du / ... und andere Texte von susili

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du / ... und andere Texte von susili

Beitragvon susili » So 3. Jun 2018, 15:22

du

du warst, bist und wirst jederzeit da sein.
ich kann mich immer an dich wenden,
egal, völlig egal, wie ich mich gerade fühle.

manchmal empfinde ich dich unendlich riesig,
dann wieder klitzeklein.

es liegt daran, wie es mir geht.

bin ich traurig, befürchte ich fast,
du hättest mich vergessen.
bin ich glücklich, freue ich mich,
daß du mich überreich beschenkt hast.

du erfüllst jeden raum.
bist immer dort, wo ich gerade bin.

allein die vorstellung,
daß du es nicht nur für mich bist,
sondern für alle wesen,
egal wo sie sind,
läßt mich sprachlos werden.

ich kann machen, was ich will.
du läßt mir jede freiheit.

jedoch, wenn ich in not bin,
hältst du deine schützende hand über mich;
das habe ich schon oft genug erlebt.

jetzt, wenn ich diesen text schreibe,
schaust du mir über die schulter.
hmm... ich frage dich:
bist du mir so nah,
daß du meine hand führst?

nein, ich leide nicht an verfolgungswahn.

ich spüre überdeutlich,
daß du jetzt in dieser sekunde hier bist,
wenn ich versuche,
meine gedanken so zu ordnen,
daß ein dritter diesen text auch nachvollziehen kann,
wenn er oder sie ihn hinterher liest.

wenn ich den psalm 139 in der bibel lese,
und dort steht:
"von allen seiten umgibst du mich"
hat schon david diese situation damals so empfunden.

jeder andere mensch auf der welt,
welcher religion er auch immer angehört,
der das so empfindet,
wie ich es gerade versuche in worte zu fassen,
ist ebenso tief berührt und erfüllt.

ich habe schon einige tiere lieb gehabt.
wenn ich traurig war,
haben sie mich getröstet.
sie sind einfach gekommen
und waren unglaublich aufmerksam und zärtlich.
ihre gegenwart empfinde ich ebenso göttlich
und fühle dich in diesen schmusenden tieren.

dazu ist für mich nicht allein ein mensch fähig,
tiere können das genau so.

es erfüllt mich mit allergrößter dankbarkeit,
das ich das alles so erleben und fühlen kann.

klar, ich bin auch mal traurig
aber angesichts deiner nähe
auch in dramatischen situationen,
bleibe ich dabei:

ich bin sehr glücklich
und sende allen menschen, tieren und pflanzen
egal, ob sie leben oder tot sind,
egal ob freund oder feind
eine riesige portion liebe.

das leben ist schön!

(Text: Susanne Albers 2018)

und nun meine frage an euch: empfindet ihr das auch so?

liebe grüße, susili
wer wenig denkt, irrt sich oft (leonardo da vinci)
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Re: du

Beitragvon Steppenwolf » So 3. Jun 2018, 16:29

Liebe Susilli,
das hast du wirklich sehr schön geschrieben.
Deine Gedanken hast du auch genügend geordnet, damit man es verstehen kann. Zumindest ich habe dich verstanden.
Ich bin selbst religiös und weiß, was du meinst. Für mich war es auch schon immer eine unheimliche Hilfe und Unterstützung auf jedem Weg. Ps 27,1 (mein Konfirmandenspruch) hat mir zudem noch oftmals die Angst genommen.
Auch Tiere finde ich sehr besonders und tröstend. Sie nehmen einen einfach, wie man ist.
Hast du auch Haustiere? Falls es dich interessiert: Ich habe Frösche(mit denen kann man nicht so gut kuscheln, aber ich finde sie trotzdem sehr süß) und habe viel Kontakt zu Pferden.
Liebe Grüße
Steppenwolf
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Re: du

Beitragvon susili » So 3. Jun 2018, 16:45

lieber steppenwolf (sehr schöner nickname),

wir haben zwei katzen, das ist so toll.

früher hatte ich hunde.

danke für deine antwort.

frösche finde ich ja mal super spannend.... ganz etwas anderes.

liebe grüße, susili
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Re: du

Beitragvon Steppenwolf » So 3. Jun 2018, 16:55

Liebe Susili,

Katzen sind wirklich toll. Hätte ich auch gerne :) Die eignen sich einfach man besten zu kuscheln, finde ich.

