Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Hier können Themen aus dem Weltgeschehen diskutiert werden!

Moderatoren: Hortensie, Eule, jules1976

Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon cyrill » Fr 29. Nov 2013, 16:58

Ich bin gerade von einen bestimmten Thema sehr fasziniert und zwar von der wissenschaftlichen Erkenntnis das Pflanzen auf komplexer Ebene in der Lage sind ihre Umwelt wahrzunehmen, Signale zu übermitteln und sogar mit einander über Art grenzen hinaus zu kommunizieren.


Hier noch ein paar Links zum Thema

http://www.welt.de/print-welt/article70 ... echen.html
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... katio.html
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... scher.html
http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/b ... 72017.html
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... igenz.html
http://german.ruvr.ru/2012/02/08/65610392/
Benutzeravatar
cyrill
Gold Member
 
Beiträge: 282
Registriert: So 1. Jul 2012, 15:14
Wohnort: Konstanz/ Petershausen

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Fabian90 » Fr 29. Nov 2013, 22:46

Oha, interessantes Thema, besonders weil es zumindenst teilweise in mein Studienbereich fällt. Was mir zuerst einfällt zu diesem Thema ist eventuell die Symbiose, welche viele Baumarten mit Pilzen eingehen (Pilze sind keine Pflanzen!). Dabei ist interessant, dass viele Bäume ohne diese Symbiose gar nicht richtig aufwachsen könnten.

Des Weiteren merkt man's stark, wenn man neue Bäume pflanzen will und dann bei jedem Arbeitsschritt nicht darauf achtet, alles richtig zu machen. Ist der Wurzelballen zu tief oder zu hoch gepflanzt, bekommt der junge Baum genug Wasser, zu welcher Jahreszeit wird er gepflanzt, wie schneidet man seine Äste richtig auch so, dass der Leitrieb keine Konkurrenz bekommt usw.
Fabian/23/Student

Naturfakt des Monats: Eine Grillenart auf Hawaii wird bedroht durch einen Parasiten, der von den Balzrufen der Männchen angelockt werden. So kommt es dazu, dass nur noch stumme Männchen zum Zug kommen. mehr hier -> http://sciencev1.orf.at/science/news/145783

Leitsätze des Lebens: -Jedes Lebewesen hat sein Daseinsbegründigung.
-Freund der Kompromisse, Gegner der Extreme!
-Ekel und so manche Ängste sind nur Zerrbilder der Logik!
Benutzeravatar
Fabian90
Hero Member
 
Beiträge: 797
Registriert: Do 7. Feb 2013, 22:15

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon MrFrankie » Di 15. Apr 2014, 19:18

Hallo cyrill15!

Da hast du wohl vollkommen recht! Pflanzen sind leben und mit allem was ist verbunden. Dieses "verborgene" leben kann der einfache menschnegeist nicht in ihrer vollkommenheit erfassen. Darum ist es auch der dumme blinde einfache menschengeist, der mit seinem eingriff in die lebenswelt der pflanzen ihre lebenswelt zerstörerisch verändert.
Daher ist dieser zerstörerischer anschlag auf die pflanzenlebenswelt auch ein anschlag auf alles leben auf erden!
Dieser dumme menschengeist zerstört somit auch diese phantastische liebe die in dieser natur miteingebaut ist!
..jedes korn trägt die ganze welt in sich....

LGMF
ein guter mensch ist wie ein sonnenaufgang
Benutzeravatar
MrFrankie
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 51
Registriert: So 3. Feb 2013, 20:01

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Sora » Fr 23. Mai 2014, 19:20

wie schneidet man seine Äste richtig auch so, dass der Leitrieb keine Konkurrenz bekommt usw.


Fabian, bitte erkläre mir, warum muss man einen Ast schneiden? Wächst nicht jeder Baum so, dass er ausreichend Licht und Energie hat, allein schon, weil ein schlecht positionierter Ast nunmal zu wenig Bedürnisse decken kann? Und warum muss der Leittrieb unbedingt Leittrieb bleiben, wenn ein besser positionierter Ast offensichtlich "seine" Bedürfnisse nach Licht und Energie deutlich besser erfüllen kann?
Das klingt sehr öko, ich weiß. Es geht mir aber gar nicht so sehr um den einzelnen Baum, sondern generell darum, warum der Mensch immer meint, andere Lebewesen so zurecht zu biegen, wie er glaubt, dass es richtig sein muss. Dabei haben wir Menschen gar keinen Plan davon, wie die Dinge richtig zu sein haben. Da stimme ich mit MrFrankie auf jeden Fall überein.
Anders sein kann auch bedeuten,
sich nicht jedes Mal zu häuten,
wenn der Wind sich einmal dreht,
schmerzhaft ins Gesicht dir weht;
nach dem eignen Weg zu suchen,
auch einmal für andre bluten,
nicht die Augen zu verschließen
und den Gegenwind genießen!

