Ein Gruß von mir zu euch

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Ein Gruß von mir zu euch

Beitragvon Mondenkind » Fr 30. Nov 2018, 22:43

Hallo zusammen.

Mit dem Thema Hochsensibel habe ich mich vor einigen Jahren beschäftigt, als ich das erste Mal so richtig Vollzeit gearbeitet habe. Damals ist mir alles um die Ohren geflogen, weil ich mit einer massiven Reizüberflutung konfrontiert war. Davor war es mir irgendwie leichter möglich mich aus Situationen herauszunehmen und mich dadurch zu schützen.

Ich hab über die Jahre so meine Nischen und Mehoden gefunden, die geholfen haben. Viel Sport, Rückzug, Natur und so was in der Art.

Nun hat sich vor ein paar Jahren aber meine Lebenssituation total verändert. Ich lebe mit einem wunderbaren (ebenfalls hochsensiblen) Mann und unserem quirligen Kleinkind zusammen. Das hätte ich mir vor ein paar Jahren nicht vorstellen können und ich staune, wie sehr mich diese beiden Menschen erden und auch die Aufgabe Mama zu sein, gibt meinem Leben eine ganz neue Richtung. Ich arbeite noch nicht und genieße es auch sehr, dass der Stressfaktor Arbeit gerade wegfällt.

Gleichzeitig merke ich verstärkt, dass meine alten Methoden nicht mehr brauchbar sind, weil Zeit und Raum dafür fehlt. Ich stoße auch immer wieder an die Frage, wie viel Gesellschaft braucht unser Kind, um „normal“ aufzuwachsen. Und ich stehe immer wieder vor dem Problem, dass ich nicht mehr so einfühlsam auf meinen Partner eingehen kann, weil mir a) die Engerie fehlt und b) auch die Bedürfnisse vom kleinen Wurschtler im Raum stehen. Und da wiederum meine eigenen Ich-bleibe-bei-mir-Methoden im Moment eher nicht existieren, verwickeln wir uns oft in den Gefühlen des anderen )/898u .

Ja, das ist wahrscheinlich die Grundproblematik, die mich veranlasst hat, mal wieder auf Austauschsuche zu gehen. Vielleicht hilft es, wieder neue Ideen zuzulassen und Schritte zu wagen.

Freue mich aufs Lesen, Schreiben, Sortieren.

Liebe Grüße
Mondenkind
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Re: Ein Gruß von mir zu euch

Beitragvon Änchen » So 2. Dez 2018, 15:54

Hallo Mondenkind,

erst einmal herzlich Willkommen! Schön dass du hier bist und dich vorgestellt hast :).

Ich selbst stehe an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben (ich gehe noch zur Schule) als du, dennoch finde ich es immer interessant sich auszutauschen. Ich frage mich oft, inwiefern es förderlich ist, mich mit meiner eigenen Hochsensibilität auseinanderzusetzten und wann ich einfach nur sensibilisiert werde, somit verstärkt auf Dinge achte, die mich stören. Nichtsdestotrotz bietet dieses Forum hier die Möglichkeit, mit einer großen Anzahl von Gleichgesinnten, in Kontakt zu treten. Deshalb bin ich mir sicher, dass du hier jemanden findest, der auch Kinder hat und sich vielleicht ähnliche Gedanken macht wie du.

"Ich stoße auch immer wieder an die Frage, wie viel Gesellschaft braucht unser Kind, um „normal“ aufzuwachsen." - Da ich keine Kinder habe, kann ich auch nicht aus Erfahrung sprechen, dennoch ist das eine Frage, mit der ich mich gedanklich auseinandergesetzt habe. Meiner Meinung nach geht es Kindern (zumindest aus der Sicht eines Kindes kann ich sprechen) gut, wenn es den Eltern auch gut geht. Als Kind merkt man so etwas einfach, auch schon als Kleinkind. Die Basis deiner Beziehung klingt zumindest sehr schön und das ist etwas, was ich mir für eine zukünftige Beziehung bei mir wünschen würde. Deshalb scheu dich nicht davor, dir selbst kleine Auszeiten zu nehmen, um dein Gleichgewicht zu finden. Dann kannst du gestärkt wieder Zeit  mit deiner kleinen Familie verbringen. Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwiefern das bei dir umsetzbar ist, aber auf jeden Fall solltest du kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dir Zeit für dich nimmst. Und was die Gesellschaft für dein Kind angeht, ich denke, dass wird mit der Zeit ergeben und verändert sich dann auch je älter dein Kind wird.

