Hilfe beim Psychologen?

In diesem Forum möchten wir uns kritisch mit Schamanen, spirituellen Heilern, Gurus, Familienaufstellern aber auch konventionellen Therapeuten und euren Erfahrungen und Meinungen dazu auseinandersetzen.

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Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Mimikry87 » Di 28. Jan 2014, 23:28

Hallo zusammen,

habe soeben den Test zur HSP gemacht und bin mir nicht sicher ob dies auf mich zutrifft. Klage seit ca. 4-5 Jahren an starken Stimmunsgschwankungen bis hin zu Depressionen und möchte endlich einen Psychologen aufsuchen, da mir mein Verhalten schon so oft beruflich bzw. schulisch (im Studium) geschadet hat. Ich beschreibe einfach mal im folgenden Absatz diverse Verhaltensmuster, die mir aufgefallen sind. Es wird etwas unstrukturiert sein, da ich jetzt so schreibe wie es mir in den Kopf kommt.

Ich habe starke Probleme mich privat zu öffnen, das ist mit unter auch ein Grund warum ich noch keine richtige Beziehung zu einer Frau eingegangen bin. Ich kann mich bei fremden Menschen abhängig von ihrem Bildungsstand sehr gut / schlecht verkaufen. Arbeite oft sehr langsam, da ich immer alles extrem genau nehme. Ein Beispiel dafür sind Facharbeiten im Studium, ich habe ständig etwas am Layout zu mäkeln und komme einfach nicht ins Schreiben, weil mir doch die Formatierung nicht passt. Ich lasse mich von intellektuellen Menschen stark einschüchtern. Bin ich erstmal eingeschüchtert verhalte ich mich extrem dumm und habe das Gefühl der IQ geht gegen 0, versuche dann es dem Gegenüber total recht zu machen, was mich meiner Meinung nach für Ihn/Sie uninteressant macht. Ich grübel häufig darüber, wie mich andere Menschen auffassen und was Sie über mich denken. Generell passe ich mich ständig neu an gewisse Umstände an, jedoch nicht im Positiven, so dass ich alles meistere. Ich nehme häufig Verhaltensmuster anderer Menschen an, kann diese recht gut imitieren und habe das Gefühl keine richtige eigene Persönlichkeit zu besitzen. Beim "Lernen" konzentriere ich mich häufig auf nebensächliche Details die mir stundenlang keine Ruhe lassen. Ich bin sehr gerne gut vorbereitet, fühle ich mich nicht fit trete ich gar nicht erst an. Dies ist mit unter auch ein Grund wieso ich weit über der Regelstudienzeit bin, jedoch recht gute Zensuren besitze. Das Problem sorgt jetzt dafür das ich den Studiengang wechseln muss, da ich das Studium nicht in der regulären Zeit abschließen kann. Habe das Gefühl nichts zu Ende zu bringen. Habe schon enorm viele Dozenten / Freunde "verschlissen", aufgrund meines Verhaltens. Mir fällt es leicht, mit "fremden" über diese Probleme zu sprechen, jedoch extrem "schwer" mit Menschen aus meinem nahen Umfeld, bzw. Menschen die ich häufig zu Gesicht bekomme. Ich bin gut im Kontakt mit Emails (anonym), sehr schlecht bei persönlichen "Beratungs"-Gesprächen. Häufig lasse ich mich stark und schnell für ein Thema motivieren und gebe vollgas, jedoch finde ich schnell eine neue Begeisterung, welche die andere komplett untergehen lässt. Lasse mich sehr leicht ablenken. Brauche ständig Strukturen, ohne Sie fühle ich mich verloren. Kann nur schwer mit Leistungsdruck umgehen und bin kein Fan von Konkurrenz. Wenn ich etwas gut kann, dann präsentiere ich es. bsp. Nachhilfe. Fühle mich häufig ausgegrenzt, kommt dieses Gefühl zum Vorschein, versuche ich das durch laute "vorgefertigte" Sprüche zu umgehen, was oft "aufgesetzt" und unnatürlich wirkt. Stehe mir gerne selbst im Weg und merke jeden Fehler den ich mache, häufig im selben Augenblick wenn ich ihn begehe. Habe unterschiedliche Freundeskreise (oberflächlich) bei denen ich mich komplett verschieden verhalte. Bei manchen bin ich extrem schüchtern, bei anderen das totale Gegenteil. Kann mich nur sehr schwer entscheiden. Halte Termine äußerst lange zurück (Aufschieberitis) und fahre das "Auto" meist selbst gegen die Wand, in dem ich zu spät eingreife und mich "kümmere".

