Threadverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellschaft

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Threadverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellschaft

Beitragvon Nefertiri » Sa 11. Jun 2016, 17:28

Kann sich, glaub ich, jeder vorstellen, was du denkst.

Ist schon eine Frechheit, dass hier anscheinend ohne Rücksprache einfach mal als kostenlose Werbeplattform zu nutzen - und das, wo selber ganz schön gesalzene Preise verlangt werden. Für mich ein guter Grund auf keinen Fall was damit zu tun haben zu wollen, wenn eindeutig der Profit vor angemessenem Verhalten steht. Als HSP bin ich da Megaempfindlich!

Hätte man sich nur ein paar Minuten Zeit gegönnt sich das Forum vorher mal anzusehen, hätte man gewusst, dass es so nicht geht. Aber das ist wohl zuviel verlangt. Egoismus pur!
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Re: Gelöscht

Beitragvon jules1976 » Sa 11. Jun 2016, 19:08

So Ihr Lieben!

Nun hat der Threat-Ersteller ein Einsehen gehabt und seinen Teil wieder gelöscht - und die Userschaft wundert sich...

Dank Dir, Nefertiri - für Deinen deutlich und hilfreichen Worte.

Ich nutze jetzt hier mal den Reste -Threat für meine Sicht auf Coaches und Heilpraktiker, die sich fast ausschließlich auf Hochsensibilität spezialisiert haben.

" Gefühlt" wachsen nämlich die Anfragen und gedanklichen Beschäftigungen mit Coaches für HSP und/oder Hochbegabung hier im Forum.

-Brauche ich einen Coach für meine Hochsensibilität? Nein, definitiv nicht.
-Warum nicht? Ich muß als Mensch zurecht kommen - mit der Welt, wie sie ist. Ich verspreche mir nichts davon, von jemandem beraten zu werden, der sein Geld damit verdient, ein bislang immer noch unbewiesenes Konstrukt zu seinem "Ding" gemacht zu haben - was soll der mir anderes verkaufen? Zumal meiner Meinung nach die gängigen Methoden zur Achtsamkeit mit sich selbst jedem Menschen gut tun würde. Medienenthaltsamkeit sowieso...

Ich bin nichts Besonderes als Hochsensible - es ist ein Wesenzug von mir - ich hab aber auch andere Züge.
Und für mich ist sie angeboren und nötig , zum überleben der Menschheit. Wie auch die Draufgänger nötig sind.


- Was habe ich gebraucht? In einer Phase, in der es mir schlecht ging - nicht unbedingt wegen der Hochsensibilität - hatte ich regelmäßig Termine in einer Beratungsstelle der Diakonie bei einem Sozialarbeiter, einfach nur ne wöchentliche Reflektion. So konnte ich mich wieder auf mich selbst besinnen und meine Beine wieder fest im Boden verankern. Und ich konnte sicher sein, an andere Stellen verwiesen zu werden, sollte es sich um tiefergehende Probleme gehandelt haben. Ich brauche diese Neutralität im Umgang mit mir.

Fehlt jetzt nur noch die Darstellung der Hochsensibilität in den Medien bzw. auch der Hype darum. Jeder bloggt oder weißt sich selbst als Experte aus, schreibt ein Buch -

Dieser Hype

der macht mir persönlich Sorgen. Das inzwischen so viele damit ihr Geld verdienen, obwohl es ein noch so wenig untersuchtes Phänomen ist. Noch nicht belegbar, sichtbar.
Internet-Tests so unwissenschaftlich , oft auf jeden passend.

Dann kommt noch die Kritik, der weniger Sensiblen hinzu - Worte, die vielleicht verletzen und die Hochsensiblen in eine eher esoterische Ecke stellen -oder uns als Sekte betiteln.

Mein Ansatz wäre die Gesellschaft zu sensibilisieren - für mehr Toleranz dem anderen gegenüber und jeden " sein" zu lassen.
Aber das wird noch lange dauern...

Nachdenkliche Grüße jules1976
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Re: Gelöscht

Beitragvon Seelenheim » So 12. Jun 2016, 17:59

jules1976 hat geschrieben:Mein Ansatz wäre die Gesellschaft zu sensibilisieren - für mehr Toleranz dem anderen gegenüber und jeden " sein" zu lassen.

Aber wären nicht genau dafür HSP die Richtigen? Und müssen sie nicht erst wissen, wer sie sind und sich verstanden und gesehen fühlen und aus diesem (selbst)gebauten Gefängnis rauskommen?

Ich spreche hier gar nicht für oder gegen Coaches und jeder muß verantworten, was er mit anderen macht,...aber gehst Du davon aus, dass das, was Dir geholfen hat/gut tut auch für alle anderen gilt?
Jeder ist doch so anders...

P.S. Die eine Sache, die ich grundsätzlich problematisch finde ist, wenn sich "Helfer" selbst erhöhen statt dem Betroffenen zu dienen.
Seelenheim
 

Re: Gelöscht

Beitragvon atemlos » So 12. Jun 2016, 19:33

@jules1976: smgp*
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Re: Gelöscht

Beitragvon jules1976 » So 12. Jun 2016, 20:29

Seelenheim hat geschrieben:Ich spreche hier gar nicht für oder gegen Coaches und jeder muß verantworten, was er mit anderen macht,...aber gehst Du davon aus, dass das, was Dir geholfen hat/gut tut auch für alle anderen gilt?
Jeder ist doch so anders...


