Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Moondream » Di 5. Mär 2019, 17:14

Hallo alle Zusammen,

ich beschäftige mich erst seit einigen Wochen mit HSP und bin auf der Suche nach einem Ort zum Austausch mit anderen HSP's und Interessierten auf dieses Forum hier gestoßen. Der offenen und gleichzeitig respektvolle Umgang hier hat mich direkt angesprochen und ich möchte mich einfach kurz vorstellen und erläutern, wie ich zum Thema HS gekommen bin und was ich in diesem Forum suche.

Ich bin aus Sachsen/Anhalt, 52 und männlich.
Zu der Erkenntnis, dass ich sehr wahrscheinlich hochsensibel bin kam ich letztendlich durch eine persönliche Krise, die ich mir lange nicht erklären und verstehen konnte.

Die Kurzfassung: Vor einigen Monaten habe ich auf einem Klassentreffen eine alte Schulfreundin wiedergetroffen, in die ich schon als Jugendlicher 'unsterblich' verliebt war. Wir haben uns schon immer gut verstanden, aber im Gegensatz zu mir hat (und hatte) sie nie irgendwelche romantischen Gefühle für mich. Zudem sind wir beide glücklich verheiratet (nicht miteinander versteht sich). Trotzdem hat mich diese Begegnung emotional so aus der Bahn geworfen, dass ich Wochenlang nicht klar denken konnte und in ein absolutes emotionales Chaos gestürzt bin. Und das, obwohl die Situation eigentlich so klar war, daß die Gefühle keine Sinn ergaben. Ok, jetzt kann man auch sagen das Gefühle nicht immer einen sofort erkennbaren Sinn ergeben müssen, allerdings hatte ich werwartet, daß sie nach einem 'Realitätsabgleich' wieder verblassen/verschwinden würden. Das passierte aber nicht. Soweit die Vorgeschichte.

Ich begann daraufhin nach Erklärungen hierfür und nach Strategien zu suchen um damit umzugehen. Unter anderem in diversen Foren (noch nicht für HS sondern Foren für Beziehungsproblem und Liebeskummer), wobei ich mich aber anscheinend zunächst immer tiefer im Gefühlswirrwar verstrickte. Bis mich eines Tages eine sehr aufmerksame Forenteilnehmerin darauf hinwies, dass meine 'Verwirrung' und mein z.T. 'irrationales' Verhalten in diesem Zusammenhang möglicherweise daher rühren könnte, dass ich ein HSP bin. Daraufhin habe ich mich tiefer damit beschäftigt und einige Bücher darüber gelesen (von Elaine Aron und Sylvia Harke).
Und auch wenn ich bezüglich des sehr vagen und anpassbaren HS Konzeptes noch eine gewisse Skepsis habe, so finde ich mich doch mit sehr vielen Punkten meiner Persönlichkeit dort wieder. Letztlich ist es das erste Konzept, das mein Persönlichkeit (mit der ich sebst immer wieder gewisse Problem hatte und mich daher selbst immer, zumindest in Teilen, abgelehnt habe) für mich nachvollziehbar beschreiben kann.

Wo habe ich mich da wiedergefunden?
- ich nehme wahnsinnig viele Feinheiten und Details um mich herum wahr, die anderen überhaupt nicht auffallen (visuell und akkustisch)
- ich habe eine unglaublich komplexe und ausufernde Fantsasie (was im Nachhinein betrachtet auch meine eingangs erwähnten Krise zumindest begünstigt hat)
- ich bin (oder war es zumindest bis ich diesen Teil von mir negiert habe) recht kreativ. So habe ich als Junge z.B. viele Handarbeiten wie Nähen, Sticken, Häkeln gemacht, was allerdings von vielen belächelt wurde.
- Ich erkenne oft (unbewusst) die Gefühle meines Gegenübers und werde davon sehr leicht beeinflusst.
- Musik und Filme lösen bei mir oft sehr starke Gefühle aus (ich versetzte mich dabei oft auch, unbewusst, so stark in Personen im Film hinein, dass ich dass ich deren Gefühle quasi selbst sehr relistisch erlebe)
- ich handle oft aus dem Bauch heraus (auch beruflich als IT Techniker) und liege damit erstaunlich oft richtig
- ich habe starke Probleme damit nicht zu denken, mein Gehirn muss sich ständig mir irgendwas beschäftigen
- ich bin auch oft schnell gestresst und fühle mich in Gegenwart zu vieler Menschen oft unwohl. In kleineren Gruppen (bevorzugt etwa 4 bis 8) bin ich allerdings durchaus offen und gesellig.
- ich bin sehr harmoniebedürftig und eher der Schlichter und Zuhörer bei Konflikten. Und gehe Konflikten oft lieber aus dem Weg.
- ich durchdenke alles immer sehr gründlich und von verschiedenen Seiten.
- oft neige ich zu übertriebenem Perfektionismus und mach Dinge oft lieber gar nicht, wenn ich sie (aus meiner Sicht) nicht perfekt machen kann.
Sicher lassen sich noch andere Dinge hierzu finden, das soll aber erst mal genügen...