~ Eric Fish ~
Benutzeravatar
Sora
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 71
Registriert: Mo 12. Mai 2014, 03:47
Wohnort: Suhl

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Volvox » Di 15. Jul 2014, 21:47

Hallo Sora,

was das "ästhetische" Kürzen von Pflanzen angeht (Golf-Rasen, Bonsai, etc.), gebe ich Dir vollkommen recht, aber Bäume müssen in Kulturlandschaften und natürlich besonders im Garten immer mal wieder beschnitten und gekürzt werden, weil ihnen dort die Fressfeinde fehlen und sie nicht so stark der Witterung ausgesetzt sind, sonst verkümmern sie irgendwann.
Das ist wie Nägel schneiden. _läch_

Liebe Grüße, Volvox
Volvox
Full Member
 
Beiträge: 173
Registriert: Sa 12. Jul 2014, 14:44

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Carolyn » Mi 16. Jul 2014, 14:53

Sora hat geschrieben:
wie schneidet man seine Äste richtig auch so, dass der Leitrieb keine Konkurrenz bekommt usw.


Fabian, bitte erkläre mir, warum muss man einen Ast schneiden? Wächst nicht jeder Baum so, dass er ausreichend Licht und Energie hat, allein schon, weil ein schlecht positionierter Ast nunmal zu wenig Bedürnisse decken kann? Und warum muss der Leittrieb unbedingt Leittrieb bleiben, wenn ein besser positionierter Ast offensichtlich "seine" Bedürfnisse nach Licht und Energie deutlich besser erfüllen kann?
Das klingt sehr öko, ich weiß. Es geht mir aber gar nicht so sehr um den einzelnen Baum, sondern generell darum, warum der Mensch immer meint, andere Lebewesen so zurecht zu biegen, wie er glaubt, dass es richtig sein muss. Dabei haben wir Menschen gar keinen Plan davon, wie die Dinge richtig zu sein haben. Da stimme ich mit MrFrankie auf jeden Fall überein.

Darf ich mich als Foren-Neuling hier einmischen?
In der freien Natur ist es nicht wichtig, ob genau dieser Baum überlebt oder womöglich durch einen Sturm schwer geschädigt wird, weil er bspw. zwei (schwache) Spitzen ausgebildet hat und der Wind eine von beiden abbricht. In der freien Natur ist es auch nicht wichtig, ob Früchte groß und (für Menschen) wohlschmeckend sind, da die Samen auch in unansehnlichen Früchten reifen. Selbst wenn Schädlinge die Frucht oder sogar den ganzen Baum befallen wird der Baum sein Ziel - keimfähige Samen zu produzieren - erreichen können.
Wir als Menschen hätten jedoch gerne einen schön gewachsenen Baum in unserem Garten, der lange leben soll und ggf. auch reiche Frucht tragen soll. Dazu hat der Mensch zum einen durch Zucht in die Natur eingegriffen und damit bestimmte Eigenschaften betont, andere aber unterdrückt, so dass eine Zuchtform oft nicht mehr so robust und widerstandsfähig ist wie eine natürliche Form. Außerdem hätte wir gerne süßes Obst in großer Menge und das braucht bessere Bedingungen als Wildobst.

Der Erziehungsschnitt eines Baumes ist für mein empfinden nicht ganz wie Nägel schneiden - es verletzt den Baum durchaus - es ist für mich eher wie das Aufstellen von Regeln und das Ziehen von Grenzen für Kinder. Ganz ohne geht es nicht, aber es ist Behutsamkeit von Nöten. Ich bin kein Freund von Formschnittgehölzen oder Extremformen wie Säulenobst und Buschbaum, aber ganz ohne Erziehung und Erhaltung ("Disziplin") geht es halt auch nicht.

Ich hoffe, das ist eine hinreichende Erklärung für Dich, Sora. Nur als Erklärung ist es gedacht, keinesfalls als Abwertung Deiner Ansicht.

Und jetzt ist es wohl höchste Zeit, dass ich mich vorstellen gehe... _läch_
Zuletzt geändert von Carolyn am Mi 16. Jul 2014, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn Du nicht an Dich glaubst, wird es kein anderer tun. (Kruppa/Grüschow)
Carolyn
Gold Member
 
Beiträge: 373
Registriert: Fr 15. Nov 2013, 12:41

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Volvox » Mi 16. Jul 2014, 17:03

Hallo Carolyn,

habe ja gerade erst in Deinem Eröffnungsthread geschrieben, aber hier "muß" ich doch auch nochmal kurz antworten.
Gut, der Vergleich mit dem Nägel schneiden hinkt insofern, daß es sich dabei im Gegensatz zu einem Ast um totes Gewebe handelt. Trotzdem gibt das Zurrückschneiden dem Baum langfristig mehr Widerstandskraft (er wird u.a. stabiler). In der Natur passiert das durch Witterung, Insekten- und Wildfraß. Es kommt halt aufs Gleichgewicht an.
Ich dachte bei dem Vergleich eher an die Parallele, daß sich wildlebende Tiere (oder auch unsere Urahnen) eben auch nicht die Nägel/Krallen schneiden mussten, weil es da die Natur übernimmt/-nahm, wir "Zivilisierten" aber schon.
Ach ja, und manche vom Menschen geschätzten Eigenschaften sind ja auch in der Natur wichtig, wie die Farbe und die Größe der Früchte (sie sollen ja gefressen werden), aber alles natürlich nicht in der Perfektion, in der wir ihre hochgezüchteten "Produkte" im Supermarkt sehen wollen.

