sind, die das Problem in der Realität nicht ausreichend konfrontieren lassen, obwohl ein tief gehendes Engagement für weniger Umweltzerstörung sofort und auch unbedingt nötig wäre und auch sicher immer noch was bringen würde ...

DesdiNova, habe eben erst - nach meinem Beitrag - noch deinen letzten Link gelesen.
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Orphée » Mo 14. Okt 2019, 10:47

Das Kartenhaus
und eine verirrte Einzelmeinung...




Der Mensch wird in die Geschichte der Erde wohl als ein dummes Wesen eingehen,
eins das kräftig an dem Ast sägte, auf dem es gesessen hat
und was das angeht, ist es schon fast vollbracht,
nur bemerken tun wir es nicht,
dabei ist es so abartig einfach zu erkennen.





Trotzdem und allem liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 19. Okt 2019, 13:28

Hi Orphée (und alle), :-)

(sorry für die verzögerte Antwort)

ich glaube eigentlich nicht, dass das, was du geschrieben hast, eine „verirrte Einzelmeinung“ ist. Ich höre das schon des Öfteren. Und kann es auch echt nachvollziehen.

Orphée hat geschrieben:Der Mensch wird in die Geschichte der Erde wohl als ein dummes Wesen eingehen,
eins das kräftig an dem Ast sägte, auf dem es gesessen hat


Ja, dabei frage ich mich allerdings auch immer, warum sich Menschen „dumm“ verhalten.

Ich würde meinen, dass es daran liegt, dass wir Menschen oft die Dinge nicht sehr weitsichtig oder längerfristig ansehen, sondern ziemlich kurzfristig angelegt sind. - Das hat sicher auch schlicht evolutionäre Gründe, so nach dem Motto: „Ich muss schauen, dass ich jetzt ‚überlebe‘ und es mir gut geht, denn wer weiß, was noch alles auf mich zukommt, und darum kann ich mich ja dann immer noch kümmern, wenn’s soweit ist.“ (Oder der Spruch mit dem Spatz und der Taube. icon_winkle )

Allerdings hat dieses einst absolut notwendige „Überlebens“-Motto nun auch beispielsweise angesichts der Umweltzerstörungs- und Klima-Problematik in der heutigen Zeit ausgedient und ist zum „Ast“ geworden:

eine längerfristige Perspektive wäre ab jetzt ebenso notwendig wie der klare Verzicht auf kurzfristige Lustgewinn-Dopamin-Ausschüttungen in unserem Belohnungszentrum im Gehirn (z. B. angeregt durch Hyper-Konsum in unserer Gesellschaft/Wirtschaft).

Was ich dich noch gerne fragen möchte:
Spricht aus deinen Zeilen so etwas wie Resignation oder Fatalismus, ich meine in der Art „man kann nix machen, eh Hopfen und Malz verloren“??

Liebe Grüße!
Anima
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Orphée » So 20. Okt 2019, 14:09

Hallo Anima, hallo Ihr... :-)


Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Ja, dabei frage ich mich allerdings auch immer, warum sich Menschen „dumm“ verhalten.

Ich würde meinen, dass es daran liegt, dass wir Menschen oft die Dinge nicht sehr weitsichtig oder längerfristig ansehen, sondern ziemlich kurzfristig angelegt sind. - Das hat sicher auch schlicht evolutionäre Gründe, so nach dem Motto: „Ich muss schauen, dass ich jetzt ‚überlebe‘ und es mir gut geht, denn wer weiß, was noch alles auf mich zukommt, und darum kann ich mich ja dann immer noch kümmern, wenn’s soweit ist.“

Der Menschen gewählten, ernannten oder auch selbst ernannte Entscheidungsträger, die Einzigen, die letztlich die Macht haben es in die richtigen und notwendigen Bahnen zu lenken, gehören entweder zu:

1. denen, die das Problem vehement leugnen oder ignorieren

2. denen, die nicht unbeeinflusst von Wählerstimmen, der Erhaltung von Arbeitsplätzen, des Wohlstandes, Wirtschaftszahlen und leider auch Lobbyismus sind

Somit ist es sehr schwierig in der Geschwindigkeit und Konsequenz zu handeln, die nötig wäre (oder auch gewesen wäre). Zeit spielt hier scheinbar aber nun mal eine entscheidende Rolle, also hast du zum Teil sehr recht damit... mit der fehlenden Weitsichtigkeit, die mMn systembedingt und wohl nicht zu ändern ist. Unser primäres Anliegen sollte eigentlich sein unser Wohnzimmer nicht zu zerstören, das tut es aber nicht.




Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Was ich dich noch gerne fragen möchte:
Spricht aus deinen Zeilen so etwas wie Resignation oder Fatalismus, ich meine in der Art „man kann nix machen, eh Hopfen und Malz verloren“??

Ich kann mit diesen Begriffen und Schubladen nichts anfangen, denn sie wirken auf mich so abstempelnd und einengend in dieser/einer Sache, aber wenn andere sie trotzdem brauchen sollten, würde ich es lieber ihnen überlassen, das einzuordnen (nicht böse gemeint).
Als reine Schlussfolgerung und gesunden Menschenverstand würde ich es wohl lieber beschreiben wollen.icon_winkle




Liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mi 23. Okt 2019, 20:30

Hallo Orphée - und alle hier am Thema Interessierten, :-)

Orphée hat geschrieben:Als reine Schlussfolgerung und gesunden Menschenverstand würde ich es lieber beschreiben wollen.


super, ich bin auch ein Freund von gesundem Menschenverstand und logischen Schlussfolgerungen! – Schon witzig, dass auch dabei ab und an teilweise unterschiedliche Resultate bei rauskommen können. icon_winkle

Ich denke, wie du auch schreibst, dass die Entscheidungsträger sich vielen Strömungen verpflichtet fühlen, sie wollen ja gewählt werden usw. Und wie ich schon sagte, werden die zeit-nahen Belange - schlicht aus der menschlichen Natur heraus - erst mal viel höher bewertet als die zeit-fernen. So dass eben die nächsten Wahlen mehr zählen als die Polkappen in 50 Jahren. – Ja, du hast recht, soviel zur Systemimmanenz.

Aber nun weiter logisch gedacht: was fange ich nun mit diesen Erkenntnissen an?
Muss ich mich dem Prinzip beugen, dass eine - ich sage mal plakativ – „Kleinhirn“-gesteuerte, kurzfristige Triebbefriedigung nun weiter in die Irre führt, oder bin ich als Mensch dann doch auch in der Lage, eine „Großhirn“-gesteuerte, längerfristige Perspektive einzunehmen?

Da bin ich, ehrlich gesagt, noch nicht zu so eindeutigen Antworten gelangt.

Ich meine: Ist unser großartiger Planet bereits röchelnd und sterbend auf der Palliativstation angelangt (so wie du das vielleicht siehst?)?
Oder aber gibt es noch ausreichend gesunde Zellen (z. B. Fakten-Wissen, Engagement, Flexibilität, Korrektur von konventionellen, überholten und krankmachenden Strukturen), die den - wenn auch etwas in die Jahre gekommenen - liebenswerten Patienten dann doch noch überleben lassen könnten?

Wer soll entscheiden, was da nun „richtig“ ist?

Ich meinerseits möchte allerdings weder angstvoll-handlungsunfähig an seinem Bett stehen noch ihn gar aufgeben …

Liebe Grüße _flöwer_
Anima
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