Pandemien

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Pandemien

Beitragvon Blackhills » Do 27. Feb 2020, 17:02

Hi und Guten Tag,

ich gestehe, mich hat's jetzt. Bin absolut kein Fan von Panikmachen, so wie sie öfter in Medien verbreitet werden. Ängste schüren, nix da.

Nun steht's aber vor der Haustür und wie schnell. Der erste Verdachtsfall Corona um die Ecke. Und dazu gestern ausnahmsweise mal Lanz geschaut, weil da ein sachlicher, gefasster Virologe Gast war. Zufall, drüber gerutscht und angehalten.
Sehr interessant und hat sogar einen ständig quatschenden Lanz zum weniger Reden veranlasst. Ich war platt - weil wir das alles unterschätzen.

Wenn, dann geht das nämlich so schnell, wie man nicht mal denken kann. Der Virologe sprach auch von Verharmlosen, und das in einer Seelenruhe. Nix mit Grippe und jährlich die neue Welle. Klar, kann auch wieder rasch zum Erliegen kommen, so wie das SARS damals. Die Ausbreitung ist diesmal aber immens. Und die Todesrate weit höher als Influenza.

Ich muss gestehen: Es beschäftigt mich stark und betrifft nicht nur das Aktuelle. Weil beim Ausbruch der Krankheit ja schon x-wieviel weitergetragen wurde. OHNE dass man es weiß.

Im Fall um die Ecke ist es der Sohn einer Mitarbeiterin des Jobcenters, der aus Italien und genau von dort kam und nun Anzeichen hat.Jobcenter... muss nichts mehr sagen.

Hier auch mal ein recht interessanter Artikel über Pandemien allgemein, Deutschland im Besonderen:
https://www.welt.de/wirtschaft/article206119443/Coronavirus-Das-bedeutet-eine-Pandemie-fuer-Deutschland.html

)/898u Ängste? Ich gestehe: Ja. Es legt den Finger auf die Verwundbarkeit.

Schöne Grüße
Blackhills
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Re: Pandemien

Beitragvon IrgendwieAnders » Do 27. Feb 2020, 18:21

_flov_ Ängste, nein. Ich bin auch auf dem laufenden Stand, glaube aber, dass die Menschen übertreiben. Ich habe gestern eine Diskussion verfolgt. Es ist unmöglich jeden/jede zu evakuieren, weil der ist der begegnet und der ist dem begegnet, der hat ihr die Hand geschüttelt und der hat die Türschnalle angegriffen... usw. man/frau weiß unmöglich wem man/frau wo begegnet ist, vielleicht ist man/frau auch nur auf dessen Viren gestoßen. Die Menschen sind so mobil, dass alles so schnell, unaufhaltsam und unkontrollierbar passiert. Gestern in China , heute in Deutschland und Österreich.
Wer steckt sich an? Wer nicht? Ich glaube, das ist Schicksal. Ich habe durch meinen Beruf sehr! viel Kontakt mit Menschen, und ich hatte bis zum heutigen Tag keine einzige Kinderkrankheit ( Feuchtblattern, Mumps, Röteln, usw...), aber meine beiden Töchter alles. Was ich damit sagen will, du kannst dich schützen (oder auch nicht) so viel du willst, wenn es dich erwischen will, so wird es so sein, oder eben nicht.

Ich für meinen Teil glaube und hoffe, dass bald alles wieder im Sand verläuft.

Bezüglich Sterberate: Es gibt weit mehr Menschen, die in den Freitod gehen,
oder an Krebs sterben ....
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Re: Pandemien

Beitragvon Blackhills » Do 27. Feb 2020, 19:16

Danke für deine bisschen dämpfende Antwort! _rosegirl_

IrgendwieAnders hat geschrieben:Die Menschen sind so mobil, dass alles so schnell, unaufhaltsam und unkontrollierbar passiert.


Ja, das ist es, was da so Angst machte: Die Unkontrollierbarkeit. Plus eine sehr persönliche Sache: Zu viel an Schicksal überstanden und jetzt weit weg davon, noch weitere überstehen zu wollen, wo ich gerade Land gerochen habe. icon_winkle Wird man aber nicht gefragt. )/898u
Und dann bin ich damit ja auch noch bei meinem Lieblingsthema gelandet: Muss das alles nur sein, was Mensch heute so tut? Obwohl ich selbst im Boot sitze. icon_winkle

Ist aber schon komisch, warum es der eine hat, der andere nicht. Siehe dich und deine Kinder.
Der Virologe kam mir nur eben nicht wie ein Paniikmacher vor, ziemlich weg von laut oder gar produzieren. Das hatte mir ziemlich eingeleuchtet, was er da sagte.

