Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

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Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon stanzi » Mi 19. Okt 2011, 22:23

http://www.youtube.com/watch?v=nKsuVtg_RxY


Im Orf gab es einen tollen Beitrag in der Sendung Kreuz und Quer- "Es gibt keinen Gott-Atheisten machen mobil", auf you tube gefunden in 4 Teile gegliedert,Richard Dawkins, Schmidt Salomon, FSM :) Teil 1

brauchen wir eine religion? wir können auch ohne lieben.

_gruebel_
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon Jamania » Do 20. Okt 2011, 08:43

Mir macht eine solche Bewegung Angst.

Nicht, weil ich gläubig wäre, sondern weil wieder der Weg gewählt wird, persönliche Ansichten und so etwas Intimes wie spirituelles Seelenheil anderen aufzudrängen.
Es ist für mich genauso Missionierung wie die Gemeinschaft der Gläubigen das jahrhundertelang praktiziert hat, auch wenn es jetzt eher im Infotainment- als im Predigtformat ist.

Wahrscheinlich absolut davon überzeugt den anderen Menschen damit Gutes zu tun, sie aufzuklären und ihre Seele zu retten - nur diesmal in die andere Richtung.

Ich finde eine der größten Errungenschaften der Moderne hier in unseren Breiten ist die Freiheit, selber glauben zu dürfen, was man möchte und auch die Muße zu haben, ganz alleine für sich herauszufinden, wo sein spiritueller Kern liegt.
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon stanzi » Do 20. Okt 2011, 11:52

liebe jamania,jeder sollte seinen glauben finden dürfen und auch ausleben.
ich selbst bin ja agnostiger.

beides darf sein.was mir halt schon immer wieder sauer aufstößt das es kriege und gewalt gibt im namen irgeneines glaubens..dagegen habe ich etwas!

im amerika werden auch kinder missbraucht zur christianisierung.also das schwächste mitgleid in der gesellschaft.!

hier,wenn dich das interessiert?

http://www.youtube.com/watch?v=1tmeRwhVwXI

das hier menschen friedlich ihren religiösen weg gehen,dagegen ist ja nichts einzuwenden.

auf einer anderen seite haben wir zum ersten video eine sehr interessante diss gehabt ein auszug davon,(conni kühn)

Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen, kurz eine Summe von menschlichen Relationen, die, poetisch und rhetorisch gesteigert, übertragen, geschmückt wurden und die nach langem Gebrauch eine...m Volke fest, kanonisch und verbindlich dünken: die Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind, Metaphern, die abgenutzt und sinnlich kraftlos geworden sind, Münzen, die ihr Bild verloren haben und nun als Metall, nicht mehr als Münzen, in Betracht kommen. (Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn)
Die pränatale Psychologie hat eine - für mich einleuchtende - Erklärung für Gläubigkeit: Sobald der Mensch vom Mutterleib getrennt wird, beginnt er sich nach diesem Aufgehobensein
zurückzusehnen. Auch, wenn der Mensch erwachsen ist, wünscht er sich oft noch Elternfiguren, die mit unendlicher Liebe über ihn wachen und für ihn sorgen. Daraus entstehen Religiosität und Glaube, etwas, was tief im Menschen verankert ist.
Mag jeder glauben, was er möchte. Aber es ist Tatsache, daß durch Religionen immer noch so unendlich viel Leid und Intoleranz auf der Welt herrschen, daß ich verstehen kann, wenn manche Religion bzw. deren Glaubenssätze und Auswirkungen bekämpfen.
Und in der Tat denke ich auch, daß Größenwahn überhaupt in vielen Menschen steckt und vorallem auch in dem Glauben, daß - wenn sie ihn schon so nennen - Gott gerade auf den Menschen besonders guckt, dieser Ameise in diesem riesigen Universum!

da würde ich mich auch einordnen.
lieben gruß an dich stanzi

_hello_
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon Jamania » Do 20. Okt 2011, 14:20

Hallo stanzi,

über Kriege im Namen des Glaubens und Selektierung Ungläubiger oder Drangsalierung Schwacher - da brauchen wir gar nicht drüber reden.
Da bin ich sowas von einer Meinung mit dir! (bin übrigens Agnostikerin)
Aber das betrifft die Institutionen, die Macht ausüben können.
Nicht die Religion, die doch eigentlich nur tief im Inneren stattfindet.
Das wird für mich hier vermischt und vorsichtshalber mal bei der Wurzel angepackt - also alle, die religiös sind, sind naiv und verdrängen Wahrheiten, die sich belegen lassen.

Ich frage mich auch, an wen sich diese Wahrheitskampagne richtet und ob ich es gut finde, dass jetzt Abhängige aufgeklärt und einer neuen Wahrheit zugeführt werden sollen.
Mir würde es eher um immer mehr Freiheit gehen, nicht um neue Dogmen.
Glaube ist nicht fassbar, ihn mit Sachlickheit zu widerlegen ist jederzeit möglich, beleidigt aber die Menschen, die diese Spiritualität für sich gewählt haben - z.B. auch abseits der Institutionen.

Ein wenig erinnert es mich an die Maskulistenbewegung, in der einige Mitglieder entschieden haben, dass die hässlichen Seiten des Feminismus jetzt von den Männern wiederholt werden müssen, damit so was wie ein Gleichstand erreicht wird.