Liebe Grüße
Steppenwolf
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Re: du

Beitragvon cindy sun » Do 7. Jun 2018, 16:07

Liebe Susili,

ich musste schon sofort bei den ersten Zeilen an Psalm 139 denken, noch bevor du ihn im Text die Verbindung herstellst.
Ein schöner Text. Einfach wunderbar!!!
Danke fürs Teilen.

Tiere haben wirklich etwas Tröstendes, das einem wohl kaum ein Mensch geben kann. Macht bestimmt ihre Bedingungslosigkeit.
Als Kind hatte ich eine Kuh, die dafür zuständig war. Die kam zwar nichtzu mir, aber ich konnte immer zu ihr und ihr mein Herz ausschütten. Später viel später hatten wir Hunde, an denen ich sehr gehangen habe.

Nochmal danke für dein Teilen _rosegirl_

LG, cindy
.
Ich bin nicht egoistisch - ich passe nur auf mich auf! _yessa_

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Raumforderung

Beitragvon susili » Fr 8. Feb 2019, 08:28

Raumforderung

Bei mir oder bei dir?

In dir oder in mir?

Er, Sie oder Es?

Im Menschen, im Tier oder in der Pflanze?

Wo ist Gott zuhause?

Gott ist jetzt da, ich spüre Sie ganz deutlich.

Meine Katze liegt neben mir,

auch da fühle ich Ihn.

Draußen vor dem Haus steht der Lindenbaum,

dort rauscht Es in den Blättern.

Überall ist Gott.

Schaue ich in den Spiegel,

lächelt Gott mich an.

Stehe ich im Supermarkt an der Kasse,

schiebt Gott meine Einkäufe über den Scanner und kassiert.

Fällt Er draußen als Schnee, schiebt Sie ihn beiseite.

Es übernachtet unter der Brücke,

und bettelt tagsüber in der Fußgängerzone.

Er kündigt den Abrüstungsvertrag,

und Sie rüstet in Nordkorea auf.

Es flüchtet übers Mittelmeer,

und Sie läßt Es in Italien nicht an Land.

Was tun wir mit dem Gott in uns?

Wieviel davon bekommt unser Ich mit?

Wir müssen unser Bewußtsein schärfen; wir alle.



Er, Sie und Es ist die Liebe.

Wir müssen der Liebe mehr Raum geben.

In dem Moment, wo ich dir Liebe sende,

kannst du kein böser Mensch mehr sein.

Genau in dem Moment, wo die Liebe bei dir eintrifft,

wirst du dir aller Schandtaten bewußt und bereust sie.

Und ebenso wird in dem Moment der Anteil Gottes in dir größer.



Du kannst dem Gott in dir,

der den Abrüstungsvertrag kündigt, keine Schuld geben,

nicht Gott, sondern dein Ego war zu groß,

und hat Gott eines Schlechteren belehrt.



Ich mußte auch nicht der irrigen Annahme unterliegen,

daß ich Gott in mein Herz lassen sollte.

Gott war schon vor mir in meinem Herzen.

Mein Ego war allerdings so groß,

daß mir das überhaupt nicht aufgefallen war.



Jetzt ist Gott eingeschlafen und schnurrt.

Er, Sie und Es sind sehr glücklich und zufrieden.

Ab und an blinzelt Gott mich an,

"Es ist gut, was Du gerade schreibst" schnurrt Gott.



Ich denke an Dich, der oder die Du diesen Text in diesem Moment liest.

Und ich frage Dich: "Ist Dir Er, Sie oder Es in Dir schon aufgefallen?"

Hat Er, Sie oder Es auch genug Platz neben Deinem Ego?