Schöne Grüße und einen netten Abend!
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Re: Pandemien

Beitragvon Träumerle » Do 27. Feb 2020, 20:55

Hallo Blackhills,

das Thema aller Themen in unserer Welt... verstehe mich nicht falsch, ich finde es toll von dir, diesen Thread eröffnet zu haben! Ehrlich gesagt ist das Corona-Virus so ziemlich die einzige Nachrichtenmeldung der letzten Jahre, die mich wirklich intensiv interessiert. Aber nichts für ungut, dein Titel trifft es (noch) nicht ganz. Im Moment herrscht offiziell eine Epidemie, aber es kann gut sein, dass die WHO bald tatsächlich eine Pandemie ausruft.

Als ich Mitte Januar das erste Mal vom Corona-Virus hörte, dachte ich mir noch nicht so viel dabei, muss ich zugeben. Aber bei den inzwischen monströsen Zahlen und auch bei der international vorangeschrittenen Verbreitung kann man diese Krankheit sicherlich auch nicht mehr ignorieren. Immerhin ist inzwischen - hochgerechnet - eine ganze Mittelstadt infiziert und die 3.000-Todesfälle-Marke voraussichtlich bald erreicht. Zudem sind mittlerweile fast 50 Länder betroffen, darunter auch viele europäische. Wer das mal etwas im Auge behalten möchte, dieser 24/7-Livestream hat alle Statistiken parat und aktualisiert sie ständig: https://www.youtube.com/watch?v=qgylp3Td1Bw. In China scheint die Zahl der Infizierten mittlerweile verhältnismäßig langsam zu steigen, aber dafür werden im Rest der Welt immer mehr Fälle registriert. Und das ist wohl das Gefährliche, dass es nun mehr oder weniger überall auftreten kann. Und klar, man kann das Corona-Virus längst nicht mehr als Hirngespinst abstempeln.

Momentan sind ca. 5% der Erkrankten verstorben, wobei die Todesrate von Land zu Land doch deutlich variiert. Und schnell wird klar, dass, je besser das Gesundheitssystem eines Landes ist, desto niedriger ist diese Quote in dem jeweiligen Land. Und Deutschland, sowie unsere betroffenen Nachbarn haben allesamt ein sehr gutes, wage ich jetzt mal zu behaupten. Hinzu kommt, dass überhaupt nur Menschen mit einem schwachen Immunsystem - also Babys und Hochbetagte - sowie Menschen mit Vorerkrankungen wirklich Gefahr laufen, an dem Virus zu versterben. Jeder, der körperlich fit ist, sollte sich keine Sorgen machen.
Ich persönlich habe weniger Angst davor, selbst zu erkranken, als vor den Quarantänemaßnahmen. Die sind nämlich für viele von uns sicher etwas sehr Befremdliches mit starkem Einfluss auf das Leben - zumindest, solange man erkrankt ist. Corona-Virus-ähnliche Symptome hatte jeder von uns schon mal, nicht aber die medizinischen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Es kam ja auch schon der Verdacht auf, dass China aufgrund seiner Korruption die wahren Ausmaße des Corona-Virus geheim hält und wir es eigentlich mit einer noch viel schlimmeren Seuche zu tun hätten. Finde ich inzwischen aber unwahrscheinlich, da es Ärzte aus anderen Ländern m. E. längst selbst sowas erkannt und sich damit an die Öffentlichkeit gerichtet hätten.

Hoffentlich konnte auch ich dir die Sorge etwas nehmen - ja, das ist natürlich schon wirklich heftig und alles andere als eine Kleinigkeit, aber ich verlasse mich auf die internationale Sicherheit, Zusammenarbeit und die Hygiene. _yessa_

Bleibt ihr alle schön gesund!

Liebe Grüße,
Träumerle

PS: Der von dir verlinkte Artikel ist wahrlich nicht der seriöseste, zu viel hätte, wäre, könnte... Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. :-)
Ich weiß, ich bin ein HSP,
da ich die Welt ganz anders seh'.
Ich tue dies auf meine Weise,
nämlich ruhig und auch sehr leise.