Warum bin ich skeptisch ?
- man kann all das durchaus auch ohne HS erklären, im Summe ist HS aber die beste Erklärung, die ich bisher gefunden habe.
- da ich aus dem technisch-/wissenschaftlich Bereich komme, messe ich Dinge am liebsten um sie zu bewerten. Wie aber kann ich messen/bewerten, ob ich etwas deutlich stärker und länger empfinde/wahrnehme als andere? Also bleibt da ein wenig Zweifel.
- Wo definiere ich den Übergang zwischen Hochsensibel, mäßig sensibel und gering sensibel? Gibt es da überhaupt eine definierbare Abgrenzbarkeit?

Um das zu überprüfen habe ich diverse Tests gemacht, die immer zu dem Ergebnis führen dass ich wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich HS bis. Allerding sind die Tests aus meiner Sicht z.T. leicht durchschaubar und auch ein Stück weit subjektiv. (Ich bemühe mich zwar immer um eine objektive Beantwortung der Fragen, aber eventuell kann man ja unterbewusst in eine bestimmte Richtung wollen und den Test entsprechend ausfüllen ?)

LG Moondream
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde - Teil 2

Beitragvon Moondream » Di 5. Mär 2019, 17:15

Da ich die 6000 Zeichen Begrenzung gesprengt habe - hier Teil 2

Als Gegentest habe ich auch Persönlichkeitstests nach dem Big Five Modell gemacht, da komme ich zu einem ähnlichen Ergebnis:
empfindlicher ITKS oder ITKG
- Introvertiert (Extraversion)
- Theoretisch (Offenheit für Erfahrungen)
- Kooperativ (Verträglichkeit)
- Spantan oder Geplant (Gewissenhaftigkeit, da pendeln die Testergebnisse bei verschiedenen Tests um den Mittelwert mit leichter Tendenz zu Spontan)
- Emotional empfindlich (Neurotizismus)

Nachdem was ich gelesen habe, korreliert dieser Persönlichkeitstyp oft mit HS.

Ja, das ist meine aktuelle Situation auf der Suche nach mir selbst.

Ich hoffe, das ich hier im Forum Menschen finde, mit denen ich mich ungezwungen und offen über diese Dinge austauschen kann, um letztendlich mehr über mich selbst zu erfahren und zu lernen besser mit meinen Fähigkeiten und Eigenheiten umzugehen. Denn ich möchte HS eigentlich nicht als Makel, Problem oder Entschuldigung für mein 'anders' sein sehen, sondern als Möglichkeit und eine Gabe.

LG
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon visitor » Di 5. Mär 2019, 19:30

Hallo Moondream,

herzlich willkommen und schon Deine umfangreiche Beschäftigung mit dem
Thema ist ... prägnant.

_Auf einen guten Austausch! :)
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon ostsee_liebe » Mi 6. Mär 2019, 09:19

Moin und willkommen hier!

