Mein Weg zu Gott ist ein eigener gewesen

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Re: Mein Weg zu Gott ist ein eigener gewesen

Beitragvon Kiesel » Do 6. Jun 2019, 18:08

Die Menschen die schlimmes erlebt haben, wird Gott troesten. Sie werden nicht durchs Fegefeuer gehen muessen. Sie sind schon auf der Erde durchgegangen. Er wird mit ihnen ueber ihr Leid weinen und ihr Leid in Liebe verwandeln. In einem KZ waren die Worte eingeritzt "Wenn es einen Gott gibt, muss er mich um Verzeihung bitten." Ich glaube daran, dass Gott das macht. Er wird die schlimmsten Wunden heilen und in Liebe verwandeln:)
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Re: Mein Weg zu Gott ist ein eigener gewesen

Beitragvon Moondream » Do 6. Jun 2019, 21:56

Hallo Kiesel,

ich finde es ganz toll, dass du so offen deinen Glauben erklärst, und gleichzeitig andere Ansichten und Meinung respektierst. Das habe ich so offen bisher nur ganz selten bei gläubigen Menschen erlebt/wahrgenommen.
Und, wenn ich dich richtig verstehe, machtst du auch eine Unterscheidung zwischen dem (individuellen, persönlichen) christlichen Glauben und der institutionellen Religion (hier die katholische Kirche).
Ich selbst respektiere den christlichen Glauben, auch wenn ich ihm nicht nahestehe. Vorbehalte habe ich indes gegenüber der institutionellen Kirche.

Kiesel hat geschrieben:Bezueglich der Katholischen Kirche als Institution, die festgefahrenen Machtstrukturen gefallen mir ganz und gar nicht.
Ich hab keine Ahnung was fuer Machtspiele sich im Vatikan abspielen. Es gibt viele verletzte Menschen in der katholischen Kirche. Viel Leid und viel Boeses was dadurch entsteht.

Ja, das kann ich nachvollziehen. Meine Ablehung gilt genau diesen Machtstrukturen, der in sich selbst erstarrten religiösen Nomenklatura, die keine Änderungen und Modernisierung zulässt und wehement an alten Fehlern und Strukturen festhält. Das betrifft auch, aber nicht allein, die katholische Kirche. Für mich sind das z.B. Dinge wie das Totschweigen und Vertuschen von Kindesmißbrauch, aber auch die Haltung der Kirchen(n) zur Selbstbestimmung der Frau, Verhütung, Abtreibung, Zölibat, Homosexualität und der Sexualität insgesamt. Das sind für mich Dinge die die Kirche dringendst abschaffen oder reformieren müsste um in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft (als Institution) noch eine Daseinsberechtigung zu haben. Dem individuellen christlichen Glauben stehe ich indes durchaus positiv gegenüber, insbesondere was Dinge wie Nächstenliebe (und ehrliche Liebe allgemein), Trost, Hilfe für die schwachen Mitlglieder der Gesellschaft und Vergebung betrifft.

Kiesel hat geschrieben:Es gibt jedoch auch einige gute Menschen. Ich kenne einige von ihnen persoenlich. Moenche, Nonnen und Priester. Sie mussten innerhalb der Katholische Kirche auch viel Leid erfahren, weil sie fuer das Gute gekaempft haben.

Da stimme ich dir völlig zu. Es gibt in der katholischen Kirche, ebenso wie in allen anderen Religonen viele Menschen, die ehrlich für ihren Glauben eintreten, unendlich viel Gutes tun und sich nicht an den Machstpielen der institutionellen Kirchen(n) beteiligen. Vor diesen Menschen habe ich unglaubliche Hochachtung.

Kiesel hat geschrieben:Die Bibel muss man im Kontext verstehen und am besten waere es natuerlich sie in der Orginalsprache zu verstehen, weil doch wichtig Teile bei der Uebersetzung verloren gehen.

Dem stehe ich etwas kritsch gegenüber, muß aber zugestehen, dass ich die Bibel bisher nur in Auszügen gelesen habe. Wichtiger ist mir aber der historische Kontext, wie die Bibel entstanden ist. Letztendlich ist es für mich auch nicht das Wort eines Gottes, sondern eine Sammlung von überlieferten Geschichten die keine universelle Wahrheit enthält, sondern die Geschichten und weltanschaulichen Vorstellungen jener Menschen, die die Geschichten aufgegriffen und weitergegeben haben. Dazu kommt, das in Zuge der Kanonisierung eine recht willkürliche oder bessere (macht-)politische Auswahl getroffen wurde. So wurden (im historischen Kontext verständlich, z.B. stark patriarchalische Gesselschaft ,die historische Notwendigkeit die Christen zu einen - sonst hätte das Christentum wohl eher - keine große Bedeutung erlangt- und um bei Bedarf auch Gewalt zur Durchsetzung zu legitimieren) z.B. alle Texte weggelassen, die eine stärkere Rolle der Frau sahen oder das Konzept der zentral gelenkten (instituionellen) Kirche infrage gestellt hätten (z.B. Gnostiker).
Ich denke daher nicht, das in der Bibel irgendeine universelle Wahrheit zu finden ist, sie ist aber sehr stark interpretierbar und dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann sie aber auch als das sehen, was sie meiner Meinung nach ist, ein historisches und literarische Dokument, welches uns Einblicke in das Weltbild der frühe
Kiesel hat geschrieben:Deine Vorstellung von Gott macht mich traurig, wie soll jemand der die Liebe erschaffen hat gleichgueltig auf seine Geschoepfe schauen?
n Christen und auch in einige historsiche Ereignisse gibt.

