Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Original HSP Test nach Elain N. Aron

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Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon herzblut » So 9. Jan 2011, 18:18

herzblut hat geschrieben:Bild

Gehörst auch Du zu den "Highly Sensitive Persons"? - Mach den Test: Wie oft kannst Du diesen Aussagen zustimmen?

Ein Einkaufsbummel in der Stadt scheint für mich anstrengender zu sein als für andere.

Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich auch das hören, was andere nicht aussprechen.

Ich bin deutlich schreckhafter als andere.

Der Kontakt mit anderen Menschen scheint mich manchmal energetisch auszulaugen.

Ich spüre manchmal fast körperlich, wie es anderen geht.

Als Kind war ich tief erschrocken, wenn der Lehrer mit einem Mitschüler schimpfte. Ich fühlte mich so, als hätte sein Schimpfen mir gegolten, obwohl ich gar nicht gemeint war.

Ich brauche relativ viel Rückzug und Zeit für mich, um ausgeglichen zu sein.

Wenn Konflikte und Spannungen zwischen anderen Menschen "in der Luft liegen", spüre ich das beinahe körperlich, auch wenn ich an den Konfikten gar nicht beteiligt bin.

Die Stimmungen anderer Menschen beeindrucken mich unnötig stark.

Laute Geräusche bereiten mir fast ein körperliches Unbehagen.

Ich weiche aufregenden oder traurigen Filmen aus, weil sie mich zu sehr "mitnehmen".

Großen Menschenansammlungen weiche ich am liebsten aus.

Ich fühle mich häufig missverstanden und allein, weil ich offenbar mehr und andere Dinge wahrnehme als andere.

Wenn zu viel Unruhe herrscht, zu viele Reize auf mich einstürmen, dann reagiere ich manchmal gereizt, fahrig, mit Stress, mit Symptomen oder gar mit Schmerzen.

Selbst kleine eigene Fehler und Unterlassungen gehen mir oft noch lange nach.

Bedürfnisse von anderen empfinde ich häufig sehr deutlich.

Grelles Licht irritiert und stört mich offenbar mehr als andere.

Ich stoße leicht auf Fehler an einer Sache, und Unstimmigkeiten drängen sich mir geradezu wie von selbst auf.
Die Auflösung:

Wenn Du mehr als neun Aussagen mit einem Ja beantworten konntest, dann dürftest Du hochsensible sein. - Es sei denn, Du befindest sich momentan in einer ganz außerordentlichen Belastungssituation. Dann könnten auch andere Menschen so wie Hochsensible reagieren.

Mach die Probe: Stell Dir mal folgende Fragen: "Wie war es denn in der Vergangenheit? Und wie war es in der Kindheit?" Geh die Aussagen damit erneut durch. Erhältst Du dann dasselbe oder ein ähnliches Ergebnis mit mehr als neun Ja-Antworten, dann ist das eine Bestätigung des Testergebnisses.
`@uelle: hsp-institute.de
"Ich glaube, daß wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von dem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist."

Arthur Schopenhauer

In tiefer Trauer um meine geliebte Hündin Linda, die am 12. Mai gestorben ist.
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon herzblut » So 9. Jan 2011, 18:25

*hochschieb*
"Ich glaube, daß wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von dem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist."

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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon DrKatZe » Di 6. Sep 2011, 19:52

Ui! icon_redface _gruebel_ _nüxweiss_
Darf ich hier überhaupt meinen Senf zum Test abgeben? Ich wüsste keinen besseren Ort als hier. Sollte ich hier falsch sein, bitte ich jemanden von denen, die es können, mein Post an die richtige Stelle zu schieben. Oki? danke2

Also, ich möchte den Test nämlich mal kritisch betrachten, denn ich finde die Fragen sehr allgemeingültig und auf jeden Menschen zutreffend, der nur ein bisschen selbstkritisch mit sich umgehen kann und selbstreflektiert durchs Leben geht. Mich interessieren dabei auch sehr eure Meinnungen. Denn ich frage mich, ob ich mit dieser Ansicht allein dastehe und wenn ja, woran das liegt. Vielleicht habe ich ja tatsächlich einen Denkfehler. Vielleicht denkt ihr ähnlich wie ich, dann lasst mich das bitte auch wissen.
Ich will mal knauserich sein und versuchen zu jeder Frage von Arons Test meinen kritischen Senf in Kurzform dazu abzugeben. Soll ja hier nicht in analytische Berichterstattung ausarten. _gruebel_ icon_redface

Ein Einkaufsbummel in der Stadt scheint für mich anstrengender zu sein als für andere.
Würde das nicht jeder von sich selbst behaupten, wenn er shoppen geht und sieht, dass die Freundin neben einem noch quietschfidel wirkt? Aber andersherum, vielleicht wirkt man selbst ja auch noch fit auf den Gegenüber, obwohl man sich selbst nicht so fühlt. Wie vergleicht man das also?

Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich auch das hören, was andere nicht aussprechen.
Das hat doch viel mit Menschenkenntnis zu tun. Die kann ein jeder besitzen, der auch nicht HS ist.

Ich bin deutlich schreckhafter als andere.
Also gut, hier komme ich mit meiner Erklärung nicht gut zurecht und belasse es dann mal mit einem nutzlosen Kommentar. _hüüh_

Der Kontakt mit anderen Menschen scheint mich manchmal energetisch auszulaugen.
Oh ja!!! Es gibt Menschen und Gruppen von Menschen, die machen fertig! Ich kenne niemanden, dem es hin und wieder nicht so geht. Und ich bin mir sicher, darunter sind auch Menschen, die nicht HSP sind.

Ich spüre manchmal fast körperlich, wie es anderen geht.
Japp, das ist eine Aussage, die ich definitiv einem HSP zuschreiben würde. 1güt

Als Kind war ich tief erschrocken, wenn der Lehrer mit einem Mitschüler schimpfte. Ich fühlte mich so, als hätte sein Schimpfen mir gegolten, obwohl ich gar nicht gemeint war.
Kenne ich sehr gut, dieses Gefühl. Ich kann mich aber auch erinnern, dass der Großteil der Klasse betroffen geguckt hat bei dem Schreck und wenn der Lehrer einen in der Klasse laut ausgeschimpft hat. Ich bezweifle, dass ich in einer Klasse saß, in dem es zum Großteil HSP gab.

Ich brauche relativ viel Rückzug und Zeit für mich, um ausgeglichen zu sein.
Was heißt denn "relativ viel"? Das ist eine so ungenaue Bezeichnung, die schließlich doch gar nichts aussagt. Wer würde das von sich nicht behaupten?

Wenn Konflikte und Spannungen zwischen anderen Menschen "in der Luft liegen", spüre ich das beinahe körperlich, auch wenn ich an den Konfikten gar nicht beteiligt bin.
Oh ja! Das durfte ich (UND mein Kollegenteam) erst vor Kurzem spüren, als zwei getrennte Elternteile zusammen in einem Raum sitzen mussten. Die Spannungen waren für alle greifbar. Aber auch hier bezweifle ich, dass alle Kollegen HSP sind.

Die Stimmungen anderer Menschen beeindrucken mich unnötig stark.
Ok. Punkt FÜR HSP! 1güt

Laute Geräusche bereiten mir fast ein körperliches Unbehagen.
Geht mir nicht zwangsläufig so, es sei denn die lauten Geräusche treten plötzlich auf, dann bereiten sie mit körperlich sehr wohl Unbehagen. Aber mal ehrlich, wem denn nicht?

Ich weiche aufregenden oder traurigen Filmen aus, weil sie mich zu sehr "mitnehmen".
Japp. Ich lebe Filme mit und kriege mich nur schwer wieder ein, wenn etwas Drammatisches geschieht. Punkt für HSP. 1güt
Ich für meinen Teil bin aber auch ein sehr emotionaler Mensch, nah am Wasser gebaut und stark mitfühlend und voll von Empathie. Aber diese Ausprägung allein kann doch nicht ausreichend sein, um eine HSP zu sein. Oder doch? Mh...

Großen Menschenansammlungen weiche ich am liebsten aus.
Love Parade, Konzerte, MenschenMASSEN auf engem Raum: ja. Was aber sagt eine "Menschenansammlung" aus. Ab wievielen Leuten bezeichnet man das als Ansammlung? Ab 100 Personen auf 10qm oder 5 Leuten auf 20qm? Wieder so eine sehr schwammige Bezeichnung, die frei interpretierbar ist.