Du hast Dir ja schon sehr viele Gedanken zum Thema gemacht. Typisch HS würde ich sagen... ;-)
Ich selbst scheine viele Deiner Eigenschaften auch zu besitzen und habe für mich selbst auch schon so eine "positiv-Liste" aller Eigenschaften erstellt. (Sogar das mit dem unsterblich verliebt und später getroffen stimmt :-) )
Auch diverse Tests ergaben höchstwahrscheinlich HS.
Was bedeutet das jetzt für mich persönlich? Ich kann den ganzen Eigenheiten jetzt einen Namen geben. Das beruhigte mich ungemein. Dass ich normal war indem, was ich mache und wie ich bin. Und dass es einfach eine Erklärung dafür ist, wie ich bin.
Dass es dann noch 15-20% aller Menschen sind, macht mich froh, nicht so ein Exot zu sein, wie ich vorher dachte.
Mir ist es eigentlich egal, ob dieser Persönlichkeitstyp nun HS heisst oder anders. Ich sehe es weder als Krankheit noch als himmlische Gabe an. Ich erkenne jetzt meine positiven Eigenschaften viel eher im Umgang mit den Mitmenschen und ich versuche gerade, die für mich negativen Eigenschaften in einem positiveren Licht zu sehen. In meinem Fall sind das gerade Abgrenzung und Hochempathie, die mich noch belasten.

Du wirst hier im Forum sehr viel zu Lesen finden und sehr oft mit dem Kopf nicken, weil es vielen hier genauso wie Dir geht. Und Du wirst bestimmt auch einige Erfahrungsberichte finden, wie andere Menschen mit den negativen Seiten umgehen.
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Alex42 » Fr 8. Mär 2019, 01:34

Hallo, grüß dich,
ich bin auch erst seit kurzem hier im Forum dabei. Ich bin Anfang vierzig, arbeite auch im IT Umfeld und bin auf das Forum gestoßen, nachdem ich wie du auf einem Klassentreffen war. Von daher passt das Thema.
Kurz zu mir: Ich gehe schwer davon aus, dass ich sensibler als viele andere Menschen in meinem Umfeld bin. Und ich bin davon überzeugt, dass die Menschen, die es sind, es wissen, dass sie anders ticken als die anderen. Und es ist gut, wenn man das merkt und sich dessen bewusst wird. Dann kann man lernen im Umgang mit anderen nicht die gleiche Sensibilität zu erwarten. Von daher, du hast was über dich herausgefunden, gut so.
Ich bin mir sicher, dass gerade auch im IT Bereich, wenn es darum geht, Software zu entwickeln, Anforderungen zu verstehen, Interessengegensätze auszugleichen hoch sensible Menschen echt was voran bringen können.
Meine Geschichte zum Klassentreffen: ich war nicht verliebt, fühlte mich aber zu einer Person in meiner Klasse hingezogen, spürte, dass da was nicht stimmte, wollte irgendwie helfen, habe den Kontakt nach der Schule verloren … . Und dann Klassentreffen: Ein offenes Gespräch unter Erwachsenen, dass man nicht als Schulkind führen kann und klar, mein Gott, ich weiss jetzt, dass ich damals gespürt habe, was los war, als Kind kann man da nicht offen damit umgehen, das schöne am Erwachsen sein.
Zu deiner Geschichte: du warst damals verknallt und bist es immer noch. Manche Menschen brennen sich ein, das bleibt. Aber trotzdem kann man verheiratet sein. Es gibt nicht die eine Frau, die Überfrau, nein: es gibt die Frau, mit der man nicht ohne Grund Kinder hat. Das passt. Andere Frauen können trotzdem Gefühle auslösen. Und wenn sie das mal getan haben, dann können sie das auch weiter tun, besonders wenn man besonders sensibel. Ganz Normal. Und wird bei Frauen nicht anders sein.
Und mein Gott, ob das jetzt als Hochsensibel bezeichnet wird oder nicht. Ich merke ganz klar, dass ich anders ticke und bin sehr froh, dass es andere gibt, die sich ähnlich fühlen. Zu wieviel % man jetzt genau dabei ist, ist doch wirklich egal.
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Moondream » Fr 8. Mär 2019, 13:39

Hallo Alex42,

auch erst mal herzlich willkommen hier und danke für deinen Post.

