Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

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Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

Beitragvon silverlady » Fr 13. Apr 2018, 08:33

Hallo,
hab von der Veranstaltung (siehe unten) gelesen und bin traurig, weil ich nicht dort sein kann.
Mich würde sehr interessieren, wie das Ergebnis der Diskussion ausfällt und ob dort HSP mit ein Thema ist,
bzw. ob Hochsensibilität evtl. in der Abschluss-Fragerunde angesprochen werden könnte.
Wer ist dort oder hat Erfahrung mit Diskussionen?

Falls jemanden hier das Thema interessiert, gerne bei mir melden, zum Austausch.
Freue mich über Rückmeldung!
LG


Podiumsdiskussion:
Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

Donnerstag, 13. September 2018, 11-16h, in Hannover

Menschen, die alleinstehend sind, werden übersehen oder öffentlich gebrandmarkt.
Dies betrifft aktuell 18,67 Millionen Menschen in Deutschland – und ihre Zahl wächst:
http://www.emnw-maenner.de/fileadmin/me ... _final.pdf

Die Kirche habe keine passenden Angebote für Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig alleine leben, sagt Martin Rosowski:
https://www.evangelisch.de/inhalte/1455 ... s-kuemmern
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Re: Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

Beitragvon thymebender » Fr 31. Mai 2019, 17:42

Interessantes Thema.

Ein paar Gedanken dazu, die man sicher noch weiter ausdifferenzieren könnte:

Ich finde, dass der Umgang mit dem Alleinsein eine merkwürdige Zwiespältigkeit an sich hat: zum einen wird über Werbung und Unterhaltungsindustrie das Ideal vom Single-Leben (nicht allein, sondern ungebunden, abenteuerlich, selbstbewusst und und und) gehyped als wärde eine liebevolle Beziehung zwischen zwei Menschen mit einer Randstellung in der Gesellschaft gleichzusetzen.
Kurz: glorifizierter Bindungsunwille und dazu Kompensationsmechanismen wie "friends with benefits" oder so etwas.

Auf der anderen Seite, wenn jemand wirklich allein ist, ohne von einer unverbindlichen Beziehung in die andere zu stolpern (ob aufgrund von Sensibilität oder warum auch immer) scheint das im Umfeld als Makel wahrgenommen zu werden.

Und wenn Menschen auf den "Marktwert" reduziert werden, den diese beim ergänzenden Geschlecht haben, steht man (zumindest als Mann) offenbar im Dafürhalten vieler als "von geringerem Wert" da, verglichen mit Beziehungsfreudigen / -aktiveren Artgenossen ...
thymebender
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Re: Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

Beitragvon IrgendwieAnders » Fr 14. Feb 2020, 19:55

Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft...
Wenn man/frau bei solcheinem Vortrag ist, gibt es viele verschiedene Anknüpfungspunkte. Leider endet es meist mit dem Diskussionschwerpunkt: War Jesus Single? Besser gesagt- es artet aus in der Thematik: Dürfen/sollen katholische Priester heiraten oder nicht. An sich ist das Single-Dasein in der Kirche kein Thema, wenn man/frau brav seine "Arbeiten" erledigt, funktioniert. Zudem ist es immer noch besser ein/e Single zu sein als Geschieden-Wiederverheiratet.
In den einzelnen Unterkategorien der Katholischen Aktion werden sehr wohl Singleveranstaltungen angeboten z.B: in der Männerbewegung, in der Frauenbewegung...Bei der Frauenbewegung geht es dabei vor allem um Hilfen bei Notsituationen, finanzielle Beratung, Unterstützung bei Amtshandlungen usw.. Der Katholische Familienverband versucht auch "Hilfe" für Singles zu bieten. Ich weiß nicht, was bei diesen Treffen passiert, ich war noch nie dort, aber es gibt sie.
Ich glaube, SingleDasein ist so komplex, und jede/r eine andere Erwartung hat. Die (kath) Kirche hat halt diesbezüglich sicher auch Angst als Art Singleböse missbraucht zu werden. Zudem ist es sehr schwer passende ReferentenInnen zu finden. Jene,die gut sind, sind meist ausgebucht oder so teuer, dass die Veranstalter Schwierigkeiten mit der Finanzierung haben.Das andere Problem ist die Zielgruppe: Wer "outet" sich als Single? Ist die Scham allein zu sein groß? usw.... Kein leichtes Unterfangen diesbezüglich etwas auf die Beine zu stellen. Mit lieben Grüßen IrgendwieAnders
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Ich hab ein Zittern in meinem Bauch.
Wenn ich dir die Hand entgegenstreck`,
ob ich dein Lächeln dabei aufweck`?
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und sag leise:"Hallo, Du!" _Mij_
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Re: Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft

Beitragvon silverlady » So 29. Mär 2020, 23:59

Vielen Dank für eure Beiträge!

Hier sind die Vorträge zum Anhören.
Single-Sein in Theologie, Kirche und Gesellschaft:

http://www.singles.evangelisches-zentrum.de/beitrge.htm


Hat die Säkularisation (Einverleibung von Klöstern) zur "Heimatlosigkeit" so mancher Singles geführt oder
war eine Ursache, daß im zweiten vatikanischen Konzil, die Stellung der Frauen verändert wurde?
denn in untenstehendem Heft ist folgendes zu lesen:

"Stärkere Bischofszentrierung durch das Konzil.....
...Vor dem Konzil war es theoretisch möglich, dass Frauen Kardinalinnen wurden."
https://www.herder.de/hk/hefte/archiv/2 ... er-kirche/
silverlady
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