Hat Du es Gott in Dir gemütlich gemacht?

Dein Ego kann ja mal darüber nachdenken...

Text: Susanne Albers (2019)
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Re: Raumforderung

Beitragvon sol » Sa 9. Feb 2019, 14:15

Hallo Susili,
danke für deinen Wortzauber
Mit Worten wurde die Schöpfung materiell: Zuerst war das Wort
Worte sind lebendig und umschließen Leben
Einige meiner spontanen Herzensassoziationen

Raumforderung Ego
Der jüdischen Mystik der Kabbalah zufolge sind wir Menschen unseres Wesens nach der tiefste Wunsch, zu empfangen, denn Gottvatermuttergeist erschuf uns als Gefäß für all das Licht und die Liebe, die er uns ständig gibt.
Dieses tiefste Sehnen, Wünschen, Wollen, die tiefe Bedürftigkeit, unser Hunger, unser Durst, unser Mangelschmerz, das ist unsere Natur. Kein Ego.
Als ich mal versuchte, ganz alleine, ohne Zeugen, mein Herz ganz weit zu öffnen und mal auszusprechen, was ich mir ehrlich a l l e s wünsche, da war ich blockiert. Nicht mal vor mir selber ganz alleine wollte ich meine maßlose Bedürftigkeit rauslassen - denn das war doch Ego!
Als ich mich überwand und überwand und alles sagte, was ich mir sehnlichst wünsche, nämlich a l l e s von Gott, nicht ein bisschen, nicht wenig, nein, a l l e s, da wurde mir warm, lebendig, hell.
Da erst wurde ich das Gefäß, zu dem Gottvatermuttergeist mich erschaffen hat. Da erst konnte all sein Licht, all seine Liebe, die immer da sind, einfließen, mich füllen, überfließen.
Und erst dann konnte ich teilen, abgeben, verteilen, mitteilen.
Erst müssen wir unseren Hunger zugeben, damit Gottvatermuttergeist Raum füllt, uns füllt.
Ego ist spirituell ein Mangelsymptom.
„There‘s a crack in everything, that’s how the light gets in.“ Leonard Cohen
sol
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Re: Raumforderung

Beitragvon susili » So 10. Feb 2019, 00:34

peng, es war mitten in der nacht... ich bin mit dem anfang dieses textes aufgewacht

dann habe ich mich gesetzt und die buchstaben nur noch so fließen lassen.

ja sol, es war und ist zauberhaft.... ich bin dankbar für diese ? eingebung ?

ganz liebe grüße, susili
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Spirituelle Freude

Beitragvon susili » So 10. Feb 2019, 17:29

Spirituelle Freude

Du bist da, immer, zu jeder Zeit, tief in mir drin.

Komme, was will, ich kann dich nicht verlieren.

Auch wenn dunkle Wolken meinen Himmel verfinstern,

mich ablenken wollen,

ich weiß, ganz tief in mir drin bist du da.

Ich muß mich nur auf dich besinnen,

nach dir spüren,

dich nach oben holen,

dann erfüllst du mich,

schaffst dir wieder Platz in meinem bewußten Geist.

Es gibt dafür keinen bestimmten Mechanismus, keine bestimmte Technik.

Zwischen dir und mir gibt es keine Entfernung.

Du bist in mir und um mich.

Du bist die pure Glückseligkeit.

Nichts kann dich vertreiben.

Selbst wenn ich krank bin, begleitest du mich.

Du zeigst mir, daß ich nicht allein bin.

Jetzt in diesem Moment fühle ich dich,

und vermag nicht in Worte zu fassen,

wie wunderschön das ist.

Ich bin erfüllt von einer tiefen Demut und größten Dankbarkeit.

Egal, was ich tue, egal was ich denke, egal, was ich fühle,

Du bist da, wenn ich wache,

und du bist da, wenn ich schlafe.

Und du bist mein Leben lang bei mir.

Ich danke dir!



(Text: Susanne Albers 2017)
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