Kiesel hat geschrieben:Weisst du das erste Gebot sagt eigentlich nur aus, dass die Liebe dein Ziel sein soll.

Kann man sicher so interpretieren, aus dem historischen Kontext ist es aber meiner Meinung nach glaubwürdiger das es genau das aussagen soll was da steht: 'Wenn du meine Liebe und Gnade willst, ordne dich mir (der Kirche?) bedingungslos unter und wage dir nicht etwas anders in Erwägung zu ziehen!'
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Re: Mein Weg zu Gott ist ein eigener gewesen

Beitragvon Moondream » Do 6. Jun 2019, 21:59

Kiesel hat geschrieben:Bezueglich Homosexualitaet, ich denke, dass das ein psychisches Problem ist. Der Mensch mit dieser Neigung leidet, will mit dieser Neigung fehlende Selbstliebe kompensieren. Er projeziert sich in seinen gleichgeschlechtlichen Partner, weil er nicht faehig ist sich selbst zu lieben. Wuerde ich sogar auf gefuehlt fehlende bzw. fehlende Vaterliebe zurueckfuehren.

Da muß ich dir ernsthaft wiedersprechen. Es ist mitlerweile eine gut gesicherte Erkenntnis, das Homosexualität (wie Bisexualität auch) eine natürlich Varianz im menschlichen Sexualverhalten ist. Es ist völlig normal, hat definitiv nichts mit der Psyche zu tun (da passiert ind er Folge dann eher durch die offene homophobie der Kirche und konsevativer Gesellschaftskreise), und ist auch keine 'Störung' die man irgendwie behandeln oder änder muß. Und auch wenn auch Kirche und konservative was anderes behaupten, homosexuelles Verhalten kommt auch ganz natürlich im Tierreich vor und ist schlicht und ergreifend - normal! (ich bin übrigens absolut heterosexuell, nur zur Info icon_winkle )

Kiesel hat geschrieben:Paedophilie ist der Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden.

Das ist nur wieder eindeutig eine psychische Störung, genauso wie die (weiter verbreitete) Hebephilie und andere Präferenzstörungen. Wird aber gern in einen Topf geworfen. Zu Erklärung: Pädophile präferieren Kinder vor Erreichen der Pubertät, Hebephile nach Erreichen der Pubertät.

Kiesel hat geschrieben:Deine Vorstellung von Gott macht mich traurig, wie soll jemand der die Liebe erschaffen hat gleichgueltig auf seine Geschoepfe schauen?

Empfinde ich nicht so. Der Gott den ich da sehe, der kümmert sich darum das die Rahmenbedingungen stimmen. Damit die Menschen sich frei und ungestört entfalten können und einen freien Willen haben. Dazu ist es nicht nötig sich um jeden Menschen einzeln zu kümmern. Das können die Menschen untereinander selbst viel besser, oder sollten es zumindest können. Das ist nicht Gleichgültigkeit sondern Güte, Weitsicht und Verantwortung. So wie der Imker sich um sein Bienenvolk kümmert, das es ihm gut geht und es sich entfalten und wachsen kann. Er muß sich nicht um jede einzelne Biene kümmern.
LG
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Re: Mein Weg zu Gott ist ein eigener gewesen

Beitragvon jules1976 » Fr 7. Jun 2019, 05:48

Hallo Allerseits!
Ich schließe den Thread- Grund ist unter anderem hier zu finden: 11590502nx46300/regeln-f3/was-wir-hier-ablehnen-t6856.html

Ich persönlich lehne jegliches Werben für jede Religion ab und ich verstehe einige Beiträge hier nicht als " Offenheit" sondern a) als Werbung für eine m.E. zu Recht aussterbende Kirche
b.) Als völlige Verklärtheit von Unrecht -Geschehen an missbrauchten Kindern - wo man dann schon fast bei Bert Hellinger landet und das Opfer sich beim Täter entschuldigen muss, so klingt es zumindest durch und so einen großen Kotzeimer habe ich grade nicht da- will ich in meinem Wohnzimmer auch einfach nicht tolerieren
C.) Diskriminierung von Homosexuellen , das dulde ich hier nicht und lasse Vorurteile stehen, wogegen Menschen seit langer Zeit ankämpfen müssen und heute noch drunter zu leiden haben
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