"Zu viel Empathie"...

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"Zu viel Empathie"...

Beitragvon Filamis » So 4. Mär 2012, 22:28

... das waren die Worte, nach denen ich vor einigen Monaten gegoogelt habe und die mich dann nach einigem Stöbern zum Thema Hochsensibilität gebracht haben.
Nach dem Test und ein bisschen Lesen auf verschiedenen Internetseiten habe ich mich total in sehr vielen Punkten wiederfinden können, habe das Thema dann aber zeitbedingt wieder etwas beiseite geschoben.
Aber immer wieder habe ich dann unbewusst Verhaltensweisen oder Gefühle der HS zugeschrieben und möchte mich jetzt doch ein bisschen intensiver damit beschäftigen.
Ganz oft wurde ich auch schon "Mutter Theresa" genannt und konnte das immer gar nicht nachvollziehen. Denn die Gründe, aus denen ich diesen "Titel" erhalten habe, waren für mich immer Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Oft genug habe ich dann aber gemerkt, dass sie für andere Menschen ganz und gar nicht selbstverständlich waren, was ich dann oft sehr ernüchternd fand.
Die feinen "Stimmungs-Nuancen", die man in Gesprächen mit anderen herausfühlt und in die man unter Umständen auch manchmal zu viel reininterpretiert, scheinen mir auch mehr als gut bekannt zu sein.
Ebenso die Situationen, die man aufgrund verschiedener Reize, Einflüsse (sowohl physisch als auch stimmungsbedingt)kaum aushält und die einem dann, wenn man sich selbst damit vergleicht, wie gut / leicht andere mit solchen Situationen umgehen können, das komische Gefühl der Andersartigkeit geben...
Das "durch-die-Stimmungen-anderer-beeinflusst-werden" ist bei mir auch ganz extrem stark ausgeprägt. Ich weiß, es ist blöd, aber das geht sogar soweit, dass ich mir z.B. manche Sendungen oder teilweise auch Nachrichten gar nicht ansehen kann, weil es mir danach richtig schlecht geht und ich erst mal wieder etwas Zeit brauche, um mich davon zu "erholen".
Außerdem bin ich auch ganz stark harmoniebedürftig bzw. auch eher schon "-süchtig". Das führt dann oft dazu, dass ich richtig in einer Art "Weltschmerz" versinke, wenn ich mir durch den Kopf gehen lasse, wie viele schlechte Menschen bzw. schlechte Taten und schlechtes Verhalten von Menschen es gibt...
Andersherum ist es bei mir aber auch so, dass mir auch bei fremden Menschen manchmal richtig "das Herz aufgeht", wenn sie einfach nur nett sind und mir z.B. mit einem lieben Lächeln die Tür aufhalten...
Dass ich ganz oft noch manchen Situationen nachhänge und sie in alle Eintelteile zerlege und immer wieder durchdenke und analysiere, ist auch ganz typisch...
Ich könnte noch lange so weitermachen und das ist ja alles für euch nichts Neues, aber es ist einfach schön zu wissen, dass es noch so viele andere Menschen gibt, die ganz ähnlich "ticken"... :o)
Nachdem ich schon viele Beiträge hier im Forum gelesen habe und viele davon selber sehr gut verstehen und nachvollziehen kann, aber gleichzeitig auch mich selbst sehr verstanden fühle, wollte ich mich jetzt einfach auch ein bisschen mit Beiträgen beteiligen _yessa_
Filamis
 

Re: "Zu viel Empathie"...

Beitragvon Anke » Mo 5. Mär 2012, 07:32

Hallo Filamis,

herzlich willkommen hier bei uns! Ich hoffe Du fühlst Dich hier wohl! Viel Spaß beim Stöbern und mitschreiben...

Schöne Grüße

Anke
Anke
Rat der Weisen
 
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Registriert: Sa 29. Okt 2011, 12:45

Re: "Zu viel Empathie"...

Beitragvon Tschieny » Mo 5. Mär 2012, 09:41

Guten Morgen, Filamis,
schön, dass Du hier bist! Was Du beschreibst, sind auch genau meine Erfahrungen, und ich sehe die Welt tatsächlich mit einem anderen Blick, seitdem ich sie durch dir Brille der Hochsensibilität betrachte. Denn plötzlich passt alles zusammen. Ich bin zwar immer noch anders, aber weder krank, noch unnormal. Und alleine diese Erkenntnis war für mich eine Bereicherung. Ich bin noch dabei, dieses neue Gefühl zu testen, es ist ein bisschen wie laufen lernen. Ich wünsche Dir einen regen Austausch, interessante Anregungen und alles, was Dir dabei hilft, auf Deinem Weg ein Stück weiter zu kommen. LG Tschieny
Tschieny
 

Re: "Zu viel Empathie"...

Beitragvon Skeeter » Mo 5. Mär 2012, 10:22

Hallo Filamis,
sm_06

In deinem Beitrag kann ich mich sehr gut wiederfinden... _yessa_
"Diese" Empathie macht mich auch manchmal echt fertig 1alie ... hab gerade so ein "Achterbahn-Wochenende" hinter mir. Ich brauche dann auch immer lange um mich aus diesen vielen Stimmungen wieder raus zu holen!

In diesem Sinn, gehe ich mal big_buegeln um abzuschalten...

Herzlichst Morquaie
Skeeter
 

Re: "Zu viel Empathie"...

Beitragvon Joey » Mo 5. Mär 2012, 10:35

Hallo Filamis,

freut mich, dass du hier bist.
Ich kenne auch das Gefühl, wenn einem "das Herz aufgeht." Oft kommen mir bei banalen Situationen die Tränen, z.B. wenn die Kinder im Kindergarten ein Theaterstücck spielen. Das ist mir schrecklich unangenehm. Ich habe zwar Radio und Fernsehen zu Hause, schalte sie aber nie ein. Zeitung lese ich auch nicht. Die Zeit, die ich dadurch spare, liege ich gerne im Bett und genieße die Stille. Ich glaube nicht, dass ich dadurch in letzter Zeit irgendetwas verpasst habe.

Liebe Grüße
Joey
Joey
 



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