Betäubung wenn man zu viel fühlt

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Betäubung wenn man zu viel fühlt

Beitragvon Morequende » Sa 7. Dez 2019, 11:30

Hallo.
Ich bin ein 34jähriger Mann, dem es nicht leicht fällt, zu seiner Hochsensibilität zu stehen. Man wird ja schnell als Weichei abgestempelt und die Leute können oft nicht verstehen, dass man mehr fühlt als sie.
Ich habe außerdem das Problem, dass ich mich in Ablenkungen & sogar Betäubung flüchte, wenn ich zu viel empfinde. Dabei ist es so, dass ich jedes Gefühl, wenn es zu stark ist, als Schmerz wahrnehme und diesen Schmerz möchte ich dann betäuben, entweder durch die Flucht in eine Fantasiewelt mit Computerspielen, Büchern, etc. oder vielleicht sogar mit Alkohol. Andere Drogen habe ich noch nie versucht, das will ich auch nicht, aber einige Male, als ich es gar nicht mehr aushalten konnte, wurden mir von den Ärzten Psychopharmaka verschrieben.

Trotzdem sehe ich die Hochsensibilität nicht nur als Fluch, da ich auch schöne Gefühle tiefer empfinden kann als andere, z.B. habe ich schon Freude an einem einfachen Waldspaziergang, am Farbenspiel des Himmels oder an Musik, die andere als langweilig empfinden. Seltsamerweise höre ich aber auch Metal, im Moment mag ich aber zartere Klänge lieber (z.B. Indie oder Folk Rock).

Ich verliebe mich schnell, Hals über Kopf und bin dann meistens auch der, der verletzt wird, obwohl es der anderen Person meistens gar nicht bewusst ist. Trotzdem lerne ich nicht aus meinen Fehlern, ich lasse mich da viel zu stark von meinen Gefühlen leiten.
Beruflich konnte ich ich bisher noch nicht festlegen, weil ich mich zurückziehe wenn ich kritisiert werden und weil ich auch zu schnell nachgebe und ich mich nicht durchsetzen kann. Momentan mache ich daher eine neue Ausbildung als Webdesigner, mit dem Ziel, mich selbstständig zu machen und alleine arbeiten zu können.

Ich bin ein großer Fan von JRR Tolkien, nicht nur von Herr der Ringe und/oder dem Hobbit sondern auch von seinen anderen Werken und ich befasse mich auch mit den Hintergründen, ergo ich kenne mich in Mittelerde fast besser aus als in der realen Welt.

Wer noch etwas wissen möchte, kann mich gerne fragen (auch per PM)
Morequende
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Re: Betäubung wenn man zu viel fühlt

Beitragvon uwe » So 8. Dez 2019, 07:33

Grüß dich.

Ich hatte das Problem mit dem "Weichei" früher. Ich weiß nicht ob es mit dem Alter oder der Entwicklung zu tun hat - aber irgendwann mal hat das aufgehört.
Ich bin noch sensibler als in meinen jungen Jahren und ich stehe dazu. Warum auch nicht - du solltest lernen, die Eigenschaft ist POSITIV.
Die "Leute" die das nicht verstehen können werden es auch nicht verstehen, niemals. Mit denen kannst du auf der Ebene auch nicht kommunizieren.
Natürlich hat man aber genug solcher Freunde, da muss man sich dann anpassen. Freunde die einen verstehen, das ist meist einer oder zwei. Und
die werden die niemals als Weichei abstempeln.

Fantasiewelt ist vollkommen ok - auch Computerspiele oder lesen, mache ich auch gerne - sind ja wichtige Hobbies und die geben schlussendlich auch die
nötige Ablenkung oder Ausgleich.
Alkohol hingegen würde ich acht geben, das weißt aber sicher schon selbst. Der kann dir nur paar Stunden Trost geben und danach - ist doch alles noch
schlimmer. Ich hab zB. in schweren Phasen - Trennung oder so - keinen Alkohol getrunken; über Wochen/Monate. Das kann man so machen und es geht
einen gut dabei.

Gruß
uwe
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