Ich fühle mich häufig missverstanden und allein, weil ich offenbar mehr und andere Dinge wahrnehme als andere.
Punkt für die HSP. Da fällt mir kein Argument zu ein. 1güt

Wenn zu viel Unruhe herrscht, zu viele Reize auf mich einstürmen, dann reagiere ich manchmal gereizt, fahrig, mit Stress, mit Symptomen oder gar mit Schmerzen.
Wem geht das nicht so? Welcher Mensch ist nicht überreizt, wenn er drei Aufgaben gleichzeitig in kürzester Zeit bewältigen soll in einem vollen Raum mit vielen hin und her wuselnden Kollegen und verschiedene Musik dudelnden Radios aus verschiedenen Ecken? Dazu braucht man nicht HS zu sein.

Selbst kleine eigene Fehler und Unterlassungen gehen mir oft noch lange nach.
Ja. Kann doch aber auch schlicht und ergreifend am mangelnden Selbstwertgefühl liegen.

Bedürfnisse von anderen empfinde ich häufig sehr deutlich.
Weil ich empathisch bin, ja. = HS? _nüxweiss_

Grelles Licht irritiert und stört mich offenbar mehr als andere.
Grelles Licht mag niemand. Wer guckt schon gern freiwillig in eine helle Taschenlampe, in Scheinwerfer, in die Sonne oder andere helle Lichtquellen. Lichtempfindlichkeit ist auch nicht zwangsläufig ein Indiz für HSP.

Ich stoße leicht auf Fehler an einer Sache, und Unstimmigkeiten drängen sich mir geradezu wie von selbst auf.
Wer einfach aufmerksam ist und einen Blick fürs Detail hat, kann dass auch erkennen und muss nicht HSP sein.

Die Auflösung:
Wenn Du mehr als neun Aussagen mit einem Ja beantworten konntest, dann dürftest Du hochsensible sein. - Es sei denn, Du befindest sich momentan in einer ganz außerordentlichen Belastungssituation. Dann könnten auch andere Menschen so wie Hochsensible reagieren.

"dann dürftest Du hochsensible sein" Als Ergebnis gibt es also die Mutmaßung, das ... . Keine klare Aussage in eine konkrete Richtung, denn es könnte ja auch sein, dass ich mich gerade in einer schwierigen Situation befinde. Natürlich macht es die Menge von zutreffenden Antworten aus, die eine HS wahrscheinlichER machen, doch wirklich schlauer als vorher bin ich mit dem Test nicht. Zu viele Aussagen sind so allgemein, dass sie auf jeden Menschen zutreffen können. Wie sicher kann so ein Test also sein? Welche Aussagekraft hat er, wenn er eine hat? Oder ist das nur ein "Spiel"? Ich meine, der Test ist von einer Psychologin entworfen worden. Muss er dann nicht sogar eine gewisse wissenschafltiche Aussagekraft haben?

Wie seht ihr das?

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich will den Test nicht grundsätzlich verteufeln. Es sind meine Gedanken dazu und ich muss mich irgendwie darüber austauschen. Wenn nicht hier mit euch, mit wem dann? _miiting_

Ich danke euch für eure Geduld so viel Text gelesen zu haben und für eure rege Diskussion.

_wav_
Gib mir Kraft, zu verändern, was ich verändern kann, und die Gelassenheit, geschehen zu lassen, was ich nicht verändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden. .Seneca.

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage. Aber ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst.
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon Kopfkino » Do 8. Sep 2011, 09:58

Hallo DrKatZe!

Ich finde das Deine Kritik durchaus angebracht ist, denn die Fragen lassen in der Tat viel Raum für Eventualitäten. Als Beispiel möchte ich eine Beobachtung anführen, die ich neulich mal gemacht habe. Ich mußte mich neulich in einem Forum für Burn- Out- Erkrankte etwas zurückhalten, da ich somit den kompletten Thread in Frage hätte stellen müssen und sowas mache ich einfach nicht so gerne, der sich eben mit dem Test von Parlow befaßte, wo immer mehr Leute schrieben, dass ihr Ergebnis aussagt sie seien eine HSP.
"Wenn Du mehr als neun Aussagen mit einem Ja beantworten konntest, dann dürftest Du hochsensible sein. - Es sei denn, Du befindest Dich momentan in einer ganz außerordentlichen Belastungssituation. Dann könnten auch andere Menschen so wie Hochsensible reagieren."