Könnte noch ziemlich lang so weiter schreiben. Eine Ausnahme gibt es noch zum obigen Text, wenn ich am Wochenende mal einer "Trinken" gehe, bin ich so ziemlich von allem das Gegenteil. Ich hoffe durch die Forenbeiträge kann ich mein Verhalten genauer analysieren und charakterisieren und frage mich ob ein Gang zum Psychologen helfen würde, da ich das Gefühl habe mich mitzuteilen. Dieses Gefühl geht jedoch wieder schnell verloren wenn ich etwas finde was meine totale Aufmerksamkeit einnimmt. Vielen Dank
Mimikry87
 

Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Kaveri42 » Mi 29. Jan 2014, 15:11

Hi Mimikry87,

ich bin zwar nagelneu hier, aber ich geb trotzdem mal meinen Senf dazu.

Vieles, was Du schreibst, erleb ich auch. Ich bin seit einiger Zeit in Therapie. Zuerst war ich bei einem sehr netten Verhaltens-Therapeuten, der mir allerdings nicht viel weitergeholfen hat. Jetzt bin ich bei einer analytischen Thereputin, die mir bereits viele Denkansätze verschafft hat.
Ich habe selten das Gefühl, als ginge es voran, aber es tut unendlich gut, mit jemandem zu reden, der nicht aus meinem Bekanntenkreis oder meiner Familie ist, sondern jemand, der meine Probleme auch zu verstehen scheint. Dort werde ich nicht abgespeist mit "Stell Dich nicht so an" oder "Übertreibst Du nicht etwas?".

Wenn Du also das Bedürfnis hast, mit jemandem zu reden, mit nem Profi, dann such Dir nen Therapeuten. Keinen Psychologen, die sind eher im medizinischen Bereich ansässig.

Die Suche wird sicher nicht ganz leicht, selbst hier aufm Land sind Termine Mangelware. Schreib Dir Telefonnummern auf und telefonier alle ab, bis Du nen Termin für ein Vorsgespräch hast. Und dann such Dir jemanden, der gefühlsmäßig zu Dir paßt, der Deinem Bauch gefällt! Ich hab zu lange beim falschen Therapeuten verbracht, weil ich nicht auf meinen Bauch gehört habe.

Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, daß Du die für Dich richtige Entscheidung treffen kannst!!!
Kaveri42
 

Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon bignose » Fr 14. Feb 2014, 10:23

Hallo Mimikry87

Beim Lesen deines Threads sind mir ein paar Sachen bekannt vorgekommen, die ich in meinem Leben auch erlebt habe.
Ob du ein HSP bist, kann ich nicht beurteilen, ist aber auch nicht wirklich wichtig, wenn du hier Anregungen für dein Problem bekommst.

Ich denke, du hast ein grosses generelles Problem:Du versuchst es immer anderen Recht zu machen - vergiss es!!! Zum Einen wird es nicht funktionieren, da jeder andere Erwartungen hat und zum Zweiten verlierst du DICH dabei selbst.
Stattdessen solltest du versuchen es DIR Recht zu machen. Du allein bist verantwortlich für dein Leben. Ich weis, ist leichter gesagt als getan - habe ein halbes Leben dazu gebraucht und arbeite immer noch daran. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich zu wissen was man will, wie man sich sein Leben vorstellt. Dazu muss man sich aber erst einmal selber kennenlernen.
Von Kindheit an bekommen wir eingetrichtert, dass man so zu sein hat, wie andere es wollen - dann wird es belohnt - anstatt die Kinder dazu zu erziehen, dass sie sich selber kennenlernen um ihre Stärken herauszufinden - Schwächen auszumerzen ist sehr ineffizient. Aber genau darauf ist unsere Gesellschaft und unser Bildungssystem ausgelegt. Anstatt sich über eine 1 in Musik zu freuen, wird an der 4 in Mathe rumgemäkelt und Nachhilfe organisiert. Die Botschaft dabei ist für ein Kind doch ganz klar: Ich bin zu schlecht. Genau so ist es auch im Zwischenmenschlichen Bereich. Solange du funktionierst wie die Anderen es wollen ist alles ok - aber wehe nicht - dann wirst du mit Ablehnung bestraft. Ok - dass war jetzt sehr pauschal - aber so in etwa funktioniert es.
Du bist von Intellektuellen Menschen eingeschüchtert? Warum? Intelligenz ist kein Mass für soziale Kompetenz!!! Vor dir steht dann immer noch ein Mensch aus Fleisch und Blut mit SEINEN ureigensten Stärken und Schwächen.Verhaltensmuster von Menschen anzunehmen ist ein Werkzeug, um sich dazugehörig zu fühlen - ein Trugschluss, denn dann verleugne ich mich selbst.
Ich finde es toll, dass du dich reflektierst und für dich festgestellt hast, dass sich was ändern muss. Das ist nämlich der erste entscheidende Schritt.