Alex42 hat geschrieben:Ich bin mir sicher, dass gerade auch im IT Bereich, wenn es darum geht, Software zu entwickeln, Anforderungen zu verstehen, Interessengegensätze auszugleichen hoch sensible Menschen echt was voran bringen können.


Interessant. Ich arbeite im Supportbereich (Server/Storage) und habe mich schon oft gefragt warum ich oft eine hohe Trefferquote bei der Fehlersuche/Fehleranalyse habe, obwohl ich im Gegensatz zu vielen Kollegen öfter 'nach Gefühl' vorgehe. Hab das immer als Widerspruch gesehen, ist aber vielleicht gar keiner. smasz


Alex42 hat geschrieben:Zu deiner Geschichte: du warst damals verknallt und bist es immer noch. Manche Menschen brennen sich ein, das bleibt. Aber trotzdem kann man verheiratet sein. Es gibt nicht die eine Frau, die Überfrau, nein: es gibt die Frau, mit der man nicht ohne Grund Kinder hat. Das passt. Andere Frauen können trotzdem Gefühle auslösen. Und wenn sie das mal getan haben, dann können sie das auch weiter tun, besonders wenn man besonders sensibel. Ganz Normal. Und wird bei Frauen nicht anders sein.

Sehe ich ähnlich. Ist für mich aber auch ein komplexes Spannungsfeld, da ich ziemlich hin- und hergerissen bin. Einerseits habe ich die romantischen und erotischen Gedanken/Gefühle bezüglich meiner Schulfreundin überwunden. Zumindest glaube ich das. Andererseits bin ich von Ihr als Mensch immer noch fasziniert, und möchte den Kontakt gern beibehalten und/oder ausbauen. Ich weiß nicht mal genau was mich an ihr fasziniert. Vielleicht ist es es einfach ihr Menschsein, vielleicht hat sie auch Züge von HS oder es ist etwas ganz anderes. Ich würde es aber gern herausfinden.

Ich habe auch mal mehrere Persönlichkeitstests durchgeführt und bin sehr konstant auf folgendes Profil gekommen:

http://www.typentest.de/test_-_start/te ... _traum.htm

Vielleicht spielt mein spezielles Persönlichkeitsprofil hier auch eine Rolle ?


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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Alex42 » So 10. Mär 2019, 01:31

Moondream hat geschrieben:Hallo Alex42,

Ich weiß nicht mal genau was mich an ihr fasziniert. Vielleicht ist es es einfach ihr Menschsein, vielleicht hat sie auch Züge von HS oder es ist etwas ganz anderes. Ich würde es aber gern herausfinden.
Moodream


Mit manchen Menschen gibt es sofort eine Verbindung. Es gibt eine Handvoll bei mir, die ich bisher kennengelernt habe. Ich denke, sie waren auch HS. Sonst klappen manchen Verständnisebenene einfach nicht.
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Alex42 » So 10. Mär 2019, 01:46

Moondream hat geschrieben:Hallo Alex42,

Ich habe auch mal mehrere Persönlichkeitstests durchgeführt und bin sehr konstant auf folgendes Profil gekommen:

http://www.typentest.de/test_-_start/te ... _traum.htm

Vielleicht spielt mein spezielles Persönlichkeitsprofil hier auch eine Rolle ?
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Ich finde mich da zum Teil auch wieder. Nur neige ich dazu, hin und wieder ein Risiko in meinem Leben einzugehen. Das wird da da explizit ausgeschlossen. Also ich war in meiner Pupertät eher jemand, der an die Grenzen gegangen ist. Bewusst. Und ich würde sage auf der Arbeit mach ich das immer noch, soweit mir das möglich ist.
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Eisvogel » So 10. Mär 2019, 12:41

Moondream schreibt:

Warum bin ich skeptisch ?
- man kann all das durchaus auch ohne HS erklären, im Summe ist HS aber die beste Erklärung, die ich bisher gefunden habe.
- da ich aus dem technisch-/wissenschaftlich Bereich komme, messe ich Dinge am liebsten um sie zu bewerten. Wie aber kann ich messen/bewerten, ob ich etwas deutlich stärker und länger empfinde/wahrnehme als andere? Also bleibt da ein wenig Zweifel.
- Wo definiere ich den Übergang zwischen Hochsensibel, mäßig sensibel und gering sensibel? Gibt es da überhaupt eine definierbare Abgrenzbarkeit?