Und an dieser Stelle greift diese Aussage, denn z.B. als Burn- Out- Erkrankter zeigt man ähnliche Reaktions"muster". Man ist dünnhäutig geworden, da das Nervenkostüm porös geworden ist. Wenn man ein Trauma erlitten hat, können ähnliche Symptome auftreten. In meinem Fall bin ich mir z.B. nicht ganz sicher ob ein Trauma in der Kindheit dazu geführt hat, dass ich hochsensibel reagiere oder ob ich tatsächlich so geboren bin. Die Spanne dazwischen berägt 4 Jahre. _nüxweiss_ In einem Belastungs- EEG zeigte ich mal abnormale Bewegungen, aber was mir das sagen sollte wußte/ weiß ich auch nicht, da auf Grund der geringen Bedeutung keine weitere Erklärung nötig war (scheinbar). Ich glaube dass es noch eine Weile dauert bis man gezieltere/ fundiertere Aussagen treffen kann. Vielleicht sollte man sich daran aktiv beteiligen, denke ich mir hin und wieder mal.

Lg,

Kopfkino _flöwer_
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon Sensi » Sa 10. Sep 2011, 18:38

DrKatZe, mir geht es da ganz ähnlich wie Dir.
Ich bezweifel, ob man wirklich in den Kategorien HSP oder Nicht-HSP einteilen kann.
Ich glaube, dass viele ihre Sensibilität gar nicht zulassen und sie überdecken, weil sie ihnen vielleicht Angst macht (unbewußt).
Oder dass man an einem Tag einfach auch sensibler ist als an einem anderen Tag.
Manchmal geht es mir auch so, dass ich einfach niemanden an mich heranlassen möchte und ich "zu" mache, weil ich es in dem Moment nicht ertrage oder ertragen möchte.
Ich möchte dann das Leid anderer nicht fühlen.

Ich denke, dass sich manche ihrer Sensibilität bewußter sind als andere, mal mehr, mal weniger.

Ich mag dieses Kategoriendenken überhaupt nicht und glaube auch nicht daran.

Liebe Grüße
Sensi
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon DrKatZe » So 11. Sep 2011, 17:58

Kopfkino hat geschrieben:Ich glaube dass es noch eine Weile dauert bis man gezieltere/ fundiertere Aussagen treffen kann. Vielleicht sollte man sich daran aktiv beteiligen, denke ich mir hin und wieder mal.


Mit Sicherheit dauert das mindestens noch Jahre. Die Forschungen stehen ja noch ganz am Anfang. Vielleicht lässt/lassen sich der Test/die Tests einfach als eine erste mögliche Orientierung einordnen, auf der man mit persönlichen weitere Recherchen aufbauen kann, wenn man möchte. Als mehr werde ich diese Tests für mich nicht bewerten, habe ich beschlossen. Auch die Lektüre von der Psychologin zum Thema (Parlows Buch nehme ich mir auch noch vor) sehe ich kritisch, wobei dennoch gute Infos drinnenstehen, die ich aber auch nicht gänzlich nur als speziell für HSP geeignet sehen würde. Viel mehr bietet dieses Buch viele Anregungen, sich mit sich selbst, seinem Verhalten und den möglichen Hintergründen auseinanderzusetzen. Das finde ich schon sehr gut. Und so werde ich es für mich auch handhaben.

Viel besser dagegen finde ich den Austausch in einem so klasse Forum wie hier. Ich finde es unglaublich, wie sensibel alle miteinander umgehen, wie warmherzig, freundschaftlich und liebevoll. Das genieße ich sehr sehr sehr viel mehr und gibt mir viel viel mehr als jede vermeintlich wissenschaftliche Literatur zum Thema. _flöwer_

Gut finde ich aber auch, dass sich ein Verband (oder war es eine Arbeitsgruppe?) für HSP gegründet hat und intensive Forschung, Recherche und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. (Vielleicht ist es sinnvoll den Link dazu mal in dem entsprechenden Thread zu posten... _gruebel_ ) In dessen Rahmen ließe sich eine Mitarbeit zugunsten des Themas bestimmt gut umsetzen.