Da möchte ich doch mal gerne wissen, wie Du auf diesen Gedankengang kommst? Ich habe doch deutlich geschrieben, dass das nur meine Gedanken zum Thema sind?

jules1976 hat geschrieben:Mein Ansatz wäre die Gesellschaft zu sensibilisieren - für mehr Toleranz dem anderen gegenüber und jeden " sein" zu lassen.

Aber wären nicht genau dafür HSP die Richtigen? Und müssen sie nicht erst wissen, wer sie sind und sich verstanden und gesehen fühlen und aus diesem (selbst)gebauten Gefängnis rauskommen?


Nein, das glaube ich beim momentanen Stand der Dinge eben nicht- ich denke, es muss eine Wandlung aus der Gesellschaft selbst sein.
Und ich war mir meiner Paarung Hochsensibilität -leichter Hang zum HSS nie in einem Gefängnis.

Lg jules1976
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Re: Threatverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellscha

Beitragvon jules1976 » So 12. Jun 2016, 20:47

Soo Ihr Lieben!
Dieser Threat hieß bis gerade "gelöscht" - da sich nun aber der ehemalige Threatersteller sich sehr nett entschuldigt hat und um Verzeihung gebeten hat, habe ich seinen Teil ganz entfernt - wegen der anregenden Diskussion bleibt der Rest aber erhalten!
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Re: Threatverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellscha

Beitragvon Seelenheim » So 12. Jun 2016, 21:55

Ich kam (ganz logisch) darauf,weil Du schriebst, was Du selbst brauchtest, was Du über Couching bzgl. HSP denkst und weil es ja zig Menschen gibt die sich eben bei "normalen Therapeuten"/Beratern etc. nicht verstanden fühlen mit der Hochsensibilität.
Dann schriebst Du ja,dass Du nicht wegen HSP Hilfe gesucht hast und ich bezog Gefängnis und seine Identität finden auf die,die es betrifft. Auch wenn es Dich nicht betrifft- wo sollen HSP,die sich selbst verloren haben nach Hilfe suchen?
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Re: Threatverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellscha

Beitragvon jules1976 » Mo 13. Jun 2016, 10:03

Ich kam (ganz logisch) darauf,weil Du schriebst, was Du selbst brauchtest, was Du über Coaching bzgl. HSP denkst


Mag sein, dass ich da jetzt sehr pedantisch werde, aber wenn ich im einen Satz schreibe, das es sich bei meinem Geschreipsel um meine persönliche Erfahrung und Meinung handelt und im letzen Satz erwähne, dass mein Ansatz wäre , die Gesellschaft wieder mehr zu sensibilisieren für mehr Toleranz und den anderen" sein" zu lassen - dann finde ich den Gedankengang , ob ich finde, dass was mir geholfen hat auch für alle anderen gilt, nicht logisch sondern widersprüchlich. icon_winkle


Auch wenn es Dich nicht betrifft- wo sollen HSP,die sich selbst verloren haben nach Hilfe suchen?


Immer noch nicht bei einem Coach, der evtl. nur einen Wochenend-Kurs besucht hat und sich auf eigene Erfahrungen beruft - aber auch hier gilt natürlich es gibt solche und solche...

Sozialarbeiter, Pädagoge, Hausarzt oder Psychologe wären Möglichkeiten.

Aber so kristalisiert sich hier vielleicht ein weitere wichtiger Ansatz heraus:

Die Ausbildung für Pädagogen, Ärzte , Psychiater und Psychologen muss noch weiter verändert werden! U72(
Und die Leitlinien für eine " Labelvergabe" ( damit meine ich schon auch Diagnosen, aber HS ist z.B. keine Diagnose, da keine Krankheit), sodass diese mehr Spielraum u. Zeit zum Kennenlernen haben.

Lg jules1976

P.S. Andere Threats zum Thema:
11590502nx46300/hochsensibilitaet-allgemein-f8/gehts-auch-ohne-coaching-therapie-t7977.html

11590502nx46300/hochsensibilitaet-allgemein-f8/letzte-rettung--coaching-t4849.html
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Re: Threatverlauf zum Thema Choaches u. Hs in der Gesellscha

Beitragvon Seelenheim » Mo 13. Jun 2016, 14:09

jules1976 hat geschrieben:Mag sein, dass ich da jetzt sehr pedantisch werde, aber wenn ich im einen Satz schreibe, das es sich bei meinem Geschreipsel um meine persönliche Erfahrung und Meinung handelt und im letzen Satz erwähne, dass mein Ansatz wäre , die Gesellschaft wieder mehr zu sensibilisieren für mehr Toleranz und den anderen" sein" zu lassen - dann finde ich den Gedankengang , ob ich finde, dass was mir geholfen hat auch für alle anderen gilt, nicht logisch sondern widersprüchlich. icon_winkle


Ja, es wäre in der Tat ein Widerspruch, deshalb habe ich nachgefragt. Das nennt man wohl die Freiheit beim Kennenlernen anderer Menschen. Du kennst Deine eigene Integrität, ich kenne Dich noch nicht lange und wenn ich nicht weiß, wie es jemand meint, frage ich nach. Du kannst das jetzt übermäßig mißtrauisch oder enttäuschend nennen. Ich nenne es so, wie es ist: nachfragen, wenn ich nicht weiß, wie es jemand meint.
Vielleicht gilt dann auch für diese Situation das "sein lassen" des Anderen und damit ist hoffentlich nicht gemeint, blindes Vertrauen haben zu sollen. icon_winkle

Den Rest habe ich verstanden. Danke für die links! iwikx
Seelenheim
 



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