Darf ich vorstellen: Der Immer-Nervende

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Darf ich vorstellen: Der Immer-Nervende

Beitragvon VollKontakt » Mo 19. Nov 2018, 10:50

Hallo zusammen!

Mein Name ist Alex und ich lebe in Bayern. Wann ich genau begriffen habe, was mit mir „nicht stimmt“, weiß ich heute nicht mehr - es war aber sicher im ersten Jahrzehnt meines Lebens.

Diesen Monat werde ich 30 und in den vergangenen Jahren habe ich mich mit jedem Tag mehr gefragt: was Zur Hölle ist los da draußen?

Ich bin sehr fein in allem was ich spüre und tue, während ich laut und vor Begeisterung und Inspiration nur so aus mir heraustoben kann. Gelernt mich zurück zu nehmen und an gesellschaftliche Normen zu halten, das habe ich sehr früh, auch wenn mir unsinniges Verhalten oft zu sinnfrei erscheint und ich es deshalb lasse. Zu lernen meine Bedürfnisse zu akzeptieren und mir den Raum dafür zu geben, daran arbeite ich in jeder Sekunde.

Ich bin „geprüft“ bipolar, habe narzisstische Züge, kenne meine Grenzen nicht, komme mit Leistungsdruck nicht zurecht und tendire zur Aggressivität - alles nachzulesen in meinen Befunden der psychiatrischen Klinik. Das habe ich so nicht hingenommen und bin ab dem verlassen der Klinik mit meinen ganz eigenen Vorstellungen losgelaufen.

Heute bin ich so, wie ich auch früher war - überlegt, visionär, kreativ, sozial, friedsuchend, leistungsbereit, aufgeschlossen, unterhaltsam, humorvoll, detailverliebt. Der einzige Unterschied: Ich mache einfach, wie ich es für richtig halte - ob es in die Gesellschaft passt oder nicht, spielt für mich Tag für Tag weniger eine Rolle.

Ebenso wenig wie eine bipolare „Störung“, meine Hochsensibilität, mein „Narzismus“, meine „Aggressivität“ - das bin ich nicht, ich bin einfach nur ich.

Menschen in meiner Umgebung verstehen mich kaum, es ist auch okay, sie geben ihr Bestes, ich habe gelernt zu „übersetzen“ und den für andere weniger „wichtigen“ Teil bei mir zu lassen. Doch es ist oft einsam, mit seinen Gedanken und Empfindungen für sich allein zu sein.

Mein Partner versucht es seit 8 Jahren Tag für Tag, mir zu folgen, doch oft versteht er das „dahinter“ nicht - das ist okay, einsam fühlt man sich trotzdem manchmal.

So bin ich hier hergekommen - auf der Suche nach Menschen, die das spüren, was hinter meinen Worten steht. Die verstehen, was passiert, ohne ein Konstrukt an Informationen aufbauen zu müssen, damit sie einen Bruchteil des Ganzen verstehen.

Ich bin gespannt, was hier passiert und freue mich, Euch mit meiner Ansicht zum Alltäglichen unterstützen zu können wie ebenso auf Eure Meinungen zu meinen Problemen und Ansichten.

Das bin ich - feinfühlig auf dem Weg, mich selbst und meine Mitmenschen jeden Tag etwas besser zu verstehen :)
VollKontakt
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