Sensi hat geschrieben:Ich bezweifel, ob man wirklich in den Kategorien HSP oder Nicht-HSP einteilen kann.
Ich glaube, dass viele ihre Sensibilität gar nicht zulassen und sie überdecken, weil sie ihnen vielleicht Angst macht (unbewußt).
Oder dass man an einem Tag einfach auch sensibler ist als an einem anderen Tag.
(...)
Ich denke, dass sich manche ihrer Sensibilität bewußter sind als andere, mal mehr, mal weniger.

Ich mag dieses Kategoriendenken überhaupt nicht und glaube auch nicht daran.


Genau, solch eine Kategorisierung kann ja schließlich auch schell wieder zu Stigmatisierung und Vorurteilen führen. Und schon ist die kleinere Gruppe schnell ausgeschlossen und als wehleidig, zu nah am Wasser gebaut, überempfindlich und schüchtern oder depressiv abgestempelt. Daher sehe ich es so, dass HS als mögliche Charakter- oder Persönlichkeitsausprägung ähnlich den Temperamentstypen, neutral als Fakt durchaus informative Aspekte haben kann, als hochbesondere neue Entdeckung als solches überbewertet ist.

Viel wertvoller ist wie gesagt, dass man Gleichgesinnte findet, mit denen man sich austauschen kann, die verstehen, wie es einem selbst geht. Das ist hier im Forum der Fall für mich. Ohne den Test wäre ich ja gar nicht auf die Idee gekommen, hier zu landen und daher bin ich dafür sehr dankbar. 1güt
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Ich bin verantwortlich für das, was ich sage. Aber ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst.
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon SensItivE » So 27. Nov 2011, 20:05

13 mal JA!
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon bumblebee » Mi 11. Jan 2012, 23:51

Ein kritisches Auge ist oft nicht schlecht, doch in ein paar Punkten sehe ich folgendes eher den Testaussagen betreffend HSP Personen zutreffend, DrKatze:

Und zwar beobachte ich ja viel die Leute in den Kaufhäusern. Und wenn ich shoppen gehe, dann nur, wenn ich eine Zeit in der Stadt noch überbrücken muss und ich weiß, dass ich ein Teil noch gut gebrauchen könnte, ansonsten bestelle ich nämlich immer online, weil es mich total fertig macht zu shoppen. Shopping gehört ansonsten zu vieler Leuten Hobby. Wie mein Exfreund und seine Mutter. Die waren anschließend immernoch fit und planten schon das nächste Mal (in der darauffolgenden Woche). Ich dagegen lag erstmal platt am schlafen und davor reagierte ich erkennbar gereizt.

Das mit den größeren Gruppen, sollte man unterteilen. Fremde Gruppen fügen vermutlich vielen erstmal Unbehagen zu. Doch den Wirbel, den große Gruppen mit sich tragen können, der setzt nicht allen so zu, wie HSP. Das suchen sogar einige! Die Menschen, die ich kenne, sind bis auf 2 Ausnahmen (eine davon ebenfalls HSP) immer gerne unter Leuten und auch lange. Deshalb dacht ich ja oft, ich sei ein Alien, weil ich mich in kleineren Kreisen wohler fühlte und in großen Gruppen öfter abstand brauchte. In einer Zeit, wo ich ziemlich viele Freunde hatte und wir oft zusammen waren, musste ich einmal täglich von denen für ne halbe Stunde abstand halten. Da war ich 14. Da bin ich immer in einen anderen raum, dann kamen die alle hinterher und dann war ich innerlich voll geladen und bin wieder weg. irgendwann hab ich denen dann mal gesagt, dass ich kurz ruhe brauche, meine laune seie schlecht. das akzeptierten sie, auch wenn sie es nicht verstanden. da konnte man keinerlei scherze mit mir betreiben, man sollte mich besser in ruhe lassen. und wenn es sich dann in mir wieder entspannt hatte, kam ich frohen mutes wieder zurück in die gruppe und die anderen freuten sich "Ihre Laune ist wieder gut."

Das mit dem Schimpfen einer Autoritätsperson auf einen Anderen, was einen mitnimmt, als würde es einen selbst betreffen, kann ich auch für mich als HSP spezialisieren. Als ich 14 war, war eine Freundin von mir ziemlich schwierig und da rastete ihr Vater bei einer Diskussion einmal aus, auch obwohl ich anwesend war. Er wurde richtig laut und drohte ihr mit Worten. Ich weinte und versteckte mich. Ich denke, das steht sehr mit Mitgefühl in Verbindung. Ich verteidigte auch stets Mobbingopfer. Es war weniger der Wunsch, Held zu spielen. Ich konnte es einfach nicht mitansehen. Ich habe die Verletzung des anderen gespürt und die Boshaftigkeit des Feinds, das hat mich richtig wütend gemacht.