Für mich ist's eine große Gabe,
wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
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Re: Pandemien

Beitragvon DesdiNova87 » Do 27. Feb 2020, 23:46

Hi,

@Blackhills: Mir geht es ganz ähnlich wie dir. Ich habe das auch erst mehr oder weniger ignoriert und einfach mal darauf gehofft, dass es wie SARS oder H1N1 ("Schweinegrippe" - dagegen hatte ich mich seinerzeit sogar impfen lassen) doch hoffentlich bald wieder verschwindet. Lanz habe ich gestern auch gesehen und es ist traurig, dass kompetente Menschen wie der Virologe nicht wirklich was zu sagen haben in Deutschland; stattdessen haben wir einen Gesundheitsminister, der sich lieber damit beschäftigt sich für ein neues Pöstchen als Vize in Stellung zu bringen.

Das Virus ist dann jetzt wohl da und nicht mehr aufzuhalten. Du schreibst der eine Betroffene sei beim Jobcenter; die Erkrankten in Heinsberg waren sogar im Karneval feiern und die Frau Kindergärtnerin, wie man gestern erfahren konnte. Ich glaub wir brauchen uns da keine Illusionen machen, die Politik und die Wirtschaft wird die Grenzen nicht für das Virus schließen und mit den vielen Fällen in Italien und auch immer mehr Fällen in anderen europäischen Ländern (Spanien, England und Niederlande z.B.) ist die Ausbreitung nur eine Frage der Zeit. Da kann man eigentlich nur hoffen, dass die äußeren Bedingungen wie das Klima das Virus eindämmen werden. Wie der Virologe in der Sendung hege ich da auch die starke Hoffnung, dass ähnlich wie bei der Influenza, die wärmere Jahreszeit dem ganzen einen Riegel vorschiebt, zumindest bis zum nächsten Winter.

Ich teile auch deine Angst. Ich hatte im Winter 2017/2018 die Influenza, und es war echt total schlimm! Das möchte ich nicht nochmal durchmachen. Die Fieberträume, die schrecklichen Kopfschmerzen und danach hatte ich noch eine Seitenstrangangina (das ist da an der Stelle, wo der Arzt am Hals immer fühlt, da werden die Antikörper gebildet). Es hat einige Monate gedauert, bis ich mich annährend so wie vorher gefühlt habe.

Was mir zu denken gibt, obwohl ich damals beim Arzt war, wurde ich gar nicht getestet. Das bestärkt meine Annahme, dass das neue Virus schon längst unter uns ist und in vielen Fällen vermutlich einfach als Influenza eingestuft wurde.

Inzwischen lasse ich mich wieder jedes Jahr gegen Influenza impfen, dass will ich so schnell nicht wieder erleben! Abgesehen davon nutzt die Impfung auch anderen, Stichwort Herdenimmunität.

Träumerle hat geschrieben: Hinzu kommt, dass überhaupt nur Menschen mit einem schwachen Immunsystem - also Babys und Hochbetagte - sowie Menschen mit Vorerkrankungen wirklich Gefahr laufen, an dem Virus zu versterben. Jeder, der körperlich fit ist, sollte sich keine Sorgen machen.


Sorry Träumerle, aber das stimmt leider nicht. Der Virologe hat das gestern deutlich ausgeführt, es gibt inzwischen zahlreiche bestätigte Fälle von gesunden Menschen mittleren Alters, die bereits am Corona-Virus gestorben sind. Das ist einer der ganz markanten Unterschiede zu dem Influenza-Virus (an letzterem sind übrigens nach aktuellem Stand diese Grippesaison schon 130 Menschen in Deutschland gestorben).

Das macht die Sache für Menschen mit Vorerkrankungen natürlich umso gefährlicher. Leider zähle ich mit meiner chronischen Lungenkrankheit auch dazu. Ich hatte erst Anfang des Jahres wieder eine Exazerbation, sprich eine Lungenentzündung. Da ich im direkten Kundenkontakt täglich hustenden Menschen ausgesetzt bin, fühle ich mich schon exponiert und da es noch keine Impfung gegen Corona gibt, auch ungeschützt.

Auch wenn sich das jetzt alles nicht so liest, ich sehe es trotzdem noch relativ entspannt, zumindest was meine Gesundheit betrifft. Selbst wenn ich es kriegen sollte, was leider nicht so unwahrscheinlich ist, dann werde ich da schon irgendwie durchkommen. Bis jetzt habe ich schließlich schon so einiges überlebt und die schlechte Prognose der Ärzte damals in eine recht positive umbiegen können. Sorgen mache ich mir aber z.B. um meinen Großvater im Altenheim und auch um meine Mutter, die diesen Winter wochenlang erkältet war und immer noch geschwächt ist.