Schöne Grüße!
Volvox
Volvox
Full Member
 
Beiträge: 173
Registriert: Sa 12. Jul 2014, 14:44

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Carolyn » Mi 16. Jul 2014, 17:32

Hallo Volvox,

Ich denke, ich weiß, was Du meinst. Bei "naturnahen" Bäumen wie Buchen oder Eichen stimme ich dem auch zu. Ich bezweifle jedoch, dass bei unseren hochgezüchteten Pflanzen das noch so unbedingt funktioniert. Wer Gemüse selber zieht hat sich bestimmt schon darüber geärgert, dass das Unkraut anscheinend soviel besser und leichter gedeiht als die Gemüsepflanzen. Ähnliches vermute ich auch z.B. bei unseren Obstbäumen, die ja in der Regel auf Unterlagen mit bestimmten Eigenschaften (meist bestimmte Wuchsform) veredelt sind. Und ob ein Yorkshire-Terrier oder eine Perserkatze noch die Fähigkeit haben in der Wildnis zu überleben?

Worauf ich auch hinaus wollte ist, dass es in der Natur nicht stört, wenn die Nägel mal nicht geschnitten werden (um in Deinem Beispiel zu bleiben) und die Krallen zu lang werden als dass das Tier noch vernünftig laufen und/oder Beute fangen könnte. Dann stirbt das Tier halt, es vermehrt sich nicht und der Genpol, der für die überlangen Krallen verantwortlich ist, stirbt aus. Wir Menschen wollen das bei einem ganz konkreten Tier aber ja doch meist vermeiden. ;) Und bei dem Baum, den wir als Hochzeitsbaum gepflanzt haben, wollen wir Astbruch und Wildfraß eben auch nicht haben. Wir wollen ja genau DIESEN Baum und nicht irgendeinen dieser Art.

Ich hoffe, die Diskussion um die Sache kommt nicht angriffig rüber. Jobbedingt bin ich relativ hartes argumentieren gewöhnt. So unterschiedlich empfinde ich unsere Positionen aber gar nicht...
Wenn Du nicht an Dich glaubst, wird es kein anderer tun. (Kruppa/Grüschow)
Carolyn
Gold Member
 
Beiträge: 373
Registriert: Fr 15. Nov 2013, 12:41

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon Volvox » Mi 16. Jul 2014, 17:46

Hallo nochmal,

und ich stimme Dir zu, wir sind wohl ziemlich einer Meinung, drücken uns nur anders aus. Und Du kommst überhaupt nicht "angriffig" rüber! Wir wollen wohl beide bloß präzise sein...
Ich habe ein paar Kakteen und andere Sukkulenten (teils seit Jahrzehnten), die ich liebe(!) und nie wegschmeissen oder austauschen würde. Und es klingt paradox, aber zwischendurch muß ich da auch mal dran rumschnippeln, damit sie "natürlich" wachsen...

Nochmals schöne Grüße, auf mich wartet nun das "real life", huaaah...
Volvox
Full Member
 
Beiträge: 173
Registriert: Sa 12. Jul 2014, 14:44

Re: Pflanzen sind komplexer als die meisten Menschen denken.

Beitragvon pusheen » Mi 16. Jul 2014, 18:24

Also ich denke schon, dass Pflanzen deutlich aufnahmefähiger sind.

Man weiß ja, dass sie akustische Signale empfangen können (sprich Musik, Gespräche usw. regen das Wachstum an, dazu gab es Studien!).

Es ist schade, dass viele Menschen diese nur als "leblose Gegenstände" sehen wollen.

Ich muss sagen, dass ich keine Pflanzen selber habe, weil ich ihnen keinerlei Aufmerksamkeit schenke, sämtliches Grün bei mir ist stets abgestorben bzw. welk geworden nach einer Weile.
pusheen
 

Nächste


Ähnliche Beiträge

Wir sind FÄHIG
Forum: Off topic
Autor: HopingSoul
Antworten: 1
Sind wir alle ein wenig gestört?
Forum: Philosophische Fragen und Gedanken
Autor: Fallenangel
Antworten: 2
Sind Sie Hochsensibel??? (Arbeitsbuch)
Forum: LeseEcke Hochsensibilität
Autor: Anonymous
Antworten: 15
Was ist bei Euch am meisten ausgeprägt?
Forum: Hochsensibilität Allgemein
Autor: Naturverbunden1978
Antworten: 98
Die Gedanken sind frei
Forum: Hochsensibilität Allgemein
Autor: Buddha21
Antworten: 13

Zurück zu Politik, Aktuelles und Brisante Themen

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron