Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

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Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon sonnentanz » Di 6. Sep 2016, 21:55

Hallo liebes Forum,

ich bin noch ein rechter Neuling was das Thema HSP angeht und bin mehr oder weniger zufaellig auf das Thema gestossen als ich mich zwecks beruflicher Neuorientierung nach 8 Jahren Mama und Hausfrau mal wieder vor der Frage fand "Was will ich denn mal machen? Was erfuellt mich?". Mein beruflicher Lebenslauf umfasst mittlerweile 2 Seiten trotz meiner 39 Jahre...sehr unstet, einiges ausprobiert, nie lang an einem Platz gewesen. Irgendwie frustrierend fuer mich. Und mal wieder griff ich mir an den Kopf und dachte "Mensch, mit fast 40 sollte man doch mal wissen was man will!" _bash_ (ja, ich bin manchmal sehr hart mit mir - daran arbeite ich noch;)). Da kam ich irgendwie zum Thema "Renaissance Soul" dass sich mit den Leuten beschaeftigt, die zig Ideen und Interessen haben und nicht wissen, wie sie diese "unter einen Hut bekommen", gerade in beruflicher Hinsicht...das Buch von Margaret Lobenstine dazu hab ich grad in Arbeit. Und am Ende des Abends landete ich ueber gefuehlte 1000 Ecken beim Thema HSP. Eine Info nach der anderen hab ich dazu verschlungen, Buecher gekauft und gelesen...und die Lichter die mir danach aufgingen haetten ganz Muenchen erhellen koennen. ENDLICH ergibt alles einen Sinn. Angefangen mit Dingen aus meiner Kindheit (das schwarze Schaf in der Familie, immer bissl "anders", warum find ich nie Freunde) ueber Berufswahl (es gab nie DEN Traumberuf fuer mich, bis zum Abi ich nicht gewusst was ich werden will und hab nur dank Vitamin B ne Ausblidung als Krankenwester begonnen - die ich nach nem Jahr am liebsten wieder geschmissen haette...zum Glueck bliebs beim "haette") und noch so viel mehr, bis heute, wo ich mich frage: dieser Gedankenwirrwarr den ganzen Tag (ja, an manchen Tagen hab ich echt Kopfschmerzen vom Gruebeln), die Intensitaet wie ich meine Umgebung, die Natur, Stimmungen, die Menschen um mich herum wahrnehme, das schnelle Ueberfordert sein wenn's "Zuviel" ist....Es hat endlich einen Namen! Es ist ne totale Erleichterung fuer mich! An manchen Tagen hab ich echt gedacht, dass ich bald nen Fall fuer die Klapse bin _%_ . Puh, aber ich bin "nur" eine HSP :). Das anzunehmen faellt mir an sich nicht schwer. Trotzdem wird's noch ein guter Weg fuer mich werden, eh ich damit 100%ig im Reinen bin. Rueckblickend auf die letzten Jahre hab ich intuitiv schon viele Weichen richtig gestellt, die richtigen Wege fuer einen besseren Umgang mit mir selbst und meinem Koerper eingeschlagen (der rebelliert schon lang mit Magen/Darm/Geschichten, Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten, Allergien, etc). Ich hoff, in diesem Forum noch viel mehr Information und Inspiration zu finden - fuer mich. Und vielleicht kann ich das auch fuer andere sein:)

Ganz liebe Gruesse aus (derzeit) Muenchen,
Eure sonnentanz (Claudia)
sonnentanz
 

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon Moneypenny » Mi 7. Sep 2016, 10:03