Ein letzter Punkt, in Japan ist eine Frau erneut mit dem Virus infiziert worden, nachdem sie den Virus bereits in sich hatte und genesen war. Das ist leider eine sehr schlechte Nachricht, denn es bedeutet, dass man nach einmalig überstandener Infektion nicht immun ist.
https://www.theguardian.com/world/2020/ ... econd-time

LG DesdiNova87
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Re: Pandemien

Beitragvon Blackhills » Fr 28. Feb 2020, 04:38

Hallo,

@Träumerle

Danke auch dir. _rosegirl_
Hab den Titel bewusst gewählt gehabt, da im Fall Corona der Sprung zur Pandemie schmal erscheint und das Thema Pandemie an sich gedanklich bei mir das erste Mal akut wurde.
Gab bereits gute wiss. Doks dazu und immer stand nur die Frage, wann es mal so weit sein wird. Dass, da rüttelte gar keiner dran aufgrund dieser extremen globalen Vernetzung der Menschheit. Kommt auch in dem verlinkten Artikel zur Sprache.

Und nun stehen wir mal akut vor genau diesem Problem einer rasanten weltweiten Ausdehnung eines Virus. Die bisherigen waren ziemlich begrenzt, obendrein auffälligere Anfangssymptome und leichter als das zu identifizieren. Wohl daher existiert bei mir diesmal ein "dooofes Gefühl", was ich vorher nie hatte (Schweinepest u.a.).

@DesdiNova87

Auch dir ein nettes Danke mit _rosegirl_
Jupp, dito. Vor Jahren eine Influenza, zwei Monate gebraucht, um mich wieder einigermaßen zu fühlen. Ein schweres Krankheitsgefühl... da ging nichts mehr und ich alleine. Traute sich ja auch keiner an mich heran. Ich stand kurz davor, mich ins KH einliefern zu lassen, freiwillig, und das will was heißen. Seither renne ich freiwillig als eine der Ersten und lasse mich impfen.

Kann deine Ängste sehr gut verstehen, wo du auch noch mit einem derartigen Rsiko behaftet bist, sehr gut! Drücken wir uns alle hier die Daumen, dass der Virologe mit seiner These des Verschwindens recht behält und wir in unserem Leben eie Pandemie nie erleben brauchen.

Corona zeigt mir, wie verwundbar wir sind. Bislang hatte ich diese Gedanken erfolgreich draußen gehalten. Da ging es mir so ähnlich wie IrgendwieAnders. Wenn es denn so sein soll... Und 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, ein bisschen auch selbst tun zu können. Siehe Grippe und impfen, Straßenverkehr.... Hier mal nicht, weil mans nicht erkennt.
Selbst behandelndes und daher mit Sicherheit geschütztes Fachpersonal hat sich mit Corona infiziert und sind auch welche dran gestorben. Der Virologe hat zur Sprache gebracht, was gar nicht bekannt war. Und wenn solch eine kompetente Person, weit ab von Panikmache, es als völlig unterschätzt einordnet, da kam ich krass ins Nachdenken. Über das gesamte Thema Pandemien.

Liebe Grüße an alle!
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Re: Pandemien

Beitragvon Träumerle » Fr 28. Feb 2020, 14:49

In Deutschland ist die Zahl der Erkrankten mittlerweile auf 60 gestiegen, und das in sehr kurzer Zeit. Nun wurde der erste Fall in Hamburg bekannt - von hier ja wirklich nur einen Katzensprung entfernt... smüte

Auch international weiterhin schlechte Nachrichten, so sind heute nicht nur neue betroffene Länder hinzugekommen, sondern die Zahlen der Erkrankten und Toten teilweise ähnlich schnell wie hierzulande in die Höhe geschossen. Europa ist mittlerweile der Kontinent mit der schnellsten Verbreitung... man sitzt einfach regungs- und fassungslos vor dem Bildschirm, starrt auf diesen Livestream und freut sich über jeden einzelnen genesenden Patienten - und nimmt jeden einzelnen Todesfall erschrocken auf. Wir haben hier jetzt auch ein wenig Schutzmaßnahmen ergriffen: ordentlich Desinfektionsmittel gekauft (bzw. ergattert, bei dem Ansturm) und erste "Hamsterkäufe" getätigt. Nie zuvor hat eine Epidemie so sehr Einfluss auf das eigene Empfinden und das auch das eigene Leben ausgeübt. Noch bin ich ruhig, aber dieses Virus drängt sich immer mehr in den Vordergrund...