Mich überzeugt das alles nicht.
Es gibt einen großen Teil der Menschen, die jetzt schon frei sich für oder gegen Religion entscheiden können.
Ich würde mir das für alle Menschen wünschen, glaube aber nicht, dass es durch eine Widerlegung von Gott und Glauben passieren wird.
Das ist eine für mich fatale Umkehrung - eine Zwangsrationalisierung durch Druck der sich überlegen fühlenden Denker.
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon stanzi » Do 20. Okt 2011, 14:47

Jamania hat geschrieben:
Ein wenig erinnert es mich an die Maskulistenbewegung, in der einige Mitglieder entschieden haben, dass die hässlichen Seiten des Feminismus jetzt von den Männern wiederholt werden müssen, damit so was wie ein Gleichstand erreicht wird.



da muss ich dir unbedingt recht geben _yessa_

eine extreme aufkärung ist auch eine hetze!....man erreicht vielleicht etwas ,was man eigentlich gar nicht wollte!,das sich fronten auftun wub

viele jugendlich sind total verunsichert,andere flüchen in die esotherik.

danke für deine resonaz.
stanzi
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon Jamania » Do 20. Okt 2011, 16:47

_hello_

Ich bin manchmal ein bisschen neidisch auf die Menschen, die glauben können.
Es kann einem bestimmt viel geben, aber mich hat noch nie etwas aus dieser Richtung erreicht, im Gegenteil bin eher mit der repressiven Seite der Kirche aufgewachsen und habe dann auch lange alles verdammt, was damit zu tun hatte.

Zu denken gegeben haben mir die Leute, die so was still und mit Überzeugung tatsächlich leben und es stimmig für sie ist, nicht diese böse Wasser und Wein-Geschichte, die das Bild momentan gerade ganz besonders prägt.

Lieben Gruß an dich

Jamania
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon stanzi » Do 20. Okt 2011, 17:07

Jamania hat geschrieben:_hello_

Ich bin manchmal ein bisschen neidisch auf die Menschen, die glauben können.


1güt
als kleines kind war ich bei der jungschar,auf zeltlager war super lustig.....wir haben unseren pfarrer den meßwein ausgetrunken sch_lol1

erst so ca, mit 16 jahren habe ich begriffen wie frauenfeindlich die katholische kirche ist,unsere gruppe sollte zu einer demo..gegen den damaligen abtreibungspagagaphen _protest_

da war der zeitpunkt für mich gekommen die gemeinschaft der katholischen jugendgruppe zu verlassen _panik_

heute setzte ich mich still und alleine manchmal in eine kleine kirche und lass meine gedanken freien lauf...kindheitserinnerunegn kommen hoch.

es macht mich ganz ruhig _floating_heart
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Re: Es gibt keinen Gott - Atheisten machen mobil 1/4

Beitragvon EmilyStrange » Mo 24. Okt 2011, 17:10

Solche Denkweisen, die diese Frau im Video vertritt, gibt es sowohl bei den Ungläubigen als auch bei den Gläubigen. Ehrlich gesagt finde ich solches Denken schlimm, mittelatlerlich, kurzsichtig und oberflächlich einfach weil diese Leute dazu neigen christliche Mythologie wörtlich zu nehmen . Ich dachte wir sind doch schon weiter. Ich finde man muss einfach zwischen Mythologie und Spiritualität unterscheiden und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Denn auch das alte und neue Testament ist nichts weiter als Mythologie. Es sind Geschichten.
Wesentlich ist für mich neben eigener Spiritualität auch ein Wertesystem, der in einer Religion zugrunde liegt.
Da wird oft auch oft vieles überinterpretiert, subjektiv, falsch interpretiert, sogar für eigene egoistische Zwecke mißbraucht.

Einer der Monthy Pythons (ich glaube John Cleese, bin mir aber nicht sicher) hat mal in der Doku "M.P. - fast die ganze Wahrheit" über das "Das Leben des Bryan" gesagt, daß der film eigentlich sehr christlich sei , weil er nicht die Grundwerte das Wichtigste der Religion veräppelt sondern die Menschen wie sie Religion mißinterpretieren.
Traurig ist nur , daß es heute nciht viel anders zu sein scheint als im Altertum, wenn man die Frau im Video oben sprechen hört _biggrin_

Die Argumentation von diesem Atheisten-Papst finde ich auch recht oberflächlich, aber ich hab sein Buch nicht gelesen. Nicht besser als Christen.
Warum wollen alle Menschen Antworten von der Religion und nicht Spiritualität - also Halt?
Evolution bei Tieren lässt sich nicht 1:1 auf Menschen zu übertragen, schon allein weil die soziokulturelle Aspekte nicht berücksichtigt werden. Das sagt sicher jeder ernst zu nehmender Wissenschaftler, der zb weiß warum zb Fund der überreste des Hobbit-Menschen so besonders ist. Das ist ein großer Fehler den viele heutzutage machen.-
Evolution lässt sich schon gar nicht auf unsere Gesellschaft übertragen.
Ich finde Evolution kann nicht alles erklären was Christen als "böse" bezeichnen.
Es gibt vieles was in der Welt falsch läuft und nichts mit natürlichen von der Evolution vorgesehenen Verhalten zu tun hat. man braucht weder Religion noch Atheismus um Dinge als falsch zu erkennen.
EmilyStrange
 



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