"wenn ich am WE mal einen Trinken gehe..." - Klar: Alkohol baut Hemmungen ab - ist aber kein gutes Werkzeug!!!!!! Ich spreche da aus Erfahrung!!!!
Du kennst den Spruch. Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit.....
Finde dein wahres ICH (Achtung - kann auch mal ganz schön weh tun), lebe es und du wirst sehen, dass sich alles andere ergibt.
Manchmal dauert es etwas länger, so wie bei mir (ein halbes Leben und eine gescheiterte Ehe).

Scheitern ist erlaubt und um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Stärke.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Anregungen geben.

Ich wünsche dir viel Mut und Erfolg auf deinem Weg

LG
bignose
bignose
 

Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon habibti » Fr 14. Feb 2014, 10:50

Ups, ausversehen zwei mal gepostet.
Zuletzt geändert von habibti am Fr 14. Feb 2014, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
Lieben Gruß, habibti
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Gefühl ein zu hauchen, damit er Form annehmen kann."


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Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon habibti » Fr 14. Feb 2014, 10:50

Hallo Mimikry87,

Ich schließe mich Bignose an.

Auch ich kann nicht beurteilen, ob Du HS bist, aber
auf jeden Fall scheinst Du zart besaitet zu sein.

Ob nun Psychologe, oder Analytiker, das mußt Du heraus
finden, was Dir eher liegt. Ich halte für Deine Probleme
den Verhaltenstherapeuten für geeignet. "Man kann nicht
generell sagen, nicht zum Psychologen."
Es kommt auf die
Therapieform an, die man auswählt. Da kannst Du Dich
im Internet kundig machen. Du scheinst, nach Deinen
Beschreibungen Hilf im Bereich des Verhaltens zu brauchen.

Daß Du Dich in Kreisen der Intelektuellen unwohl fühlst, kann
ich sehr gut nachvollziehen, denn das hatte und habe es teilweise
immer noch, auch. Vielleicht kannst Du Dich davon überzeugen,
daß das alles auch nur Menschen sind. Und soweit bist Du von ihnen
auch gar nicht wegn denn Du studierst ja selbst auch. Also keine
falsche Beschreidenheit. Jeder Mensch ist für sich etwas ganz Besonderes
und daß wir das so oft nicht glauben können, kommt daher, daß
wir in jungen Jahren etwas anderes vermittelt bekommen haben.
Wie wissen oft gar nicht über unsere Einzigartigkeit.

Vielleicht magst ja mal darüber nachdenken. _moin_
Lieben Gruß, habibti
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Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Denker » Fr 7. Mär 2014, 13:15

Hallo,
ich bin ganz neu hier und habe soooo viele Fragen.

Ich stehe kurz davor, eine Psychotherapie zu beginnen, da ich mit meiner Gefühlslage nicht ganz klar komme. Auf die Idee eine Therapie zu machen bin ich gekommen, bevor ich mich mit dem Thema HS beschäftigt habe. In zwei Wochen habe ich den ersten Termin.
Wegen einiger körperlicher Beschwerden war ich gestern bei einer Heilpraktikerin, mit der ich über das Thema HS gesprochen habe. Sie konnte meine Gedanken gut nachvollziehen, hat mir von einer Psychotherapie aber absolut abgeraten. Grund: Das was mir der Therapeut erzählen würde, wüsste ich durch mein analytisches Denkvermögen schon. Je mehr ich drüber nachdenke, könnte sie Recht haben. In meinem Leben habe ich schon zwei Therapien gemacht (beide wegen (angeblicher) Depressionen) und nie hat es bei mir im Kopf *Klick* gemacht. Vielmehr kam mir vieles sehr bekannt vor.
Ich weiß jetzt absolut nicht was ich machen soll. Ich will den hart erkämpften Therapieplatz ungern aufgeben, habe aber auch Angst das ich nicht zu "der" Erkenntnis komme.
Wie denkt ihr?
Denker
 

Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Silicea » Mo 10. Mär 2014, 22:32

Hallo Denker,

du schreibst, du möchtest eine Therapie machen wegen deiner Gefühlslage und deine HP rät dir davon ab, weil dein
analytisches Denkvermögen eh schon "alles" weiß. Außerdem sagst du, dass du schon zwei Therapien gemacht hast und
da hat es im Kopf auch nicht "klick" gemacht.

Doch ich habe das Gefühl, es geht nicht nur um Denken, sondern wie du selbst eingangs gesagt hast um deine Gefühlslage.
Und dabei kann dir sicher ein Therapeut helfen, in deine Gefühlslage Ordnung und Klarheit reinzubringen. Dafür sind sie
eigentlich da.