Ich wünsche dir zumindest, dass du dich hier mit dem ein oder anderen austauschen kannst und ab und an von dir zu lesen, würde mich auch freuen :).

Liebe Grüße,
Änchen
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Re: Ein Gruß von mir zu euch

Beitragvon Mondenkind » So 2. Dez 2018, 22:28

Hallo Änchen,

vielen Dank für Deine Antwort und die lieben Wünsche.

Ich denke auch, dass Austausch auf vielen Ebenen stattfinden kann und man nicht unbedingt Leute dazu braucht, die 1:1 in der gleichen Situation stecken. Ich danke dir sehr für Deine Gedanken und die Zeit, die Du Dir genommen hast, sie aufzuschreiben.

Ich denke auch, dass Kinder sehr davon profitieren, wenn es den Eltern gut geht und sie sich in einem guten Gleichgewicht befinden. Gleichzeitig habe ich in meiner Kindheit erlebt, dass eigentlich kaum nach meinen Bedürfnissen gefragt wurde. Eher wurde ich darauf getrimmt, die Bedürfnisse meiner Eltern zu erkennen und zu bedienen. Das ist natürlich das andere Extrem. Nun ist es zum Beispiel so, dass unser Sohn sehr gerne mit anderen Kindern zusammen ist und ein sehr sozialer kleiner Kerl ist, der nach einer Phase des Beschnupperns gerne Kontakt mit anderen aufnimmt. Und das kann er noch nicht alleine. Da muss ich mit und bin dann natürlich mit anderen Müttern zusammen. Irgendwie finde ich auch, dass das mein Kind von mir erwarten darf, dass ich da seiner Neugier und seinem Bedürfnissen entgegenkomme. Gleichzeitig darf ich natürlich auch meine Grenzen wahren und muss zum Beispiel nicht an einem Samstagabend über einen knallvollen Weihnachtsmarkt laufen. Das kann er ja machen, wenn er größer ist. Ich habe tatsächlich jetzt schon das Gefühl, dass ich ihm vermitteln kann: Das ist nicht 100% meins, aber ich möchte es dir zeigen und es ist okay, wenn du Spaß hast. Das geht natürlich nur, wenn meine Antennen nicht auf Alarm ausgerichtet sind und das Kind nur noch Mamas Anspannung wahrnimmt (was an einem Samstagabend auf dem Weihnachtsmarkt der Fall wäre....)

Die Frage, wie lange und in welcher Tiefe die Beschäftigung mit einem Thema (also hier jetzt hochsensibel) sinnvoll ist, ist ganz sicher individuell verschiedenen. Ich merke, dass verschiedene Lebenssituationen, verschiedene Facetten bei mir und in mir in den Mittelpunkt rücken. So ist die Intensität des Themas immer mal stärker und mal schwächer. Ich habe manchmal darüber nachgedacht, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich als Jugendliche schon das über mich gewusst hätte, was ich heute weiß. Ich denke, dass ich völlig andere Wege eingeschlagen hätte, aber ob das das Wesentliche verändert hätte, das weiß ich nicht. Ich glaube, man spürt, ob eine Beschäftigung noch etwas bringt (und das können ja ganz verschiedene Dinge sein z.B. neue Erkenntnisse oder das Gefühl irgendwo zugehörig zu sein) oder ob man sich im Kreise dreht oder blockiert.

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und ich kann ja im Forum mal in einem passenden Thread das Kinderthema einbringen.

Liebe Grüße
Mondenkind
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Re: Ein Gruß von mir zu euch

Beitragvon Sonne-über-der-Stadt » Sa 8. Dez 2018, 15:00

Herzlich Willkommen im Forum.

:-)
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