Einzelhandel und Umweltbewusstsein ?

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Re: Einzelhandel und Umweltbewusstsein ?

Beitragvon DesdiNova87 » Do 2. Mai 2019, 07:15

Es ging ja darum dass du sagtest, die Wirtschaft habe allgemein kein Interesse an umweltfreundlichen Produkten, weil sie ja daran nichts verdienen würden. Auch wenn diese Boxen nicht von dem Konzern sind, sind sie ja trotzdem industriell gefertigt. Ich habe nur darauf hingewiesen, das man auch in der Wirtschaft nicht alle Unternehmen über einen Kamm scheren sollte, es solche und solche gibt. Dieses Zitat war der Bezug:

Lylia hat geschrieben:Die Wirtschafft, selber hat doch kein Interesse am Umweltbewusstsein und relativiert so jegliches Umweltdenken des Kunden, weil sie an Umweltschweinerei wohl mehr verdienen, nehme ich jetzt mal an.



Für mich bleibt das ein Widerspruch. Man kann ja nicht einerseits der Wirtschaft jegliches Interesse am Umweltschutz absprechen, aber dann andererseits Erzeugnisse aus der Wirtschaft nutzen und diese als besonders umweltschonend anpreisen. Da beißt sich die Katze mMn in den Schwanz.
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Re: Einzelhandel und Umweltbewusstsein ?

Beitragvon Lylia » So 12. Mai 2019, 11:56

DesdiNova87 hat geschrieben:Es ging ja darum dass du sagtest, die Wirtschaft habe allgemein kein Interesse an umweltfreundlichen Produkten, weil sie ja daran nichts verdienen würden. Auch wenn diese Boxen nicht von dem Konzern sind, sind sie ja trotzdem industriell gefertigt. Ich habe nur darauf hingewiesen, das man auch in der Wirtschaft nicht alle Unternehmen über einen Kamm scheren sollte, es solche und solche gibt. Dieses Zitat war der Bezug:


Ja, in meiner Wahrnehmung als Kunde entsteht bei mir der Eindruck, dass es die Wirtschaft wenig bis kaum interessiert sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen, denn fast alles ist unnötig viel verpackt (ich gehe vom normalen Supermarkt aus).

Und wenn mal ein Unternehmen dabei ist, was sich Gedanken macht und umweltfreundlich versucht herzustellen, kann man sich die Produkte kaum leisten, die sind dann viel zu teuer für den kleinen Mann.

Für mich bleibt das ein Widerspruch. Man kann ja nicht einerseits der Wirtschaft jegliches Interesse am Umweltschutz absprechen, aber dann andererseits Erzeugnisse aus der Wirtschaft nutzen und diese als besonders umweltschonend anpreisen. Da beißt sich die Katze mMn in den Schwanz.


Für dich mag es ein Widerspruch sein, das lasse ich mal so stehen, für mich ist es das nicht und die Menschen sind meiner Erfahrung nach nun mal wiedersprüchlich, also ich würde nicht sagen, dass ich nie ambivalent bin, das wäre zu weit gegriffen.

Ich finde aber diese Tubberboxen eben schon umweltschonender, weil ich sie unendlich wiederbenutzen kann und so nicht jedesmal eine Einwegtüte brauche, das hat nichts mit anpreisen zu zun, sondern ist eine logische Erkenntnis bei mir.

Wir müssen hier auch nicht gleicher Meinung sein, aber ich würde dich bitten meine einfach zu akzeptieren, so wie ich deine auch akzeptieren kann. icon_winkle
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Re: Einzelhandel und Umweltbewusstsein ?

Beitragvon Jamania » So 12. Mai 2019, 15:18

Ich kann das gut nachvollziehen, was Lylia schreibt.
Keiner von uns lebt im luftleeren Raum und kann sich von "der Wirtschaft" so distanzieren, dass wir dennoch ein normales Leben (auch wieder so eine Verallgemeinerung) führen können.

Nichtsdestotrotz gibt es Dinge, die sind schädlicher als andere, produzieren mehr Müll, schädigen mehr Menschen oder quälen Tiere unnötig.

"Die Wirtschaft" umfasst all diese Dinge und durchaus auch Bemühungen, die dagegen steuern und trotzdem Geld verdienen und Arbeitsplätze schaffen wollen.

Es geht wohl um ein Schwerpunktempfinden, das m.M. nach auch eine Berechtigung hat.
Schaue ich allgemein, sehe ich denselben Schwerpunkt wie Lylia und würde behaupten, "die Wirtschaft" als großes Ganzes hat kaum Interesse an den Dingen, die mir wichtig sind.
Mich selbst positioniere ich in diesem Weltbild moralisch höher icon_winkle , weil ich bestimmte Dinge ablehne und mich von ihnen distanziere, bzw. an den Rändern der Wirtschaft nach Alternativen suche.
Mir ist aber durchaus bewusst, dass zum einen diese Ränder genauso gut zur Wirtschaft gehören und, zum anderen das nicht komplett konsequent ist, und auch niemals sein kann.
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