Um das zu überprüfen habe ich diverse Tests gemacht, die immer zu dem Ergebnis führen dass ich wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich HS bis. Allerding sind die Tests aus meiner Sicht z.T. leicht durchschaubar und auch ein Stück weit subjektiv. (Ich bemühe mich zwar immer um eine objektive Beantwortung der Fragen, aber eventuell kann man ja unterbewusst in eine bestimmte Richtung wollen und den Test entsprechend ausfüllen ?)


Ich habe auch mal mehrere Persönlichkeitstests durchgeführt und bin sehr konstant auf folgendes Profil gekommen:

http://www.typentest.de/test_-_start/te ... _traum.htm

Vielleicht spielt mein spezielles Persönlichkeitsprofil hier auch eine Rolle ?


Moodream

Du kommst aus dem wissenschaftlich-technischen Bereich und machst einfach verschiedene Tests zum selben Inhalt und schließt daraus auf die Richtigkeit und ziehst Bestätigung daraus? Bisher kenne ich niemanden, der aus diesem Bereich kommnt und so vorgeht, denn nicht die Masse der "positiven" Ergebnisse bedeutet Kausalität. Des weiteren bringst du als Zweifler noch einen weiteren Test mit ein und verlässt dich darauf, oder kommt es nur so an bei mir? _gruebel_

Tests im Internet und in Büchern sind, wenn überhaupt, abgespeckte Versionen von anerkannten Persönlickeitstests, die gar nichts aussagen. Von einem "speziellen" oder auch individuellem Persönlichkeitsprofil kann also keine Rede sein.
Persönlichkeitstest und -screenigs sind sehr teuer und komplex, daher wird man sie nie im Internet finden. Man kann sich vielleicht beim Psychologen und weiteren Fachleuten auf verschiedene psychische Begebenheiten testen lassen, aber Tests in Zeitschriften, in Ratgeberbüchern und im Internet sagen absolut wenig über die individuellen Eigenschaften von Menschen aus. Ich würde mich niemals darauf verlassen, denn einer von vielen Faktoren ist z.B. das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Positive_Teststrategie

Bei den Persönlichkeitstests in Frauenmagazinen wimmelt es ebenso nur von Tests, die mit kognitiven Verzerrungen spielen und manipulieren.
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Re: Ein ganz herzliches Hallo in dir Runde

Beitragvon Moondream » So 10. Mär 2019, 13:53

Hallo Eisvogel,

Erst einmal danke für deinen Post.

Da verstehst du mich entweder falsch oder ich habe mich undeutlich ausgedrückt. Ich denke manchmal etwas verquer und drücke mich dann wohl auch manchmal entsprechend aus. _gruebel_ .

Für mich besteht da im Moment absolut noch kein sicherer kausaler Zusammenhang, es ist für mich lediglich eine von mehreren möglichen Erklärungen. Sagen wir mal, zusammen mit anderen Beobachtungen und Rückmeldungen ergibt sich hier ein Satz von Indizien, die in eine bestimmte Richtung weisen. Nicht mehr und nicht weniger, ich denke aber das die grobe Richtung schon stimmt. Damit habe ich aber erst einmal eine Arbeitshypothese auf die ich aufbauen kann.
Das Phänomen der positiven Teststrategie ist mir wohlbekannt, deswegen suche ich sebstverständlich auch nach Belegen für das Gegenteil.

Deswegen und auch aus diversen anderen Gründen suche ich für mich aktuell einen guten Psychologen, der mir sicher auch in dieser Richtung weiterhelfen kann. (Stichwort NEO-PI-R Test)

Für sehr verlässlich halte ich die frei verfügbarenTests allein natürlich nicht, sie ergeben aber einen groben Trend. Es gibt aber noch viele andere Indizien bei mir, viele sprechen dafür, andere dagegen.
So gesehen bin ich erst absolut am Anfang meiner Selbstfindung und weiß logischerweise absolut noch nicht was am Ende für mich dabei herauskommt.

LG
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