Hallo Sonnentanz _Mij_
da kann ich nur sagen Willkommen "im Club" _zwr_
Ich bin hier auch noch recht neu und bei so vielen Vorstellung blieb/bleibt mir der Mund offen stehen über die fast 100 %igen Parallelen. Bis vor kurzem hätte ich das nicht für möglich gehalten.
Auch bei dem, was Du schreibst, finde ich mich direkt wieder.
Mein Lebenslauf passt auch nicht mehr auf eine Seite, aber eher durch unverschuldete Jobverluste und der mühsame Weg, in einem anderen Berufsfeld Fuß zu fassen. Jetzt habe ich seit Anfang des Jahres einen Job und fühle mich total unwohl. Als HSP in einem recht rauhen und schnodderigen Handwerksbetrieb (Telefon etc.) hat man es nicht leicht 1alie
Der Umgangston von zwei, drei (wichtigen) Leuten in diesem Betrieb ist sehr speziell und ich weiß nicht, ob ich mich je daran gewöhnen werde _nüxweiss_
Von daher ist die Frage nach einem geeigneten Job für HSPs schon nicht unerheblich und es gibt hier im Forum einige gute Threads dazu. Bin selbst noch lesen und "aufsaugen".

Viele Grüße
Moneypenny
Moneypenny
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 56
Registriert: So 21. Aug 2016, 18:01

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon Markus » Mi 7. Sep 2016, 12:46

Hallo liebe Sonnentanz! icon_winkle
..bin auch noch ganz neu hier im Forum, und auch die Erkenntnis, dass ich hochsensibel/hochsensitiv bin, ist noch sehr frisch. Die Erleichterung, die ich empfand, als ich realisierte, hey, da draußen sind ja noch richtig viele verwandte Seelen, mit den genau gleichen Wahrnehmungen, Gefühlen und einhergehenden Problemen, war unbeschreiblich!
Ich kann Moneypenny nur zustimmen:
Moneypenny schrieb:
und bei so vielen Vorstellung blieb/bleibt mir der Mund offen stehen über die fast 100 %igen Parallelen. Bis vor kurzem hätte ich das nicht für möglich gehalten.

Die Sehnsucht, nach einem(einer) Beruf(-ung), der Sinn macht, meine Stärken abruft, aber in einem geschützten/harmonischen Umfeld ausgeübt werden kann, ist auch mein größtes Problem und ich bin noch ein paar Jahre älter.. (habe vor kurzen eine sechsjährige Stelle gekündigt für einen neuen job und den direkt wieder beendet)
Aber ich bin dankbar für die neue Sichtweise, die sich nun entwickeln kann, ich muss mir nicht mehr ständig Selbstvorwürfe machen, sondern kann rücksichtsvoller und verständnisvoller mit meinen Schwächen umgehen.. (wenn mich morgens ein Kunde oder Kollege aggressiv von der Seite anmachte, hatte ich das den ganzen Tag in mir und hätte eigentlich direkt wieder heimgehen können.. icon_winkle )

Auf der anderen Seite birgt diese Empfindsamkeit aber auch sehr viele Gaben: meine Intuition, die Fähigkeit Gefühle und Stimmungen anderer erkennen zu können, meine Malerei, meine Fragen und Forschen nach dem "Großen Ganzen", all das bin so sehr ich, wenn das verschwinden würde, wäre kaum was übrig..
Ich wünsche Dir viel Freude, Inspiration und tolle Begegnungen hier im Forum!
Liebe Grüße!
Markus
Markus
 

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon sonnentanz » Mi 7. Sep 2016, 20:00

@Moneypenny

Ja, ich bin hier echt im richtigen Club gelandet freüde
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie du dich in deiner Situation mit dem Job fuehlst. Grad in einem kleinen Betrieb stell ich's mir echt schwierig vor, "gewissen Leuten" aus dem Weg zu gehen. Da ist nicht viel Raum... Und auf Dauer macht das ja so auch keinen Spass. Das ist die Situation, vor der ich auch Bammel hab, denn man sieht ja beim Vorstellungsgespraech gar nicht was so richtig was auf einen zukommt. Aus meinen letzten Job weiss ich, dass ich - waere nicht mein Sohn "dazwischen" gekommen - irgendwann gekuendigt haette, da es mit einigen Kollegen echt unzumutbar war. Eh ich mich kaputt mache, schau ich mich lieber nach was anderem um. Gut, das ist natuerlich etwas einfacher, wenn man nicht der Hauptverdiener ist;).