@DesdiNova87: Tut mir leid, danke dir für die (ernüchternde) Richtigstellung. Da sieht man mal, dass man mit dem Eindecken aktueller Informationen kaum hinterherkommt...

LG
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Re: Pandemien

Beitragvon Blackhills » Fr 28. Feb 2020, 16:35

Träumerle hat geschrieben:Nie zuvor hat eine Epidemie so sehr Einfluss auf das eigene Empfinden und das auch das eigene Leben ausgeübt. Noch bin ich ruhig, aber dieses Virus drängt sich immer mehr in den Vordergrund...


Stimmt, und das war das Gefühl, was mich dazu brachte, tatsächlich über so was mal zu schreiben.

Es ist nicht nur das Virus, es ist dieses Globale, was das Ganze erst so leicht ermöglicht und über was ich mir derart den Kopf machte. Es werden ja auch Lebewesen in Regionen gebracht (und immer ist es nur das Geld), wo sie nichts zu suchen haben und mehr Schaden anrichten als da, wo sich über lange Zeiträume natürliche Feinde bildeten, um ein Gleichgewicht zu halten. Siehe Korallenriffe etc. Und so kann aus einer Epidemie ganz fix eine Pandemie werden. Ich könnte darüber nur heulen. smuld
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Re: Pandemien

Beitragvon IrgendwieAnders » Fr 28. Feb 2020, 16:50

Vielen Dank für die vielen ernüchternden Informationen und Fakten.
Wieviele Personen, die sich angesteckt haben, kennt ihr persönlich?
Ich biete euch ein paar Alltagsfakten aufgrund der Hysterie:
Also ich kenne das sechsjährige Mädchen, dass sich heute schön brav die Hände desinfiziert hat und nachher mit Genuß drüberschleckte und sagte:"Mmmmmh, das schmeckt so gut!" Wie kann man/frau als Elternteil einem Erstklasser Desinfektionsmittel in die Schultasche einpacken? Der /die Nächste macht einen Schluck davon...

Ich kenne einige der Eltern,die heute vor der Schule einen Stau auslösten,weil sie wegen Ansteckungsgefahr die Kinder persönlich abholen "mußten". Der Schulbus kam nicht durch.

Ich kenne die Pensionistin,die gegenüber allein lebt und heute im Supermarkt vor mir war. All das, was sie kaufte, reicht für meine Familie ca 2 Wochen. (Hab ihr eh beim Tragen geholfen)

Ich kenne den Herzinfaktpatienten,der aus Angst vor einer Ansteckung die notwendige Reha absagte.

Ich kenne den WhatsappChat von ein paar Jugendlichen, wer sich wohl als mögliches "Corona-Opfer" meldet, damit die Schule evakuiert wird.MA-Schularbeit-nächste Woche. Zum Glück fand sich keine/r.

Ich könnte noch mehr erzählen...
Und ich kenne das gestrige Fernsehinterview der Virologin, die meinte:" Ich lebe wie zuvor weiter..." Ich auch!

Nein, ich habe nach wie vor keine Angst vor dem Virus. Mir macht das Verhalten meiner Mitmenschen Angst, die nimmer klar denken und vor lauter Hysterie blöde Entscheidungen treffen.
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Re: Pandemien

Beitragvon Blackhills » Fr 28. Feb 2020, 17:01

Hast du schon recht.
Aber woher weiß man, ob das blöd war? Das sind Fragen, die ich mir selber stelle, wenn ich so manches Irre beobachte. _läch_
Hätte sich der Mann in der Reha nicht vielleicht doch angesteckt? Wird die Frau nicht bald froh sein, so viel eingekauft zu haben... und andere sich an den Kopf greifen, weil nicht?
Am Ende ist man schlauer, aber vorher? icon_winkle

Ich selbst habe mäßig eingekauft, einfach normal... und fragte mich danach, ob ich nicht dumm war. _läch_ Wird sich herausstellen. icon_winkle Hamsterkäufe von Desinfektionsmitteln betrachte ich genauso. Die helfen gegen Bakterien und manche (bekannten) Viren. Oder die von Schutzmasken. Da meine auch der Virologe, die helfen gar nichts. icon_winkle

Hilflos Unbekanntem gegenüber zu stehen macht kopflos. Ich versuche, meinen trotzdem auch noch zu bewahren, vielleicht klappt's ja. icon_winkle
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