Das mit den unangenehmen Geräuschen ist bei HSP auch deutlich stärker ausgeprägt, auch mit dem Licht. Wenn ein Zug anhält oder vorbeifährt, muss ich mir die Ohren zuhalten. Kein anderer sonst. Die andere HSP hat als Kind oft geweint, wenn eine Lärmreiche Umgebung kam. Wenn Motorräder an mir vorbeifahren, kriege ich die Krise. Als einmal ein Auspuff geknallt hatte, tat mir mein Ohr den halben Tag lang weh und ich dachte ich müsste zum Arzt. Ich wache nachts von jedem kleinsten Geräusch auf.
Und mit dem Licht, da ist mir und meinen Leuten schon früh aufgefallen, dass ich nicht in die Autoscheinwerfer nachts gucken kann. Ich mach dann immer "aah" und kneife die Augen zu, während der Fahrer ganz normal weiter dem entgegenkommendem Auto entgegenblickt. Wenn die Sonne scheint, tut mir das extrem in den Augen weh, sie tränen dann und ich muss meine Hand darüber halten. Wenn es leicht bewölkt ist und ich im Auto sitze, blenden mich die geringen Sonnenstrahlen, die man durch die Wolken noch empfängt. ich stelle dann immer die sonnenblende runter und meine kopfschmerzen vergehen. ist echt so!

Mit den Filmen kann ich das HSP Argument auch bestätigen. Klar, gibt es Menschen, die weinen auch bei bestimmten Szenen. Aber hier ist konkret das Ausweichen benannt. Ich konnte mich bereits dabei beobachten, wie ich Dokumentationen wegschaltete, wo ich spürte, dass diese jetzt absolut gar nicht gut für meine Nerven wären, obwohl ich sie gerne gesehen hätte. Auch musste ich mal eine Zeit lang Gesangsvideos unterlassen, weil die mich so mitgenommen hatten, dass mir komisch wurde, als wenn sich meine Nerven gleich auflösen. wenn ich das selber grad alles so lese, wie ich das schreibe, finde ich das auch sehr empfindlich, ziemlich hochtragend klingend, aber es ist ja wirklich so.

Und schreckhaft, da hast du ja nicht widersprochen. Da wollt ich einfach nur mal zugeben, dass ich richtig schreckhaft bin _biggrin_ Heute auf der Arbeit, kurz mal wieder in Gedanken versunken, schlägt mein Kollege eine rolle auf den tisch und ich springe vom stuhl auf. letztens im zug, anteilnahmslos im sitz sitzend, ertönt plötzlich ein "hier noch jemand zugestiegen?" an meiner seite und ich mache voll laut "uaaaaah", starre die schaffnerin an und fasse mir an meine brust. Manchmal reicht es sogar, wenn jemand einfach plötzlich hustet. meistens schreie ich dabei auch noch voll laut, das wurd schon oft ziemlich peinlich _biggrin_
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Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon mimose » Di 6. Mär 2012, 13:26

hallo,
ich bin neu hier und noch ein bischen unsicher...
lt. test 13 mal ja...
ich habe mehrere tests durchgefüht und das ergebnis war immer das gleiche : ich müsste auch ein hsp sein...
aber wie soll es jetzt weitergehen.....jetzt weiß ich , moni du bist nicht verrückt, du bist nur anders...aber ich stecke trotzdem in eine sehr schwere krise...ich habe mein job auf anrat der ärztin gekündigt und jetzt hänge ich komplett in der luft...ich wüde ganz gerne etwas neues machen (ich habe bis vor kurzem beim steuerberater gearbeitet -20 Jahre lang!!! ich frage mich immer noch wie ich dasß überlebt habe so viele jahre!!!) ...aber um ganz ehrlich zu sein ich weiß nicht was, ich traue mir im moment auch nicht´s zu...sonst wäre ich gar nicht in dieser situation gekommen.....ich bin dankbar für anregungen....
ich sollte eine therapie machen lt. meiner ärztin, finde aber keinen platz in gummersbach...abgesehen davon, es gibt bei uns keine therapeuten spezialisiert auf hsp...
suche auch kontakt in raum gummersbach/nahe köln (50 km), vielleicht kann man sich auch mal treffen, wenn die chemie stimmt...meine meinung ist daß zwischen 2 hsp´s muß die chemie stimmen.....
liebe und sonnige grüsse aus gummersbach
moni guckstduhier
mimose
 