Auf alle Faelle gibt's hier viel zu lesen und "aufzusaugen". Auch dir noch viel Spass dabei _lüpe_

@Markus

Ja, es tut gut zu wissen, dass man als HSP nicht allein ist. Das nimmt ungemeinen Druck weg weil man weiss, es gibt genug Leute denen es genau so geht und mit denen man sich austauschen kann. Ich dacht zwar zu Anfang, ich bin echt die einzige hochsensible Person in meinem direkten Umfeld, aber jetzt "wo das Kind einen Namen hat" seh ich genau, dass meine wenigen aber echten Freunde genau so gestrickt sind wie ich (meinen Partner leider ausgenommen). smasz
Und ich stimm dir voll zu, die Gaben, die diese Empfindsamkeit mit sich bringt, genau die formen mich, die machen mich zu dem was ich bin. Waer ich nicht so, dann waers wohl total langweilig. Was wuerd ich denn mach ich denn den ganzen Tag machen? ;)
Viel Freude und ein gutes Angekommen hier im Forum auch fuer dich! sm_06 . Wir werden uns sicher wieder lesen;). Uebrigends, dein Oelbild "Vergaenglichkeit des Schoenen" finde ich total super!
sonnentanz
 

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon FreieSeele » Mi 7. Sep 2016, 20:51

Hallo Sonnentanz,

da kann ich mit reden das Hochsensible Persönlichkeiten manchmal nicht wissen wo hin mit sich selber. Vielleicht triffst Du ja mal auf ein emphatischen Kollegen (in) der Dich versteht und mit fühlen kann.

Seit dem ich im Großraumbüro tätig bin weiß ich auch das diese Persönlichkeit einen Namen hat. Seit dem beschäftige ich mich damit (seit cirka einem Jahr). Ich wurde auch nie verstanden und fühlte mich sehr schnell überreizt. Alles was ich gesagt hatte zählte nicht( oder war jedenfalls der Meinung)

Und, wenn man über einen herzieht wenn der oder diejenige grad mal aus dem Büro geht, das kann ich nicht leiden.

Viele Grüße
Ingo
FreieSeele
 

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon sonnentanz » Mi 7. Sep 2016, 22:30

Hallo Ingo,

im Moment bin ich (zum Glueck?) noch nicht in der Situation mir um meine Mitkollegen Gedanken machen zu muessen, aber frueher oder spaeter wird das ein Thema werden. Ich hoffe, ich bin dann gut drauf vorbereitet mit dem Wissen um meine Sensibilitaet.

Viele Gruesse,
sonnentanz
sonnentanz
 

Re: Ein Puzzleteil fuegt sich ans andere

Beitragvon FreieSeele » Do 8. Sep 2016, 21:04

Hallo Claudia,

ja, jede Berufswahl verbirgt positive wie auch negative Seiten die man für sich persönlich spürt. Du musst halt ein gewissen Maß an Selbwertgefühl Dir aufbauen um von Deinen Kollegen honoriert zu werden so wie Du bist.

Du sollst Dir nicht um Deine Mitkollegen Gedanken machen (jedenfalls an erster Stelle nicht) sondern Deine Mitkollegen sollen sich Gedanken über Dich machen. Wie Du Dich fühlst, wie es Dir geht, was eigentlich HSP bedeutet.

Wenn ich jetzt richtig gelesen habe bist Du zur Zeit Krankenschwester. Mensch, das ist doch prima für Dich.
Du hilfst Patienten Ihre Krankheiten zu lindern. Und umgekehrt helfen Dir die Patienten, na auch Deine Kollegen, Deine Persönlichkeit zu stärken.

Eine Hand wäscht die andere.

Viele Grüße
Ingo
FreieSeele
 



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