... und noch ein "Sensibelchen"

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... und noch ein "Sensibelchen"

Beitragvon Ysandre » Fr 15. Mai 2015, 11:00

Hallo, liebe Community; schön, dass ich euch gefunden habe!

Ich bin Anna und schon seit etwas mehr als 30 Jahren „anders als andere Kinder“. Dabei habe ich in Schule und Uni bestens funktioniert. Auf das Thema Hochsensibilität hat mich erst die Psychologin gebracht, bei der ich mit 24 Jahren ein Coaching „gebucht“ hatte: Nach dem Übergang vom Studium in den Job erstaunten mich meine Kraft- und Mutlosigkeit – rein objektiv ging es mir nämlich bestens. Ich war an meine innere Grenze gestoßen und kam mit den guten Ratschlägen aus meiner Kindheit nicht mehr weiter.

Diese Ratschläge meiner fürsorglichen und liebevollen, mit großer Empfindsamkeit aber unerfahrenen Mutter lauteten meist etwa so:

„Reiß dich doch zusammen.“
„Wein nicht so schnell, du bietest so viel Angriffsfläche.“
„Nimm dir nicht immer alles so zu Herzen.“
„Es hat doch keiner gesagt, dass er dich nicht mag, bilde dir nicht so vieles ein.“

Aus dem schüchternen, aber zeitweise zu unkontrollierten Ausbrüchen von Traurigkeit und Wut neigenden Kind wurde ein in sich gekehrter Teenager, der zu allem Überfluss von eigentlich antriebslosen Mitschülern mit erstaunlichem Ehrgeiz gemobbt wurde. Der Teenager tauschte erst spät Pferdeschwanz und Schlabberpullis gegen Trägertops und Wimperntusche und rutschte dadurch in eine Reihe meist kurzer, wenn auch fester Beziehungen mit Männern, die recht wenig übrig hatten für Pathos im Alltag. Auch hier: „Nimm das nicht so ernst. Du machst aus jeder Mücke einen Elefanten. Du bist anstrengend.“

Heute lebe ich mit meiner großen Liebe zusammen, für den meine "Bugs" tatsächlich "Features" sind und der meine Alltagsdramen wunderbar auffängt. Ich habe nur wenige Freunde, weil das Gefühl, wie ein schlecht gestanztes Puzzleteil nirgends richtig hineinzupassen, immer präsent ist. An vielen Ausgehabenden wünsche ich mich insgeheim nach Hause auf mein Sofa.

Ich reise recht ungern, denn massive Veränderungen und Unplanbarkeiten mag ich nicht. Das sage ich so aber natürlich kaum jemanden, denn das Verständnis dafür hält sich in der Regel in Grenzen - jeder fährt doch gern in den Urlaub! U72(
Ordnung ist mir wichtig, aber nicht wegen besonderer Pedanterie, sondern weil mich beruhigt, wenn alle Dinge dort zu finden sind, wo sie auch sonst immer sind.
Unausgesprochenes wiegt für mich oft viel schwerer als tatsächlich Gesagtes. Ich interpretiere stets sehr viel in einzelne Sätze, Stimmlagen, Gesten hinein und fange Blicke auf, die andere häufig gar nicht mitbekommen. Das alles ist oft anstrengend und ich arbeite noch intensiv daran, die positiven Seiten meines Wesens zu sehen – und mich manchmal einfach stumpf zu stellen.

Ich freue mich auf das Forum und andere „anstrengende, merkwürdige, überempfindliche“ Menschen. _yessa_
Ysandre
 

Re: ... und noch ein "Sensibelchen"

Beitragvon jules1976 » Sa 16. Mai 2015, 00:02

Hallo Ysandre!

sm_06 hier im Forum!

Einiges aus Deiner Vorstellung kommt mir bekannt vor!

Schau Dich um und fühl Dich wohl hier-

_flov_

Liebe Grüße Jules1976
Respekt elefant2
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jules1976
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Registriert: Mi 23. Mai 2012, 10:56

Re: ... und noch ein "Sensibelchen"

Beitragvon Ysandre » Do 21. Mai 2015, 11:02

Lieben Dank! :)
Ysandre
 



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