Re: Original HSP Test - nach Elain N. Aron

Beitragvon Jennifer » Di 24. Apr 2012, 07:08

Ein Einkaufsbummel in der Stadt scheint für mich anstrengender zu sein als für andere.
Kann ich nicht wirklich sagen.. Glaube eher, Nein.
Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich auch das hören, was andere nicht aussprechen.
Immer. Okay, fast immer.. Ein deutliches Ja.
Ich bin deutlich schreckhafter als andere.
Schreckhaft bin ich schon.. Also Ja..
Der Kontakt mit anderen Menschen scheint mich manchmal energetisch auszulaugen.
Selbe, wie oben.. Immer. Okay, fast immer.. Ein deutliches Ja.
Ich spüre manchmal fast körperlich, wie es anderen geht.
dito, ein Ja. Und nicht nur manchmal..
Als Kind war ich tief erschrocken, wenn der Lehrer mit einem Mitschüler schimpfte. Ich fühlte mich so, als hätte sein Schimpfen mir gegolten, obwohl ich gar nicht gemeint war.
Nicht nur als Kind, also Ja.
Ich brauche relativ viel Rückzug und Zeit für mich, um ausgeglichen zu sein.
Weiß ich nicht.. Habe das noch nie ausprobiert, ich ziehe mich automatisch zurück - schon immer. Und das schon deutlich mehr, als andere.. Soll ich das also als ein Ja bewerten?
Wenn Konflikte und Spannungen zwischen anderen Menschen "in der Luft liegen", spüre ich das beinahe körperlich, auch wenn ich an den Konfikten gar nicht beteiligt bin.
Immer.. Ein deutliches Ja.
Die Stimmungen anderer Menschen beeindrucken mich unnötig stark.
So gut wie immer, also Ja.
Laute Geräusche bereiten mir fast ein körperliches Unbehagen.
Wenn sie unangenehm sind oder es viele Nebengeräusche gibt, Ja.
Ich weiche aufregenden oder traurigen Filmen aus, weil sie mich zu sehr "mitnehmen".
Sie nehmen mich mit, aber ausweichen? Nein.
Großen Menschenansammlungen weiche ich am liebsten aus.
Ja. Ich fühle mich unter zu vielen Menschen nicht wohl.
Ich fühle mich häufig missverstanden und allein, weil ich offenbar mehr und andere Dinge wahrnehme als andere.
Das ist schon zutreffend.. also ein Ja.
Wenn zu viel Unruhe herrscht, zu viele Reize auf mich einstürmen, dann reagiere ich manchmal gereizt, fahrig, mit Stress, mit Symptomen oder gar mit Schmerzen.
Kenne ich sehr gut, ein überdeutliches Ja.
Selbst kleine eigene Fehler und Unterlassungen gehen mir oft noch lange nach.
Auch davon kann ich ein Lied singen.. Also Ja.
Bedürfnisse von anderen empfinde ich häufig sehr deutlich.
Stimmt. Ja.
Grelles Licht irritiert und stört mich offenbar mehr als andere.
Kann ich nicht sagen, sicher stört es, aber denke nicht, mehr als andere.. also Nein.
Ich stoße leicht auf Fehler an einer Sache, und Unstimmigkeiten drängen sich mir geradezu wie von selbst auf.
Kommt wohl auf die Sache an.. Was Rechtschreibung anbelangt.. Da habe ich ständig mit zu tun. Wenn ich lese, fühle ich mich schon wie ein Scanner, egal ob im Internet, einer Zeitschrift, ein Buch oder Handgeschriebenes. Auch symmetrische Ungleichheiten.. einmal wahrgenommen, bekomme ich meinen Blick nicht mehr davon los. Also Ja.


Und das Ergebnis ist.. ... *Trommelwirbel* ... 15x Ja. _schf_
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