Du schreibst, du warst wegen angeblicher Depressionen in Therapie. Was ist denn deine Vermutung, hast du auch das
Gefühl, du hättest Depressionen? Bei Depressionen kommt man ja nicht gut an seine Gefühle heran. Wie ist das bei dir,
lieber Denker?

Da du auch den Therapieplatz als hart umkämpft ansiehst, würde ich der ganzen Sache mal eine Chance geben und auf
mein Gefühl hören, ob dir diese Therapie gut tut und etwas an deiner Gefühlslage ändern kann. Ich wünsche dir auf jeden
Fall, dass du dort die Erkenntnis erhälst, die du dir wünschst. Falls nicht, würde ich so lange weiter suchen, bis ich das
richtige für mich gefunden habe.

Es gibt so viele verschiedene Therapieansätze, vielleicht hast du einfach noch nicht die richtige Therapie für dich
gefunden?

Alles Gute und liebe Grüße! Silicea
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Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Denker » Di 11. Mär 2014, 20:24

Hallo Silicea,

danke für deine Worte!

Du hast recht und ich habe die letzten Tage drüber nachgedacht, dass ich die Therapie auf jedenfall beginnen werde.
Pauschal zu sagen, dass ich eh schon alles weiss, ist sicher nicht richtig.
Ob ich das Gefühl hatte, ob es Depressionen waren, kann ich nicht sagen. Es ist so schwer. Mir war schon sehr bewusst was mein Problem ist, nur kam ich nicht aus dem Loch raus.
Seit einigen Tagen gehts mir leider wieder schlecht, was aber wohl daran liegt, dass ich einen Versuch unternommen habe, das Johanniskraut abzusetzen, dass ich seit Mitte Januar nehme. Ich habe es 3 Tage nicht genommen und schon gings bergab. Fühle mich richtig niedergeschlagen, kann kaum klar denken und schleppe mich morgens zur Arbeit und ab 14.30h ist mein Hirn bis oben zu. Die restlichen 2 Stunden sitze ich fast nur ab bzw. brauche zwischen einzelnen Aufgaben viel Zeit.

Schauen wir weiter, nächste Woche Donnerstag gehts los!
Denker
 

Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon Silicea » Di 11. Mär 2014, 21:36

Hallo Denker,

finde ich gut, dass du es doch wagen willst und ich hoffe, du findest kompetente Hilfe in der neuen Therapie.
Schade, dass es dir ohne Johanniskraut wieder schlechter geht. Vielleicht kann dir deine HP noch was anderes
verschreiben.

Ich habe vorhin erst deine anderen Beiträge gefunden und gelesen. Du machst dir ja auch viele Gedanken
zu deiner Arbeitsstelle. Es hört sich für mich so an als überwiegen dort die positiven Aspekte. Und doch
machst du dir ja auch viele Gedanken darüber, ob du nicht doch was anderes machen solltest. Vielleicht
setzt du dich damit zu sehr unter Druck?
Du bist doch noch jung und hast noch Zeit, Entscheidungen zu treffen.

Ob wir HSP´ler uns wohl manchmal zu viele Gedanken machen? Zu viel abwägen oder nicht loslassen können
oder nicht eindeutig ja zu etwas sagen können? Mir ging es jedenfalls manchmal so.

Gute Besserung und viel Glück nä. Do.! LG, Silicea
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Re: Hilfe beim Psychologen?

Beitragvon kikilino » Fr 11. Apr 2014, 09:01

Der Vorteil an einer Therapie ist, dass man neue Praktiken kennen lernt, die einem helfen sein Inneres noch besser zu sortieren und zu ordnen. Es ist ein Unterschied, ob man sich im Kopf analysiert oder praktisch etwas davon ausprobiert und umsetzt. Das Unterbewusstsein kann anscheinend besser 'an den Unstimmigkeiten' weiter arbeiten und auf eine Lösung kommen, wenn ihm zB auch optische Reize angeboten werden.
Was ich bei der Suche nach einem guten terapeuten extrem wichtig finde ist sein Menschenbild. Um mit der Krankenkasse abrechnen zu können muss eine Diagnose erstellt werden, die zu einem Krankheitsbild in einem 'Katalog' passen muss. Was ich damit sagen möchte ist, dass es gerade bei einem Menschen der sich gut selbst analysieren kann nicht hilfreich ist, wenn er auf einen Therapeuten stößt der allzu schnell pythologisiert oder seine eigenen Schubläden zückt um einen einzuordnen weil er sich zu sicher fühlt alles sofort zu erkennen (so wird manchmal doch etwas übergestülpt, das nicht wirklich passt).
kikilino
 



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